Gerade bei mobilen Geräten ist die Hardware absolut zweitrangig - mobile Rechner sind, wenn sie denn ernsthaft mobil eingesetzt werden, einer x-fach höheren Belastung ausgesetzt, als dies bei Standrechnern der Fall ist. Dementsprechend muss das Gehäuse dafür ausgelegt sein - ich kann dir von unzähligen Geschichten aus meinem Bekanntenkreis erzählen, wo sich das Case nach kürzester Zeit komplett auflöste (Absplitterungen, Risse, Brüche usw.). Dank der Alu Unibody-Verarbeitung ist diese Gefahr bei Macbook Pros (!) de facto nicht gegeben. Kollege von mir hat sein MBP eine Steintreppe runtergeworfen (ca. 20 Stufen), das Teil ist immer schön auf der Kante aufgeschlagen und Resultat ist eine leichte Delle hinten links.
Weitere wichtige Faktoren bei mobilen Rechnern sind Akku-Laufzeit (wieder unter der Voraussetzung, dass man das Teil so einsetzen möchte, wie es bereits im Namen steckt) und Bedienung (Trackpad). Auch das sind zwei Punkte, in denen Apple die absolute Referenz darstellt.
Natürlich, wenn man, wie es heutzutage ja in Mode ist, sich statt einem Standrechner ein Notebook kauft, und das Anwendungsgebiet auch dementsprechend gestaltet, dann ist man auch mit einem 500€ Notebook zufrieden, dessen Akku vielleicht 1,5h hält (hängt sowieso permanent am Strom), dessen Trackpad ein Witz ist (liegt zugegebenermaßen vor allem an Windows) und dessen Plastikcase tatsächlich mehrere Jahre übersteht, weil die einzige Belastung, die es ertragen muss, der Weg vom Schreibtisch zum Sofa und wieder zurück ist. Nur dann zu argumentieren, dass Apple ja ach so teuer sei, weil in diesem Teil die gleiche Hardware schlummert wie in einem Macbook, ist arg kurzsichtig.
Möchte man sich ein Windows-Notebook kaufen, welches ähnliche Qualitäten wie ein Macbook aufweist, kommt man um IBM/Lenovo, Sony u. Ä. nicht herum. Und hier ist man GANZ schnell in ähnlichen oder teils sogar höheren Preisregionen als die überteuerten Macbooks.