Die Zukunft des FC Bayern
.. Der FC Bayern ist an seine Grenzen gestoßen. Nach menschlichem Ermessen existiert keine Steigerungsmöglichkeit, nachdem sämtliche Titel gehamstert wurden. Trainer, Fans und Journalisten warnen nach derartigen Erfolgen vor dem einsetzenden Sättigungsgefühl. Zufriedenheit könne sich breitmachen. Die jedoch ist nach gängiger Meinung der Herren Sammer, Kahn und Co der Feind aller Sportler.
Man müsse immer wieder neu Reize setzen, um auch künftig zu Höchstleistungen fähig zu sein. Zu diesem Zweck haben die Münchner Pep Guardiola engagiert. Der Spanier soll eine perfekt funktionierende Mannschaft verbessern. Er vollbrachte dieses Kunststück bereits in Barcelona.
Schon jetzt ist abzusehen, welche Kniffe der Coach anwenden wird. Er wird von seinen Spielern fordern, Außergewöhnliches zu leisten.
Der Torrekord von 101 Treffern aus der Saison 71/72 sollte bereits Ende Januar gebrochen sein, die Meisterschaft spätestens im Fasching gefeiert werden. Und dann ?
Im März beginnt erstmals eine Bayern-Mannschaft mit acht Feldspielern und ohne Torwart. Hoffenheim wird 4:0 besiegt. Um die Angelegenheit zu erschweren, bindet Guardiola seinen Akteuren ein Bein ans Gesäß. Mainz stellt beim 2:0 an Ostern keine große Hürde dar. In der anschließenden Partie köpft der zum Stürmer umfunktionierte Torwart Manuel Neuer mit verbundenen Augen den 1:0 Siegtreffer gegen Dortmund. Der folgende Jubel zieht aufgrund der ebenfalls künstlich erblindeten Mitspieler einige Gehirnerschütterungen nach sich.
Im abschließenden Saisonspiel wird dem FC Freiburg vom DFB mittels Eilbeschlusses ein eigener Ball zugesprochen, den die Münchner nicht berühren dürfen. Bayern siegt 3:1. Das erste Gegentor der Saison ärgert Guardiola maßlos, weshalb er im Champions-League-Finale gegen Heynckes´Madrilenen seine zweite Mannschaft auflaufen läßt. Der auf Krücken spielende Badstuber schickt Robben steil. Trotz zugeknoteter Schuhbänder findet er den Kopf des sitzfußballenen Gomez. 1:0. Das Triple wiederholt sich.