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REVIEW Geheimakte 2: Puritas Cordis [Review]

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

System: PC
Spieler: 1
Sprache: komplett deutsch
Entwickler: Animation Arts und Fusionsphere Systems
Publisher: Deep Silver (Koch Media)
USK: ab 6 Jahren
Hardwareanforderungen: sehr gering
Erstveröffentlichung: Aug. 2008
Besonderheiten: Auch für Wii und DS erschienen.


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Reinen Herzens

Im Jahre 2006 erschien ein in Deutschland entwickeltes Adventure, welches in der Fachpresse durchweg positiv aufgenommen wurde und auch ein paar Preise abstauben konnte. Folglich erschien zwei Jahre später der sehnsüchtig erwartete Nachfolger.

In der letzten Zeit gab es auffällig viele Naturkatastrophen, welche sich über den gesamten Globus verteilen. Während die Staatsoberhäupter in New York zusammen kommen, wirbt eine Sekte extrem viele Mitglieder. Unter anderem deshalb, weil diese Sekte die Katastrophen scheinbar sehen kann, bevor sie passieren. Außerdem warnen sie vor der bevorstehenden Apokalypse…
Nina Kalenkow erlebt währenddessen merkwürdige Vorfälle auf ihrer Kreuzfahrt und ihr Ex-Freund Max reist nach Indonesien um eine fehlgeschlagene Expedition unter die Lupe zu nehmen.

Story-Zusammenfassung:
Prolog:

Der Geistliche Matthew Wakefield aus Ashford hat in der Krypta seiner Kirche bei Renovierungsarbeiten ein geheimnisvolles Pergament gefunden. Es ist verschlüsselt und vermutlich mehrere hundert Jahre alt. Da sich seit dem Einbrüche und das Verschwinden eines anderen Bruders ereigneten, entschloss sich Wakefield das Pergament an Bischof Parray in Cambridge zu schicken. Er sollte es entschlüsseln und gleichzeitig sicher verwahren.
Eines Nachts wird Bruder Matthew von zwei Personen in Kampfanzügen überfallen und ermordet. Sie suchten nach dem Pergament.

In dieser Nacht ist Parray dabei es zu entschlüsseln, doch er kommt nicht weiter und würde es deshalb gerne morgen an einen Experten weiter geben; William Patterson. Bisher fand Parray nur heraus, dass das Pergament vom Weltuntergang und einem Propheten namens Zandona erzählt. Das Telefon klingelt und die Polizei von Ashford spricht auf den AB. Sie hatten eine Nachricht von Bruder Matthew bekommen - die sie aber erst verstehen, nachdem er gestorben ist. Parray ist vielleicht in Gefahr. Plötzlich ist die Leitung tot. Parray sieht draußen vermummte Gestalten. Er entschließt sich das Pergament in ein Buch über Geheime Schriften zu verstecken und dieses in das Regal zu stellen. Merkwürdigerweise hat sich nicht nur Prof. Patterson für das Buch angemeldet, sondern auch Prof. Lucy Forrester. Der Bischof flieht aus dem Raum und erreicht das Sekretariat, wo er sicherstellt, dass Patterson morgen in der ersten Stunde Zeit hat, und Forrester nicht. Als er den Raum wieder verlässt, trifft ihn ein Betäubungspfeil und er stürzt aus einem Fenster in den Tod.

Kapitel 1:

Eine Woche später ist Nina am Hamburger Hafen und telefoniert mit ihrem Vater, der sie bittet zur UN-Versammlung zu kommen. Doch Nina ist grade dabei ein Schiff für eine Kreuzfahrt zu besteigen. Sie sagt auch, dass ihre Beziehung mit Max vorbei ist. Auch wenn sie ihn sehr mag, hat es nicht funktioniert.
Ein scheinbar geistig Verwirrter Mann rempelt Nina an, fragt sie ob sie mit dem Schiff fährt und wird Sekunden später von einem Gabelstapler überfahren. Nina ist bestürzt, geht aber später an Board. In der Kabine die nächste Überraschung: Statt ihrem Koffer, liegt der eines gewissen William Patterson in ihrer Kabine.
Der Spieler erfährt, dass die UN-Vollversammlung einberufen wurde, weil über die auffällig häufigen Naturkatastrophen der nahen Vergangenheit beraten werden soll.

Nina legt sich etwas hin. Am Abend wird sie von einem Klopfen geweckt. Ein kleiner Junge veranstaltet mit ihr eine Schnitzeljagd, wodurch Nina ihren Koffer wieder findet. Der Junge sagt, er habe ihn auf der Krankenstation gefunden. Als wir zurück in unsere Kabine wollen, hören wir eine männliche Stimme darin, die scheinbar jemanden droht. Als wir lauschen, wird die Tür aufgestoßen, wodurch Nina ohnmächtig wird. Wir wachen auf der Krankenstation auf und erfahren, dass die Mitreisende Katharina Jordan den Unfallbericht mit dem Kapitän aufnimmt. Allerdings erzählt sie, dass Nina gegen eine Tür gelaufen ist. Des Weiteren wurde unsere Handtasche entwendet.
Am nächsten Morgen treffen wir auf Feng Li, der auf seine Wäsche wartet. Vom Portier erfahren wir, dass wohl auch der Koffer von Patterson geklaut worden ist. Im Restaurant sehen wir einen Fernsehbeitrag. Darin ist ein Mann zu sehen, der die Apokalypse kommen sieht. Wer nicht reinen Herzen ist, also nicht „Puritas Cordis“ angehört, wird von der Erde gefegt werden. So sah es der Prophet Zandona. Vom Barkeeper des Schiffes erfahren wir, dass der Prediger aus dem Fernsehen Pat Shelton heißt.

Wir machen uns daran in die Kabine von Fr. Jordan einzubrechen, wo wir auch prompt unsere Tasche finden. Plötzlich stürmt ein Mann rein, der scheinbar etwas sucht. Da wir uns unter dem Bett versteckten, können wir ihn nicht erkennen. Als wir Fr. Jordan zur Rede stellen, erzählt sie uns, dass sie ein maskierter Mann zu dieser Lüge gezwungen hat. Sie traf auf ihn in unserer Kabine. Er bedrohte sie, schlug die Tür vor unseren Kopf und verschwand. Während sie uns davon erzählt, fällt sie in eine Art Schock; sie bekommt keine Luft mehr.
Am Abend treffen wir uns mit dem merkwürdigen Mann, der uns im Laufe des Tages angesprochen hatte. Er wollte unbedingt mit Nina sprechen. Doch im Restaurant ist niemand. Stattdessen kämpfen zwei Männer an der Reling, wovon einer mit Pferdeschwanz über Bord geht. Der Kapitän meint, es könne nur der Bordarzt sein, doch als wir nach ihm schauen, ist er dabei Fr. Jordan zu behandeln. Zurück im Restaurant ist die Verabredung noch immer nicht da.

Am nächsten morgen wollen wir ihn zur Rede stellen, doch da er trotz Geräuschen seine Tür nicht öffnet, gucken wir heimlich durch das Fenster und sehen einen Arzt mit Perücke.
Der Kapitän glaubt uns natürlich nicht mehr. Mit Hilfe des Paparazzo Li können wir ein Foto des Doppelgängers machen und so den Kapitän überzeugen. Doch in seiner Kabine ist der Verdächtige plötzlich nicht mehr und auf der Krankenstation entdecken wir, dass Fr. Jordan erwürgt wurde. Der Kapitän geht los, um einen Hilferuf abzusetzen. Wir hören einen Schuss und entdecken den toten Kapitän auf dem Oberdeck. Der Barkeeper, der zuvor von der Sekte Puritas Cordis schwärmte und nun den Untergang der Ungläubigen erbittet, schießt auch auf uns, doch der unbekannte Mann, der mit uns sprechen wollte, rettet Nina das Leben. Der Barkeeper wird von einem Helikopter abgeholt und wir entdecken eine riesige Flutwelle, die das Schiff erfasst und kippen lässt…

Kapitel 2

Max erreicht eine Insel im indonesischen Dschungel. Er will einen Bericht über die Archäologin Sam Peters schreiben. Sie berichtet davon, dass sie einen uralten Tempel entdeckt hat, doch das Unternehmen steht unter keinem guten Stern. Ihre zwei Kollegen sind verschwunden und die Einheimischen wurden von Anhängern der Sekte Puritas Cordis verschreckt. Ein Mann mit Robe sagte u.a. den baldigen Ausbruch des nahen Vulkans vorher. Sam hat einen Hintereingang in den Tempel gefunden, doch kriegt sie die Tür nicht auf. Morgen wollen sich beide auf den Weg machen. Max und Sam flirten auch recht heftig…
In der Nacht wacht Max von Sams Schreien auf. Als er nachsieht, explodiert eine Bombe, die ihn aus den Socken haut. Sam erwacht in einem Gefängnis. Ein Mann in Kampfanzug und ein Einheimischer bewachen sie. Der Mann im Kampfanzug gehört Puritas Cordis an und sagt, dass die Vorbereitungen fast abgeschlossen sind, es darf keine Störungen mehr geben. Er geht weg. Sam schafft es eine Leuchtrakete anzufeuern, die der soeben erwachte Max entdeckt. Mithilfe eines Affen schafft Max es zum Tempel, dort kann er schließlich den Eingang betreten, in der Hoffnung Sam irgendwie zu befreien.

Kapitel 3

Nina erwacht auf der Brücke des Schiffes, das nun bäuchlings schwimmt. Ihr Lebensretter ist unter einem Stahlträger eingeklemmt, den wir beiseite schieben können. Doch er will nicht gehen, bevor Nina einen Brief gefunden hat, den ihr der verwirrte Mann am Hafen zugesteckt haben soll. Nachdem das erledigt ist, schaffen es die beiden aus dem Wrack zu tauchen und an der Küste von Nordfrankreich zu stranden. Ninas Lebensretter, bekommt einen Schwächeanfall; er leidet an Unterzuckerung. Nachdem Nina den Unbekannten mit etwas Süßem wieder aufgepäppelt hat, beginnt dieser aus dem Nähkästchen zu plaudern. Er heißt David Korell und ist Vikar aus Berlin. Ein Vertreter der Kirche, der sich mit religiösen Vereinigungen, wie eben Puritas Cordis, auseinandersetzt. Er erzählt Nina, dass der Mann am Hafen sein Kollege Patterson gewesen ist, der Nina wiederum den Brief zugesteckt hat. Korell nahm die Identität von Patterson an, um den Besitzer des Briefes zu schützen. Es handelt sich um einen Brief einer Nonne aus dem 17. Jahrhundert. Darin erzählt sie von einem Propheten namens Zandona, der Katastrophen vorhersagte. Im Gegensatz zu Nostradamus und Co. legte dieser aber eine feste Reihenfolge bestimmter Katastrophen fest, die bisher auch immer so eintrat. Leider sagt dieser Prophet auch, dass am Ende die Apokalypse ansteht…
Die Nonne, Schwester Élise, schreibt auch, dass es in dem Ort Gatineau einen Schlüssel gibt um die Vorhersagen abzuwenden. Doch da sie selbst zu schwach war, diesen Schlüssel zu finden, bleibt ihr nur zu hoffen, dass es jemanden geben wird, der sich dieser Aufgabe annimmt.
David und Nina fassen die Katastrophen der nahen Vergangenheit noch mal zusammen und erkennen, dass die mögliche Apokalypse kurz bevor stehen muss. Sie entschließen sich nach Gatineau aufzubrechen.

Kapitel 4

Zurück im Tempel mit Max. Wir können Sam befreien, die sich unverzüglich aufmacht Hilfe zu holen. Währenddessen dringt Max etwas weiter in den Tempel ein und findet dort eine riesige Bombe. Diese wird plötzlich aktiviert und Max rennt wie der Teufel. Auf seiner Flucht vor dem ausbrechenden Vulkan gelangt Max ausgerechnet in die Arme der Puritas Cordis.

Kapitel 5

Nina und David haben Gatineau erreicht. Doch da sie nicht genau wissen, wonach sie suchen sollen, teilen sie sich erstmal auf. Sie entdecken schließlich den „Heiligen“, den Schwester Élise in ihrem Brief erwähnte. Es ist eine Statue von Austrebert von Rouen. Seine Finger deuten in eine Richtung, wo Nina schließlich einen geheimen Raum findet. In einem Geheimfach entdeckt sie einen Brief von Bruder Bernard und löchrige Lederfetzen. Der Brief ist an einen Kardinal in Paris adressiert. Bernard möchte den Kardinal vor der Sekte Puritas Cordis warnen, dessen Prophet Zandona die Stadt Gatineau vernichtet hat. Deshalb hat er Lochkarten mitgeschickt, mit denen Dokumente, die Bernard bereits zuvor dem Kardinal zukommen lies, dechiffriert werden können. Bei diesen Dokumenten handelt es sich um die Pläne der Sekte. Die Lochkarten werde Bernard seiner Schwester Élise übergeben, da er nur ihr trauen kann.

David und Nina stellen fest, dass Zandona seinen eigenen „Prophezeiungen“ gehörig Nachdruck verleite und dass Élise niemals in Paris beim Kardinal angekommen ist. Sie wollen sich aufmachen das Archiv des Kardinals zu finden und so die Pläne der Sekte aufzudecken.

Blende auf Max, der nun im Gefängnis in einem französischen Schloss steckt und von Pat Shelton ausgefragt wird. Er wird gezwungen von Nina zu erzählen, doch dann muss Shelton zum Glück weg.

David und Nina haben das Anwesen des Kardinals erreicht, doch es gibt ein Problem: das Anwesen ist eine Ruine. Eher per Zufall entdecken wir eine Katakombe. Mit Hilfe des Obdachlosen Clochard schaffen wir es mehrere Mechanismen auszulösen und letztendlich das Archiv zu finden. David hat mittlerweile eigene Nachforschungen angestellt, womit wir die geheimen Dokumente der Sekte schnell finden. Darin steht u.a. geschrieben, dass Zandona einst eine göttliche Vision im gelobten Land empfang. Er wollte dann mit Hilfe von Angst eine Schreckensdiktatur aufbauen. Deswegen die Prophezeiungen von der Apokalypse. Sein Plan ging auf, die Anhängerschaft wuchs rasant. Der letzte Schritt sieht vor, die Könige der Welt im neuen Babel zu beseitigen. Gemeint ist die UN-Vollversammlung in New York. Grade als sich David und Nina bewusst werden, was Puritas Cordis plant, erscheinen eben diese im Archiv. David opfert sich, damit Nina flüchten kann. Doch sie läuft direkt in die Arme des psychopatischen Barkeepers…

Max steckt sich eine Ofenklappe in das Hemd. Er wird daraufhin zu Nina geführt und Pat Shelton erklärt den beiden was die Sekte vorhat. Da man hochrangige Leute in verschiedenste Positionen einschleusen konnte und die UN-Vollversammlung auslöschen will, ist nur noch eine Frage der Zeit bis sich die verängstigten Menschen der Organisation zuwenden, die die Katastrophen voraussah. Puritas Cordis will eine neue Weltordnung schaffen. Um die UN-Vollversammlung auszulöschen will man von einem Bergmassiv auf einer europäischen Insel ein riesiges Stück absprengen. Dieses fällt dann in das Meer und ein Tsunami entsteht, der nach Berechnung die gesamte amerikanische Ostküste vernichtet. Darunter auch New York…
Als Gegenleistung verlangt Shelton alles zu erfahren, was die beiden wissen. Doch er glaubt ihnen nicht, dass sie eigentlich nur „reingestolpert“ sind und sich zufällig wieder getroffen haben. Aus diesem Grund schießt er auf Max und sperrt Nina in das Gefängnis. Max steht wieder auf, denn dank der Ofenklappe im Hemd ist er unverletzt.
Max schafft es schließlich Nina zu befreien und in die Kommandozentrale einzuschleusen. Sie deaktiviert die Verbindung zur Bombe und startet den Selbstzerstörungs-Countdown für die Zentrale. In letzter Sekunde wird sie von Max per Helikopter gerettet.

Da die Naturkatastrophen wieder deutlich zurückgingen, schaffte man es nicht sich auf der UN-Versammlung auf konkrete Maßnahmen zu einigen.

Nina und Max erholen sich derweil an einem schönen tropischen Strand.

Zum Schluss wird noch erwähnt, was die ganzen Nebendarsteller nun machen.


Die Story von "Geheimakte 2" saugt euch sofort in ihren Bann. Mysteriöse Morde, ein Prophet aus dem 17. Jahrhundert und merkwürdige Zufälle erzählen eine epische und spannende Geschichte. Diese motiviert zum Weiterspielen, auch wenn sie etwas vorhersehbar bleibt.
Unterstützt wird das Ganze durch sehr ansehnliche, gerenderte Zwischensequenzen, die allerdings etwas unter Tearing leiden. Der größte Pluspunkt des Spiels ist aber zweifelsohne die hervorragende Synchronisation! Hier dürfte selbst der härteste Kritiker kein Haar in der Suppe finden. Die Sprecher sind gut ausgewählt, keiner ist doppelt vergeben und das Beste; sie sind allesamt ungemein motiviert. Im Zusammenspiel mit den sehr guten Dialogen, ergeben sich, wie schon im Vorgänger, Unmengen an amüsanten Dialogen. Ich hab mich jedenfalls königlich amüsiert. Da werden nicht nur Klassiker und Konkurrenten auf´s Korn genommen, sondern sehr oft die Entwickler von „Geheimakte 2“ selbst.

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Das Gameplay des Spiels orientiert sich sehr stark am Vorgänger. Genau genommen sind mir keine Unterschiede aufgefallen. Es gibt nicht mal ein Tutorial. Klickt ihr mit links auf eine Fläche, läuft der Charakter dahin. Ein Linksklick auf ein Objekt und es erfolgt ein Kommentar dazu, ein Rechtsklick und das Objekt wird untersucht. Bewegt ihr die Maus zum unteren Bildschirmrand könnt ihr das Inventar aufmachen oder in das Menü wechseln. Auch das Kombinieren der einzelnen Gegenstände ist kinderleicht. Speichern könnt ihr überall und punktgenau. Ein Druck auf die Leertaste offenbart alle Geheimnisse des aktuellen Abschnitts. Ist zwar nicht notwendig - da es bei Geheimtakte 2 keine Objekte gibt, die so winzig sind, dass das geschulte Auge sie gar nicht entdecken kann – aber hilfreich. Ich nutze diese Funktion immer gerne, weil ich manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht sehe.
Sehr hilfreich sind auch die weiteren Funktionen. So bewirkt ein Doppelklick auf einen Ausgang, dass der Charakter unverzüglich den Abschnitt wechselt. Dialoge könnt ihr jederzeit beschleunigen. So bleibt wirklich kein Gameplay-Element übrig was auch nur im Ansatz nerven könnte. Sehr schönes Detail auch; während des Spielens werden alle wichtigen Ereignisse in einem Tagebuch festgehalten, welches auf Wunsch auch Rätselhilfen bietet.

Die Rätsel, also das Kernstück eines Adventures, sind größtenteils schon gut gelungen. Es gibt zwar keine Innovationen, aber abwechslungsreich sind sie allemal. Leider gibt es eine Minderheit an Rätseln, die wirklich unglaublich schwer geworden sind. Gerade gegen Ende muss man fähig sein um viele…sehr viele… Ecken zu denken.
Es ist zwar so, dass es für die sehr langen, schweren Rätsel zu wenig Hilfe im Spiel gibt (z.B. in Form einer Gedankenäußerung, was vielleicht zum Ziel führen könnte), aber ich muss im Nachhinein zugeben, dass es für fast alle Rätsel Brotkrumen gab – seien sie auch noch so winzig. Und ich bin sehr froh darüber, dass die Rätsel logisch waren. Nicht unbedingt nachvollziehbar, aber logisch.

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Im Endeffekt darf sich niemand, der auch nur ansatzweise etwas mit Adventures anfangen kann, "Geheimakte 2" entgehen lassen. Ihr bekommt ein toll präsentiertes Spiel, mit gelungener Geschichte, wunderschönen Settings und vielen Kopfnüssen. Vor allem aber die starke Synchronisation und die vielen witzigen Dialoge wissen zu gefallen. Ich empfehle übrigens den Vorgänger zu spielen, u.a. wegen einigen Anspielungen.


Spielzeit: 8-12 Stunden

Pro/Contra Übersicht:

+ viel Humor
+ viele schicke Cutscenes
+ spannende Story
+ perfekte Synchronisation
+ viele schöne Rätsel
+ abwechslungsreiche und wunderschöne Schauplätze
+ mehrere Spielbare Charaktere
+ Hot-Spot-Funktion „Snoop-Key“
+ tolle Verpackung und Anleitung

- Tearing in den Cutscenes
- einige abartig schwere und kaum nachvollziehbare Rätsel
- nicht immer schöne Animationen
- Story teilw. vorhersehbar

Fazit: Spannendes Abenteuer mit toller Präsentation, aber teilweise extrem schweren Rätseln.

(Schulnote 2+ / 12/15 Pkt. / 82%)

Quelle der Bilder: www.adventure-archiv.com / live.deepsilver.com

Test vom Januar 2009
 
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