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Kachelmann - schuldig oder nicht schuldig?

Ist Kachelmann ein Vergewaltiger?


  • Umfrageteilnehmer
    81

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Die Antwort habe ich erwartet.

Dann stellt sich aber doch die Frage, warum der ganze Rest seines Privatlebens überhaupt vor Gericht Relevanz hat, warum diese Ex-Frauen überhaupt gehört werden?

So wie du es schreibst könnte man den Eindruck haben, dass das Gericht absichtlich die Glaubwürdigkeit des Angeklagten in Zweifel bringen möchte, bzw. das vermeintliche Opfer schon im Vorfeld als wahrscheinliches Opfer hinzustellen.
 
Zimtzicke schrieb:
Dann stellt sich aber doch die Frage, warum der ganze Rest seines Privatlebens überhaupt vor Gericht Relevanz hat, warum diese Ex-Frauen überhaupt gehört werden?
Richtig, die Frage stellt sich. Denn Zeuge kann nur sein, wer etwas bezeugen kann und hier waren nur Kachelmann und Tussy an der fraglichen Tat beteiligt.

So wie du es schreibst könnte man den Eindruck haben, dass das Gericht absichtlich die Glaubwürdigkeit des Angeklagten in Zweifel bringen möchte, bzw. das vermeintliche Opfer schon im Vorfeld als wahrscheinliches Opfer hinzustellen.
Den Eindruck hab ich nicht als Einziger.
 
Da hier Aussage gegen Aussage steht, ist es sicherlich richtig, die Art und Weise zu beleuchten, wie Kachelmann seine geheimen Beziehungen grundsätzlich pflegte. Das mutmassliche Opfer ist ja nun mal kein Einzelfall im Kachelmannschen Beziehungsgeflecht. Grundsätzlich muss das für ihn ja auch nicht unbedingt negativ ausfallen, was dabei rauskommt.
 
Urgs schrieb:
Da hier Aussage gegen Aussage steht, ist es sicherlich richtig, die Art und Weise zu beleuchten, wie Kachelmann seine geheimen Beziehungen grundsätzlich pflegte. Das mutmassliche Opfer ist ja nun mal kein Einzelfall im Kachelmannschen Beziehungsgeflecht.

Naja, die Strategie der Staatsanwaltschaft ist doch klar: Da wird versucht, zu suggerieren, dass der Schritt von der Polygamie zur Vergewaltigung kleiner ist als der von der Monogamie zur Vergewaltigung. Und auch bei dir schwingt diese Argumentation mit.

Aber ist diese Argumentation schlüssig? Spricht für diese Annahme mehr als der "gesunde Menschenverstand"? Und selbst wenn es gute Gründe für diese Annahme gibt, ich kenne keine, welche Beweiskraft haben diese Spekulationen vor Gericht? Das einzig interessante könnte doch sein, wenn eine von Kachelmanns anderen Freundinnen auch Opfer einer Gewalttat gewesen wäre.
 
Darüber lohnt sich ja nicht mal zu spekulieren, da wir die Aussagen der betroffenen Frauen überhaupt nicht kennen. Polygamie nennt man sowas übrigens nicht, denn die Frauen wussten ja wohl nicht voneinander, mussten ihm aber die unbedingte Treue schwören. Die Staatsanwaltschaft möchte da wohl eher Strukturen aufzeigen, die Kachelmann in seinem gestörten Beziehungsverhältnissen aufgebaut hat, damit sich das Gericht dann der Frage stellt, wie realistisch es ist, dass diese langjährige Entwicklung schliesslich zu dieser Tat führte. Es geht also um das Gesamtbild seiner Beziehungen, denn schliesslich ist Kachelmann ein mutmaßlicher Beziehungstäter und nicht ein wildfremder oder entfernt Verwandter für das mutmaßliche Opfer gewesen.
 
Urgs schrieb:
Darüber lohnt sich ja nicht mal zu spekulieren, da wir die Aussagen der betroffenen Frauen überhaupt nicht kennen. Polygamie nennt man sowas übrigens nicht, denn die Frauen wussten ja wohl nicht voneinander, mussten ihm aber die unbedingte Treue schwören. Die Staatsanwaltschaft möchte da wohl eher Strukturen aufzeigen, die Kachelmann in seinem gestörten Beziehungsverhältnissen aufgebaut hat, damit sich das Gericht dann der Frage stellt, wie realistisch es ist, dass diese langjährige Entwicklung schliesslich zu dieser Tat führte. Es geht also um das Gesamtbild seiner Beziehungen, denn schliesslich ist Kachelmann ein mutmaßlicher Beziehungstäter und nicht ein wildfremder oder entfernt Verwandter für das mutmaßliche Opfer gewesen.


Woher weißt du das denn?
 
Mal abgesehen davon ob er es getan hat, als Mensch der Öffentlichkeit hat man Vorbildfunktion, erst recht wenn man sich immer als netter Saubermann dargestellt hat. Ich finde Menschen so gezielt zu hintergehen ziemlich niederträchtig und so jemanden will ich mit meinen Gebühren nicht bezahlen..
 
Kann mir eigentlich mal bitte jemand mit juristischen Kenntnissen erklären, was der neue Anwalt von Kachelmann gerade abzieht? Verfolgt der mit diesen Flächenbombardements ein höheres Ziel? :skep: :staun: :?
 
Ich schätze, der will mit aller Kraft dieses Verfahren als abgekartertes Spiel hinstellen, in dem es nur ein unschuldiges Opfer gibt , nämlich sein Mandant.
Vermutlich spekuliert er auf ein neues Verfahren, das liest man jedenfalls öfter. Manche sagen aber auch, dass sowas auch nach hinten losgehen kann.
 
Aber was würde ihm das neue Verfahren bringen? Mal abgesehen davon, dass das Medienecho dann wahrscheinlich NOCH größer ist, steht er dann immer noch vor dem gleichen Problem.
 
Aber vor nem anderen Gericht. Das jetzige hat sich ja nun als äusserst ungünstig für Kachelma n herausgestellt. Sicherlich steckt hinter der Angriffstaktik auch der Versuch, das jetzige Gericht zum Umdenken zu bewegen
 
Mir fehlt eine Option:

"Ich kenne weder Herr Kachelmann persönlich, noch die anderen Beteiligten und den angeblichen Tathergang nur aus den Medien und kann mir daher auch kein Urteil zu der Sache bilden." :kaffee:
 
Den Focus kann man ohnehin nur zum Kaminanzünden verwenden (und selbst das klappt nicht besonders gut). Von seinem Anspruch, dem Spiegel qualitativ Konkurrenz zu machen, ist sind die weiter entfernt denn je.
 
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