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MUSIC Gitarre spielen lernen!?! (1 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Mahlzeit zusammen! Welchen Amp könnt ihr für einen E-Gitarrenanfänger empfehlen? Kann um die 100-150€ kosten.

Das mit den Amps ist so eine Sache. Hab in all den Jahren so viele Amps gehabt und gespielt und gerade am Anfang war da unglaublich viel Schrott dabei. Die heutigen Übungsverstärker sind zwar um Welten besser, als das was damals so am Markt war aber immer noch mit Vorsicht zu genießen.

Dein gesetzter Preisrahmen mit 100-150 Euro ist schon sehr straff. Da wirst, egal in welche Musikrichtung es gehen wird, ziemlich schnell recht unglücklich damit werden und vielleicht gerade am Anfang noch frustrierter als sonst sein. Gitarre lernen hat eine recht steile Einstiegshürde und um sich diesen anfänglichen Anstieg zu erleichtern, sollte man sich nicht auch noch mit Amp und Gitarre ärgern müssen.

Was wichtig wäre um dir einen guten Anfänger/Übungsamp zu empfehlen...

Auf welchen Ton hast du es abgesehen und welche Gitarre wird da angeschlossen?
Sind 150 Euro wirklich das Maximum oder lässt sich da evtl. noch etwas mehr locker machen?
 
@Trayal
Danke für deinen langen Post. Also ehrlich gesagt, würde ich erst schauen, ob ich dabei bleiben will.
Ich hab seit 14 Jahren eine Yamaha Pacifica 112 im Schrank stehen und wollte damit Gitarre spielen lernen. Dazu hatte ich damals einen Roland Micro Cube gehabt. Tja, beides nie weiter genutzt..
jetzt gibt oder gab es ja die 3 Monate for free bei Fender Play und möchte wieder anfangen.

Inzwischen habe ich festgestellt, dass der Micro Cube vor Jahren verkauft wurde:ugly:, weshalb ich da auch nicht mehrere Hundert Euro investieren will. Zumindest noch nicht.

Die Micro Cubes gibts ja immer noch, aber hab jetzt gibt ja auch Amps von Fender, Marshall und mehr.
 
@Trayal
Danke für deinen langen Post. Also ehrlich gesagt, würde ich erst schauen, ob ich dabei bleiben will.

Völlig falsches Mindset. Setz dir in Kopf, dass du dabei bleiben und ein Gitarrist werden wirst! :deal:
Und auch alle Vorstellungen von "Talent" fallen lassen. Die Vorstellung vom Talent kann man sich aus dem Kopf prügeln und durch den Faktor Übung, Kontinuität und dessen Effizienz ersetzen. Das ist es eigentlich wenn Leute fälschlicherweise vom Talent sprechen.


Ich hab seit 14 Jahren eine Yamaha Pacifica 112 im Schrank stehen

OK, das ist zumindest mal idR eine solide, günstige Gitarre, mit der kann man schon was anfangen, wenn da neue Saiten aufgezogen wurden und die richtig eingestellt ist :D

Unbedingt einstellen lassen oder selbst einstellen zu versuchen. Kann dir dazu gerne ein paar gute YouTube Videos raussuchen, die das mMn nach ganz gut erklären. Ist für Anfänger erstmal abschreckend Hand am eigenen Instrument anzulegen aber eigentlich ganz einfach und essentiell, das selbst zu können und deswegen nicht immer zum Laden laufen zu müssen.


jetzt gibt oder gab es ja die 3 Monate for free bei Fender Play und möchte wieder anfangen.

Mach dir auf jeden Fall Gedanken für einen langfristigen Plan. Entweder mit einem Lehrer oder wenn du mehr der Typ autodidakt bist mit einem guten, struktruierten Online Kurs, der vor allem auch in die musikalische Richtung geht die du anstrebst. Wenn du zB Rock und Metal anstrebst, dann wird dich ein Jazz oder Klassik fokussierter Kurs nicht glücklich machen. Auf jeden Fall nicht versuchen chaotisch mit YouTube Videos, Büchern etc. völlig auf eigene Faust das Instrument zu erlernen, außer du hast seeeehr viel Zeit zur Verfügung und bist über alle Zweifel hinweg frustresistent.


Um zum Thema Übungsamp aber wieder zurück zu kommen: welchen Sound hättest du gerne oder möchtest du eher möglichst breit aufgestellt sein? Wenn du spezifisch unterwegs bist, lassen sich da eventuell billige Kompromisse finden. Ansonsten gibts im Bereich von 200-400 Euro schon tolle "modeling" Übungamps, die dir sehr viel für ihr Geld bieten.
 
@Trayal Tja, das mit dem Mindest ist halt schwierig, wenn der zeitlich Aspekt und zig andere Dinge um die Gunst buhlen.
Aber wie auch immer, ich würd halt gern einfach mal anfangen, das überhaupt zu lernen. Die Tipps mit den Saiten und so ist sicher gut gemeint, aber aktuell eher abschreckend, da ich quasi vor 14 Jahren 500€ in totes Kapital gesteckt habe (Ständer, Putzeug, alles wie neu...).
Mir fehlt nur der Amp. Gibt da gar nix unter 200 oder was würdest du zwischen 200-400 empfehlen? Soll Richtung Rock gehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mir fehlt nur der Amp. Gibt da gar nix unter 200 oder was würdest du zwischen 200-400 empfehlen? Soll Richtung Rock gehen.

Bereits um ~250 Euro kann ich den Boss Katana 50 MKII empfehlen.

Besonders wenn man auf High Gain (Rock & Metal) steht ein richtig guter und vielseitiger Übungsamp. Mit dem Boss Tone Studio bekommt man auch eine riesige Effekt Palette mitgeliefert. Boss ist einer der größten und bekanntesten Effekt Pedal Hersteller und im Tone Studio sind viele dieser Pedale digitalisiert worden. Da kann man richtig viel herumprobieren, um seinen Ton zu finden, ohne viel Geld in diverse Effektpedale investieren zu müssen.

https://www.thomann.de/at/boss_katana_50_mkii.htm


Die Tipps mit den Saiten und so ist sicher gut gemeint, aber aktuell eher abschreckend, da ich quasi vor 14 Jahren 500€ in totes Kapital gesteckt habe (Ständer, Putzeug, alles wie neu...).

Dennoch UNBEDINGT (!) neue Saiten aufziehen (Saiten sind nicht teuer), wenn die Gitarre da jahrelang herumlag und auch vorher vermutlich nur die mitgelieferten Saiten gesehen hat. Bei der passenden Wahl der Saiten kann ich dich gerne beraten, wenn du willst.

Zum Setup: es macht einen gewaltigen Unterschied eine richtig eingestellte Gitarre zu spielen. Sie klingt nicht nur besser, sie ist vor allem auch seeehr viel einfach/besser zu bespielen.

Würde dir wirklich empfehlen ein paar Euro in die Hand zu nehmen und damit zum nächsten Musikladen zu gehen. Die sollen dir neue Saiten aufziehen, das Instrument warten und einstellen. Macht einen gewaltigen Unterschied und dir das Leben viel einfacher.
 
Ich kenn mich da leider gar nicht aus. Was gibts denn da für gute Saiten und was kostet das neu aufziehen lassen? Es sind in der Tat nicht die Originalen drauf. Den Katana hab ich mir tatsächlich auch vorhin bei Thomann angesehen, dann aber doch wieder weggeklickt. Hmm...
 
Ich kenn mich da leider gar nicht aus. Was gibts denn da für gute Saiten und was kostet das neu aufziehen lassen? Es sind in der Tat nicht die Originalen drauf.

Kommt immer auf den Laden an aber ich würd mal sagen 30-60 Euro im Schnitt, für den Rundum-Service (Reinigung, Besaitung, Grundeinstellung; exklusive Saitenpreis).

Saitenpreis kommt ganz drauf an. Die Pacifica kommt werkseitig mit 9-42 daher, dabei sollte man auch bleiben (+/- eine Größe idR, ohne gröbere Anpassungen an der Gitarre vornehmen zu müssen; Nut zum Beispiel). Ich bin zum Beispiel eher faul was das Saitenwechseln angeht und greife daher eher zu "teueren", beschichteten Saiten, die etwas langlebiger sind.

https://www.amazon.de/Elixir-19002-Optiweb-Gitarren-Saiten/dp/B01NBNR2F2/
Da kostet ein Satz ~13 Euro. Top Marke/Produkt.


Den Katana hab ich mir tatsächlich auch vorhin bei Thomann angesehen, dann aber doch wieder weggeklickt. Hmm...

Hier noch ein paar weitere Amps, die ich kenne/bereits bespielt habe und für dich interessant sein könnten...

  • Line 6 Spider V 30 MkII (~180 Euro)
    https://www.thomann.de/at/line6_spider_v_30_mkii.htm
    Richtiger modeling Amp, extrem viele Möglichkeit aber ich persönlich bin kein allzu großer Freund vom Spider Sound. Gibt jedoch viele die auf den Spider schwören und daher will ich ihn dir nicht vorenthalten.

  • Orange Crush 20RT (~200 Euro)
    https://www.thomann.de/at/orange_crush_20_rt.htm
    Mehr Old School als mit dem Orange geht nicht. Während alle anderen genannten Amps in irgendeiner Weise sehr vielseitig und modern sind, kommt der Orange sehr spartanisch, dafür sehr hochwertig daher. Zwei Voicings (Clean und Overdriven), dazu Distortion und einen eingebauten Reverb, das wars. Der Ton ist für den Preis ziemlich gut und mit Sicherheit der beste von meinen genannten aber das ist auch gleichzeitig die Schwäche des Orange. Während die anderen alle sehr vielseitig sind und ein großes Featureset bieten, kann der Orange nur wenig aber das dafür richtig gut. Typischer Orange Sound und damit ein eingefleischter Rocker.

  • Yamaha THR10II (~320 Euro)
    https://www.thomann.de/at/yamaha_thr10ii.htm
    Das Ding ist ebenfalls sehr vielseitig, mit seinen 15 Amp Models die imitiert werden, dazu jeweils etwas von den wichtigsten Effekt Typen dabei. Auch super zum Aufnahmen am PC geeignet. Im Grunde das umgekehrte Paket vom Katana. Während der Katana seine 4 Voicings hat und Tonnen an Effekten, ist der Yamaha mit den wichtigsten Effekten grundbestückt, imitiert aber 15 verschiedene, bekannte Amp Modelle und das sogar recht passabel (beser als der Spider meiner Meinung nach). Er ist der leiseste, unter den genannten, ist aber auch ein reiner Practice Amp, weshalb das auch nicht weiter stören sollte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die weiteren Amps schau ich mir an! Sind die Saiten denn für Anfänger? Hab was geleyen, dass da schwächerer Zug ganz gut wäre. Auf der Suche nach einem Musikladen müsste ich bisschen fahren, da überleg ich mir mal Tuts anzuschauen.
 
Die weiteren Amps schau ich mir an! Sind die Saiten denn für Anfänger? Hab was geleyen, dass da schwächerer Zug ganz gut wäre.

Ja, das ist ein sehr leichter Saitensatz (9-42, das gibt die Dicke von der hohen E-Saite bis zur tiefen E-Saite an).

Punkto Tutorial zum Saitenwechsel und Einstellung...die hier sind ziemlich gut und umfangreich erklärt ->

Saiten wechseln
https://www.youtube.com/watch?v=c_Q4ESBBG4A

Halskrümmung und Saitenlage
https://www.youtube.com/watch?v=j_BcLbF2lI4

Oktavenreinheit
https://www.youtube.com/watch?v=B8tDNDt1ZNY

Oktavenreinheit ist jetzt als Anfänger nicht so~ wichtig, auch wenns natürlich immer toll ist ein super klingendes Instrument zu haben aber am Anfang wird man ohnehin noch nicht das Gehör dazu haben.

Halskrümmung und Saitenlage hingegen wirkt sich direkt auf die Bespielbarkeit aus, sprich zB wie fest man die Saiten runterdrücken muss, was eine erhebliche Auswirkung auf das Spielgefühl hat, besonders als Anfänger, wo die Finger noch völlig untrainiert sind - da sollte man sich nicht noch zusätzlich mit zu hoher Saitenlage selbst foltern.
 
Ich hätte nach der Frage nach einem Amp nicht dran gedacht, dass ich jetzt neue Saiten bestellt habe und mich ans Einstellen mache:ugly: Und einen Amp hab ich erst nicht:ugly:
Echt vielen Dank für deinen Rat! Ich mach erstmal die Saiten und folge den Links. Danach kümmer ich mich um den Amp
 
Top, danke. Da die Saiten eh erst Dienstag kommen, wart ich jetzt noch auf so ein 1,5mm Pick. Hab meine mal durchgeschaut, nix dabei, nichtmal zum zusammenkleben passt es.
 
Ich habe mich auch mal an eine Westergitarre getraut und bin als absoluter Neueinsteiger mit 40 schon etwas gekniffen.
Hatte mir gestern mal ein paar Akkorde angeschaut, die ich zumindest mal draufhaben wollte bevor ich in eine Schule gehe.

Ich hänge schon am G-Dur und komme ständig an die anderen Saiten. Holy Sh... :ugly:
 
Ich habe mich auch mal an eine Westergitarre getraut und bin als absoluter Neueinsteiger mit 40 schon etwas gekniffen.
Hatte mir gestern mal ein paar Akkorde angeschaut, die ich zumindest mal draufhaben wollte bevor ich in eine Schule gehe.

Ich hänge schon am G-Dur und komme ständig an die anderen Saiten. Holy Sh... :ugly:

Akkorde sind auch wirklich eine Bitch. Konnte Sweepen und Tappen bevor ich von einem anständigen, halbwegs schnellen/flüssigen Akkordwechsel der Grundakkorde und Barrés sprechen konnte :O_o:

Du spielst noch dazu auf einer Westerngitarre, da ist das nochmal schwieriger als auf der E-Gitarre, für die der Kraftaufwand geringer ist und die etwas schlampigere Fingerposition (weiter weg vom Bundstab) viel leichter toleriert. Da hilft nur viieeeee~l und unermüdlich üben :D
 
Akkorde sind auch wirklich eine Bitch. Konnte Sweepen und Tappen bevor ich von einem anständigen, halbwegs schnellen/flüssigen Akkordwechsel der Grundakkorde und Barrés sprechen konnte :O_o:

Du spielst noch dazu auf einer Westerngitarre, da ist das nochmal schwieriger als auf der E-Gitarre, für die der Kraftaufwand geringer ist und die etwas schlampigere Fingerposition (weiter weg vom Bundstab) viel leichter toleriert. Da hilft nur viieeeee~l und unermüdlich üben :D

Jap.. :D
Ich freu mich.
Irgendwo komme ich auch nicht so mit dem Plektron klar, habe mit den Fingern viel mehr Gefühl und bleibe auch bei einer Lautstärke.
Mein Mittelfinger ist für heute out of order, aber es macht enorm viel Spaß.
 
Hatte letzten Montag meine Probestunde beim Gitarrenlehrer und Mittwoch dann meine erste Gitarre (Westerngitarre) gekauft.

Unterricht wird zeitlich leider erst ab Dezember/Januar möglich sein, aber das ist ja bald. Hab mir noch das Buch (+ Songbook) von Justin Sandercoe gekauft und werde mir damit und seinem Online-Tutorial mal die Grundlagen aneignen. Aufbau des Buches ist echt klasse und auch die Videos schaue ich gerne und da man bereits früh anfängt auch Songs zu spielen, ist es auch echt motivierend.

Hab Donnerstag, Samstag und gestern jeweils 1 - 1 1/2 Stunden geübt und es klappt soweit ganz gut. Fingerspitzen tuen bisschen weh, aber hält sich noch in Grenzen. Hab mir das noch schlimmer vorgestellt. :D

In der ersten Stufe lernt man A, D und E und damit schon die Grundlagen für die ersten "einfachen" Songs. Die Akkorde zu greifen klappt bei mir schon gut, gestern hab ich dann angefangen den Akkordwechsel zu üben und immer zu schauen wieviele ich in einer Minute schaffe (inkl. anschlagen) und die Anzahl aufschreibe, um die Fortschritte zu überprüfen. Finde ich auch absolut motivierend und es macht mir echt Spaß.

Hab mich dann noch ein wenig an "Three Little Birds" von Bob Marley versucht. Die Akkordwechsel halten sich in der einfachen Version absolut in Grenzen, hab da eher noch meine Probleme mit dem Rhythmus. Wird aber schon werden. :)
 
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