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KT Indie goes Sim-Racing! Ein Erlebnisbericht!

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

@indierocker
Jetzt wo du als Schweizer praktisch über Nacht reich geworden bist, kannste ja langsam an ein Direct Drive denken.:)
Ich denke mal, dass der Franken auch gegenüber dem Dollar steigen sollte, da er jetzt vom schwachen Euro entkoppelt ist.
 
Ich hätte nie gedacht, dass die SNB mein Hobby teilsubventioniert, nehme das abseits der ganzen wirtschaftspolitischen Diskurse, welche hier gerade toben, aber gerne an. Es wird hier sicherlich bald wieder etwas zum Schmökern geben...
 
... et voilà!

Zugegeben, gegen den Vorwurf, dass alles ein bisschen ausser Kontrolle geraten ist wehre ich mich nur bescheiden. Aber das Jahr ist noch jung, ich habe ja schon länger nicht mehr gebastelt, sondern bin nur gefahren, der Teufel kommt bekanntlich im roten Kleid und nicht im Feuer und hier ist also mein SimVibe 2.0.

SimVibe ist die hauseigene Software von SimExperience (von denen auch die Motion-Aktuatoren stammen) und steuert Bass-Lautsprecher so an, dass diese Motorvibrationen, Gangwechsel, Curbs, etc. in Vibrationen umleiten können und zwar so, dass diese nicht wie beim üblichen Anschliessen eines Buttkickers einfach auf Bass-Impulse reagieren, sondern die Effekte direkt von der Telemetrie abgreifen.

Mein Buttkicker wurde oftmals liebevoll als Küchenmixer bezeichnet, als Einstieg für SimVibe find ich ihn nach wie vor ideal, zeigt er doch sehr schön, wohin die Reise geht. Für die Aufrüstung habe ich mich für die BassPumps entschieden, bedauerlicherweise konnte ich bis jetzt nur die kleinen verbauen, da die grossen noch nicht geliefert wurden.

Rechts mein ausgemusterter Buttkicker, links der BassPump, welcher ursprünglich für Heimkinos entwickelt wurde:

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Unschwer zu erkennen, dass er ein klein bisschen grösser ist, also muss man ihn auch dementsprechend befestigen. Carsten Filmer stellt für diesen Zweck Halterungen her, die direkt an die Sitzkonsole verbaut werden können und Befestigungslöcher, passend für die BassPumps, aufweisen:

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Einer wäre aber ein bisschen langweilig, nicht? Ich hab' nochmals durchgezählt; da wären dann also zwei Arschbacken:

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Damit die Vibrationen nicht aufs Rig übertragen werden und mich nicht vor den Friedensrichter bringen, weil ich die Nachbarn um den Schlaf bringe, musste ich die Dinger also vom Alu entkoppeln. Zu diesem Zweck habe ich Puffer eingesetzt, die normalerweise im Maschinenbau verwendet werden. Steif genug, um den Sitz bombenfest zu montieren, aber flexibel genug um im Kern die Vibrationen aufzunehmen:

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Der Sitz ist somit pro Konsolenseite mit je 3 Puffern entkoppelt und mit 3 M8-Schrauben befestigt. Eigentlich überdimensioniert, aber ich wollte da keine Kompromisse eingehen und plötzlich kopfüber gehen:

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Yeah! Zusammengesetzt sieht das dann so aus:

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Und angetrieben wird das Ganze mit dem Kollegen hier, der ganz einfach via P.A.-Steckern zu den Pumps und mit einfachem Cinch-Kabel zum PC verbunden wird, wo SimVibe dann auch die entsprechenden Effekte ausgibt:

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Via SimVibe steuere ich die beiden Shaker mit dem Chassis-Modus an, simuliere also die Vorderachse, da auf dieser in der Regel am meisten Informationen ankommen, wenn man auf dem Track ist. Folgende Effekte werden entsprechend den Geschehnissen in iRacing entweder links/rechts/zentral angesteuert, wobei ich jeden einzelnen nach Intensität steuern kann;
- Motorvibrationen
- Curbs
- Bodenwellen
- Gangwechsel


Ihr müsst Euch das jetzt so vorstellen: fahre ich aus der Box, drehen synchron zu der ingame-Motordrehzahl auch die Pumps hoch und geben mir je nach Drehzahl ein entsprechendes Feedback. Wechsle ich den Gang, wird mir das mit einem Tritt in den Poppes signalisiert. Überfahre ich mit dem linken Rad einen Curb, kriege ich auf der linken Pobacke den entsprechenden Impuls. Rechts natürlich genau so. Alles absolut verzögerungsfrei und da ich den Verstärker aktuell mit 50% Leistung betreibe, ist bei einem Strohwitwer-Abend also noch einiges drin.

Das Zusammenspiel von Headset, Triple, FFB-Lenkrad und den Shakern ergibt eine Symbiose an Mittendrin, die man ohne rot zu werden als Inferno bezeichnen könnte. Und trotzdem ist das System so aufgebaut, dass meine Familie (und auch Nachbarn) nicht gestört werden, während ich das Gefühl habe, im Auge des Tornados zu sitzen.

Soweit, so zufrieden, nur ...

... ich habe (leider) die Gelegenheit wahr genommen und bin letztes Wochenende bei einem Kumpel mal wieder Servo gefahren. Ich pack das mal in einen Spoiler, aber selbst Stunden danach war ich noch total durch den Wind.

Ungeachtet der Diskussionen, die hier gerade im Forum toben und der Tatsache, dass man (wie ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann) auch mit einem G27 Spass haben kann, möchte ich Euch, nachdem ich mich wieder einigermassen beruhigt habe, meine vollumfänglich objektiven sowie vor Sachlichkeit triefenden Eindrücke nicht vorenthalten, welche ich von der heutigen Probefahrt mit Daniel A.'s OSW, befeuert von einem Lenze, mit nach Hause genommen habe.

Es war mittlerweile mein dritter Kontakt mit einem OSW, wobei sich die ersteren auf solche mit kleinem Mige beschränkt haben. Und ganz ehrlich; ich fand das zwar schon wegweisend und eindrücklich, aber so richtig umgehauen hat's mich dann doch nicht. Im direkten Vergleich mit meiner V2 war die geringere Auflösung sofort spürbar, anderseits hat der kleine Mige etwas von Elefant im Porzellanladen oder (wer's bildlich mag) von mir im Turnunterricht, sprich; er gibt sich Mühe, ist aber nicht so galant unterwegs, wie er es gerne möchte. Ganz anders der Lenze!

Ich habe keine Ahnung von Elektrotechnik, mir sind bauartbedingte Unterschiede gelinde gesagt scheissegal und gemäss den Worten meines Mathelehrers habe ich keine Affinität zu Zahlen. Aber ich spüre, wenn sich etwas richtig anfühlt. Sagte zumindest meine Französischlehrerin. Und genau so verhält es sich mit dem Lenze! Normalerweise, wenn ich bei jemanden zu Besuch bin und in sein Rig klettern darf, fahre ich eine Viertelstunde und sitze dann auf einem Stuhl und geniesse das Beisammensein mit Gleichgesinnten. Im eigenen Rig fühlt man sich dann doch immer am wohlsten, woran meine Körpergrösse von 1.90m wohl nicht ganz unschuldig ist. Es passt in fremden Rigs halt sehr selten alles zusammen. Oft ist das Lenkrad zu tief, die Pedalen zu nah, oder es stinkt nach altem Fisch. Ups!

Serious; man musste mich heute mit Nachdruck vom OSW zerren. Ich bin mir gut bekannte Kombinationen in iRacing gefahren, wo ich einen direkten Vergleich zu meiner V2 hatte, welche ich direkt unter Clipping und mit einem 30er-Rim betreibe. Also ziemlich an der Schmerzgrenze, was die Performance betrifft. Bestückt war das OSW heute mit einem 33er-Rim und wir sind deutlich unter Vollast gefahren, wobei ich hier deutlich anmerken möchte, dass ich kein Verfechter von 1:1 Mapping bin. Remind the Französischlehrerin; es soll sich einfach gut anfühlen.

Und Gott Allmächtiger (ich kann mich nicht mal mehr daran erinnern, ob sie das auch gesagt hat), aber es hat sich (heute!) so allumfassend gut angefühlt, dass ich den Kreis zu meinem Post im Dummies-Thread gleich nach meiner Heimkehr schliessen möchte; DD ist der Chef und das OSW mit Lenze macht einfach alles richtig! So verdammt richtig! Die Passage auf Bathurst, gleich wenn's vom Hügel wieder runter geht und man im 5. Gang angeflogen kommt und bei einem Consumer-Wheel irgendwo im Riemen (herrliches Wortspiel by the way) rührt und oftmals den Kontakt zum Wagen verliert, weil das Lenkrad einfach nicht schnell genug ist, kann man mit dem DD/OSW punktgenau, zentimetergenau (!) ansteuern, ballert in den 3., 2. Gang runter und feuert den Wagen durch die Schikane, als gäb's morgen keine Nutella mehr!

Ganz generell fährt so viel mehr Ehrfurcht und Respekt vor Einschlägen und Fehlern mit, dass Simulation eine völlig neue Bedeutung bekommt. In Kurven baut sich die Kraft kontinuierlich auf, wo ich mir bis anhin gewohnt war, dass irgendwann der Peak erreicht ist und man mit gleichbleibender Kraft sich irgendwie durchs Eck hangelt. Hier kriegt man jederzeit (!) eine Referenz der Fahrbahn mitgeteilt und wenn man's versemmelt auch mit Nachdruck.

Als ich heute vor dem Ding gesessen und losgefahren bin, war mein erster Gedanke; Hergott, genau so muss sich ein Wheel anfühlen und ich nehme dem Teil ab, dass es sich in einem GT3 genau so anfühlt. Man könnte sagen, ich wurde zu meiner Zufriedenheit beschissen. Remember, 1:1 Mapping, my Ass, das ist mir völlig unwichtig, mir geht's einzig und alleine darum, gemäss meinen (leider fehlenden, realen) Vorstellungen eines Rennwagens adäquat beschissen zu werden. Und wo der Mige das mit Wumms versucht, geht der Lenze um Welten diffiziler und smoother zu Werk, was in Kombination mit den lasergescannten Strecken in iRacing einer alles verschlingenden Feuersbrunst entspricht.

Ich bestreite nicht, dass man mit einem G27 viel Spass haben kann, die V2 ist die logische Konsequenz von dem, was wir immer vom CSW gefordert haben, aber ein DD (hier in Form des OSW mit Lenze) ist ein Quantensprung gegenüber der V2 wie damals vom DFGT zum CSW. Ohne Flachs jetzt! Selbstredend kann man die Produkte nicht miteinander vergleichen, nicht zuletzt bewegen sie sich in finanziell wie technisch völlig anderen Sphären, aber mir muss niemand erzählen, dass er weiterhin mit einem CSW unterwegs sein möchte, wenn er die Möglichkeit hat, ein DD ins Rig zu schnallen.

This is Sparta, der Lenze ist der Chef und ich kann Ronny und Henning jetzt ein ganzes Stück besser verstehen, wenn sie lieber im Rig sitzen, als sich den Diskussionen hinzugeben, was an einem DD so geil ist. Da wären wir wieder bei der Französischlehrerin, aber davon abgesehen ...

... wir erleben hier im Kollektiv den Umschwung in eine neue Wheel-Generation und wenn wir uns in der Vergangenheit schon immer mit Scheuklappen gegen Innovationen gestellt hätten, würden wir tatsächlich noch mit einem DFGT unterwegs sein. Ich für meinen Teil find's unfassbar, was einige der Jungs hier auf die Beine gestellt haben und, vor allem, dass der ganze Zauber auch noch funktioniert!

Ich hatte in den Stunden heute Nachmittag so viel Spass wie selten am Racen und wenn ich nicht zum Abendbrot hätte zu Hause sein müssen, würd' ich immer noch da sitzen. Weil's Spass macht. Höret, Ihr Ungläubigen, Zweifler und Miesepeter (und ich schreib's jetzt ganz gross): SPASS!

Um nichts anderes geht's, wenn Ihr mit feuerfesten Handschuhen in selber zusammen geschraubten Alu-Gestellen vor drei Monitoren sitzt. It's just fun und DD ist für mich die massivste Spassrevolution seit der Erfindung der Pil ... ähhh ... Kaffeemaschine! In diesem Sinne ... calm down der Eine oder Andere und gönnt Euch den Spass bei einem Bekannten ein paar Runden zu drehen und erzählt mir dann, dass das G27 nach wie vor Euer persönlicher Badass ist.

Grosses Dankeschön an Daniel A. und Marco für den coolen Nachmittag und natürlich auch an Dennis, Bernhard und Konsorten, die das Ganze erst möglich gemacht haben... Um meinen Team-Mate ein weiteres Mal inflationär zu zitieren: eine geile Scheisse!

Auch wenn ich die V2 für ein wirklich, wirklich tolles Lenkrad halte, welches läuft und läuft und läuft und läuft (was man von der V1 nun wirklich nicht behaupten konnte); sie hat zu wenig Bumms! Und es dürfte klar sein, worauf das jetzt hinaus läuft.

In der Zwischenzeit werde ich tapfer versuchen meine Top10-Platzierung im iRacing Ruf-Cup zu verteidigen und wünsche allzeit gute Fahrt!
indie
 
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Notiz an mich:
Sollte indie jemals wieder KT zum Probefahren einladen: Nicht zusagen! Probefahrt mit einem DD kann nicht gut enden.:deal:

Über welchen Preis (in €/$/CHF) sprechen wir denn bei diesem Wheel?

@indierocker
Mit zuwenig "Bumms" der V2 meinst du damit die Schnelligkeit, Härte, Präzision und Sensitivität oder auch die schiere rohe reine Kraft? Denn kräftig ist die V2 ja.
 
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Erstmal wie immer genial geschrieben beide.Berichte natürlich. Schön zu sehen und zu lesen wie es doch bei dir immer vorab geht. Ich bin gespannt, wann du nach dem DD-Wheel endlich auf Motion umrüstest. Ach ja wenn die Schweiz nicht so weit weg wäre.......Also weiter so Indie...die Kohle und damit der Spass gehören ins RiG.
 
Und ich glaube indie will sagen, dass einfach alle Effekte beim DD-Wheel im Vergleich zum CSW mehr, schneller und stärker sind quasi. Klar kein riemen dran, und 4 mal so viel Leistung ist schon was....
Leider auch 5 mal so teuer....wenn es unter die 1000 Euro geht wird DD für mich interessant denke ich. Der erste günstigere ist jetzt das Wheel von SimXperience oder? Ich meine 1700 Euro etwa und verspricht schon. Ein Knaller zu sein....Nicht zuletzt wegen der Software?
 
Solange der schweizer Franken so stark ist, sollte indie auch die Gunst der Stunde nutzen.
Aber klar, auch mit dem guten Wechselkurs bleibt ein DD wahnsinnig teuer.
Aber ein Fahrrad z.b. kann noch mehr kosten. Von daher ist Simracing jetzt nicht unbedingt das teuerste Hobby, dass man(n) sich rausgesucht hat.

@indierocker
Was kostet denn nun das DD, das du dir rausgesucht/probegefahren hast? Das ist doch nicht das Günstige, das auch pikus erwähnte?
Und hast du schon das go von deiner Frau erhalten?
Würde mich sehr für dich freuen, wenn du bald ein DD dein eigen nennen kanbst.
Ich denke, dann hast du auch endlich einen Stand für dich erreicht, der dich erstmal glücklich und zufrieden macht und dich ein bisschen zur Ruhe kommen lässt.
Motion ist ja noch nicht Prio 1 bei dir.
 
Der Buttkicker ist ja niedlich. :D
Den hatte ich auch mal, habe mich gewundert, warum der ständig nach nur wenigen Minuten der Nutzung ausgefallen ist, bis ich bemerkt habe, das er nicht der richtige ist für den 1000 Watt Verstärker.

Hier der richtige, der zum Verstärker gehört.

Buttkicker-Kit-LFE_P_1200.jpg


Hier mal Diverse Größen im Vergleich.
551709_10151243239097265_1909546169_n.jpg
 
Ja, @Samstrike 68 , konsequenterweise müsste man die Buttkicker LFE's verwenden. Die sind aber deutlich teurer als die Basspumps und verlangen unbedingt eine vollständige Entkopplung vom Rig um die Vibrationen innerhalb des Materials in den Griff zu bekommen. SimVibe lässt bis zu 7 Kickern zu. Damit lässt sich problemlos auf der linken Spur gen Griechenland fahren.

@XettMan, mehr Bumms will heissen: mehr Bumms. Wer schon mal Kart gefahren ist, weiss, wie sich das anfühlt. Da ist nichts teigig in den Kurven, da baut sich die Kraft kontinuierlich auf, bis sie halt abreisst (Gripverlust). So muss man sich das bei einem DD vorstellen. Desweiteren können auch Peaks durch (De)Kompressionen mit weitaus mehr Kraft dargestellt werden, wo die V2 diese einfach cuttet. Cutten muss. Und natürlich, wie @pikus1977 sehr schön beschrieben hat, ist ein DD um Welten schneller in der Reaktion und in der Rückstellgeschwindigkeit.

Man darf ob der ganzen Diskussion bezüglich Kraft einfach eines nicht vergessen; es geht nicht einzig und alleine um die Kraft. Als Beispiel; eine V2 liefert vielleicht 6 bis 7NM, bevor sie hart ins Clipping kommt. Peaks oder höhere Kurvenkräfte werden somit gar nicht mehr dargestellt, weil sie "beschnitten" werden. Natürlich kann man eine V2 auch mit weniger FFB betreiben und hast somit trotzdem nur bis 6 oder 7NM einen offenen Bereich, in dem eben diese Effekte noch dargestellt werden können. Gleiche Rechnung bei einem DD; Du betreibst es mit 6 oder 7NM, hast aber je nach Servo noch enorme Kraftreserven, die für solche Effekte zur Verfügung stehen... Wer mal den Ruf in iRacing gefahren ist, weiss bestimmt, wovon ich spreche. Oder Road Atlanta, welche man auch als Acker bezeichnen könnte.

Man kann das wirklich schwer beschreiben.

Es gibt allerdings (noch) ein Problem, an dem gerade iRacing fleissig arbeitet; die oben beschriebenen Peaks können mit einem DD unter Umständen äusserst brutal ins Lenkrad schlagen. Die Kombi Ruf auf Road Atlanta ist ein Paradebeispiel. Das ist dem Umstand geschuldet, dass die gängigen SIM-FFB auf die Consumer-Wheels abgestimmt sind. So werden gewisse Peaks überproportional dargestellt um bei Consumer-Wheels überhaupt etwas zu spüren, was aber bei einem Lenkrad, welches diese dann plötzlich darstellen kann, zu unrealistisch hohen Ausschlägen führt. Aber mit dem Aufkommen der DD-Wheels wird sich das bestimmt auch bald ändern.

Preise? Uff... Es gibt aktuell mehrere Möglichkeiten. Das fängt von 1400 Euro an, wobei man da aber eine deutlich (und aus eigener Erfahrung spürbar!) schlechtere Auflösung als bei der V2 hat und geht weiter bis hin zum Bodnar, bei welchem der Spass mit 4000 Euro beginnt. Zwischendrin gibt es die OSW-Lösung mit grossem Lenze-Servo und gleicher Auflösung wie bei der V2 für knapp 2400 Euro. Das hier viel zitierte AccuForce schlägt demnach beim Preis von 1700 Dollar für die Pro-Lösung (inkl. QR und Rim) und 1400 Dollar für die DIY-Lösung (ohne QR und Rim) also eine Kerbe in den Markt. Nur; bis anhin gibt es keine Vergleichstest von DD-Fahrern, alle Beta-Modelle wurden an Fahrer mit Consumer-Wheel-Erfahrungen und teils abenteuerlichen Befestigungen ausgeliefert. Das hat für mich (vor allem ob der grossen Töne im Vorfeld das Bodnar und die V2 vernichten zu wollen) schon ein Gschmäckle. Desweiteren liegt die anliegende Kraft bei 13NM, von welcher ich nach meinen Testfahrten noch nicht restlos überzeugt bin, dass mir diese für die vollumfängliche Bandbreite auch wirklich reichen.

Die oben genannten Preise verstehen sich ohne Rims.

Ich bin in dem Thema auch keine Kompetenz, ich kann nur beurteilen, was ich spüre und wie gut ich verscheissert werde, einen echten GT3 zu steuern. Das OSW mit Lenze hat das jedenfalls perfekt gemacht, hat allerdings auch seinen Preis.

Um mich nicht ganz verrückt zu machen, werde ich mir erstmal die Rims bauen (lassen) und in der Zwischenzeit werden dann auch die ersten verlässlichen Reviews zum AccuForce auftauchen. Bis dahin verfolge ich den Markt mit grosser Spannung ...
 
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Die Fanatec-Rims sind durch ihre Integration der Elektronik ans Quick Release des CSW gekoppelt Und somit unbrauchbar für ein DD. Es gibt eine Lösung, welche einen nicht mehr an einen bestimmten Hersteller bindet, frei von jeglichen Toleranzen ist und die Kräfte direkt auf der Achse abkann:
 
Zuletzt bearbeitet:
Schon klar, dass die Fanatec Rims nur an Fanatec Bases passt.
Aber bauen lassen hört sich nachh customized und damit sehr sehr teuer an.
Und macht ja auch erst dann Sinn, wenn man eine DD-Base hat, bzw. kurz davor ist, eine zu haben.
Ich interpretiere da jetzt mal rein, dass eben dies bei dir der Fall ist, und du bald ein DD willkommen heißen wirst, du weißt nur noch nicht welches, da der Markt gerade in ziemlicher Bewegung ist. Aber grundsätzlich ist bei dir wohl die Entscheidung zum DD gefallen.
 
Ach ja stimmt ja das QR hatte schon in der.Simracing Garage gesehen. Und im PC Bereich ja.ein geniales Feature.....aber die.Buttons vom QR des CSW kannst du dann nicht mehr nutzen? Also die des Universalhubs meine ich???? Oder.kommt das QR dann auf diesen Hub geschraubt? Tue mich da immer schwer wo's montiert wird.
Zum AF....So wie ich das lese bisher soll die größte Erfindung hierbei ja in der Software liegen...oder? Die soll dass FFB irgendwie verändern bzw. Optimieren. Weiter wird am USB-Port mehr Geschwindigkeit durch einen Trick herausgeholt....wie auch immer soll dies ja eigentlich der Clou sein. Der Motor an sich wird eben sicher ein normaler sein.....Also was man eben normal liest.....Aber interessant klingt es.....Ich bin auch gespannt was die ersten DD-Wheel Besitzer dazu schreiben.
http://forum.virtualracing.org/show...rience-AccuForce-Force-Feedback-Wheel/page131
 
Hi pikus!

Das oben gezeigte Buchfink-QR ist standalone, hat also weder Aufnahme für Elektronik und ist auch nicht mit Fanatec-Equipement kompatibel. Grob gesagt wird das Fanatec-Material beim Umstieg auf DD komplett nutzlos, einzig die nackten Rims könnte man weiter verwenden. Mein Plan ist es mit einem Spiralkabel zu arbeiten, welches die Elektronik der Buttons im Rim von einem Bodnar-Controller abgreift und diese dann ganz einfach per USB weiter gibt. Aber grau ist alle Theorie. Mal sehen, wie wir das dann wirklich hin kriegen.

Beim DD muss das QR einfach bombenfest sitzen. Bei kleinstem Spiel entsteht durch den Servo ein dermassen ohrenbetäubendes, hochfrequentiertes Fiepen, dass es einem fast das Trommelfell zerreisst. Die Fanatec-QR sind weit davon entfernt wirklich spielfrei zu sein und auf das Fummeln mit der Sicherheitsschraube habe ich so langsam auch keinen Bock mehr.

Über die Software des AccuForce könnte man jetzt schon ein Buch schreiben. Sie wird ja in den bestehenden SimCommander integriert, welchen man auch für SimVibe und Motion einsetzt. Somit hätte man also alles gebündelt, was sicher schon mal ein Vorteil ist. Ob und wie sich die zusätzlichen Effekte fürs Wheel auswirken kann ich mangels Erfahrung nicht sagen, ich weiss einfach von SimVibe, dass die Einstellmöglichkeiten endlos sind und sich jeder Parameter auf einen anderen auswirkt. Von daher ist mir das OSW-Konzept schon fast lieber. Oder auch das Bodnar. Wenig bis nix zum Einstellen. Ganz generell wünschte ich mir ein Lenkrad, welches keine (nada, niente, nüscht!) an Einstellmöglichkeiten bietet, sondern einfach pur das FFB abgreift. So, wie es die Sim halt ausgibt und man gar nicht Gefahr läuft, sich in zu vielen Einstellungen zu verlieren.

In diesem Sinne ... frohes Schneetreiben miteinander!
indie
 
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