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Gameswelt.tv

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Trayal schrieb:
Reaver schrieb:
GameAndWatch schrieb:
Siehste da ist der Unterschied. Ich habe Bayonetta verstanden und finds trotzdem nicht gut. :-)




Wieso eigentlich?
Und als Vergleich, wie fandest du Ninja Gaiden 1 und 2?



Nehme mal an aus demselben Grund wie die meisten...
Zu japanisch und abgedreht.

Aber gut, der Punkt und das hervorragende, Over the Top Gameplay haben es für mich zu einem absoluten Sahnestück dieser Generation gemacht.



Denke ich auch.
Wo sonst kann man mit den Haaren eine riesige Schlange formen die einen Gott erstmal locker flockig zu einer ekligen Fleischpaste zerquetscht? :D

@El-Suave

Hehe, richtig. Jeder kann es besser als jeder Bundestrainer der Welt. Klopft sich dann auf die Bierwampe und stöhnt dann beim hochstehen vor Schmerz in den Beinen auf :ugly:
 
Reaver schrieb:
GameAndWatch schrieb:
Siehste da ist der Unterschied. Ich habe Bayonetta verstanden und finds trotzdem nicht gut. :-)




Wieso eigentlich?
Und als Vergleich, wie fandest du Ninja Gaiden 1 und 2?





Mir gefiel einfach so einiges an dem Spiel nicht. Die Musik fand ich einfach recht schnell nervig. Und das man nach jedem Kampf erst eine Bewertung abwarten musste hat mich immer wieder aus dem Geschehen rausgerissen. Gegen abgedreht ahbe ich generell nichts, ich bin bloß keiner der gleich aufjauchzt wenn diese typische Japano Abgedrehtheit zelebriert wird. Aber ich kann durchaus verstehen wenn man daran richtig viel Spaß haben kann.
 
So, seit heute ist übrigens unser Gameswelt Monthly online - die Redaktion wagt einen Rückblick auf den November :)
[vid]http://www.gameswelt.tv/17207/gameswelt-monthly/november-2010.html[/vid]
 
GameAndWatch schrieb:
Tja, ich hass es dir deine Illusionen zu nehmen aber kein Review ist objektiv und war es auch noch nie.

Halte ich für eine Ausrede, damit man erklären kann, wieso man Reviews nach der morgendlichen Aufstehlaune verfasst. Genau wie bei technischen Geräten gibt es bei Spielen sehr wohl etliche Parameter, die man objektiv bewerten kann, indem man sie mit den gleichen Parametern aus anderen Spielen vergleicht. Ein solcher Parameter ist z.B. die Kameraführung. Man kann sehr objektiv sagen, ob die bei Spiel X schlechter/besser/gleich gut ist als bei Spiel Y.
Wenn man genügend dieser Parameter miteinander vergleicht, dann kriegt man schon eine recht objektive Grundlage für die abschließende Wertung. Diese wird natürlich dann subjektiv gefärbt sein, aber es stellt sich ohnehin die Frage, ob es so eine Zahl zwingend braucht. Imo ist es lächerlich, anzunehmen, man könne 100 verschiedene Stufen von Spielspaß erkennen. Gerade an dieser Stelle wird Kompetenz suggeriert, die garantiert nicht gegeben ist.
Natürlich ist so eine Arbeitsweise mit erheblichem Aufwand verbunden und mir ist klar, dass sich das mit dem Anspruch, Reviews möglichst früh zu veröffentlichen, etwas beißt. Aber die Alternative ist eben ein "Is 'eh alles subjektiv und mir war halt so"-Review und das bringt mich zum nächsten Punkt.

Ob du nun nen Test auf ner Reviewseite oder nen Beitrag in nem Forum hilfreicher findest, ist ganz dir selbst überlassen.

In einem Forum wie diesem hier kriege ich am Releasetag noch bevor ich aus der Arbeit rauskomme, ungefähr 20 Meinungsbekundungen der Marke :headbang: , :kaffee: oder :motz: . Die sind entweder sachlich ausformuliert oder im Affekt geschrieben. Aber allen ist eins gemein: Es handelt sich um rein subjektive Meinungen. Und sie sind darüber hinaus ziemlich kurz und schnell gelesen. Noch dazu kann ich aufgrund der bisherigen Aussagen der einzelnen User zu dem betreffenden Spiel auch ziemlich genau einschätzen, ob es Fanboy-Lobhudeleien, Hater-Bashings oder z.B. ein Ausdruck enttäuschter weil völlig überzogener Erwartungen sind. Will heißen, ich werde auf der subjektiven Schiene zu 100% bedient.
Will ich da jetzt noch ein weiteres absolut subjektives Review auf irgendeiner Seite lesen? Nein. Wozu soll ich mich durch 2-4 Seiten ackern, wenn ich vermuten muss, dass der Text auch davon beeinflusst wurde, ob die Freundin des Testers ihn zur Zeit ranlässt oder nicht? Ich will in so einem Review Fakten. Ich will sehen, dass sich der Redakteur wirklich intensiv mit dem Spiel befasst und nicht einfach mal einen Feierabendzock hingelegt hat, um schnell noch den Text rechtzeitig zum Release hinlegen zu können. Und auch wenn mir klar ist, dass die finale Wertung subjektiv ist, kann ich die gut ignorieren, wenn ich sehe, dass sie auf einem Fundament objektiver Fakten basiert

Nur weil du dich wiederholst macht dass dein Aussage nun mal nicht richtiger. Das Spiel hat viele Anleihen bei anderen Shootern. Zum Beispiel Lost Planet. Das ist auch nicht wirklich schwer zu übersehen. Selbst die Endbosse haben wie bei dem Spiel orange große Knubbel die auf deren Schwachpunkte hinweisen. Natürlich gibt es auch eigene Sache wie die herumsliden. Das muss aber nicht gleich unbedingt gut sein.

Rote Knubbel bei Bossen gab es schon bei R-Type. Irgendwie muss man ja die Schwachstellen kennzeichnen, oder wäre es dir lieber, man muss sie selber rausfinden? Kann schon mal schwer sein, bei einem 20m großen Roboter mittels Trial and Error herauszufinden, wo man den treffen muss.
Ansonsten bietet Vanquish ein vollkommen eigenständiges Gameplay. Ich kenne keinen Shooter, der dem Spieler ähnliche Möglichkeiten bietet und ihm dabei gleichzeitig 100%ige Kontrolle über das Geschehen ermöglicht. Ob einem diese Form von Gameplay gefällt, ist eine Sache. Ein ganz andere ist es, diesen programmiertechnischen Geniestreich, der auch ohne die chaotische Inszenierung der Kämpfe des Titels schon schwer genug umzusetzen ist, unter "bisschen Rumsliden, bisschen Zeitlupe, null Eigenständigkeit" abzutun. Ersteres ist Geschmackssache, letzteres ist ein glatter Fail - auch für ein rein subjektives Review, denn es bedeutet, man hat den Kern des Spieles nicht erkannt. Und das geht vielleicht für eine Forenmeinung in Ordnung. Aber eine Seite (egal welche) mit mehreren hundert/tausend Lesern sollte sowas nicht bieten.
 
Bekomme ja jetzt erst mit, dass wir hier ne kleine Berühmtheit im Forum haben :bier: Wirkt so langsam echt elitär hier. Also Simon und Budi, beeilt euch, sonst kommt ihr hier nicht mehr rein. :grins:
 
Das Problem dabei ist meist nicht mal die angebliche Subjektivität oder das Vermeiden von Zumutungen gegenüber dem Publisher, sondern schlichtweg die mangelnde Fähigkeit, Urteile zu fällen. Testen sollte eigentlich urteilen bedeuten, doch in etlichen Fällen wird immer nur relativiert, schön- oder schlechtgeredet und bestimmte Dinge entweder ausgeblendet oder überbewertet. Richtig, bzw. nachvollziehbar beurteilen und das dann auch noch schriftlich adäquat zum Ausdruck zu bringen, das fällt vielen schwer und einigen ist sicherlich nicht mal klar, das das ihr eigentlicher Job sein sollte.
 
Urgs schrieb:
Das Problem dabei ist meist nicht mal die angebliche Subjektivität oder das Vermeiden von Zumutungen gegenüber dem Publisher, sondern schlichtweg die mangelnde Fähigkeit, Urteile zu fällen. Testen sollte eigentlich urteilen bedeuten, doch in etlichen Fällen wird immer nur relativiert, schön- oder schlechtgeredet und bestimmte Dinge entweder ausgeblendet oder überbewertet. Richtig, bzw. nachvollziehbar beurteilen und das dann auch noch schriftlich adäquat zum Ausdruck zu bringen, das fällt vielen schwer und einigen ist sicherlich nicht mal klar, das das ihr eigentlicher Job sein sollte.

die Prozentwertung. Aber das lässt sich leider nicht vermitteln bzw. verkaufen, verständlicherweise. Bart Wux schreibt glaub ich auch keine Wertungen unter seine Tests... :?

Gefällt mir immer noch am besten. :dhoch:
 
Django schrieb:
die Prozentwertung. Aber das lässt sich leider nicht vermitteln bzw. verkaufen, verständlicherweise. Bart Wux schreibt glaub ich auch keine Wertungen unter seine Tests... :?

Gefällt mir immer noch am besten. :dhoch:
Aber wie du schon schreibst, ist das leider der seltene Fall. Wird immer noch gerne auf die Punkte oder Prozente schaue.

Zum Thema Subjektiv/Objektiv bewerten, natürlich fällt einem das schwer aber als ich z.B. ICE AGE 3 oder "Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen" testen "durfte" hat mir das persönlich nicht soviel Spass bereitet, aber das Spielt hat ja auch eindeutig nicht mich als Zielgruppe, sondern eher Kinder. Also halte ich meine Reviews dahingehend schon für objektiv obwohl es einem natürlich nicht immer leicht fällt :) Aber ich denk Felix hat das nur etwas überspitzt ausgedrückt.

Zum Thema Vanquish, hab selbst nur die Demo gezockt und war nicht so mein Fall...wenns das Teil mal günstig gibt und ich Zeit habe (vermutlich 2034) schau ich mir das mal näher an.
 
Glod schrieb:
Halte ich für eine Ausrede, damit man erklären kann, wieso man Reviews nach der morgendlichen Aufstehlaune verfasst.

Kannst du ruhig für eine Ausrede halten. Spielspaß bleibt dennoch eine subjektive Sache. Simple as that.

Glod schrieb:
Genau wie bei technischen Geräten gibt es bei Spielen sehr wohl etliche Parameter, die man objektiv bewerten kann, indem man sie mit den gleichen Parametern aus anderen Spielen vergleicht. Ein solcher Parameter ist z.B. die Kameraführung. Man kann sehr objektiv sagen, ob die bei Spiel X schlechter/besser/gleich gut ist als bei Spiel Y.
Wenn man genügend dieser Parameter miteinander vergleicht, dann kriegt man schon eine recht objektive Grundlage für die abschließende Wertung.

Auch das funktioniert nicht immer objektiv. Der eine mag die Kamera bemängeln bei einem Shadow of the Colossus weil sie zu unübersichtlich ist, der andere mag sie besonders weil sie besonders filmreife Winkel sucht. Genauso wie die einen sagen das Pferd lässt sich scheiße kontrollieren und andere sagen endlich mal ein Pferd das natürlich reagiert. Sorry, aber so einfach wie das aufrechnen verschiedener Parameter ist das nun mal nicht. Ein Spiel ist nun mal mehr als die Summe seiner Bestandteile.




Glod schrieb:
In einem Forum wie diesem hier kriege ich am Releasetag noch bevor ich aus der Arbeit rauskomme, ungefähr 20 Meinungsbekundungen der Marke :headbang: , :kaffee: oder :motz: . Die sind entweder sachlich ausformuliert oder im Affekt geschrieben. Aber allen ist eins gemein: Es handelt sich um rein subjektive Meinungen. Und sie sind darüber hinaus ziemlich kurz und schnell gelesen. Noch dazu kann ich aufgrund der bisherigen Aussagen der einzelnen User zu dem betreffenden Spiel auch ziemlich genau einschätzen, ob es Fanboy-Lobhudeleien, Hater-Bashings oder z.B. ein Ausdruck enttäuschter weil völlig überzogener Erwartungen sind. Will heißen, ich werde auf der subjektiven Schiene zu 100% bedient.
Will ich da jetzt noch ein weiteres absolut subjektives Review auf irgendeiner Seite lesen? Nein. Wozu soll ich mich durch 2-4 Seiten ackern, wenn ich vermuten muss, dass der Text auch davon beeinflusst wurde, ob die Freundin des Testers ihn zur Zeit ranlässt oder nicht? Ich will in so einem Review Fakten.

Fakten und Infos zum Spiel haben aber nichts mit der Bewertung am Ende zu tun.

Glod schrieb:
Rote Knubbel bei Bossen gab es schon bei R-Type. Irgendwie muss man ja die Schwachstellen kennzeichnen, oder wäre es dir lieber, man muss sie selber rausfinden? Kann schon mal schwer sein, bei einem 20m großen Roboter mittels Trial and Error herauszufinden, wo man den treffen muss.

Man kann es stilistisch anders machen. Komischerweise hat selbst Sega bei einem Besuch den Vergleich zu Lost Planet herangezogen. Aber was wissen die schon über ihr Spiel.

Glod schrieb:
Ansonsten bietet Vanquish ein vollkommen eigenständiges Gameplay. Ich kenne keinen Shooter, der dem Spieler ähnliche Möglichkeiten bietet und ihm dabei gleichzeitig 100%ige Kontrolle über das Geschehen ermöglicht. Ob einem diese Form von Gameplay gefällt, ist eine Sache.

Genau das willst du ja nicht einsehen, dass jemand das eventuell nicht so gut findet.

Glod schrieb:
Ein ganz andere ist es, diesen programmiertechnischen Geniestreich, der auch ohne die chaotische Inszenierung der Kämpfe des Titels schon schwer genug umzusetzen ist, unter "bisschen Rumsliden, bisschen Zeitlupe, null Eigenständigkeit" abzutun.

Es wird bei einem Test aber nicht gemessen wie schwer etwas programmiertechnisch umzusetzen ist sondern wieviel Spaß es macht. Bei einem Film interessiert mich auch nicht wieviele Leute im Hintergrund beschäftigt waren wenn das Ergebnis einfach langweilig war. Das wissen darüber wie schwer etwas realisierbar war oder nicht hat keinen Einfluss auf das Endprodukt.

Glod schrieb:
Ersteres ist Geschmackssache, letzteres ist ein glatter Fail - auch für ein rein subjektives Review, denn es bedeutet, man hat den Kern des Spieles nicht erkannt.
Und das geht vielleicht für eine Forenmeinung in Ordnung. Aber eine Seite (egal welche) mit mehreren hundert/tausend Lesern sollte sowas nicht bieten.


Der kausale Zusammenhang ist da leider so nicht gegeben wie du ihn beschreibst. Zu wissen wie schwer etwas realisierbar war und das Endprodukt nicht überragend z ufinden sind zwei unterschiedliche Dinge und hat nichts mit "nicht verstanden haben" zu tun.

Wir kommen da auf keinen Nenner. Du siehst es als Fail und in meinen Augen kannst du einfach nicht akzeptieren das jemand mit diesem Spiel nicht so viel Spaß hat wie du.
 
GameAndWatch schrieb:
Kannst du ruhig für eine Ausrede halten. Spielspaß bleibt dennoch eine subjektive Sache. Simple as that.

Jup. Und rein subjektive Geschichten werden u.a. auch von der Tageslaune beeinflusst. Ein Spiel, was dir an Tag X Spaß macht, macht dir an Tag Y keinen Spaß, weil dir da gerade irgendwas die Laune verhagelt hat. Hat das was in einem professionellen Review zu suchen? Imo nicht. Und gerade deswegen sollte man als beruflicher Tester schon dafür sorgen, dass das eigene Review auf argumentativ festen (=objektiven) Füßen steht.

Auch das funktioniert nicht immer objektiv. Der eine mag die Kamera bemängeln bei einem Shadow of the Colossus weil sie zu unübersichtlich ist, der andere mag sie besonders weil sie besonders filmreife Winkel sucht. Genauso wie die einen sagen das Pferd lässt sich scheiße kontrollieren und andere sagen endlich mal ein Pferd das natürlich reagiert. Sorry, aber so einfach wie das aufrechnen verschiedener Parameter ist das nun mal nicht.

Diese Dinge schließen sich ja nicht gegenseitig aus. Eine Kamera, die um cineastische Bilder bemüht ist, dabei aber Unübersichtlichkeit im Gameplay fabriziert, ist objektiv zunächst mal ein negativer Punkt, denn es wird das Kernelement des Spieles negativ beeinflusst (man sieht nicht, wo es langgeht, man wird von Gegnern aus dem Off attackiert etc.). Subjektiv kann man das Gezeigte natürlich toll finden. Aber das ändert nix an dem Fakt, dass das Gameplay unter der Kamera leidet. Fragt sich dann nur, wie sehr es leidet. Sind das nur gelegentliche Aussetzer oder kriegt man es permanent von der Kamera besorgt? Kann der User evtl. gegensteuern? Lässt sich alles sachlich prüfen und festhalten.

Mit dem Pferd ist es das Gleiche. Natürlich kann man subjektiv auf ein "echtes Feeling" stehen oder eben wollen, dass das Pferd wie ein Auto reagiert. Objektiv lässt sich aber ziemlich genau festhalten, ob man wegen dem Verhalten alle naselang am Baum abgestreift wird, oder ob das Pferd eben gut spielbar ist.

Fakten und Infos zum Spiel haben aber nichts mit der Bewertung am Ende zu tun.

Fakten und Infos sind die einzige Möglichkeit, ein Spiel im Vergleich zu anderen Titeln so einzuordnen, dass eine große Zahl an Lesern was damit anfangen kann. Und das sollte doch irgendwo der Sinn einer Games-Seite sein, oder? Wenn ein Leser den Test zu Spiel X liest, dann will er u.U. auch wissen, was die Seite über Spiel Y zu sagen hatte, da ihm das sehr gefiel und es dem Spiel X sehr ähnlich ist. Auf die Art kann er Spiel X besser einordnen. So ein Vergleich nützt aber nur dann was, wenn die Reviews möglichst viele Fakten aufweisen. Wenn sie dagegen nur nach Tageslaune verfasst werden, nützt das einem Leser nicht das Geringste. Dann sieht er nämlich nicht, wie Spiel X im Vergleich zu Spiel Y steht. Er sieht nur, wie der Tester an zwei verschiedenen Tagen drauf war.

Man kann es stilistisch anders machen. Komischerweise hat selbst Sega bei einem Besuch den Vergleich zu Lost Planet herangezogen. Aber was wissen die schon über ihr Spiel.

Natürlich kamen die roten Schwachstellen schon woanders vor. Und wenn es LP war - auch gut. Nur definiert dieses Feature Vanquish eben nicht und schon gar nicht nimmt es ihm die Eigenständigkeit. Diese erlangt es über ganz andere Dinge.

Genau das willst du ja nicht einsehen, dass jemand das eventuell nicht so gut findet.

Das sehe ich sogar voll und ganz ein. Nur hat das eben in einem guten Review vordergründig nix zu suchen. Das kann man dann liebend gern in den persönlichen Meinungskasten ans Ende packen. Was direkt ins Review gehört, ist eine Analyse der Gameplayfeatures, ihr Zusammenspiel und ihre Ausführung. Und da brilliert Vanquish - subjektive Vorlieben hin oder her.
Der erste große Schritt hin zu wirklich brauchbaren Reviews ist die persönliche Distanzierung von "Was finde ICH geil?" und das Aufwerfen der Frage "Was will das Spiel und wie setzt es das um?" Sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe, die trotzdem von einem Tester gut berücksichtigt werden können.

Es wird bei einem Test aber nicht gemessen wie schwer etwas programmiertechnisch umzusetzen ist sondern wieviel Spaß es macht. Bei einem Film interessiert mich auch nicht wieviele Leute im Hintergrund beschäftigt waren wenn das Ergebnis einfach langweilig war. Das wissen darüber wie schwer etwas realisierbar war oder nicht hat keinen Einfluss auf das Endprodukt.

Es geht nicht um den Aufwand, den irgendwer irgendwo reingesteckt hat. Das ist tatsächlich völlig irrelevant, denn es wurde schon mit einem Mörderbudget der größte Käse fabriziert. Es geht schlicht um den Fakt, dass das Gameplay bei Vanquish nahezu fehlerfrei ist, was heutzutage höchstselten vorkommt.

Frage: Was empfindest du als besser?

1) Mit Kaffeesatz, zwei Würfeln und einer halben Stunde Meditation festlegen, ob ein Spiel 81%, 82% oder 83% bekommt.

2) Schlicht und ergreifend in einem Review faktisch festhalten, dass Spiel X ein ausgefeiltes und nahezu makelloses Gameplay bietet und dann in einer persönlichen Randnotiz anmerken, dass du TROTZ dieses Umstandes nicht deine beste Zeit mit dem Titel hattest, weil dir das Konzept nicht unbedingt liegt?

Das ist imo das, was User wollen, die Reviews auf Gameswelt oder anderswo anklicken. Sie wollen wissen, was das Spiel zu bieten hat und nicht, was EIN Mensch davon hält. Ich meine, du (und nicht nur du - andere wie 4players haben die Subjektivität ja gleich mal zum Nonplusultra erkoren und suhlen sich in ihrem subjektiven Gottkomplex) erhebst hier ausgerechnet DIE EINE Sache, die nun wirklich jeder Mensch anders empfindet zum ultimativen Testkriterium.
Ihr habt viele viele Leser, denen ihr quasi mit euren Reviews Kaufentscheidungen liefert (und längst nicht alle davon lesen auf etlichen anderen Seiten auch Reviews, spielen Demos etc.). Und dann nimmst du deinen persönlichen Spielspaß vom Dienstag Nachmittag, packst eine Wertung drunter und sagst "Hier bitte - unser TEST". Das kann's doch nun wirklich nicht sein, oder? Wenn Stiftung Warentest auf die Art verfahren würde, dann hätten die schon längst dichtmachen können.
 
ja, so kommt es mir auch vor. :D

edit: ich würde prozentwertungen generell abschaffen. nur noch persönliche eindrücke in einer zusammenfassung.

aber dann wären die käufer ja gezwungen, mehr als 3 zeichen zu "lesen". :kaffee:
 
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