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Hat die amazon-Reportage euer Kaufverhalten verändert?

Hat die amazon-Reportage euer Kaufverhalten verändert?

  • Ja, ich werde amazon meiden, so gut es geht

    Stimmen: 6 4,3%
  • Ich werde meine amazon-Käufe einschränken, wenn es anderswo nicht teurer ist

    Stimmen: 8 5,8%
  • Mir ist das egal, bei mir ändert sich nichts

    Stimmen: 97 70,3%
  • Ich habe amazon bislang sowieso gemieden

    Stimmen: 5 3,6%
  • Habe die Reportage nicht gesehen / keine Meinung

    Stimmen: 22 15,9%

  • Umfrageteilnehmer
    138

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Der HR hat ja schon darauf geantwortet, ist im News-Sub nachzulesen. Steht Aussage gegen Aussagen und da traue ich dem HR doch deutlich mehr, als einer "CoCo JobTouristik". Wenn man natürlich den ÖR ohnehin auf dem Kieker hat, mag man das anders sehen ;)
 
Mal ehrlich jetzt...wir kennen die Frontal21-"Reportagen" über Videospiele.

Und wir wissen auch, wie die ÖR auf die berechtigten Einwände geantwortet haben.

Und jetzt passt alles und die werden schon recht haben?

Echt jetzt?
 
Das Gute M schrieb:
Mal ehrlich jetzt...wir kennen die Frontal21-"Reportagen" über Videospiele.

Und wir wissen auch, wie die ÖR auf die berechtigten Einwände geantwortet haben.

Und jetzt passt alles und die werden schon recht haben?

Echt jetzt?

Wenn Du jetzt alle ÖR-Reportagen pauschal über einen Kamm schreren willst, kann man natürlich zu so einem einfachen Schluß kommen. Tue ich aber nicht. Echt nicht. Ansonsten das was ich oben geschrieben habe.
 
Wieso wurde der erfundene name nicht so kenntlich gemacht, wieso wurde bei dem wohl frei erfundenem foto nicht mit "nachgestellte szene" untertitelt. Zumindest beim ersteren seh ich das als grobe täuschung seitens des hr. Sie geben beim namen ja zu die identität zu schützen aber das haben andere in 1000 reportagen vorher auch schon gemacht und diese dann auch kenttlich gemacht, versteh ich nicht wieso man hier sich so verhalten hat.
 
Hana-Bi schrieb:
Naja, nur weil ÖR drauf steht muss das doch nicht immer gleich ablaufen, oder? ;)

In der Regel ist es aber so. Nur weil wir den genauen Einblick jetzt nicht haben, und das alles plausibel erscheint, nehmen wir an, dass es wirklich so ist.

So geht es den Rentnern auch, wenn sie die Gamer-Berichte bei Frontal21 sehen.

Ich erinnere mal an die Geschichte neulich bei "Hart aber Fair", als ein Zitat von Prinz Harry so verfälscht wurde, dass es in den Kontext und zur Gesinnung der Redakteure gepasst hat.

Wir wissen also, dass die ÖR wissentlich und willentlich gegen das Urteil des Bundesverfassungsgerichts in Bezug auf die Wahrheitspflicht im Rahmen der Pressefreiheit verstoßen.
Warum sollten sie diesmal bei der Amazon-Reportage die Wahrheit sagen?

Ich will klarstellen, dass ich Amazon keinesfalls in Schutz nehmen möchte. Mit Sicherheit gibt es dort (wie an vielen anderen Stellen in D auch) prekäre Arbeitsbedingungen. Aber leider liegt ein Großteil der Schuld hieran nicht an Amazon, sondern an den Kunden, die alles sofort und billigst haben wollen und die damit die Lage der Beschäftigten dort billigend in Kauf nehmen.

In Wahrheit kann man wohl fast nirgends in Deutschland mehr einkaufen, wenn man auf die Verhältnisse der Angestellten Rücksicht nehmen will. Gerade wird zum 100. Geburtstag von ALDI wieder gegen diesen Konzern gewettert, weil der die Mitarbeiter ausbeutet. Trotzdem gehen Millionen von Leuten dort einkaufen.

Einer der Grundpfeiler des Kapitalismus ist nunmal die Einsparung von Kosten um jeden Preis. Wo die Kosten entstehen, ist dabei Nebensache.
Ohne Arbeiter, die für 2 Euro die Stunde Bretter zusammenleimen gäbe es auch kein IKEA, das uns das Billi-Regal für 19Euro verkaufen könnte.
 
Das Gute M schrieb:
In der Regel ist es aber so.

In der Ausnahme ist es so. Wenn Du ausgerechnet "Hart aber fair" und eine zweifelhafte Frontal-Reportage heraussuchst, hast Du mit deiner Kritik natürlich recht. Aber die Verallgemeinerung ist dieser Form aber einfach falsch.
 
Ich bestreite ja nicht, dass sie nicht auch wahrheitsgemäße Reportage produzieren.

Nur man sollte doch skeptisch sein und genau hinschauen. Besonders bei Themen, die man nicht selbst überblicken kann.

Es kann gut sein, dass diese Reportage durchaus nur objektiv die Wahrheit berichtet hat. Aus eigener Erfahrung bin ich aber vorsichtig geworden.
 
Dagegen sage ich ja auch gar nichts, im Gegenteil. Das kann ich so guten Gewissens unterschreiben :dhoch:

Aber wenn ich die Wahl habe, den ÖR zu Glauben und einer Zeitarbeitsfirma und Amazon zu Glauben, dann neige ich immer noch dazu, dem ÖR die Stange zu halten. Insbesondere, da ja nur ein einzelner Aspekt aus dem Bericht rausgegriffen wurde (der zugegebener Weise hätte besser gemacht werden können).

PS: Wenn sie "Hart aber fair" endlich mal in den Orkus schieben würden, mache ich auch drei Kreuze. Sowas trägt natürlich nicht gerade zur Glaubwürdigkeit der ÖR bei. Allerdings würde ich das auch nicht als Doku oder Info bezeichnen, daß ist Show. Nur Show.
 
Cale schrieb:
Das Gute M schrieb:
In der Regel ist es aber so.

In der Ausnahme ist es so. Wenn Du ausgerechnet "Hart aber fair" und eine zweifelhafte Frontal-Reportage heraussuchst, hast Du mit deiner Kritik natürlich recht. Aber die Verallgemeinerung ist dieser Form aber einfach falsch.

Und du findest immer bei jeder Story Insider die das anders sehen bzw. Unregelmäßigkeiten bemerken. Jeder der in einem Bereich quasi ein Profi ist wird immer etwas bemerken was nicht stimmt. Wierso sollte ein Reporter der für eine Story 1 Monat lang büffelt mehr Wissen als jemand der jeden Tag in einer Materie steckt, da kann eine Reportage nur Fehler beherbergen, muss nicht mal die Schuld des Reporters sein der angewiesen ist dass seine Quellen auch stimmen. Und so kommt eins zum Anderen. Die Spielereportage ist doch nicht die einzige die Fehler beinhaltete, das ist vielleicht die einzige wo ihr die Materie besser kennt als der Reporter. Ich denke da selbst an die Ganzen Berichte in den Medien über die Kampfhunde, das war noch viel schlimmer, und das sind auch nicht die einzigen Themen wo Reporter einfach drauf los berichten und Lügen verbreiten und grob pauschalisieren, egal ob ÖR oder privat, die sind alle auf die selbe Schule gegangen.
 
pil schrieb:
... wo Reporter einfach drauf los berichten und Lügen verbreiten und grob pauschalisieren, egal ob ÖR oder privat, die sind alle auf die selbe Schule gegangen.

Genau diese Verallgemeinerungen und Beschimpfungen habe ich gemeint. Hauptsache Du hast den absoluten Durchblick :kaffee:

Ich sage ja nicht, daß es keine Fehler gibt, aber es ist die Ausnahme, nicht die Regel. Und in ganz seltenen Fällen ist es Vorsatz.
 
Im Falle von Frontal21 und Videospielen ist es bei ausnahmslos jedem Beitrag Vorsatz. Warum sollte sich bei den anderen F21-Beiträgen da irgendwas anderes abspielen? Ist doch die gleiche Truppe.
Und wenn diese Praxis bei einem Format von den Programm-Machern unterstützt und gefördert wird, wieso sollten diese dann bei anderen Formaten anders verfahren? Team A macht Lug und Trug und Team B kriegt die reine Wahrheit verordnet? Kann ich mir irgendwie nicht so ganz vorstellen.

Am Ende geht es immer nur um die Quote und Quote kriegt man i.d.R. nur noch mit reißerischer Effekthascherei. Wen interessieren da Fakten? Sicher werden auch Beiträge weniger manipuliert werden. Das dürfte genau dann passieren, wenn die Wahrheit schon krass genug ist (siehe Markencheck und die Arbeiter + ihre Bedingungen am anderen Ende der Welt). Aber wenn die Realität nicht genug Humptahumpta macht, dann wird da eben nachgeholfen.
 
Ja ja, alle Lügen und betrügen, nur man selbst kennt die einzige Wahrheit. So muß es sein :lol:

Ich fürchte, hier verwechseln Einige Meinungen mit Fakten. Man muß ja Schlußfolgerungen nicht zustimmen (tue ich auch nicht bei gewissen Themen), aber daß heißt ja nicht, daß derjenige lügt.
 
Davon mal ab, dass du behauptest, dass das alles Ausnahmen sind und man nicht verallgemeinern darf, hast du selbst kein Argument geliefert, warum man das hier nicht sollte.
 
Weil kaum ein Bericht hinterher gerichtlich erfolgreich moniert wird? Wenn der ganze Scheiß pausenlos erstunken und erlogen ist, dann müßte die Rechtsabteilungen der ÖR praktisch ständig mit sowas zu tun haben (und die mit Abstand größte Abteilung sein :D). Ist aber nicht so.

Das man als Betroffener gewissen Aspekte natürlich anders sieht, ist ganz normal. Dagegen ist ja auch nichts zu sagen. Aber das hat nichts mit Lug und Trug zu tun, sondern mit anderen Meinungen und Schlußfolgerungen.
 
Es hat nichts mit Meinungen und Schlussfolgerungen zu tun, wenn u.a. Zitate gezielt gekürzt werden, um somit einen ganz anderen Eindruck zu erzielen.
Und wer sagt denn, dass die Rechtsabteilung nicht permanent zu tun hat? Und nicht alles landet bekanntermaßen vor Gericht.
 
Cale schrieb:
Weil kaum ein Bericht hinterher gerichtlich erfolgreich moniert wird?

Noch mal ein Hinweis aus eigener Erfahrung:
Das ist nicht so einfach wie man es sich vorstellt. Du kannst quasi nur bei dargelegte Fakten auf eine Korrektur klagen. In der Praxis ist das meiste dann "Meinung" des Reporters und/oder fällt unter die Pressefreiheit.

Wer mal einen (von einem Anwalt verfasstes) Schreiben zur Richtigstellung gelesen hat, weiß was ich meine.
Mal davon abgesehen, dass es da so dermaßen enge Fristen gibt um das ganze (kurzfristig) Richtigstellen zu lassen, was ansonsten über Jahre in einem Gerichtsverfahren behandelt wird.
 
Ja, das meinte ich ja auch mit Fakten und Meinungen. Nur weil jemand eine andere Meinung hat, lügt er noch nicht gleich. Das es da natürlich auch eine Grauzone gibt, ist unbestritten. Nur die Behauptung, daß bei allen Reportagen systematisch und vorsätzlich gelogen und betrogen wird, um Quote zu erzielen, ist lächerlich.
 
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