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Könnt ihr die Deutsche Nationalhymne mitsingen?

  • Ersteller Ersteller straikar
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Könnt ihr die Deutsche Nationalhymne mitsingen?


  • Umfrageteilnehmer
    111

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Klar kann ich:

Deutschland, Deutschland über ahalless,
über alles in deher Welt...

Moment...das war's ja gar nicht. Ich weiß:

Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zuuugewandt...

Shit...das haben wir ja hinter uns. Dann..öhmm...muss ich die Frage verneinen. :ugly:
 
Ja, ich kann die Nationanhymne (sogar alle Strophen weil in der Schule so gelernt) und ja ich bin auch Deutscher. Trotzdem geht mir diese ganze Nationalstolz Nummer auf den Sack und ich sing auch die bekloppte Hymne nicht. Ich bin Stolz auf Sachen die ich selber geschafft habe oder woran ich mitgewirkt habe (Erfolge in der Familie oder im Beruf) und damit wars dass dann auch.

Ich hätte auch in Kamerun oder Alaska geboren sein können, daher gibts für mich keinen Grund auf einen Stolz zu einen zufälligen Geburtsort. Im Gegenzug lass ich mir auch kein schlechtes Gewissen wegen einer Sache einreden die 30 Jahre vor meiner Geburt beendet gewesen ist. Für mich ist das genau so Geschichte wie der Fall Roms oder der Sturm auf die Bastille. Historisch interessant aber für mich vollkommen irrelevant.
 
Gerri schrieb:
Mir nicht, ich will das wir gewinnen :)

Ich hab ja auch diese "Wir" gefühl nicht. Wir sind Papst, wir sind Weltmeister, wir haben den Grand Prix gewonnen.... wenn ich wir sage, dann meine ich damit Freunde, Familie, Bekannte, Sportverein...aber keinen Staat. Einige werden jetzt vielleicht sagen "Schade, dann kannst du viele Dinge garnicht richtig genießen oder Freude dran haben". Ist wohl auch so, aber aber so ist das eben bei mir. Dafür ärgere ich mich auch nicht wenn "Wir" in der Vorrunde rausfliegen. :D
 
Ich bin wahrlich kein Patriot oder Nazionalist.

Aber es gibt IMO schon viele Dinge, auf die wir als Volk und als Land ab und zu Stolz sein können. Dinge, die nichts mit Zufall zu tun haben, wie z. B., dass ich halt hier geboren wurde.
 
DaMeep schrieb:
Urgs schrieb:
Jahrzehntelang wurde uns überhaupt nichts eingeimpft. Eine richtige und angemessene, schulische Aufarbeitung des Nationalsozialismus gibt es erst seit den 80iger Jahren. Die Forschung darüber, genauso wie die Verfolgung der Täter des NS-Staates, wurde vom deutschen Volk, wie von den deutschen Regierungen nie besonders geschätzt. Im Gegenteil, oft wurden und werden Wissenschaftlern und Staatsanwälten massive Steine in den Weg gelegt. Insofern beinhaltetet das moderne Gemaule über die geschichtliche Moralkeule ein Zerrbild darüber, wie in Deutschland tatsächlich mit der NS-Vergangenheit umgegangen wird.

Ich bin Baujahr 81 und ich hatte in der Schule zum thema Deuschland nur den ersten und den zweiten Weltkrieg . Mehr nicht . Nichtmal die entstehung unserer Jetzigen Demokratie , garnichts . Uns wurde also auf jedenfall eingeimpft das es was "anrüchiges" ist ein Deutscher zu sein .

BAZONG schrieb:
Urgs schrieb:
Eine richtige und angemessene, schulische Aufarbeitung des Nationalsozialismus

Das würde ich jedoch mit einem Fragezeichen versehen, bei gleichzeitigem Fragezeichen, ob denn der "anderen Seite" Deutschlands genauso viel Raum eingeräumt wird und wurde. Meine schulische Aufarbeitung empfand ich nämlich als recht einseitig dahingehend (Jahrgang '68).

Keine Ahnung, in welchem Bundesland ihr zur Schule gegangen seid und nach welchem Lehrplan da unterrichtet wurde. Hier in Berlin hab ich zumindest, während meiner 10 Grund- und Realschuljahre, die komplette deutsche Geschichte durchgekaut. Lediglich die Nachkriegszeit fiel aus Zeitgründen ein wenig unter den Tisch. Aber ansonsten waren, zur übergroßen Langeweile der meisten Mitschüler, alle Highlights dabei. Das die NS-Zeit und der zweite Weltkrieg dabei eine besondere Rolle einnahm, halte ich für selbstverständlich. Und dabei wurde mir zumindest nicht eingebleut, dass Deutschsein etwas Schlechtes ist. In der sechsten Klasse wurde uns sogar schon die deutsche Perspektive während der Bombenangriffe nahe gebracht, in dem wir Auszüge aus dem Buch "Damals war ich 15" lasen. Eine der Autorinnen besuchte uns sogar in der Schule.
Also nochmal, ich weiß nicht was für Schulen ihr besucht habt, aber ich behaupte mal, deren Geschichtsunterricht dürfte kaum repräsentativ für ganz Deutschland gewesen sein.
 
@Urgs:
Ich denke Deutschland ist ganz gut dabei, den dunkelsten Teil seiner Geschichte auf zu arbeiten. Ich kenne kein Land welches dies intensiver tut. Normalerweise gesteht man solche Dinge gar nicht erst ein (Völkermord der Türkei an den Armeniern, Srebrenica-Massaker), kehrt es unter den Tisch (Amerikaner und die Indianer, Benes-Dekrete) oder versucht es zu Verdrängen (Österreich und NS).
 
Evin schrieb:
@Urgs:
Ich denke Deutschland ist ganz gut dabei, den dunkelsten Teil seiner Geschichte auf zu arbeiten. Ich kenne kein Land welches dies intensiver tut. Normalerweise gesteht man solche Dinge gar nicht erst ein (Völkermord der Türkei an den Armeniern, Srebrenica-Massaker), kehrt es unter den Tisch (Amerikaner und die Indianer, Benes-Dekrete) oder versucht es zu Verdrängen (Österreich und NS).

Mag sein, aber dafür mußten auch in Deutschland erhebliche Widerstände gebrochen werden und es hat 30 Jahre dafür gebraucht. Dies ist ganz sicher ein Verdienst der 68er Generation.
 
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