Zu den Kindern.
Ich war ja gerade im Kino. Er möchte Sie nicht sehen, er könnte es aber tun. Schließlich baute er mit seiner Frau 50 Jahre lang an einer Welt, die aus ihren Erinnerungen entstanden sind, warum sollte das nicht bei 2 Gesichtern gehen?
Zum Ende:
Mir war relativ klar, dass er in einem Traum gefangen ist. Im Film haben die Protagonisten sehr viel Planung und Sorgfalt darauf verwendet aus JEDER Traumebene aufzuwachen. Aus dem Van, aus dem Hotel, aus der Berglandschaft und die Tante aus dem Limbus. Überspringen durfte man wohl nicht, und einfach aufwecken war durch das Sedativ auch unmöglich. Nun sieht man auch bei allen, wie sie aufwachen. Nur Leo wird weder im Limbus eindeutig erschossen, noch wacht er wie alle anderen auf. Er ist einfach im Flugzeug. Er weiß gar nicht, wie er dahin gekommen ist und das scheint ja Merkmal eines Traums gewesen zu sein. Ein weiteres Indiz wäre, dass er einem den Kegel in der Realität gedreht hat und dieser relativ schnell kippte. In der letzten Einstellung aber nicht. Selbst wenn er irgendwo in einer der Traumebenen gestorben ist, müsste man ja zeigen, dass er aufwacht. Irgendwie.
Zum Unterbewusstsein:
Ich fand das mit den Totems eh ein wenig schwierig. Bisher war es so, dass das Unterbewusstsein Informationen verarbeitet. Aber keinen neuen Kreiert oder gar mit der Realität abgleichen kann. Denn mit der Realität abgleichen bedeutet ja aktiv zu werden. Das geht ja unterbewusst gar nicht. So haben wir also folgendes Bild. Das Unterbewusstsein sammelt informationen und kann der Auslöser für eine Handlung sein. Aber in dem Film war das Unterbewusstsein die letzte Instanz über Traum oder Wirklichkeit und hätte selber einen Abgleich leisten müssen. Das Verhältnis von Verstand und Unterbewusstsein wird also gekickt.
Auch das auf einmal eine Abwehrwand aufgebaut halte ich für ne nette Film Idee. Hat aber mit der Wirklichkeit nicht viel zu tun.
Und als letztes noch die Tatsache, dass Leo gar kein eigenes Totem hatte, sondern das seiner Frau. Gut sie war tot, aber man sieht ja, dass sein Unterbewusstsein, obwohl er nicht der Architekt war, immer eingreift.