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VOTE Empfindet ihr mehr Empathie für Menschen oder Tiere?

Empfindet ihr mehr Empathie für Menschen oder Tiere?


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Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich sehe den Menschen ja persönlich nicht so entrückt von der Natur. Ist nicht alles was der Mensch als Spezies so veranstaltet per se auch immer Natur? Und der Natur schaden kann man im eigentlichen Sinne imho auch nicht. Die verändert sich halt dann, unter Umständen zu unserem Nachteil aber es gibt sicher auch Nutznießer so einer Veränderung. Die Argumentation den Menschen als DEN Schädling der Erde zu sehen etc. rückt ihn erst auf eine höhere Stufe als die anderen Tiere.
 
Ache schrieb:
Ich sehe den Menschen ja persönlich nicht so entrückt von der Natur. Ist nicht alles was der Mensch als Spezies so veranstaltet per se auch immer Natur? Und der Natur schaden kann man im eigentlichen Sinne imho auch nicht. Die verändert sich halt dann, unter Umständen zu unserem Nachteil aber es gibt sicher auch Nutznießer so einer Veränderung. Die Argumentation den Menschen als DEN Schädling der Erde zu sehen etc. rückt ihn erst auf eine höhere Stufe als die anderen Tiere.

Du meinst also dass die bp ölkatasrophe oder fukushima, kein schädigender Angriff auf die Natur ist? Oder man sogar davon nutzen kann? Die Natur verändert sich dann da hast du recht, aber sicher niemals ins positive.
 
Meiner Meinung nach ist der Mensch zwar ein Produkt dieser Natur, jedoch hat er sich nie dazugehörig gefühlt. Es mag Naturvölker geben, die sich mit der Natur arrangiert haben und versuchen, mit ihr im Einklang zu leben. Der moderne Mensch aber war immer auf der Flucht vor den Gefahren der Natur. Die Schönheit der Natur, wie sie heute zelebriert wird, das ist erst ein Phänomen der letzten 150 Jahre. Ich gucke gerade in diesem Moment die Brehms-Doku auf arte. Diese Ära spielt da wohl auch eine große Rolle. Der aufgeklärte Mensch, endlich befreit vor den Dämonen, Geistern und Göttern, findet in dem Moment Interesse an der Natur, als er auch lernt sie zu beherrschen. Gleichzeitig fängt er auch an, sie zu idealisieren. Doch jahrtausendelang war sie für ihn nur ein grausamer Ort, vor dem er sich ängstige, den er oft nicht verstand und dem er sehr mühsam die tägliche Nahrung abringen musste. Nur um sich mit dieser allmächtigen Gewalt zu arrangieren, sie irgendwie zu erklären, erfand er die Götter. Doch in seinem tiefen Inneren hasste er die Natur für ihre Ungerechtigkeit, für ihr Fressen und gefressen werden. Die Natur war für den Menschen die meiste Zeit ein recht unbarmherziger Lehrer. Ich glaube, auch das steckt heute noch in unseren Genen. Wir wissen zwar, dass wir auch nur Tiere sind, aber wir wollen das eigentlich nicht akzeptieren.
 
Talentfrei schrieb:
Du meinst also dass die bp ölkatasrophe oder fukushima, kein schädigender Angriff auf die Natur ist? Oder man sogar davon nutzen kann? Die Natur verändert sich dann da hast du recht, aber sicher niemals ins positive.

Ich meine, dass auch die ölkatastrophe ein Teil der Natur ist, da ich den Menschen als Verursacher nicht ausserhalb der Natur sehe. Ausserdem meine ich, dass es soetwas wie positiv und negativ in der Natur erstmal nicht gibt. Gibt bestimmt irgendwelche Bakterien die sich sauwohl in der öl-brühe da fühlen.
 
Urgs schrieb:
Naja, aber der Mensch ist heute in der Lage, die Natur so wie wir sie kennen, komplett zu zerstören. Diese Macht hat er.

Aber ob das jetzt ein "unnatürlicheres" Ende für die Erde ist als das explodieren der Sonne in wer weiss wie vielen Jahren kann man doch hinterfragen oder?
 
Urgs schrieb:
Kannst dir ja auch heute noch ne Kugel in den Kopf jagen. Was bringts schon bis zum natürlichen Ende weiterzuleben? :D

Ich muss dazu sagen ich spiele hier ja auch nur "devil´s advocate" . Man sollte sich imho aber schon klarmachen, dass der Naturbegriff der hier oft verwendet wird an sich schon extrem ideologisch aufgeladen ist. Wenn Bienen einen Bienenstock bauen, Vögel ein Nest etc. ist es Natur, wenn der Mensch eine Ölplatform baut ist es das nichtmehr. Ich sehe da keinen fundamentalen logischen Unterschied zwischen.
Ich habe natürlich meine eigenen moralischen Vorstellungen, die sich damit nicht decken aber mit Abstand betrachtet sind die halt auch eine Konstruktion.
 
Der Mensch ist halt in der Lage sein Handeln zu reflektieren und zu beurteilen. Das können Tiere nicht. Das unterscheidet uns voneinander. Wenn es in der Natur der Ratten liegen würde, die ganze Welt zu überrollen und alles Leben zu vernichten, würden sie es zweifellos machen. Der Mensch aber hat die Wahl. Das macht ihn so einzigartig auf der Welt. Deswegen wäre es so ein großes Versagen, wenn wir uns selbst zerstören. Klar, wenn keine Menschen mehr da sind, dann ist auch die Moral verschwunden. Aber wenn es vielleicht doch Überlebende gibt, dann bereiten wir ihnen damit die Hölle auf Erden, für eine sehr lange Zeit.
 
Urgs schrieb:
Der Mensch ist halt in der Lage sein Handeln zu reflektieren und zu beurteilen. Das können Tiere nicht. Das unterscheidet uns voneinander. Wenn es in der Natur der Ratten liegen würde, die ganze Welt zu überrollen und alles Leben zu vernichten, würden sie es zweifellos machen. Der Mensch aber hat die Wahl. Das macht ihn so einzigartig auf der Welt. Deswegen wäre es so ein großes Versagen, wenn wir uns selbst zerstören. Klar, wenn keine Menschen mehr da sind, dann ist auch die Moral verschwunden. Aber wenn es vielleicht doch Überlebende gibt, dann bereiten wir ihnen damit die Hölle auf Erden, für eine sehr lange Zeit.

Wir wissen nicht, ob Tiere ihr Handeln nicht reflektieren können. Vielleicht sitzt ja der Löwe jeden Abend in seiner Höhle und ist kurz davor, sich die Pulsadern aufzuschlitzen, weil ihm bewusst wird, wie viele Antilopen er schon umgebracht hat :p
 
Urgs schrieb:
Der Mensch ist halt in der Lage sein Handeln zu reflektieren und zu beurteilen. Das können Tiere nicht. Das unterscheidet uns voneinander. Wenn es in der Natur der Ratten liegen würde, die ganze Welt zu überrollen und alles Leben zu vernichten, würden sie es zweifellos machen. Der Mensch aber hat die Wahl. Das macht ihn so einzigartig auf der Welt. Deswegen wäre es so ein großes Versagen, wenn wir uns selbst zerstören. Klar, wenn keine Menschen mehr da sind, dann ist auch die Moral verschwunden. Aber wenn es vielleicht doch Überlebende gibt, dann bereiten wir ihnen damit die Hölle auf Erden, für eine sehr lange Zeit.

Das einzige was den Menschen einzigartig auf diesem Planeten macht, ist die Ausrottung und Ausbeutung der Natur, und der gesamten Tierwelt. Wer zerstört denn den Planeten nach und nach, der Mensch, oder das Tier?

Aber reflektieren und so, ist klar. Deswegen gibt es auch Kriege, Terrorismus, und atomare Waffen. :ugly:

Der Mensch ist sicherlich das Schlimmste was Muttererde passieren konnte.
 
Freezi schrieb:
Urgs schrieb:
Der Mensch ist halt in der Lage sein Handeln zu reflektieren und zu beurteilen. Das können Tiere nicht. Das unterscheidet uns voneinander. Wenn es in der Natur der Ratten liegen würde, die ganze Welt zu überrollen und alles Leben zu vernichten, würden sie es zweifellos machen. Der Mensch aber hat die Wahl. Das macht ihn so einzigartig auf der Welt. Deswegen wäre es so ein großes Versagen, wenn wir uns selbst zerstören. Klar, wenn keine Menschen mehr da sind, dann ist auch die Moral verschwunden. Aber wenn es vielleicht doch Überlebende gibt, dann bereiten wir ihnen damit die Hölle auf Erden, für eine sehr lange Zeit.

Das einzige was den Menschen einzigartig auf diesem Planeten macht, ist die Ausrottung und Ausbeutung der Natur, und der gesamten Tierwelt. Wer zerstört denn den Planeten nach und nach, der Mensch, oder das Tier?

Aber reflektieren und so, ist klar. Deswegen gibt es auch Kriege, Terrorismus, und atomare Waffen. :ugly:

Der Mensch ist sicherlich das Schlimmste was Muttererde passieren konnte.

Wie oben schon versucht zu erklären, die Natur ist nicht NUR dieser wunderschöne Garten des magischen Gleichgewichts, durch den anmutige Bisonherden in Full-HD dem Sonnenuntergang entgegenlaufen. Das ist eine idealisierte Sicht auf die Natur, die dem menschlichen Auge schmeichelt.

Natur ist immer auch Krieg, Verdrängung und Ausrottung. Verschiedene Arten haben sich schon immer gegenseitig bedroht und auch ohne den Menschen sind etliche Arten über die Klippe der Evolution gefallen. Selbst Pflanzen und Bäume stehen in einem ständigen Verdrängungswettbewerb zueinander.

Erst dadurch, dass der Mensch in der Lage ist, Dinge zu erschaffen, zu verändern, zu reflektieren, zu lernen und auch zu sprechen, kommen eben diese ganzen Probleme wie Krieg, Terrorismus und atomare Waffen in die Welt. Es ist auch immer eine Frage von Macht, gerade weil die Natur keine unendlichen Ressourcen bereithält.

Ist der Mensch deswegen schlecht, oder schlechter als der Rest der Welt? Ich glaube nicht. Jeder Hund, jeder Delphin und jedes Eichhörnchen würde mit unseren Fähigkeiten ähnlich handeln und ähnliche Probleme produzieren.

Manche Menschen würden sagen, dass es gerade die Natur des Menschen ist, die ihm diese ganzen Probleme bereiten. Sein ewiger Trieb und der ständige Wettbewerb, ohne den es keinen Fortschritt gibt. So betrachtet, wäre die Lösung, wenn der Mensch sich aus eigener Kraft komplett von der Natur entkoppelt und sich neu entwirft, mit den Technologien, die ihm heute und morgen zur Verfügung stehen.
 
Melphiz schrieb:
Grundsätzlich tue ich das nicht. Wie gesagt, ob nun 09/11 oder Flutkatastrophen, das lässt mich kalt (man mag mich gerne dafür hassen oder verabscheuen, ich kann's nicht ändern), was ich über die Ölkatastrophen nicht behaupten kann. Grizzlys futtern unvorsichtige Wanderer, so ist die Natur eben, ich würde den Grizzly dafür nicht erschießen wie es manch andere tun.
Natürlich gibt es immer Ausnahmen, nichts ist vollkommen schwarz oder weiß, so funktioniert das Leben nicht; auch ist nicht alles auf demselben Teller. Wenn in einem brennenden Gebäude ein Opa und eine Katze wären (ist jetzt einfach mal ein realistischer Vorfall), wär der Opa der letzte der beiden, den ich versuchen würde zu retten. Wär's ein (Klein)Kind sähe die Sache anders aus, wär's ein enger Freund wär's schwierig (dann würde ich auch die Katze lange kennen und als Freund ansehen) ...

Natürlich hat es auch damit zu tun, wem ich gegenüber mehr Sympathie bringen kann - irgendwo ist alles subjektiv.
Ich hätte weniger Probleme, einen Menschen zu erschießen als einen Adler, eine Katze, einen Puma, einen Hirsch ... wär's 'n Hund hätte der schlechtere Karten.

Wow, das ist aber echt ein ziemlich verschrobenes Weltbild. :ugly:


Ich glaube übrigens, dass es Mutter Erde so ziemlich scheissegal ist, was wir Menschen auf unserem Planeten machen. Wenn durch BP tausende Vögel sterben, werden tausende Vögel neu geboren. Das ist für uns Menschen ein tragischeres Ereignis als für die Natur.

Ganz allgemein, selbst der Klimawandel wird doch nicht so dramatisch für die Erde, wir Menschen müssen doch mit den Konsequenzen leben.
 
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