Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Megabahnstreik - was denkt ihr?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Bin in keiner (meine wäre die Verdi und da geh ich nicht rein), aber ja soweit mir bekannt ist musst Du ja dann Dein Einkommen angeben und musst einen bestimmten Prozentsatz davon monatlich an die Gewerkschaft entrichten. Allerdings wird Deine Gehaltsangabe ja nicht geprüft (wenn Du willst) . Wenn ich angebe das ich 1000€ Brutto im Monat bekomme, haben ich geringe Mitgliedsbeiträge, bekomme im Streikfall aber dann natürlich auch nur das nach meinen Angaben.
 
Evtl. gibt es da ja echt Unterschiede zwischen den Gewerkschaften. Hatte mich diesbezüglich nur mit Verdi beschäftigt und da steht (und so wurde es uns auch von Verdivertretern erklärt):

Die Höhe des Streikgeldes richtet sich nach dem Mitgliedsbeitrag, den Sie drei Monate vor Beginn eines Arbeitskampfs gezahlt haben. Eine faire Sache: Die Höhe des Streikgelds wird auf Basis des aktuellen Verdienstes berechnet. Die Unterstützung orientiert sich also an Ihrer aktuellen Einkommenssituation.

...und da man wie gesagt beim Antrag angeben kann was man möchte, bezahlt man und erhählt man im Fall der Fälle entsprechend.
 
Im ernst, was soll man von so einer Gewerkschaft halten? Schon aus o.a. Grund würde ich austreten.... Wir leben in einem der reichsten Länder... die Geschäftsführer sollen einfach mal aufhören die Mitarbeiter zu verarschen! Go Weselsky!

Bonzenkommentare :roll:

Nicht falsch verstehen, ich gönne wirklich jedem seinen Wohlstand, schau mir gerne auch Bexters und Boarders diesbezügliche Posts an, verstehe aber nicht wie man, gerade wenn es einem besser geht, in diesem Fall nicht solidarisch sein kann.

Sorry Schnitzel, ich mag dich echt, aber der Kommentar ist doch mal wieder Vorurteil und Bullshit.
Ich befürworte sehr das deutsche Streikrecht und es ist gut, dass es das gibt. Als die Kita-Mitarbeiter in der letzten Wochen gestreikt haben, konnte ich das voll nachvollziehen und Daumen hoch dafür! Die Pflegebranche im allgemeinen ist MEGAWICHTIG, ich ziehe meinen Hut vor den Menschen in diesem Job, aber bezahlt werden sie viel zu miserabel.

Aber bei der Bahn ist das ganze für mich nach wie vor eine One-Man Show von Weselsky unter dem Deckmantel der guten Sache. Es geht längst nicht mehr um die Lohnerhöhung (die die Bahn ja geben würde).
Ich will die Bahn nicht schützen, ich bin selber kein Freund von dem Haufen.
Aber die GDL fordert einfach Dinge, die die Bahn so nicht leisten kann. Zum einen fordern sie Dinge, die an der EVG hängen, die sich nun mit der Bahn geeinigt haben.
Würde die Bahn also auf die Forderung der GDL eingehen, würde sie der EVG vor dem Kopf stoßen und dort sind noch mal drei Mal so viele Mitarbeiter drin.
Zum anderen motzt die GDL immer, lehnt aber JEGLICHEN Schlichter ab. Ich sage ja nicht, dass man direkt einen Schlichter von der Bahn nehmen muss, aber man kann ja auch mal proaktiv einen eigenen Schlichter vorschlagen.
Die GDL wirft der Bahn Starrsinnigkeit vor - die Vorgehensweise von Weselsky sehe ich aber nicht weniger verbohrt.
 
Weselsky ist einfach ein kleines Kindergartenkind, welches man gerade seinen Lutscher weggenommen hat.

Sagt er wäre für ne Schlichtung bereit, streikt aber erst einmal ohne ein Streikende festzusetzen. Wohlwissend, dass ein unbefristeter Streik (was dieser Streik per Definition wäre) von den Arbeitsgerichten als unverhältnismäßig eingestuft wurde.

Das ist Kindergartenniveau und rückt alle Gewerkschaften und ihr Streikrecht in ein schlechtes Licht. :nein:
 
Also ich wüsste auf Anhieb nicht welche Gewerkschaft jetzt wegen der GDL schlechter da steht. Bei KITA und Co gibt es Verständnis obgleich gerade Eltern natürlich noch mehr damit zu kämpfen hatten. Die werden im Gegensatz zu den Lokführern nämlich mal richtig mies bezahlt und, was auch nicht unerheblich ist, streiken genau deswegen und nicht weil ein sächselnder Windbeutel Profilierungsbedarf hat.

Unnützer war bislang eigentlich nur der (angekündigte) Streik der Immobilienmakler.
 
Also ich wüsste auf Anhieb nicht welche Gewerkschaft jetzt wegen der GDL schlechter da steht.

Jede! Nicht jeder unterscheidet zwischen den verschiedenen Gewerkschaften und ob die Forderungen gerechtfertigt sind oder nicht. Aber jeder Bahnkunde ist inzwischen genervt von "den Gewerkschaften". Erst recht, wenn es ihn ggf. durch die anderen Streiks doppelt und dreifach trifft. Das reduziert die allgemeine Akzeptanz von Streiks in der Bevölkerung, nur weil einer ständig aus der Reihe tanzt. Deswegen kann ich die blinde Solidarität von einigen Gewerkschaftlern hier auch nicht begreifen, letztlich schneidet die GDL ihnen auch in ihr Fleisch.
 
Ich finde der Zeitpunkt ist schon eine kalkulierte Frechheit sofern er wirklich über Pfingsten gehen sollte.


Zudem frage ich mich warum man bei einem Bahnstreik so massiv den Personenverkehr einschränken oder zum Erliegen bringen muss.

Der Bahn tun meckernde Pendler nicht so weh wie ein lahm gelegter Güterverkehr.
Natürlich freuen die dich nicht wenn die Reisenden am Bahnhof nicht wegkommen aber die Wirtschaft benötigt den Güterverkehr noch mehr und durch Ausfall dessen wird druck auf die Bahn ausgeübt ( auch politischer druck, mehr als bei ausfallenden Personenverkehr).


Das bei einem Streik auch mal ein Tag die Züge für Reisende stehen ist ok, jedoch bin ich der Meinung dass die Länge unnötig ist und man mit einer Bestreikung des für die Wirtschaft so wichtigen Güterverkehrs genauso viel erreichen würde.
Denn das ist es was der Bahn wirklich weh tut bzw. Den Druck auf sie massiv erhöht.
Zudem wäre die Akzeptanz in der Gesellschaft für den Streik höher und man würde vielen Menschen das Leben nicht so schwer machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie schreibt die rheinische Post heute früh so schön:
„Es gehört schon einiges an Unverschämtheit dazu, einen faktisch unbefristeten Arbeitskampf auszurufen und zugleich den Eindruck erwecken zu wollen, dem sei ja in Wirklichkeit gar nicht so.“
 
Sorry Schnitzel, ich mag dich echt, aber der Kommentar ist doch mal wieder Vorurteil und Bullshit.
Ich befürworte sehr das deutsche Streikrecht und es ist gut, dass es das gibt. Als die Kita-Mitarbeiter in der letzten Wochen gestreikt haben, konnte ich das voll nachvollziehen und Daumen hoch dafür! Die Pflegebranche im allgemeinen ist MEGAWICHTIG, ich ziehe meinen Hut vor den Menschen in diesem Job, aber bezahlt werden sie viel zu miserabel.

Sofern man nicht selbst direkt betroffen ist, kann man dann mal Solidarisch sein..

Aber bei der Bahn ist das ganze für mich nach wie vor eine One-Man Show von Weselsky unter dem Deckmantel der guten Sache. Es geht längst nicht mehr um die Lohnerhöhung (die die Bahn ja geben würde).
Ich will die Bahn nicht schützen, ich bin selber kein Freund von dem Haufen.
Aber die GDL fordert einfach Dinge, die die Bahn so nicht leisten kann. Zum einen fordern sie Dinge, die an der EVG hängen, die sich nun mit der Bahn geeinigt haben.
Würde die Bahn also auf die Forderung der GDL eingehen, würde sie der EVG vor dem Kopf stoßen und dort sind noch mal drei Mal so viele Mitarbeiter drin.
Zum anderen motzt die GDL immer, lehnt aber JEGLICHEN Schlichter ab. Ich sage ja nicht, dass man direkt einen Schlichter von der Bahn nehmen muss, aber man kann ja auch mal proaktiv einen eigenen Schlichter vorschlagen.
Die GDL wirft der Bahn Starrsinnigkeit vor - die Vorgehensweise von Weselsky sehe ich aber nicht weniger verbohrt.

One-Man Show von Weselsky... Der Mann kann ohne die Unterstützung der Gewerkschaftsmitglieder einen Scheißdreck! Diese Medienkampagne, welche nur gegen diesen einen Mann zielt, ist so ziemlich das widerlichste der letzten Jahre und bei Leuten wie dir sieht man, dass diese Schmutzkampagne ihre Wirkung leider nicht verfehlt hat. Was fordert die GDL, was die Bahn nicht leisten kann? Die GDL fordert lediglich ihr gegebenes Recht ein! Es gibt eine grundgesetzlich garantierte Koalitionsfreiheit und diese will die Bahn nicht anerkennen. Des weiteren hat sich die EVG ebenfalls noch nicht mit der Bahn geeinigt. Aber auch hier ist dies für die Position der GDL völlig unerheblich. Warum sollte die GDL einer Schlichtung zustimmen und auf ihr grundgesetzlich garantiertes Recht verzichten? Dies entbehrt jeder Logik. Gleiches Geld für gleiche Arbeit gibt es vielleicht im Muriburiland aber nicht in der westlichen Welt und auch nicht bei der Bahn! Oh schreck, auch bei der Bahn gibt es bereits verschiedene Tarifverträge. Na wer hätte das nur gedacht?

Die Bahn hat der GDL ein vernünftiges Angebot zu machen und deren Rechte zu akzeptieren! Genau jenes wird auf Kosten der Bahnkunden aber nicht gemacht. Die Bahn wartet lieber auf das Nalsche Machwerk und kann so eine Menge kosten sparen. Unterstützung erhält man ja auch genug von Seiten der Politik sowie Bevölkerung. Da sollen die Grundrechte massiv beschnitten werden und das Volk jubelt auch noch :fp:

Ein Streik, der nicht weh tut, taugt nichts! Hut ab vor der GDL!
 
Sofern man nicht selbst direkt betroffen ist, kann man dann mal Solidarisch sein..



One-Man Show von Weselsky... Der Mann kann ohne die Unterstützung der Gewerkschaftsmitglieder einen Scheißdreck! Diese Medienkampagne, welche nur gegen diesen einen Mann zielt, ist so ziemlich das widerlichste der letzten Jahre und bei Leuten wie dir sieht man, dass diese Schmutzkampagne ihre Wirkung leider nicht verfehlt hat. Was fordert die GDL, was die Bahn nicht leisten kann? Die GDL fordert lediglich ihr gegebenes Recht ein! Es gibt eine grundgesetzlich garantierte Koalitionsfreiheit und diese will die Bahn nicht anerkennen. Des weiteren hat sich die EVG ebenfalls noch nicht mit der Bahn geeinigt. Aber auch hier ist dies für die Position der GDL völlig unerheblich. Warum sollte die GDL einer Schlichtung zustimmen und auf ihr grundgesetzlich garantiertes Recht verzichten? Dies entbehrt jeder Logik. Gleiches Geld für gleiche Arbeit gibt es vielleicht im Muriburiland aber nicht in der westlichen Welt und auch nicht bei der Bahn! Oh schreck, auch bei der Bahn gibt es bereits verschiedene Tarifverträge. Na wer hätte das nur gedacht?

Die Bahn hat der GDL ein vernünftiges Angebot zu machen und deren Rechte zu akzeptieren! Genau jenes wird auf Kosten der Bahnkunden aber nicht gemacht. Die Bahn wartet lieber auf das Nalsche Machwerk und kann so eine Menge kosten sparen. Unterstützung erhält man ja auch genug von Seiten der Politik sowie Bevölkerung. Da sollen die Grundrechte massiv beschnitten werden und das Volk jubelt auch noch :fp:

Ein Streik, der nicht weh tut, taugt nichts! Hut ab vor der GDL!

BlaBlaBlubb! Vom Bahnstreik bin ich übrigens auch nicht betroffen, aber wenigstens Phrase raus dreschen. Und bei allem Respekt zum Streikrecht, was ich wirklich für gut halte, finde ich es etwas einfach zu sagen, dass die GDL ein gutes Angebot gemacht hat. Wenn ich zu meinem Chef gehe und ihm sage, dass ich ihm ein gutes Angebot mache und ansonsten streike (ich weiss, ich bin als einzelner keine Gewerkschaft), dann heisst es noch lange nicht, dass er darauf eingehen muss.
Und ehrlich: Aus wirtschaftlicher Sicht der Bahn, würde ich es mir auch drei Mal überlegen, einer Gewerkschaft noch mehr Macht zu geben, die mich jetzt schon dauerhaft bedroht und mit Streiks "erpresst".
Da muss man kein Fan der Bahn sein, um diese Position zu verstehen.
 
Es wäre aus Sicht der Bahn auch absoluter Quatsch einer Berufsgruppe unterschiedliche Löhne zu zahlen bedingt nach der Zugehörigkeit zur Gewerkschaft. Warum soll eine Person mit den gleichen Qualifikationen und Aufgaben bei Gewerkschaft X mehr verdienen als wenn er bei Gewerkschaft Y Mitglied wäre?

Und da kommt man dann eben schon an den Punkt dass sich auch ein Herr Weselsky den Vorwurf der One-Man-Show gefallen lassen muss, wenn er regelmäßig mit 6.000 Streikenden den Verkehr im gesamten Bundesgebiet für Millionen Menschen maßgeblich beeinträchtigt weil die Bahn in diesem einem Punkt nicht nachgeben will und kann.
 
Bei uns haben sie grade beim Großlieferanten durchgesetzt, dass Bleche ab sofort nicht mehr mit der Bahn angeliefert werden dürfen. Hatten richtig Probleme den Produktionsplan einzuhalten.
 
Und da werdet ihr nicht alleine sein. Zumal in anderen Städten der Welt Bahnen auch schon automatisch gesteuert werden können.
Mir kann keiner erzählen, dass so was auf lange Sicht kein Szenario für die Bahn ist...
 
Es wäre aus Sicht der Bahn auch absoluter Quatsch einer Berufsgruppe unterschiedliche Löhne zu zahlen bedingt nach der Zugehörigkeit zur Gewerkschaft. Warum soll eine Person mit den gleichen Qualifikationen und Aufgaben bei Gewerkschaft X mehr verdienen als wenn er bei Gewerkschaft Y Mitglied wäre?

Und da kommt man dann eben schon an den Punkt dass sich auch ein Herr Weselsky den Vorwurf der One-Man-Show gefallen lassen muss, wenn er regelmäßig mit 6.000 Streikenden den Verkehr im gesamten Bundesgebiet für Millionen Menschen maßgeblich beeinträchtigt weil die Bahn in diesem einem Punkt nicht nachgeben will und kann.

Die Bahn zahlt der gleichen Berufsgruppe bereits unterschiedliche Löhne und möchte dies doch in Zukunft auch noch weiter ausbauen. Stichwort "Lokrangierführer" Des weiteren gibt es auch noch 5000 Lokführer mit Beamtenstatus und diese verdienen ebenfalls deutlich weniger und auch damit hat die Bahn komischerweise gar keine Probleme. Darüber hinaus steht es auch jeder Gewerkschaft frei, ebenfalls einen von der Konkurrenzgewerkschaft ausgehandelten Tarifvertrag zuzustimmen. Einfach mal mir der Geschichte der EVG beschäftigen und dann wird schnell klar, warum die Bahn gerne nur mit dieser Gewerkschaft verhandeln möchte
 
Und da werdet ihr nicht alleine sein. Zumal in anderen Städten der Welt Bahnen auch schon automatisch gesteuert werden können.
Mir kann keiner erzählen, dass so was auf lange Sicht kein Szenario für die Bahn ist...

Und ohne Streiks würde dies irgendwann nicht kommen? Sobald es technisch möglich ist und am Ende auch nur 1 Cent an Kosten einspart werden kann, wird dies eh kommen. Ohne gescheite Gewerkschaft wird die Umsetzung nur ein deutliches Stück einfacher. Das ist auch nicht nur auf die Bahn beschränkt. Sobald ein Betrieb Kosten einsparen und seinen Gewinn dadurch steigern kann, wir er dies auch tun.
 
Und ohne Streiks würde dies irgendwann nicht kommen? Sobald es technisch möglich ist und am Ende auch nur 1 Cent an Kosten einspart werden kann, wird dies eh kommen. Ohne gescheite Gewerkschaft wird die Umsetzung nur ein deutliches Stück einfacher. Das ist auch nicht nur auf die Bahn beschränkt. Sobald ein Betrieb Kosten einsparen und seinen Gewinn dadurch steigern kann, wir er dies auch tun.

Es gab im letzten Jahr Berichte, dass die Bahn schon solche Modelle testen würde, aber prinzipiell dagegen sei, da man doch noch lieber auf den Menschen setzen würde, da ein Mensch Sicherheit suggeriert. Wie weit dies einfach nur Marketing Blabla war vermag ich nicht zu bewerten.
http://www.welt.de/wirtschaft/article134120632/Bahn-koennte-fahrerlos-fahren-aber-straeubt-sich.html
 
Zurück
Oben