Zu Forza und Co. Ich schaue mir eigentlich alle neuen Rennspiele auf dem Markt an und empfand Projekt Cards optisch sehr gelungen. Nun beschäftige ich mich ja beruflich mit schnellen Autos und wie man diese noch schneller macht. Ich weiß also schon wie ich ein Fahrwerk einstellen und einen Spoiler konfigurieren muss, damit sich das gegebene Fahrverhalten ändert. Bei Projekt Cars war ich zunächst begeistert, dass man derart viel einstellen kann, doch fühle ich das beim Fahren nicht. Damit ging es für mich zurück zu Gran Turismo. Forza fand ich zu Arcade lastig. Need for Speed hat nichts mit einem Simulator zu tun und alles andere auf PS3 und PS4 ist ein Witz.
Das spricht für mich für die GT Reihe
- Meine Verbindung zur GT Academy
- Mein Hersteller ist zahlreich vertreten
- Mein Name steht auf einem Auto im Spiel
- Quasi unerschöpflicher Pool an Strecken- und Fahrzeugkombinationen
- Jeder kennt es und hat Spaß daran
- Es fühlt sich mehr nach Auto an, als bei den meisten anderen (da spreche ich nur für mich selbst)
- Ich kann geänderte Einstellungen auch im Anschluß beim Fahren spüren
- 3D Fahren mit Sony HMZ ist einfach mega!
- Ich empfehle jedem meiner Kunden die Simulation und stelle oft Systeme zusammen, die ich dann vorkonfiguriert an die GT-R Fahrer schicke, denn ich finde es besser sie üben die Ideallinie vorher etwas
In Hockenheim bin ich im Rahmen des Tuner GP gefahren und war schnell unterwegs. Bei Projekt Cars bekomme ich das nicht hin. Alle Autos lenken zu schlecht ein.
Ascari habe ich vor meinem ersten Besuch nur online auf GT6 gefahren. Als ich dann dort war, habe ich den Instruktor nach wenigen Runden vor mir her gejagt.
Was ich sagen will, GT6 kann schon was und ich bin mir sicher, dass uns Yamauchi-San nicht mit dem Nachfolger enttäuschen wird.
Ich erinnere mich da an das Jahr 2012 als der blaue und der weiße GT-R beim 24h Rennen an den Start gingen. Da gab es das Team von Mizuno-San in dem die Profis wie Michael Krumm fuhren und das Team von Yamauchi-San unter der Leitung von Martin, die die "Amateure" hatten. Gut, nicht wirklich Amateure, aber Yamauchi und die jungs aus der GT-Academy zählen eigentlich dazu. Wenige Wochen vor Rennstart gabe es Streit um den Einbau eines Ölkühlers für das hintere Diff. und ab da gingen die Teams unterschiedliche Wege. Heraus kam, das Mizuno mit Brembo Bremsen und Bilstein Fahrwerk fuhr, während das Team von Martin mit KW Fahrwerk und PFC Bremse unterwegs war. Die Amateure fuhren den Profis davon. Da beide die 50kg schwere PS telemetrie an Board hatten, war am Abend klar, dass das team mit der PFC Bremse 26 Meter pro Runde später auf der Runde stand. Man überspielte die Daten auf eine herkömmliche PS3 und konnte die Autos beide fahren. Tatsächlich war sogar auf der PS3 ein Unterschied zu merken.
Wenn das keine Simulation ist, dann weiß ich es auch nicht.
