Bexter schrieb:
Es geht ja nicht darum, dass man Millionen und Milliarden auf dem Konto hat, aber es sollte doch genug sein, dass man sich am Ende des Monats keine Gedanken darum machen muss, wie man seine Familie ernähren kann...
Das ist doch aber sehr relativ. Du verdienst bestimmt dreimal so viel Geld wie ich oder noch mehr. Dennoch trifft das alles auf uns beide zu. Ich muß mir überhaupt keine Gedanken um Geld machen, oder wie wir unsere Familie durchbringen. Ja, ich schaffe es seit Jahren noch nicht mal, alles auszugeben und ständig wächst mein Kontostand weiter an. Meiner Frau gehts ähnlich. Die Frage die sich hier stellt, ist eben die, in welche Dimensionen man seinen Lebenstil pushen will und was man wirklich braucht, um glücklich zu sein. Muss halt jeder für sich wissen.
Problematisch ist halt nur, dass wer sich einmal an einen gewissen Standard gewöhnt hat, der a)sieht selten ein, dass das bereits Luxus ist und b) gibt er sich nicht mehr kampflos mit weniger zufrieden, auch wenn es an die Substanz geht. Ich hab neulich diesen Artikel über die verlassenen Macciato-Mütter vom Prenzlauer Berg verlinkt, im Politik-Thread. Bestes Beispiel! Bevor die in einen anderen Bezirk ziehen, um Geld an der zu hohen Miete zu sparen, sparen sie lieber am Vergnügen und alltäglichen Dingen. (Gesellschaftlicher ) Abstieg ist grundsätzlich ein Horror in diesem System und gleichzeitig produziert es auch viele zerplatzende Traumblasen. Wirtschaftskrise lässt grüßen. Sicherheit ist ein rares Gut geworden, wenn man hoch hinaus will.