Viele mögen nicht, dass Arya den Night King tötet und auch ich war von dieser Entscheidung anfangs irritiert, vorallem, weil Arya über die Staffeln hinweg nicht's mit der Storyline am Hut hatte. Mit der Zeit konnte ich mich aber mit der Idee anfreunden, da der Night King offensichtlich kein interesse an einen 1 gegen 1 Kampf hat. Das hatte er noch nie. Es wäre sehr vorhersehbar gewesen, würde alles zu so einem Duell zwischen dem NK und Jon hinauslaufen und es wäre letztendlich kaum weniger "einfach" gewesen.
Diese Staffel hat in den ersten drei Episoden rückblickend stark angedeutet, wie gut und leise Arya sich fortbewegen kann.
Alleine im Staffelauftakt, als Sie sich mit Jon am Baum wiedervereint.
"How'd you sneak up on me?" - Jon
Dazu noch die Szene in der Bücherei, wo gezeigt wird, dass sich Arya leiser fortbewegen kann, als tropfendes Blut. Der NK ist die Personifizierung des Todes und es passt perfekt, dass Arya die Person ist, die "den Gott des Todes" tötet.
"What do we say to the god of death?" - Syrio Forel (Staffel 1), Melissandre (Staffel 8)
"Not today." - Arya (Staffel 1 & Staffel 8)
Das schließt ihren Storyarc auf unverhersehbare Weise ab und ich mag das.
Das selbe gilt auch für Theon. Er war selbst nach seiner Flucht vor Ramsay und dessen tot noch immer geplagt von Ängsten. Er floh, als Euron seine Schwester entführte, und weigerte sich, seinen ängsten zu stellen. Doch diesmal nicht. Diesmal sah er dem Tod direkt in's Gesicht und stellte sich ihm. Dieser Moment vollendete seine Charakterentwicklung und ich liebe es.
Dann ist da noch der Hound, der endlich realisiert hat, dass ihm Arya, ein anderer Mensch, wichtiger ist, als er Angst vor dem Feuer hat. Er hat jemanden, für den er nicht nur kämpft, sondern für den er sich auch seinen Ängsten stellt. Stark.
Jorah rettet Dany, indem er Sie vor untoten Dothraki und Unsullied beschützt, was alleine schon großartig ist. Er wird dann noch dutzende Male getroffen, doch er kämpft immer noch weiter. Das ist das Jorah-hafteste, was Jorah je getan hat.
Genauso wie Lyanna Mormont, die mit ihrem letzten Atemzug, Sie wird schließlich gerade von einem Giant zerquetscht, es trotzdem noch schafft, besagten Giant zu töten. Sie ist definitiv ein Mormont.
Sansa und Tyrion verstecken sich in der Krypta hinter einem Grab, als die Untoten auferstehen und dort angreifen, und ihre Blicke sagen mehr, als tausend Worte, so kitschig es auch klingt. Sie respektieren sich in diesem Moment mehr, als sie es je getan haben. Sie waren verheiratet und haben beide Joffrey überlebt. Was wollen die Untoten dann schon anrichten? Großartig. Gänsehaut.