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Fußball WM 2022 - Alles rund um die WM in Katar

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Hab heute kurze Zündschnur
Ich leider auch mittlerweile…merkt man ja ;) Und wenn ich so eine Relativierung wie bspw. vom @Doktor lese, schwillt mir einfach der Kamm - ich kann da nicht anders. Das ist für für mich auch kein Sport mehr, das ist nur noch „dirty and bloody business“, wie es ja auch einige Sportkommentatoren schon zurecht gesagt haben. Wenn ich das unterstütze oder relativiere, sollte ich mir ernsthaft Gedanken über mein Leben machen. Aber leider ist das ja derzeit Programm…fast egal, um welches Thema es geht. Schade!
 
Zuletzt bearbeitet:
Wir haben entschieden dich zu verwarnen.
Zum ersten Satz hat @Doktor es schön auf den Punkt gebracht und die Ladung Rassismus gibt es noch oben drauf.
Danach wird, wie immer, alles relativiert.
Wir haben keine Lust mehr sowas lesen zu müssen und werden dein Verhalten jetzt konsequent weiter verwarnen. Du hast genug deutliche Hinweise bekommen dein Verhalten zu ändern.

Hier auch direkt der Hinweis: Es wird in diesem Thread keine Diskussion zu dieser Verwarnung geduldet.
Kamelrennen ist Nationalsport Nr. 1 in Katar. Ich lass mir von Euch doch keinen Rassismus vorwerfen. Gehts noch? Klar war die Äußerung über einen institutionell frauenfeindlichen Staat übertrieben, aber eine Beleidigung Eurerseits macht es nicht besser.
 
Zuletzt bearbeitet:
Er hat ja auch Recht: Es ist zu einfach die Verantwortung auf die Spieler abzuwälzen.
Wenn der Spieler das als Abwälzung empfinden will, bitte…
Die Spieler, die dort sportlich IHR großes Ziel erreichen können, haben bereits den Pakt mit dem Teufel gegen viel Geld besiegelt. Es bleibt deren Entscheidung, sich dagegen aufzulehnen und wirklich etwas zu bewirken. Keiner einziger wird als armer und bemitleidenswerter Mensch daraus hervorgehen…im Gegenteil. Die Prioritäten liegen in deren Händen und sie können das zu etwas wirklich großem machen. Jeder Spieler kann selbst entscheiden, ob er das als „Abwälzung“ von Verantwortung fühlt. Die Spieler des Iran haben zumindest mich diesbezüglich in jeder Hinsicht bestätigt.
 
Sind ja Zustände wie bei der FIFA. :D

Bei uns gibt es aber mehr als eine gelbe Karte. :)

Kamelrennen ist Nationalsport Nr. 1 in Katar. Ich lass mir von Euch doch keinen Rassismus vorwerfen. Gehts noch? Klar war die Äußerung über einen institutionell frauenfeindlichen Staat übertrieben, aber eine Beleidigung Eurerseits macht es nicht besser.

Ich hatte darauf hingewiesen das es hier keine deiner üblichen Diskussionen geben wird.
Threadban
 
Ich finde es irgendwie schwierig, über ein Land zu urteilen, weil es unseren modernen, westlichen Standards in gewissen Punkten nicht entspricht.
Wie lange hat es in Deutschland gedauert, um so 'offen' zu werden, und das ohne dass wir mittelalterlichen Weltanschauungen staatsgeschlossen nachgehen?

Wirklich, schaut euch die Arte Doku an, und überlegt mal, dass dieses Land innerhalb von 30 Jahren sich dermaßen verändert hat wie wohl nur ganz ganz wenige.
Und dazu gehören auch Veränderungen in vielen sozialen Aspekten und weltanschaulichen, die so in der Region hunderte, wenn nicht tausende von Jahren nicht denkbar waren.

Wird hier erwartet, dass ein im Kern islamisches Land plötzlich unseren Moralstandards und Weltanschauungen auf Augenhöhe begegnet?

Katar hat die WM erkauft (es ist FIFA, wer empört sich da wirklich über Käuflichkeit), um in der Welt eine Rolle zu spielen. Dadurch wurden aber auch in Katar einige Sachen angegangen, die notwendig aber vorher nicht da waren. Frauenfußball gehört dazu.

Ich war nie in Katar, ich kenne das Land persönlich nicht und finde eine solche WM auch wenig passend - dann wiederum geht es bei einer Fußball WM schon lange nur noch um Geld und nicht den Stolz, sportlich eine Nation zu vertreten.
Ich empfinde es nur als sehr von oben herab, dass wir uns erlauben, so sehr gegen dieses Land anzugehen - statt sich gleichfalls zu verinnerlichen, was sich positiv verändert und weiter verändern wird. Und darüber nachzudenken wie lange der Westen gebraucht hat, um auf dieses Morallevel zu kommen.
 
Dieses Land sucht ja aktiv nach der größtmöglichen Aufmerksamkeit indem sie die WM bei der FIFA eingekauft haben und die bekommen sie jetzt auch, nur nicht ganz so wie sie es gerne gehabt hätten.
Nebenbei haben sie auch noch Bauarbeiter versklavt und unzählige sind dabei umgekommen.
Soll man mit diesem Land jetzt Mitleid haben, weil sie einen dauershitstorm aushalten müssen?
 
ist eben mal ne andere sichtweise auf das land und ja: dafür dass schwule bei uns auch erst seit wenigen jahren annähernd gleichgestellt sind heben wir ziemlich stark den moralischen finger.
ich denke bei katar kommt eben viel schlechtes bzgl der wm zusammen und die stimmung aktuell ist das gerechte ergebnis.
 
ist eben mal ne andere sichtweise auf das land und ja: dafür dass schwule bei uns auch erst seit wenigen jahren annähernd gleichgestellt sind heben wir ziemlich stark den moralischen finger.
ich denke bei katar kommt eben viel schlechtes bzgl der wm zusammen und die stimmung aktuell ist das gerechte ergebnis.
Wir waren aber nicht vor ein paar Jahren auf dem Stand von Katar. Es ist dort schlicht und einfach verboten schwul zu sein. Und die Konsequenzen sind sicher nicht 3 Monate auf Bewährung. Und es gibt dort auch bei gleichgeschlechtlichen Beziehungen ein paar feine Unterschiede. Das Daten ist verboten. Das poppen im Hotelzimmer ist verboten. Und und und.
 
Eine weltoffene Veranstaltung wie die WM hat da nichts verloren…Punkt!!!

Es geht nicht um Fußball, Fifa oder Katar es geht um die Signale die man damit sendet. Man präsentiert sich immer weltoffen, steht für die Menschen ein die oft nicht einfach so ihr Leben leben können, da sie teilweise verfolgt, eingesperrt und sogar umgebracht werden.

Wie werden diese Menschen sich jetzt wohl fühlen?

Fakt ist dieses einsetzten für Menschen die es nicht so einfach haben und einfach so ihr Leben leben können, dass können sie sich jetzt echt sparen das Ding ist durch.

Weil eins zeigt das ganze in Qatar deutlich. Bei Geld und Macht hört die Bereitschaft für die schwächeren einzustehen auf, also sollten sie sich demnächst alles sparen, das kauft denen keiner mehr ab.
 
Er hat ja auch Recht: Es ist zu einfach die Verantwortung auf die Spieler abzuwälzen.
Man muss sich einmal vorstellen das der Altersschnitt bei etwa 26 Jahren liegt.Viele noch zwischen 18 und 23 am Anfang ihrer Karriere.
In diesem Alter Ihnen eine Vorbildfunktion oder einen nicht Protest vorzwerfen finde ich anmaßend.
 
Mit Ansage...weiß nicht ob es nötig ist, jetzt permanent mit dem Thema zu provozieren.

Ich bin da ehrlich gesagt bei dir. Ich finde es auch absolut menschenverachtend was da in Katar (wie in vielen Ländern) geschieht und kann das in keiner Weise unterstützten. Aber auf der anderen Seite reise ich (im Sinne Fußballfan) in ein anderes Land. Und da bin ich halt schon am Punkt, dass ich dennoch dem Gastgeber entsprechend seiner Landessitten mich verhalten sollte. Dieses Selbstverständnis überall auf der Welt ne "hoppla hier bin ich Mentalität und alles hat sich nach meinem Gepflogenheiten zu richten" an den Tag zu legen finde ich auch nicht richtig. Wenn in einem Land halt striktes Alkoholverbot ist, besaufe ich mich auch nicht auf offener Straße. Und wenn ich das eben scheiße finde wofür das Land steht, reise ich eben nicht dahin.

Hier ist doch ganz klar, dass das "Problem" wie nun schon mehrfach geschrieben an anderer Stelle anfängt. Die Verbände, Medien und alle die daran Geld verdienen hätten im Vorfeld gegen die WM in Katar sein müssen und Kante zeigen. Ich kann aber doch nicht die WM in so ein Land geben und unterstützen von dem ich weiß wie es dort bezüglich Menschenrechte aussieht und mich nachher wundern. Geil auch der Fußballfan oben der sich jetzt wegen seinem T-Shirt entsetzt zeigt. Was will die Nase denn? Fliegt nach Katar ins Stadion und unterstützt somit eigentlich die WM und alles was dahinter steckt - setzt dann aber ne entsetzte Twitter Nachricht ab wegen seinem T-Shirt.

Wenn die WM vorüber ist, interessiert es hier auch nur die wenigsten was in Katar so abläuft. Dann geht es wieder weiter. Da mal dauerhaft anzuecken oder auf die Missstände hinweisen ist doch auch wieder nicht.

Für mich hab ich auch nur entscheiden können, dass ich letztlich meinen Protest dadurch zeige, dass ich mir die Spiele nicht anschaue. Hab bisher noch überhaupt nichts von der WM gesehen und werde morgen auch das Deutschlandspiel nicht anschauen. Auch wenn es mir schwerfällt, weil WM mir normal immer Spaß macht und ich unsere Mannschaft auch einfach gerne gesehen hätte. Aber zumindest mit Einschaltquoten (auch wenn wir nicht zu den gemessenen Haushalten gehören) kann man zumindest ein spürbares Zeichen setzen- vielleicht für die Zukunft. Aber wir wissen doch wie es läuft, oder was beim Fußball und letztlich in nahezu allen menschlichen Bereichen wirklich zählt. Nur das Geld. Wir hatten Brasilien mit vertriebenen Favela Bewohnern nur für die WM, wir hatten Russland mit Nordkoreanischen Arbeitern die unter schlimmsten Bedingungen gearbeitet hatten und vor allem 4 Jahre nach der Krimkrise und haben halt jetzt Katar. Da mache ich mir nicht mehr viel Illusionen. Entweder man schiebt das für sich beiseite und genießt für sich den Fußball - was ich ganz ehrlich auch in Ordnung finde, da alles andere schon auch ne gewisse Scheinheiligkeit hat, da wir alle letztlich in unserem Leben Produkte konsumieren die nicht unter besten Arbeitsbedingungen und in Ländern gefertigt werden, die durchaus diskutable Rechtsstaatlichkeitsauffassung haben - oder man macht es für sich eben aus punktuell moralischen Gründen nicht.

Aber wieso begehren wir z.B. bezüglich Iran nicht alle viel mehr auf und versuchen auf die deutsche Politik Druck auszuüben, so dass auch diese gezwungen ist die Protestbewegung offiziell zu unterstützen in welcher Form auch immer? Hier wäre es doch mehr als sinnvoll zu versuchen "ein Zeichen" zu setzen.
 
ich schaue so wenig wie möglich und will die wm so wenig wie möglich unterstützen. das spiel morgen schaue ich auf jeden fall, da ich flick und gerland zu sehr mag und darauf gespannt bin wie er spielen lässt.
 
Wir waren aber nicht vor ein paar Jahren auf dem Stand von Katar. Es ist dort schlicht und einfach verboten schwul zu sein. Und die Konsequenzen sind sicher nicht 3 Monate auf Bewährung. Und es gibt dort auch bei gleichgeschlechtlichen Beziehungen ein paar feine Unterschiede. Das Daten ist verboten. Das poppen im Hotelzimmer ist verboten. Und und und.
Verboten ist nicht immer gleich verboten. Ich fand die Arte Doku auch diesbezüglich sehr interessant. Nicht jedes Gesetz (pro und contra) wird immer angewandt.
Es hieß, besonders bei Ausländern würde dann gern weggeschaut. Nun, das Land besteht fast zu 90% aus Ausländern.
Ich sehe es also etwas wie mit der Prostitution in Japan: offiziell verboten, aber eigentlich puh ja hm, wo kein Kläger...

Ich kann mir bezüglich der 'Arbeitssklaven' aber keinen vollständigen Reim machen.
Auf der einen Seite werden viele ausgebeutet und können nicht von selbst das Land verlassen (inzwischen offiziell schon, die Gesetze wurden geändert, nur sieht es in der Praxis lt. Doku noch anders aus) auf der anderen Seite drohen die Arbeitgeber mit Abschiebung, wenn sich der Arbeiter kritisch öffentlich äußert.

Tja, nun, die meisten bleiben trotzdem, statt sich in ihr Heimatland wieder abschieben zu lassen und in einem anderen Land Arbeit zu suchen.
So ergab sich das Bild bei mir aus der Doku, und es ist mir etwas ein Rätsel.
 
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