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GPLegend schrieb:Urgs schrieb:Naja, die SpiegelTV-Reportage ist in meinen Augen auch nur reißerischer Quoten-Journalismus. Da wurde normale Bilder, die man, wenn es gut ausgegangen wäre, ganz anders kommentiert hätte, schnell mal mit nem zynischen und klugscheißerischen Kommentar versehen, damit man schnell etwas präsentieren kann. Plötzlich wurde dann auf der Sitzung des Krisenstabs nur vom Wetter geredet, is klar.
Vor allem das die Medien alle so tun, als wäre alles schon sonnenklar. Die Geduld, die Untersuchungen abzuwarten haben sie ja nicht. Zeit ist Geld und was besseres hätten ihnen im Sommerloch gar nicht passieren können. Das wird nun brutal ausgeschlachtet und ohne Schuldigen und die entsprechende Empörung darüber, macht das ganze natürlich nicht halb so viel Spaß.
Das ist auch vollkommen richtig, dass es so ausgeschlachtet wird. Und nicht nur die Medien tun so als wäre alles schon so klar und vorhersehbar gewesen. Das haben ganz normale Leute Tage zuvor schon vorher gesagt.
Es ist für mich immer noch unvorstellbar, welche Dilletanten dort am Werk waren.
Urgs schrieb:Die Medien inszenieren hier mal wieder einen Blickwinkel, der sich gut verkaufen lässt, der aber möglicherweise unter akutem Faktenmangel leidet. Das ist so ähnlich wie mit dem Münchener, der sich gegen die beiden jungen Männer gestellt hat und dann gestorben ist. Der wurde zum Helden stilisiert, der mutig den Märtyrertod starb, während die beiden Typen das unfassbar Böse darzustellen hatten. Nun, während des Prozesses, stellen sich die Gegebenheiten ein klein wenig anders dar.
Das gleiche passiert hier, wenn unverantwortliche Journalisten mit Millionenzahlen rumspielen und ein Bild malen, indem gewissenlose Geschäftemacher hier fahrlässig und auf Kosten der Sicherheit eine Todes-Parade planten.
Urgs schrieb:Das gleiche passiert hier, wenn unverantwortliche Journalisten mit Millionenzahlen rumspielen und ein Bild malen, indem gewissenlose Geschäftemacher hier fahrlässig und auf Kosten der Sicherheit eine Todes-Parade planten.


Glod schrieb:Aber natürlich müssen erstmal wieder Schuldige gesucht werden. Weil irgendwer MUSS ja schuld sein. Geht bei uns nicht anders.
Glod schrieb:Wobei man ja sagen muss, dass 20 Leute bei so einer Menge kein schlechter Schnitt ist. Mit Schwund muss man halt rechnen.
Okay, der war ziemlich fies. Ich finde es aber auch beeindruckend, wie hier gleich wieder so ein übles Hau-Drauf-Szenario aufgebaut wird. Warum auch immer da eine Panik ausgebrochen ist - gegen sowas sind Sicherheitsvorkehrungen machtlos.
DaMeep schrieb:Richtig weil irgendjemand ja auch was falsch gemacht haben muß , wenn alles richtig gemacht wurde geht auch nix schief .
Zimtzicke schrieb:Ohne jetzt auch nur ein Wort über Schuld zu verlieren denke ich aber, dass sich JEDER, der eine solche Massenveranstaltung besucht, sich immer bewusst sein sollte, dass genau das IMMER passieren könnte.
In einer Massenpanik, erklärt der Experte, kann ein Besucher nur noch wenig tun: „Regel Nummer eins: irgendwie versuchen, auf den Beinen zu bleiben.“ Wer fällt, über den steigen die Nachfolgenden hinweg – nicht aus bösem Willen, sondern weil sie gar nicht anders können, denn auch sie werden geschoben. Niemand kann in einer solchen Situation anhalten und einem anderen aufhelfen. „Wer hilft, riskiert sein Leben“, stellt Anders Johansson klar, der als Massenforscher am Zentrum für Raum-Analyse am University College London arbeitet. „Wer sich bückt, könnte ebenfalls umgestoßen werden.“
Bauzäune am Rande der Unglücksstelle zeugen von der Kraft, die die drängelnden Menschen entwickelt haben. Die eigentlich stabilen Hindernisse sehen aus, als habe eine Riese seine Faust hineingerammt. Sie beweisen, wie machtlos der Einzelne gegenüber der Masse ist. Zu versuchen sich gegen den Pulk zu stemmen, sei ein fataler Fehler, erklärt der Katastrophenschutzexperte: „Man sollte sich immer mit der Masse bewegen. Gegen den Strom hat man in einer solchen Situation überhaupt keine Chance.“ Das einzige, was man versuchen könne: sich leicht seitwärts aus der Menge herauszubewegen. „Aber das ist beinahe unmöglich“, schränkt Strate ein, „Die Besucher können in einer solchen Situation kaum beurteilen, wo das Zentrum und wo der Rand des Geschehens ist.“
Marcello schrieb:Nee, nicht zwangsläufig.
In Berlin konnte sowas nicht passieren weil das Gelände viel weiträumiger war und man einfach zur Seite in den Tiergarten Z.B. hätte ausweichen können im Notfall.
Hier war man aber eingekesselt
Glod schrieb:Marcello schrieb:Nee, nicht zwangsläufig.
In Berlin konnte sowas nicht passieren weil das Gelände viel weiträumiger war und man einfach zur Seite in den Tiergarten Z.B. hätte ausweichen können im Notfall.
Hier war man aber eingekesselt
Siehe, das Bild, was ich gepostet habe. Wenn du da am Rand stehst, kannst du sicher weg. Aber was wenn du in der Mitte bist?
Michael Moore schrieb:Loveparade-Berichte: Beschwerdeflut gegen Bild
http://www.dwdl.de/story/27084/loveparadeberichte_beschwerdeflut_gegen_bild/
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