Morgen Männer!
Schon mal virtuellen Krieg gespielt? Ja? Was denn? Call of Duty? Medal of Honor? KINDERGARTEN!
Was hier alleine in der Demo abgefackelt wird, dagegen wirkt Black Ops wie eine alte Folge Bernd das Brot.
Die Demo beginnt im Eisabschnitt. Nur kurz hat man die Möglichkeit sich zu sammeln und vorzubereiten, bis Rico den ersten Schritt nach vorne macht und die ersten Helghast unsere Ankunft bemerken. Das Feuer wird eröffnet! Ich schnappe mir eine Gattling-Gun, die netterweise parat liegt und sofort fällt auf, dass der Waffensound noch druckvoller und brachialer kommt als noch in Killzone 2. Auch die Waffensounds der Standardwaffen wurden verbessert. Wir kämpfen uns vor, erledigen die Rotaugen teils aus sicherer Distanz, teils kommen sie aber bedrohlich nahe. Meter für Meter muss ich mich vorarbeiten. Ein nach vorne stürmen und mal gucken, von wo denn ein Gegner kommen könnte? Gibt es hier nicht. Stattdessen muss man sichere Deckungen suchen, um im Kugelhagel nicht getroffen zu werden. Schon bald fällt auf, dass die Gegner-KI auch im dritten Teil wieder sehr gut ist. Drei Helghast auf 12 Uhr. Ich visiere den ersten an, ein zweiter gibt seinem Kollegen Sperrfeuer, der dritte aber arbeitet sich an der Seite den Hügel hinauf und versucht mich aus einer anderen Position heraus zu erledigen. Dass die Highs dabei selbst auch immer Deckung suchen, macht die Sache nicht einfacher...
Im nächsten Abschnitt mache ich erstmals Bekanntschaft mit dem Jetpack. Drei Highs mit Jetpacks greifen uns an. Die Jetpacks können nicht dauerhaft in der Luft bleiben. Man kann damit in die Luft springen und dann mit Lenkdüsen in die gewünschte Richtung gleiten. Die Highs in der Luft zu treffen ist schwer, vor allem, weil das Jetpack eine eingebaute Kanone hat. Aber sie müssen landen und am Boden sind sie dann wieder leichter zu treffen. Kurz darauf kann ich mir dann zum ersten Mal selbst ein Jetpack umschnallen. Die Steuerung damit ist gelungen und geht leicht von der Hand. Auch das Abfeuern der Kanone funktioniert gut, die Durchschlagskraft der Waffe ist beachtlich. Nach einer kurzen Sprungpassage geht es im nächsten Abschnitt weiter...
Am Hafen angekommen, sehen wir uns einer wahren Übermacht der Highs gegenüber. Überall (!) fliegen Kugeln durch die Luft, überall explodiert etwas, fliegen Partikel und Schnee durch die Luft, Highs wechseln ihre Positionen, schiessen von links, rechts, oben und unten. Und NICHTS davon ist gescripted! Erschwerend kommt hinzu, dass die Highs auch ein riesiges Geschütz besetzt haben und dies auch nutzen. ISA-Verstärkung kommt hinzu, aber die Freude währt nicht lange. Die folgende Szene erinnert an die Landung in der Normandie. Unzählige Kameraden versuchen, in das Gefecht einzugreifen... um Sekunden später vom Feuer der Highs niedergestreckt zu werden. Und man selbst hockt kauernd hinter einer Deckung und kann nur zuschauen. Sicher ist diese Deckung aber auch nicht lange, denn die Highs haben mich entdeckt. Sitzen bleiben bedeutet sterben. Also die Flucht nach links antreten. Wieder kämpfen wir uns Schritt für Schritt vor, suchen Deckung, werden teilweise sogar wieder nach hinten gedrängt...
So könnte ich jetzt über den Rest der Demo weiterschreiben. Die Grafik ist bombastisch, der Sound steht dem in nichts nach. Die Steuerung fühlt sich immernoch nach Killzone an, ist aber schneller geworden. Meine Skepsis bewahrheitete sich aber zum Glück nicht. Es IST die Killlzone-Steuerung.
Ansonsten bleibt anzumerken, dass ich keinen Shooter kenne, der eine solche Intensität und Dramatik vermitteln kann. Es ist eine Schlacht, in der man sich wiederfindet. Am Ende der Demo habe ich gemerkt, wie ich körperlich für einen Moment in mich zusammengesackt bin, weil die Anspannung plötzlich weg war. Eine Zigarette bitte...