Spielor schrieb:
Es ist halt ein OWG. Da muss man sich auch einfach mal selbst seine Beschäftigung suchen bzw den Spaß aus der Erkundung der Spielwelt ziehen. Die Vorwürfe mangelnder Abwechslung gibt es ja bei ALLEN Spielen des Genres - selbst solchen Kandidaten wie GTA.
Wen das so stört ist einfach mit dem Genre falsch beraten. Es gibt ja noch genug Spiele bei denen man nur 5 Stunden einen Pfad abläuft und dafür immer was anderes zu sehen und geboten bekommt. Das allerdings ist mir wiederum viel zu öde da es mich eben des Elements der Freiheit beraubt.
Bei FC 3 liegt doch auch der Reiz darin zB die Außenposten auf ganz unterschiedliche Art und Weise auszuheben und eben auch in der Spielwelt selbst.
Nach allem was ich bisher gelesen habe freue ich mich auf jeden Fall sehr auf das Spiel da ich auch durch die negativen Kritiken merke, dass es genau das richtige für mich ist. Ich hatte zB auch bei Just Cause 2 über 100h Spaß und das hatte praktisch gar keine Storymissionen und NUR repetitive Nebenmissionen aber die muss man ja nicht machen.
Würd ich so nicht unterschreiben. Es gibt da schon große Unterschiede zwischen einem Skyrim mit einer in sich schlüssigen, lebendigen Welt und einem Far Cry 3. Open World ist nicht gleich Open World. FC und Just Cause leben von dem Prinzip einen Action Shooter in das Setting eines riesigen Sandkastens zu verfrachten, wo man sich austoben kann wie es einem passt. Dabei ist es sehr viel weniger wichtig irgendwas lebendig erscheinen zu lassen. Merkt man bei Ubi immer wieder, diese fehlende Leidenschaft. Hauptsache es gibt 1000 Tierarten in einem Game. Das diese sich völlig unsinnig bewegen und für die absurdesten Situationen sorgen ist egal. NPCs die mehr bieten als einen von drei Sätzen in der immer gleichen Stimme herunter zu beten, findet man nirgends auf der Insel. Grundsätzlich scheint das Leben eines Söldners aus rumstehen, pinkeln, sich über Geschlechtskrankheiten beschweren und stundenlang in Tierinnereien pulen zu bestehen. Um eine Erklärung für den Umstand und warum die da rumstehen wird sich nicht bemüht. Dafür steht dann Grafik, Bummbumm und ein flüssiges Shooter Gameplay im Vordergrund.
Ich mag FC3 zwar schon, aber es wirkt halt wie alle Ubi Games lieblos und nicht mit dem Herzen, sondern mit dem Geldbeutel programmiert.
Ich kann mit sowas Spaß haben. Far Cry 2 war für mich trotz Mängel auch super. Aber die Kritiken sind absolut berechtigt. Seele hat das Game nicht und für ein Spielerlebnis das über Fast Food Gaming hinaus geht, muss man sich seine eigenen Ansätze zurecht legen und einen Zugang finden. Keine Ahnung wie lange ich das kann, die Story ist garantiert kein Antrieb und sämtliche Waffen die mir gefallen hab ich nach den ersten 5 Stunden freigeschaltet. Ich kann damit leben, dass einem Items vorgesetzt werden die man weder sehen noch benutzen kann (wieso nicht einfach Geld in die Truhen stecken?). Ich kann damit leben, dass in einem kleinen Gebiet einfach mal 3 Tiger, zig Warane und ein Lager mit immer wieder spawnenden Gegnern liegt. Ich kann sogar mit den total aufgesetzten RPG Elementen leben. Aber das die KI dermaßen schlecht ist und ich mir nach wenigen Stunden vorkomme, als würde sich jedes Lager, jede Kopfgeldmission und jede Jagd exakt gleich anfühlen, damit kann ich mich nicht abfinden. Ich benutze schon von Anfang an keine Sprizen außer die für die Heilung, schraube den Schalldämpfer nur auf die Pistole und nicht auf die Sniper und bemühe mich, immer unentdeckt zu bleiben, aber selbst das bleibt immer dasselbe.
Weniger wäre so viel mehr gewesen. Einfach ein paar weniger Tiere spawnen um die Atmo nicht ständig wieder zu zerstören, nicht alle 10 Sekunden den selben Jeep mit den selben zwei Wachen drinn vorbeifahren lassen (egal wie viele man abschießt) und mal ein paar abwechslungsreiche Verhaltensmuster bei der KI. Sooo viel verschenktes Potential!
Die Steuerung und die Grafik sind absolut Spitze. Was die Spielwelt angeht, ziehen RDR, Fallout 3 und Skyrim in dieser Generation locker an FC3 vorbei. Klar, Far Cry ist ein Shooter und kein Rollenspiel oder Adventure. Wer sich aber in die Open World wagt muss sich dem Vergleich stellen.