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KT Eine Industrie im Blutrausch

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Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Cale schrieb:

Vor kurzem hab ich in meiner Burnout Paradise Lobby aus spaß behauptet, das im nächsten Burnoutspiel die Autos zu Blutfontänen zerplatzen, wenn man crashed.
Heute habe ich Angst das das wirklich passiert, nachdem ich die E3 gesehen hab.
Warscheinlich spielt man dann Burnout sogar mit Kinect und man muss sich zu hause voll auf die Fresse/couch werfen, um die Crashtime zu aktivieren :ugly:
 
Erinnert mich an Kinect Burnout Crash: Jump to explode :lol:

Btw. ich hole gerade Arkham City nach. Eine spielerische Perle, die Wertungen sind absolut gerechtfertigt und ich habe nicht einen Pixel um die Ecke gebracht. Action und gemäßigte Gewalt funktioniert da perfekt, trotz SloMo und Zoom beim Ausschalten des letzten Gegners. Wenn ich mir das mit dem Blutrausch von MP kombiniert vorstelle ... :schreck:
 
Spector: 'Diese extreme Gewalt muss aufhören'



Deus-Ex-Schöpfer ist wenig begeistert von der aktuellen Entwicklung und wie die Gewaltdarstellung aufgenommen wird.

Die immer realistischeren Gewaltdarstellungen in Spielen sorgten insbesondere auf der diesjährigen E3 für einen etwas faden Nachgeschmack, als etwa entsprechende Szenen in Naughty Dogs The Last of Us lautstark bejubelt wurden.

Und das ist auch etwas, was Designerlegende Warren Spector als störend empfindet.

"In diesem Jahr stachen für mich zwei Dinge hervor. Eines davon war: Diese extreme Gewalt muss aufhören", so Spector im Interview mit GamesIndustry. "Wir müssen damit aufhören, solche Sachen zu lieben. Ich glaube auch nicht an das Effekt-Argument, sondern vielmehr, dass wir Gewalt fetischisieren. In manchen Fällen wird es sogar mit einem jugendlichen Ansatz von Sexualität kombiniert. Ich glaube einfach, dass es geschmacklos ist. Ich denke, letzten Endes wird uns das Probleme bereiten."


"Ich habe Eidos 2004 verlassen, weil ich mich damals auf der E3 umsah und da dieses neue Hitman-Spiel war, in dem man mit einem Fleischhaken tötet. Oder 25 to Life, in dem es darum ging, Cops zu töten. Oder Crash & Burn, ein Rennspiel, bei dem es nicht darum ging, das Rennen zu gewinnen, sondern darum, für die größten Explosionen zu sorgen... […] Ich dachte damals schon, dass es schlimm war. Und heute sind wir weit darüber hinaus."

"Wir sind zu weit gegangen", sagt Spector. "Die Blutspritzer in Zeitlupe, die Pfählungen durch tödlichen Assassinen, die Messer, Schultern und Ellenbogen, die einem in die Kehle gerammt werden. Wisst ihr, auch Deus Ex hatte seine gewalthaltigen Momente, aber sie wurden dazu entworfen - ob wir damit Erfolg hatten oder nicht, kann ich nicht sagen -, damit ihr euch unangenehm fühlt. Heutzutage sehe ich das nicht mehr. Ich denke einfach, wir sprechen eine jugendliche Mentalität an und bezeichnen es als erwachsen. Es ist an der Zeit, aufzuhören. Ich bin einfach froh, für ein Unternehmen wie Disney zu arbeiten, bei dem man zu sowas nicht nur nicht ermutigt wird. Man kann es nicht einmal tun. Und das ist in Ordnung für mich."

Er selbst hätte auch absolut kein Interesse daran, wie er weiter erklärt: "Keineswegs. Es gab etwa diese sich ausbreitenden Blutlachen unter unschuldigen Hunden, wenn man sie in Deus Ex tötete. Ich wollte, dass man sich dadurch verstört fühlt, wenn man den Abzug betätigt. Es funktionierte. Oder zumindest tat es das bei meiner Frau, die das Spiel übrigens noch immer nicht durchgespielt hat."

"In diesem Jahr war an der Show einfach etwas anders. Es machte mich traurig. Es ist nicht etwa die Tatsache, dass es viele Nachahmerprodukte gab, sondern dass man bei dieser hyperrealen Darstellung von Blut, Sex und Gewalt einfach zu weit gegangen ist. Ich würde ja denken, es liegt einfach daran, dass ich ein alter Sack bin. Aber ich lese online viele Sachen, die mir klarmachen, dass es nicht nur mir so geht. Glücklicherweise."

eg.de
 
Du meinst "Ich denke einfach, wir sprechen eine jugendliche Mentalität an und bezeichnen es als erwachsen." ? Ist 'ne gute Analyse. Ich kann im Prinzip dem ganzen Text zustimmen. Die ganzen Spiele sind auf eine vorpubertäre Zielgruppe gemünzt, nur daß sie es inzwischen einfach überdreht haben.

Da bleibt nur zu sagen:
Ich würde ja denken, es liegt einfach daran, dass ich ein alter Sack bin. Aber ich lese online viele Sachen, die mir klarmachen, dass es nicht nur mir so geht. Glücklicherweise
:)
 
Geht mir auch so, ist bei Filmen nicht anders. Hollywoodblockbuster, Gott was für ein Rotz. Entweder sind meine Erwartungen gestiegen oder das allgemeine Niveau sinkt stetig ab. Wahrscheinlich beides :kaffee:
 
Bei den Filmen kam bei mir der "Cut" zwischen SAW II und III. Den zweiten Teil hab ich noch mit teilweise Widerwillen zu Ende geguckt. Den dritten Teil dann garnicht mehr. Auch sonst habe ich danach keine Splatters mehr geguckt.

Für mich war es interessant, diesen Wandel mitzuerleben.
 
In Filmen kann ich das auch nicht ausstehen, wobei für mich Spiele rein gar nichts mit der Realität zu tun haben, von daher nehm ich es anders wahr denke ich. Wenn da ein Männlein in tausend Stücke explodiert, ist das für mich was ganz anderes, als wenn das eine Puppe oder ein zu guter Effekt in nem Film tut.
 
Aber die Übertreibung, den immer größeren Bumm-Bäng, den immer widerlicheren Splatter, den immer grausameren Tabubruch - die Entwicklung gibt es bei Filmen genauso. Wobei mir da die Inhaltslosigkeit der Stories, kombiniert mit übertriebener Effekthascherei, noch viel deutlicher auffällt, als bei den Games.

Ich war deshalb auch schon seit Jahren nicht mehr im Kino oder der Videothek. Ich hole die ganzen Filme höchstens auf SKY nach - und da lösche ich sie häufig nach der Hälfte oder einem Drittel von der Platte und widme mich wieder einem Buch. Hoffentlich passiert mir das nicht auch mit den Games ...
 
Zimtzicke schrieb:
Bei den Filmen kam bei mir der "Cut" zwischen SAW II und III. Den zweiten Teil hab ich noch mit teilweise Widerwillen zu Ende geguckt. Den dritten Teil dann garnicht mehr. Auch sonst habe ich danach keine Splatters mehr geguckt.

Für mich war es interessant, diesen Wandel mitzuerleben.

Gibt doch diese Filme wie glaub "Hostel" heisst der.
Völlig schwachsinnig, einfach Folterung ohne ende.
Hab nur Ausschnitte gesehen.
Das einzigste was da noch kranker ist sind Japsän.
Hab vor kurzem ehalb einen Film geguckt, die japanesische Version von Hostel, die heisst "Grotesque" und ist einfach nur wiederlich/krank.
Wer findet sowas nur gut, bzw will davon Fortsetzungen?
Saw 1 war super, danach kam nur Schrott.
Simples Gemetzel ohne irgendwelche Ansprüche, wie bei einigen Games aus der Neuzeit.

Man sollte einen gleichen Anteil an Spielen auf den Markt haben also gleich viele gute RPG`s, Strategie, Action Adventure, Rennspiele, Shooter usw.

Und nich ZWANDZIGBATZIOLLIARDENR`TRILLIONENHUNDERGIGABILLARDOTRONEN CALL OF DUTYS!!!!!
:grins:

Aber naja, so denk spiele und so sind ja für idiohten und so, mich spielen waiter Call of Dutry.
 
Ich hoffe, hier im KT kauft sich keiner ein Spiel, nur weil es Maßstäbe in der Gewaltdarstellung setzt. :skep: Bleibt für mich weiterhin nur Mittel zum Zweck im Gameplay-Gesamtbild, egal wie detailliert es jetzt eingebaut ist. Von Gore sind gezielte Schlitzer von Sam mit dem Messer z.B. weit weg.

Da wird nur deshalb ein Fass aufgemacht, weil es von der E3 sonst kaum was aufsehenerregendes zu berichten gab. :D
 
Sag mal Zicke, warum quotest du eigentlich ganze Kommentare und setzt dann nicht mal nen link drunter? Dachte eigentlich, das wäre ein alter Hut, das sich sowas nicht gehört.
 
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