Ich muss jetzt mal was Generelles zur dieser ganzen Symbolpolitik sagen.
Man kann sich die ganzen Symbole in den A**** stecken wenn es wirklich
nur noch um den Symbolwert geht und nicht um die eigentliche Sache selbst.
Ich brauche keine Innen- und Sportministerin, die mit einer Geste alleine Sympathiepunkte sammeln will. Es ist auch nicht mutig, im Gegenteil. Ein Infantino hat überhaupt kein Problem sich in dieser Symbolik selbst ein wenig zu sonnen. Er macht mit ihr und dieser bekackten Binde die selben schönen Fotos und setzt das selbe herzliche Lächeln auf, dass er auch aufsetzt wenn er mit Katarischen Politikern posiert, mit Putin posiert, mit egal welchen Politiker*innen posiert.
Auch dem DFB muss und darf man aufgrund einer popeligen Geste nicht sofort seine Haltungslosigkeit verzeihen.
Die unsägliche One-Love-Binde war von den Gesten schon der faulste aller möglichen Kompromisse, weil man von Anfang an nicht mal den Mumm hatte mit einem eindeutigen Symbol für die Rechte von LGBTQIA+ einzustehen. Und hier reden wir schon von der reinen Symbolpolitik, weil man sich die Jahre davor versucht hat vor der inhaltlichen Diskussion Rund um Katar wegzuducken.
Und dann rückt man von diesem faulen Kompromiss in dem Moment ab, in dem auch nur die kleinsten Konsequenzen drohen. Weil es eben nicht darum geht, eine Haltung zu wahren, sondern es geht nur noch darum ein Zeichen zu setzen - und zwar zum reinen Selbstzweck. Am Ende wurde dann ein Zeichen gefunden, das - ein wiederkehrendes Element - keinerlei Konsequenzen hat und damit keinerlei Haltung zum Ausdruck bringt. Aber den Applaus bekommt man trotzdem von einem Publikum, dem es ebenso nur um das Zeichen als solches zu gehen scheint und nicht um die eigentliche Sache.