Eigentlich wollte ich nichts mehr dazu schreiben, weil ihr eh wisst, dass ich pro Ghostbuster-innen-Reboot bin und wir uns nur im Kreis drehen.

Aber trotzdem:
Mir persönlich geht es, wenn ich den Film "verteidige", nicht mal um die Frauen oder den Reboot an sich. Prinzipiell ist es mir vollkommen egal, was sie damit machen. Fortsetzung mit der alten Truppe, würde ich nehmen. Reboot mit spärlich bekleideten Sexbomben, würde ich nehmen. Komplett neuer Film mit ähnlicher Thematik, würde ich nehmen. Reboot vom Brautalarm-Regisseur mit Melissa McCarthy, ja, auch den nehme ich gerne. Da bin ich offen. Und so darf auch jeder seine Meinung haben und gerne entrüstet sein. Ist ja alles Geschmacksache und jeder geht gerade mit Reboots anders um, je nachdem wie man zum Original steht.
Ich finde es den Beteiligten gegenüber aber unverschämt und unfair, wenn man dieses Produkt bereits im Vorfeld dermaßen verurteilt und "persönlich" wird. Ist jetzt nicht hier der Fall, aber auf nahezu jeder Filmseite lese ich zu jeder Ghostbusters News immer nur Kommentare wie
"Boah, hirnloser Affenverein! Was ein Scheiß! Gehört verboten! Die Dicke stinkt!". Und das geht mir auf den Keks.
Viele tun so, als ob Paul Feig jetzt hingegangen wäre, um das Erbe der Ghostbusters mutwillig zu beschmutzen. Was bescheuert ist. Er wird das sicher ernst nehmen und einen guten Film abliefern wollen. Der natürlich nicht jedem gefallen wird und kann, der aber auch nicht schon im Vorfeld so verurteilt werden sollte.
Das nimmt ja schon fast Uwe Boll-Ausmaße an, dem auch erst mal alle aus Prinzip den Tod wünschen. Was ich aber noch eher verstehen kann als hier, da Uwe ein Arsch ist und lange Zeit gute Lizenzen mies verfilmt hat.
