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KT wird gesünder - nennt eure Gesundheits Hacks

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Gerade im Urlaub gönne ich mir ja mal wieder den einen oder anderen Drink. Wie sieht es bei Euch im Alltag aus. Ich habe jetzt mal vor, nach diesen Tagen wirklich abstinent zu leben.
 
Es kommt öfters mal vor, dass ich dann wieder den Alkohol verdamme :) Kennt vielleicht der ein oder andere und ich schaue auf meinen Verbrauch und den meiner Mitmenschen sehr kritisch. Behalte das natürlich in meinem Kopf und belehre nur mich.

Wenn ich es aber mal neutral betrachte, dann trinke ich nicht regelmäßig (nur im Urlaub und dann mehr als im Durchschnitt) und in Alltag habe ich soviele „Anlässe“, wo es „normal“ sein soll. Dazu kommen dieses Jahr bestimmt 5 oder 6 Feste, wo es viel zu viel war.

also nehme ich das mal wieder zum Anlass, kritisch meinen Verbrauch einzuschränken und meiner Umgebung Zusagen, „Heute nicht“ :)
 
Aus gesundheitlicher Sicht ist wenig oder gar kein Alkohol natürlich das Beste.

Aber ich finde letztendlich ist sowas auch immer ein Kompromiss. Es gibt nur wenige Menschen, die glücklich damit sind vollkommen auf solche Genußmittel zu verzichten. Irgendwas hat doch fast jeder, das ihm nicht guttut, aber das er sich trotzdem gönnt. Ich mache viel Sport, ich habe nie geraucht, ich versuche meine Ernährung einigermaßen in Balance zu halten - da kann ich mir Alkohol als ein Laster gefälligst leisten. :D
 
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Das Problem fängt m. E. schon in der Erziehung an, geht über die Schule und landet dann irgendwann auch im Leistungssport.
"Kultivierte Mittelmäßigkeit" (lt. einem Kommentar) in Deutschland trifft es wohl ganz gut. Diese Mittelmäßigkeit ist mittlerweile ja auch schon in vielen anderen Bereichen angekommen.

Das geht ja noch weiter: Verweichlichte Eltern schaffen verweichlichte (und ungesunde) Kinder - da ist es auch kein Wunder mehr, dass die Bildung den Bach runtergeht, denn Sportlichkeit korreliert positiv mit den schulischen Leistungen.
 
Ach, einfach auf internationale Wettbewerbe kacken, beschte Leben. Der Kalte Krieg ist vorbei, keiner braucht dieses Medaillenstatistik- und Nationaltümel-Brimborium mehr. Als Deutschland noch gold en masse gerockt hat, hat sich doch auch keiner gefragt, warum Länder, die gar keine vergleichbaren Trainingseinrichtungen haben, schlechter abschneiden als Schland.

Ich hab aus dem näheren Umfeld schon von Selbstmordversuchen gehört, weil der Schulsport so war, wie er war und mit Mobbing einher ging, als es Internet und Handyvideos noch nicht mal gab. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, wie der Sportunterricht heute so abläuft. Kurze Nachfrage beim Kollegen mit Kindern beantwortet mir zumindest, dass es da hier ganz normal Noten für gibt, wie ich es damals schon kannte. Und kacke fand. Genauso wie Noten in Kunst. Was erlaubt sich irgendeine Trulla mein Ölgemälde nach Schulnoten zu bewerten?

Nee brauch ich echt nicht. Plakette angeheftet kriegen, Nationalhymne singen, weil ich in Deutschland geboren und im schnell Laufen gut aber in Deutsch dumm war. Nicht meine Welt.
 
Ach, einfach auf internationale Wettbewerbe kacken, beschte Leben. Der Kalte Krieg ist vorbei, keiner braucht dieses Medaillenstatistik- und Nationaltümel-Brimborium mehr. Als Deutschland noch gold en masse gerockt hat, hat sich doch auch keiner gefragt, warum Länder, die gar keine vergleichbaren Trainingseinrichtungen haben, schlechter abschneiden als Schland.

Ich hab aus dem näheren Umfeld schon von Selbstmordversuchen gehört, weil der Schulsport so war, wie er war und mit Mobbing einher ging, als es Internet und Handyvideos noch nicht mal gab. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, wie der Sportunterricht heute so abläuft. Kurze Nachfrage beim Kollegen mit Kindern beantwortet mir zumindest, dass es da hier ganz normal Noten für gibt, wie ich es damals schon kannte. Und kacke fand. Genauso wie Noten in Kunst. Was erlaubt sich irgendeine Trulla mein Ölgemälde nach Schulnoten zu bewerten?

Nee brauch ich echt nicht. Plakette angeheftet kriegen, Nationalhymne singen, weil ich in Deutschland geboren und im schnell Laufen gut aber in Deutsch dumm war. Nicht meine Welt.
Um das mal bei dem Wortspiel zu lassen, ist das ja nur eine Seite der Medaille. Jedes dritte Kind in Deutschland ist mittlerweile bisweilen sogar stark übergewichtig - Sport und Bewegung generell haben in der Erziehung nicht mehr den Stellenwert, den sie früher mal hatten - jeder dritte Grundschüler kann nicht schwimmen, aber jedes Kleinkind kann leider mit den Fingern auf dem Smartphone wischen.

Anstatt sich über den Wettbewerb und das traurige Kind zu beschweren, sollten sich die Eltern darum kümmern, dass das Kind einen gesunden Körper hat, um den Geist folgen zu lassen - dann ist der Wettkampfsport auch das geringere Problem. Selbst in Niederlagen ist man dann selbstbewusst genug, um damit nicht nur fertig zu werden, sondern eben auch daraus zu lernen. Die Maßnahmen, die man da derzeit ergreift, um eigentlich nur wenige (Eltern, wenn wir ehrlich sind) zu schützen, sind nicht eben nicht nur schlecht für den Leistungssport sondern auch für das zukünftige Leben der meisten Kinder, was die noch fataleren Folgen als fehlende Medaillen in der Zukunft mit sich bringt. Sport, Gesundheit, Ernährung und Bildung sind lt. aktueller Studienlage so eng miteinander verzahnt, dass es schon weh tut, dass man das Thema nicht viel ernsthafter bei den Kids sprichwörtlich ins Spiel bringt.

Unser Sohn (13) ist das beste Beispiel: Früher gabs nur Handy, Fortnite und Minecraft - die schulischen Leistungen haben (natürlich aufgrund von Corona) zu wünschen übrig gelassen und die Diagnose lautete auch LRS. Seit gut 9 Monaten hat er Badminton für sich entdeckt und die Prioritäten in seiner Freizeit seitdem verschoben und LRS ist gar kein Thema mehr. Er startet er in der Schule unglaublich durch, dass es meiner Frau und mir die Sprache verschlägt. Der Zusammenhang liegt zumindest für uns sehr nah.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hast du jemals ernsthaft Sport betrieben? Über eine längere Zeit?


Und naja, auch Sport und Kunst sind Industrien und Berufszweige.


Ehrlich gesagt nein. Mir wurde bereits in der Schule jedes Interesse und jeder Spaß am Sport geraubt. Mit Hass und Verachtung bin ich diesem Themengebiet dank Schulsport irgendwann begegnet. Und letztendlich mit fortgeschrittener Professionalität auch mit Fake-Attesten, damit da am Ende zumindest ne 4 im Zeugnis steht ^^ Not macht erfinderisch, nicht nur wegen der Note, sondern auch um öffentlicher Demütigung zu entgehen und sich von schlechten Sportpädagogen, die zwar irgendwie eine bestimmte Ausbildung haben müssen, aber bei gewissen Problemen keinerlei Auge für chronische Erkrankungen oder Traumata haben/hatten vor allen als Lahmarsch oder Bleiente beleidigen lassen zu müssen.

Aber darum ging es mir nicht, ich hab niemandem den Leistungssport abgesprochen, ich habe gesagt, die Leute sollen einfach auf internationale Wettbewerbe scheißen und können trotzdem extrem sportlich, gesund sein und das ausleben. Und wenn Künstler, also bspw. Maler und Musiker sich als primäres Hauptziel in Wettbewerben messen würden, wo es am Ende heißt, du bist ein Zehntel besser als die Belgier, dann fänd ich das auch blöd.
 
Aber darum ging es mir nicht, ich hab niemandem den Leistungssport abgesprochen, ich habe gesagt, die Leute sollen einfach auf internationale Wettbewerbe scheißen und können trotzdem extrem sportlich, gesund sein und das ausleben. Und wenn Künstler, also bspw. Maler und Musiker sich als primäres Hauptziel in Wettbewerben messen würden, wo es am Ende heißt, du bist ein Zehntel besser als die Belgier, dann fänd ich das auch blöd.
Aber gerade der Wettbewerb ist ein Anreiz im Sport. Der Ehrgeiz sich selbst zu verbessern. Der Wille über sich hinauszuwachsen. Und das kann man durchaus auch auf andere Bereiche übertragen. Wenn der Mensch nicht mehr den Anreiz hat sich zu verbessern und sich weiterzuentwickeln, tritt er auf der Stelle.

Das ist wahrscheinlich weniger nachvollziehbar, wenn man selbst nie ernsthaft Sport gemacht hat. Aber es kann sehr beflügend sein, nach harter sportlicher Arbeit etwas erreicht zu haben. Leistungssport und sonntags mal ein bisschen für die Gesundheit zu joggen sind zwei völlig verschiedene Dinge.

Der ganze Nationalkram ist mir auch egal. Ich identifiziere mich null mit Deutschland. Aber es ist schon ein Armutszeugnis für das Land, wenn man sieht wie schlecht die Förderung und/oder die Einstellung scheinbar geworden ist, dass die meisten im Ausland trainieren müssen und selbst dann noch nicht mehr international mithalten können.

Kunst finde ich in dem Zusammenhang übrigens eher unpassend. Im Sport kann man überwiegend Zahlen messen, da ist tatsächlich Vergleichbarkeit vorhanden - Kunst ist reine Ansichtssache.
 
Du hast es nicht verstanden.

Wer ambitioniert Sport macht, für den ist der Vergleich früher oder später normal und auch gewünscht. Klar, macht man Sport in erster Linie für sich. Vergleiche, Wettkampf etc sind aber trotzdem normal und gut und gewünscht.


Kinder/ Eltern, die im Sport (oder in jedem anderen fach) Mobbing und Ausgrenzung erfahren, haben 2 Möglichkeiten:
Attests etc faken und ein ungesundes Verhältnis zu Sport/ Gesundheit und Wettkampf entwickeln- oder selbst aktiv werden und der nächste Ronaldo oder Tyson werden. Man hat die Wahl.

Edit: das mit der Kunst habe ich angesprochen, weil du sowohl mit Mathe, Sport, aber auch mit Kunst später Geld verdienen kannst. Eins über das anderee zu stellen (und somit auch Interessen udn Motivation zu begünstigen oder zu verhindern), halte ich für Quatsch.
 
Ich spreche nur von internationalen Wettbewerben. Wettbewerb im Sport ist vernünftig. Ich mein ich bin ja bspw. auch St. Pauli-Fan, da sag ich ja auch nicht, tja leider 0:20 verloren, aber der Namenstanz vorm Anpfiff für den neuverpflichteten Spieler war schön friedlich. Ja, ich weiß. Angeblich tun St. Pauli-Fans genau das :ugly:

Aber Spaß beiseite, bspw. Nationalmannschaft? Ha! Wenn's ne Möglichkeit gäbe im ersten WM-Spiel gleich rauszufliegen, würd ich noch kichern, wenn sie's tun.

Ich hab gesagt "Scheißt auf Medaillenspiegel" bzw. internationalen Vergleich, den Rest baut ihr Euch selbst dazu und dazu äußere ich mich demnach auch nicht, da ich ja auch vorher nichts gegen Wettbewerb an sich gesagt hab. Und das ist auch völlig ausreichend, denn die Chance auf einen internationalen Vergleich hat eh nur eine ausgewählte Elite, und der ist dann nicht mal repräsentativ, weil die zahlreichen Länder überhaupt nicht die gleichen Trainingsvoraussetzungen haben.
 
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Ich spreche nur von internationalen Wettbewerben.
Nur international hast du den größtmöglichen Vergleich. Nationale Wettbewerbe gibt es ja auch, aber wenn man dabei bleibt bewegt man sich nur in der eigenen Bubble.

Sicher war Leichtathletik nie repräsentativ für alle Länder. Aber wenn es früher immer einige gute deutsche Athleten mit Medallien gab, kann man sich schon fragen, warum inzwischen der Nachwuchs schwächelt.
 
Nur international hast du den größtmöglichen Vergleich.

Dafür dass den dann aber kaum einer nutzen könnte, weil nur ein winziger Promillesatz überhaupt solche Wettbewerbe erreicht, du dann nicht weisst ob jeder die Regeln gleich befolgt oder ernst nimmt und ob die Athleten international überhaupt die gleichen Bedingungen zum Trainieren hatten, wage ich das zu bezweifeln.

Aber wie gesagt mir is auch latte. Deutschland kann meinetwegen in jeder Medaillenstatistik mit 0 unten stehen :)
 
Nur international hast du den größtmöglichen Vergleich. Nationale Wettbewerbe gibt es ja auch, aber wenn man dabei bleibt bewegt man sich nur in der eigenen Bubble.

Sicher war Leichtathletik nie repräsentativ für alle Länder. Aber wenn es früher immer einige gute deutsche Athleten mit Medallien gab, kann man sich schon fragen, warum inzwischen der Nachwuchs schwächelt.
Wenn sich 42 Medaillen auf 12 andere europäische Länder verteilen, ist jeglicher Versuch unser Abschneiden auch nur ansatzweise schönzureden, direkt gescheitert.

Unser grundsätzliches (auch politisches) Problem nimmt langsam immer mehr Gestalt an: Keiner soll/darf mehr leisten oder anders sein, weil alle gleich sein sollen, was sich nun auch im Schulsport oder jetzt im Fussball niederschlägt - Die Zukunft für den Leistungssport wird daher noch zweifelhafter.

Ich kann nur immer wieder die Niederlande als Vergleich bringen: 1/5 der Einwohner und zuletzt 5 Medaillen. Warum? Weil die Niederländer eine höhere Gesundheitskompetenz haben und sich schlicht VIEL mehr bewegen als die Deutschen. Daneben gibt es Marketingbeschränkungen für Lebensmittel für Kinder bis 7 und bis 13 Jahre - und das bereits seit 16!!! Jahren, während wir immer noch "darüber nachdenken". Wenn das so weitergeht, fliegt uns auch unser Gesundheitssystem bald um die Ohren, das ist alles nur eine Frage der Zeit. Wir laufen bei so vielen Themen in die komplett falsche Richtung und klopfen uns mächtig auf die Schulter, weil wir uns für den alles gleichmachenden Einäugigen unter den Blinden halten, dabei rennen wir völlig kopflos durch die Gegend.

Das hört sich alles wie ein Exkurs zu der o. g. Diskussion an, aber genau da liegt m. E. der Hase im Pfeffer.

EDIT: Dazu noch ein eben gelesenes (altes) Zitat vom ehemaligen Schwimmer Markus Deibler auf Facebook: "In einem Land, in dem ein Olympiasieger 20.000 EUR Prämie bekommt und ein Dschungelkönig 150.000 EUR, sollte sich niemand über fehlende Medaillen wundern." - Auf den Punkt!
 
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