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KT Eine Industrie im Blutrausch

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Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Urgs schrieb:
Sag mal Zicke, warum quotest du eigentlich ganze Kommentare und setzt dann nicht mal nen link drunter? Dachte eigentlich, das wäre ein alter Hut, das sich sowas nicht gehört.

:?

Im laufenden Thread auch nicht?

Dass man nicht eine Kolumne veröffentlicht, die nur C&P einer anderen Kolumne ist, ok.

Aber so habe ich ja nur eine weitere Kolumne (mit Quellenangabe) gepostet, die das Thema fortführt.

Aber ok, wieder was gelernt. Link setze ich dahinter. :)
 
Ich finde, wenn jemand eine Kolumne/Artikel/Test schreibt, dann hat er auch ein Recht darauf, dass es auf der Seite gelesen wird, auf der das Ding veröffentlicht wurde. Im Politik-Thread postest du doch auch nicht ständig komplette Artikel von Spon. Insofern wäre meiner Meinung nach ein Absatz quasi als Teaser okay und dann der link zu weiterlesen. Aber nie der komplette Inhalt. ;)
 
Sag mal Zicke, warum quotest du eigentlich seitenlange Kommentare, die hier eh kein Schwein liest ?
Dachte eigentlich, daß die Faulheit der KT User, auch zu dir durchgedrungen ist. :D
 
Tomb Raider kümmert sich weniger um Laras Opfer, sondern ist vor allem damit beschäftigt, die ehemalige Action-Heroine zu demontieren, sowohl in Bezug auf ihren Status übermenschlicher Unverletzbarkeit wie auch daraus folgend in physischer Hinsicht. Knochen drohen zu brechen, Blut läuft an den Beinen hinunter, fünf Minuten und sie ist fertig mit der Welt.

Das könnte man als übertriebene Gewalt auslegen....oder auch ganz einfach nur als authentisch. Schon seit der ersten Ankündigung war klar, dass das neue Tomb Raider Lara auf eine andere als die bisher bekannte Art präsentieren sollte. Weg von der übertriebenen 80er Jahre Actionfigur hin zu einem realistischeren Ansatz und dazu gehört nun auch mal, dass man sich verletzt. Ich sehe da überhaupt keine übertriebene Gewalt. Dann hätte der Autor schon eher auf die Szene mit dem Kehlkopf im Gameplayvideo verweisen können - aber eine Lara die zum ersten Mal verletzlich ist würde ich nicht als Anzeichen steigender Gewaltdarstellung werten.

Und der Kommentar zu Watch Dogs und dem Autounfall ist auch lächerlich. Da wurde ja zu keiner Zeit explizite Gewalt gezeigt, sondern nur ein sehr authentisch inszenierter Unfall. Die Szene war aber keinesfalls übertrieben und vielleicht wurde sie auch gerade deshalb so empfindlich aufgenommen. Aber genau das soll doch erreicht werden oder? Emotionen zu wecken. Das wollen doch alle....zumindest wird ständig davon geredet. Und ich hatte gerade bei der Szene nicht das Gefühl, dass hier Gewalt in irgendeiner Form glorifiziert wird wie zb in CoD oder Splinter Cell. Die Szene war gerade weil sie so authentisch war eher unangenehm.
Man weiß auch nicht ob solches Verhalten der Figur im Spiel belohnt oder bestraft wird und ob der Protagonist als Held oder Antiheld dargestellt wird. Ich erkenne darin auf jeden Fall kaum Unterschiede zur Filmwelt und würde nicht sagen, dass Videospiele hier brutaler sind - wobei ich die besagte Szene auch nicht als brutal sondern eher als moralisch zweifelhaft bezeichnen würde. Aber das allein ist ja kein Problem - es kommt immer darauf an wie das am Ende im Spiel gewertet wird.
 
Also ich habs gelesen!

Aha! In den 90ern (nicht 80ern) war Frau Croft also eine übertriebene Actionfigur, während sie heute realistischer rüberkommt! Interessante These! :D
 
Zerfikka schrieb:
Sag mal Zicke, warum quotest du eigentlich seitenlange Kommentare, die hier eh kein Schwein liest ?
Dachte eigentlich, daß die Faulheit der KT User, auch zu dir durchgedrungen ist. :D

Das Thema hat 125 Beiträge und verschieden Betrachtungsweisen.

Wer "zu faul" ist, sich ein paar Zeilen durchzulesen, interessiert sich wohl eher nicht genügend für das Thema. ;)

edit @ Urgs

So, hab's editiert. :tip:
 
Ich habe es auch gelesen (den Fullquote, den Link hätte ich wohl ignoriert ;)).

Spielor schrieb:
Ich erkenne darin auf jeden Fall kaum Unterschiede zur Filmwelt und würde nicht sagen, dass Videospiele hier brutaler sind

Der Unterschied ist, daß man es in einem Falle selber "tut" und im anderen Fall nur berieselt wird. Kann man sehen, wie man will, ich empfinde es in Games durchaus intensiver und damit auch brutaler.
 
Die Beispiele sind wohl nicht optimal gewählt: Eine verletzte Lara oder ein provozierter Autounfall sind wohl keine Anzeichen für gestiegene Gewalt. Eher schon eine Lara, die Leuten den Kehlkopf entfernt oder ein Sam Fisher, der Leuten Messer in Kopf und Genick sticht.
 
Allgemein finde ich, dass der Crash in der Watch Dogs-Demo völlig überhypt wurde. Das passiert in GTA an jeder 2. Kreuzung im Spielverlauf. Aber ist es schlimmer, nur weil jemand am Rand steht und die Ampeln manipuliert?
 
Bei GTA ist es aber nur ein Kollateralschaden am Rande, weil Du fährst wie ein Henker. Bei Watch Dogs ist es bewußt verursachter Unfall als zentraler Handlungspunkt. Ich finde das jetzt auch nicht soo verwerflich, wenn man die anderen schon erwähnten Sachen daneben sieht, aber ich würde das als Akteur nur sehr ungern machen müssen.
 
Fand ich bei Burnout auch immer klasse, also nichts gegen einen ordentlichen Crash :D

Aber es kommt halt auf den Zusammenhang an, da entscheiden manchmal schon Kleinigkeiten :)
 
Ich finde die Szene in Watch Dogs schon bemerkenswert unangenehm. Was aber wohl daran liegt das das Drumherum so real wirkt. Und als da noch ein Passant angerannt kommt und helfen will ging mir das ganze irgendwie schon ziemlich unter die Haut.
Und dann zum Schluss die Hinrichtung des eigentlichen Ziels, also ich kam mir schon komisch vor als ich das meiner Frau gezeigt habe. Und das Gefühl habe ich nicht wenn ich bei Gears einen Locust zersäge.
 
Die Szene von Watchdogs ist schon krass. Stört mich aber nicht wirklich da man nicht so viel sieht. Vielmehr fand ich da The Last of Us schon unangenehm. Das gezeigte auf der E3 war schon extrem brachial.

Generell ist mir die Gewalt in Spielen mittlerweile auch zu stilisiert.
 
Ich finde die Moralapostelei aber genauso schlimm.
Es muss schliesslich auch Platz für Gewalt geben.
Ein Spiel ist und bleibt eben auch ein Spiel, selbst wenn die realistischer aussehen als vor 15 Jahren.
Aber jeder von uns kann ja zwischen der Katastrophe und dem Leid von einem realen Autounfall und dem was man da bei GTA rein aus Freude an der Zerstörung stellenweise macht unterscheiden.
Da bin ich absolut froh über realistische Zerstörung und Ragdoll, wo man durch das Fenster fliegt oder in die Luft katapultiert wird. Zu GTA1 Zeiten möchte ich da nicht mehr zurück ;)

Ich möchte nicht in jedem Spiel mit Bananen nach Feinden werfen müssen bis sie umfallen oder blinkende und sich auflösende Gegner oder grünes Blut oder sowas.
Auf der anderen Seite muss auch nicht jeder Kopf platzen und zerbersten und Körperteile abgeschossen werden können und die abstrusesten Sachen gemacht werden können um einer Gewaltorgie damit zu genügen.

Hab ja bereits gesagt ... Gewalt tut gut, wenn sie zum Spiel und der Atmosphäre passt und im Rahmen dessen auch angemessen ist.
 
Jau, aber das ist sie in den ganzen Beispielen eben nicht. Ein Mann, der mit einem Kind unterwegs ist, verwandelt sich plötzlich in eine eiskalte, präzise Killermaschine. Man fragt sich, wer hier eigentlich wen jagt und wer vor wem Angst haben muß. Das ist in meinen Augen defintiv übers Ziel hinausgeschossen.

Jeder soll bitte spielen, worauf er Lust hat. Aber mit persönlich ist das einfach unangenehm. Ich kann das auch in Filmen nicht ab, wenn Gewalt auf so eine reale, unerbittliche und vollkommen unironische, distanzlose Art und Weise inszeniert wird.
 
Marcello schrieb:
Hab ja bereits gesagt ... Gewalt tut gut, wenn sie zum Spiel und der Atmosphäre passt und im Rahmen dessen auch angemessen ist.

Genau, es muß passen und angemessen sein. Und das ist halt zunehmend nicht mehr der Fall, schleichend aber zunehmend, und irgendwann reicht es dann auch. Den Punkt haben wohl viele (auch ich) inzwischen erreicht. Und da verbitte ich mir eigentlich auch die Moralapostel-Unterstellung :)
 
Hey, ich hab echt nix gegen die drastischen Darstellungen in Resident Evil 4. Sowas liebe ich! Auch da ist man ja teilweise mit nem jungen Mädchen unterwegs und verteilt munter Headshots. Dennoch ist der Kontext doch ein ganz anderer. Resi4 kann ich da gar nicht ernst nehmen. Das ist für mich wie Comic-Gewalt, zwar auch noch unheimlich und detailiert, aber irgendwie auch irreal und überzeichnet.
Bei Last of Us wirkt dagegen alles unglaublich realistisch. Der gibt dem Typen eine mit dem Gewehrkolben (glaube ich), was ja für Videospielverhältnisse noch harmlos klingt. Aber das knallt so dermassen rein, dass der Typ einfach nur noch zusammensackt. Das geht mir mehr unter die Haut, als 100 Headshots in Resi4.
 
Vorallem würde es den meisten Spielen nicht in geringsten schaden wenn man die Gewalt runterdrehen würde. Ein Borderlands zB macht in der Cut-Version genauso viel Spaß wie in der Uncut. Obwohl die Gewalt dort nicht wirklich over-the-top ist.
 
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