Ich empfinde großen Respekt und Bewunderung für Jürgen Klopp. Ich finde ihn sympathisch, weil er eine atypische Persönlichkeit hat. Er ist ein Mann, der Fröhlichkeit ausstrahlt. Damit hat er Dortmund verwandelt.
Klopp ist authentisch und es wirkt, als ob er den Stress nicht an sich heranlässt. Um ihn herum gibt es viel Liebe zum Leben, was er direkt ans Team kommuniziert. Der BVB entwickelt sich permanent und bleibt dabei konstant in der Leistung.
Für mich zeichnen einen großen Trainer genau solche konstanten Resultate aus. Es gibt einige Kollegen, die erfolgreich sind, aber auf Dauer keine Ideen transportieren. Um stetig oben mitzuspielen, ist es unabdingbar, die Liebe zum Spiel, die Basis zu vermitteln, was um einiges schwieriger ist. Jürgen Klopp kann das und ich ziehe dafür meinen Hut vor ihm.
Ich erkenne bei ihm Parallelen zu meiner Arbeit. Oft ist es eine größere Befriedigung, Spieler zu formen, zu entwickeln als sie einfach auszuwählen und zu kaufen. Es ist ein Genuss, einen Spieler wachsen zu lassen.
Ein Trainer beeinflusst den Verein immer auf drei Ebenen: Die erste sind Ergebnisse, die zweite ist der Stil des Spiels und welche Auswirkungen dieser auf den ganzen Verein hat, die dritte ist die individuelle Schulung. Das ist ein großartiger Teil! Wenn Dortmund die Linie beibehält, ist selbst ein Bestehen in der "Todesgruppe" möglich.