Stecke grad noch in Storm of Swords und bin sehr angetan von den Büchern. Habe mir am Wochenende natürlich auch die Staffel (leider nicht komplett) reingezogen und bin nicht ganz so enthusiastisch. Keine Frage, das Drehbuch ist gut, vor allem weil man das Gefühl vermittelt bekommt, dass sie versuchen,sich so gut es geht an die Bücher zu halten. Die Schauspieler sind zum Teil richtig gut gecastet und machen einen prima Job. Allen voran Arya, Viserys und Jeor Mormont. Aber irgendwie wirkt alles ein bisschen mickrig : Die Twins, Eyrie, Kings Landing, das Turnier der Hand, die Armee der Dothraki, der Lannisters und der Nordmänner, die Direwolves, die Wälder im Norden oder bei der Mauer versprühen keine düstere Stimmung etc. Im Buch ist alles größer, prächtiger, gigantischer, erhabener und atmosphärischer beschrieben. Mit dem richtigen Setting könnte das Ganze noch fantasymäßiger und atmosphärischer rüberkommen, auch wenn Martin´s Universum im Vergleich zu Tolkiens sicherlich "realistischer" sein soll. Einzig die Mauer kommt gut rüber.
Ich weiß, die haben mit Sicherheit das beste aus dem Budget rausgeholt, aber wenn man einem akribischen Regiesseur wie Peter Jackson ein paar $$$ mehr in die Hand geben würde, könnte man eine wirklich tolle, blühende und stimmige Parallelwelt erschaffen, die einen richtig fesselt.
Das Setting der Serie wirkt auf mich einfach nicht, trotz der guten Schauspieler, der sehr gut wiedergegebenen Handlung etc. Ich hoffe, ihr wisst was ich meine.