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Fahrradhelme, notwendig?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich seh halt keine Notwendigkeit dafür und wenn man die nicht sieht, dann bleibt er früher oder später liegen.
 
Die unmittelbare Notwendigkeit tritt oftmals auch erst dann ein, wenns bereits zu spät ist.

Meine langjährige Erfahrung sagt mir halt, dass dieser Fall ziemlich selten ist. Und dieser persönliche Eindruck geht auch mit den Zahlen Hand in Hand:

Die Hannelore-Kohl-Stiftung für Verletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystems legt in ihrem Geschäftsbericht 2004 die folgenden Zahlen vor (Seite 15):
Schwere Schädel-Hirn-Verletzungen wurden bei 26 % der Fälle als PKW-Insasse, zu 14 % in der Freizeit, zu 39 Prozent als Krankheitsfolge und nur zu 1 % als Fahrradfahrer oder Fußgänger erlitten.

"Mobilität in Deutschland" ist eine bundesweite Befragung von rund 50.000 Haushalten zu ihrem alltäglichen Verkehrsverhalten im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung (BMVBS). Im Ergebnistelegramm zur ersten Befragung von 2002 findet man auf Seite 3, dass 9 Prozent aller Wege mit dem Fahrrad zurück gelegt werden. 61 Prozent der Wege werden mit dem Auto zurückgelegt. Mit dem Auto werden also 6,8 mal so viele Wege zurück gelegt. Der Anteil an Schädel-Hirn-Verletzung ist bei Autofahrern 26 mal so groß. Das Risiko, als Autofahrer eine schwere Schädel-Hirn-Verletzung zu erleiden, ist also auf die Wege bezogen 2,8 mal höher als als Radfahrer.

"Dabei führen lediglich 0,0002 Prozent der Fahrradunfälle zu schweren Kopfverletzungen, insofern ist die Diskussion um eine Helmpflicht schon fast als Regelungswut zu bezeichnen." – so der Bad Uracher Rechtsanwalt Meyer auf der Heyde auf dem Verkehrsgerichtstag im Februar 2012 (nachzulesen in den Reutlinger Nachrichten).

Nach einer Studie der Neurochirurgischen Universitätsklinik Münster entstanden 11 Prozent der Schädelhirnverletzungen beim Auto- oder Motorradfahren, 36 Prozent während Freizeitaktivitäten, 28 Prozent im Haushalt, 15 Prozent bei der Arbeit und lediglich 10 Prozent bei Fahrradunfällen (OrthoJournal Ausgabe 12 (Juli bis Oktober 2012)). Gemäß diesem Aufsatz von Dr. Adolf Müller, Chefarzt der Klinik für Neurochirugie am Krankenhaus Barmherzige Brüder in Regensburg, machen u.a. Reitsportler eine größere Gruppe von schädelhirnverletzten Unfallopfern aus.

Diese Berichte zeigen deutlich, dass Fahrrad fahren keine besonders gefährliche Tätigkeit ist. Warum wird dann ausgerechnet beim Fahrrad fahren eine besondere Schutzkleidung verlangt? Natürlich kann man argumentieren, dass bereits dieses eine Prozent Schädel-Hirn-Verletzungen zu viel ist. Dann müssen wir uns im nächsten Schritt Gedanken darüber machen, wie eine geeignete Schutzkleidung aussieht.

Wie man sieht, sollte man sich als Autofahrer eher einen Helm aufsetzten! :D

Der Rest des Artikels ist auch lesenswert!

http://pdeleuw.de/fahrrad/helm.html
 
Kann ja jeder halten wie er will. Aber das ein Helm nicht notwendig ist beim Fahrradfahren sagen nur verantwortungslose Menschen. Da kann man auch Statistiken heranziehen wie man will. Selbst wenn einem die eigene Murmel egal ist sollte man doch als Vorbild für Kinder dienen und mit guten Beispiel voran gehen. Oft ist das aber nur falscher Stolz keinen Helm zu tragen weil man denkt das sehe doof aus ( sieht es oft wirklich aus, grins). Gerade von @Urgs der mir doch hier immer als ganz vernünftig erscheint hätte ich das nicht erwartet.
 
Warum muss ich als Vorbild für Kinder dienen? So ein Quatsch. Meine Kinder tragen beide Helm, da gibt es gar keine Diskussion. Wenn sie fragen, warum sie einen tragen müssen und ich nicht, dann ist die Antwort einfach: Weil ihr Kinder seid! Ende der Diskussion.

Wobei halt auch hier zu lesen ist:

Richten wir zunächst unser Augenmerk auf Kinder und Jugendliche, für die mit schöner Regelmäßigkeit eine Helmpflicht gefordert wird. Im Bericht des Bundesverbandes der Unfallkassen zum Schülerunfallgeschehen von 2004 werden Schülerunfälle statistisch aufbereitet. Weniger als 2 Prozent der meldepflichtigen Unfälle bei Schülern passieren mit dem Fahrrad. 27 % sind Pausenunfälle, 16 % sind "Unterrichtsunfälle". Das bezieht sich nur auf Schüler, die ja im Straßenverkehr überdurchschnittlich gegenüber anderen Altersgruppen gefährdet sind. Radfahren scheint also gegenüber alltäglichen Verrichtungen nicht besonders gefährlich zu sein
 
Warum DU als Vorbild für Kinder dienen musst ?? Vielleicht weil du ein Erwachsener bist und Werte an die nächste Generation vermitteln sollst und selber Kinder hast. Aber mach was du willst ! Ich muss dich ja dann nicht pflegen wenn dich der @Dr Shakal mit dem Mörderbenz auf die Motorhaube genommen hat.
 
Warum DU als Vorbild für Kinder dienen musst ?? Vielleicht weil du ein Erwachsener bist und Werte an die nächste Generation vermitteln sollst und selber Kinder hast. Aber mach was du willst ! Ich muss dich ja dann nicht pflegen wenn dich der @Dr Shakal mit dem Mörderbenz auf die Motorhaube genommen hat.

Welche Werte? Den Wert, einen Helm zu tragen, um sich vor Verletzungen zu schützen, die entweder selten sind oder vor denen er mich nicht schützen kann. Du hast wunderbar gezeigt, dass du nicht diskussionfähig bist. Denn dazu hättest du dich mit der Argumentation der anderen Seite auseinandersetzen müssen. Die wischt du einfach weg und fängst an zu moralisieren, wirfst mir Verantwortungslosigkeit vor und kommst mit der Werte-Keule.
 
Keine Sorge, ich habe meinem Sohn z.B. erst gestern demonstriert, wie eingeschränkt sein Sichtfeld ist. Warum ist es das? Weil er ein Kind ist! Ein Kind ist eingeschränkt in seiner Motorik, in seinem Sichtfeld, in seiner Konzentration. Kinder wissen das selbst, auch wenn es ihnen nicht ständig bewusst ist. Deswegen brauchen sie unsere Hilfe, die sie auch ständig einfordern. Deswegen ist es nicht falsch, sondern für Kinder meistens völlig nachvollziehbar, wenn es heißt, du kannst das noch nicht machen, weil du ein Kind bist.
Abgesehen mal davon, dass ich es für völlig daneben halte, Kindern ständig ein Ohr abzukauen und sie mit Beispielen, Vergleichen und Moralvorstellungen zuzubomben. Sie brauchen viel öfter klare Ansagen!
 
Klare Ansagen ja, aber Todschlagargumente wie: "Weil du ein Kind bist!" finde ich dabei doch etwas dünn.
Ihnen Dinge zu erklären, warum sie als Kind(!) gewisse Dinge tun und erfüllen müssen, ist richtig - das hat dann auch den pädagogischen Effekt.
Aber einfach nur das Argument zu bringen: "Weil du ein Kind bist!" ist mindestens genauso unreif und Todschlagargument!
 
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