Ich fand das Spiel in allen Belangen schlechter.
Die Story fand ich lahm. Bayonetta hatte auch keine gute Story, aber dafür sehr coole Charaktere und Dialoge. Beim zweiten Teil haben die guten Charaktere (Jeanne, Luka) sehr wenig Screentime und dafür muss man sich die ganze Zeit das Gelaber von diesem 9-jährigen MC Hammer anhören, der noch dazu eine schlechte Synchronstimme hat. Keine Ahnung, ob Bayonetta eine neue Stimme hat (ich glaube nicht), aber ihre Stimme ist viel höher und sie selbst ist viel braver, irgendwie fast schon langweilig. Die meisten Dialoge des ständigen Duis drehen sich gefühlt darum, dass sie ihn "little one" nennt und er das nicht mag. Baaaad. Ich habe beide Titel innerhalb einer Woche durchgezockt und alle coolen Szenen kommen aus dem ersten Teil. Bei Bayonetta 2 sind mir nur peinliche Szenen und schlechte Witze in Erinnerung geblieben. Der Tiefpunkt war Bayonettas Rumgeheule als, SPOILER, ihre Mutter in einem Flashback starb, Muuuuummy. Noch eine Ecke peinlicher wurde es als ihr Vater (noch einer der absolut dummen Charaktere) von ihr wollte, dass sie ihn Vater nennt. Sie tat es. Daaaaaaaaaddyy. Ach ja, SPOILER ENDE. Sie wird von Minute zu Minute uncooler und passt sich so dem restlichen Cast an.
Die Inszenierung an sich ist stellenweise ganz nett, wobei mir hier einfach die Ideen fehlten. Alles schon gesehen und das sogar in besser im ersten Teil. Paar Bosskämpfe sind wirklich sehr geil und over the top, besonders wenn im Hintergrund noch die riesigen Beschwörungen gegeneinander kämpfen. Andere Szenen waren dafür wirklich 1:1 übernommen und gerade bei den Torture Attacks und den Finishern hätte ich viel mehr vom zweiten Teil erwartet. Aber in erster Linie haben mich die Cutscenes enttäuscht, denn die waren zum Teil echt langweilig und witzlos. Gegen Ende habe ich nur noch Whatsapp-Nachrichten nebenbei gelesen. Während Bayonetta eine Overdose an Sex und Gore war, schaltet man beim Nachfolger zwei Gänge runter. Die sexieste Szene war eine Kopie der Enthüllung Bayonettas, die man jetzt aus beiden Intros kennt. Die Kampfchereographien waren natürlich echt geil, aber mir fehlten da einfach die besonderen Einfälle.
Und beim Gameplay gibt es ein ähnliches Problem. Eigentlich hätte ich kein Problem damit, wenn man Bayonetta nur konsequent weiterentwickelt hätte, aber für mich war das ein Rückschritt. Da ist man endlich in der Hölle und hätte hier so viel Spielraum für geile, neue Gegner, aber irgendwie trifft man da auch nur gesichtslose, undefinierbare Roboter. Verstehe ich nicht. Echt nicht. Wenn man da schon auf die Todsünden und so trifft, wieso keine sexy Lustdämoninnen oder fette, eklige Völlereiklopse? Ne, lieber Panzer und Rochen. Kack Rochen. Sehr böser Rochendämon. Haben die zu viel Arielle geguckt?
Und dann haben die alle noch so langweilige Movesets. Es wurde extrem viel Geschwindigkeit aus dem Spiel genommen. Vielleicht lag es am mittleren Schwierigkeitsgrad, aber die Gegner greifen normalerweise gar nicht an und wenn sie angreifen, kündigt sich der Angriff Stunden telegraphisch an. Die Angriffe sind so langsam, dass ich anfangs nachdem ich den ersten Teil beendet habe, meine Probleme hatte, weil ich viel zu früh auswich. Kurze Zeit später war ich dann aber nur noch in der Witch Time, die man für knappes Ausweichen bekommt. Spätestens mit Bat Within ist das Zeitfenster so riesig, dass man es eigentlich gar nicht mehr verfehlen kann und wenn man zu schnell war, drückt man halt noch einmal die Taste zum Ausweichen. So langsam sind die Gegner! Penalties gibt es keine mehr. Ich glaube, man kann jetzt unendlich oft ausweichen, bei Bayonetta waren es nur maximal drei Dashes. Wurde man getroffen, wurde die Magieleiste auf null gesetzt. Hier passiert gar nichts mehr oder man hat eine Kugel weniger oder so. So oder so man hat die ganze Zeit seine Magieleiste aufgefüllt und schnetzelt sich dann mit seinem Umbra Special auch durch Bosse in wenigen Sekunden. Das Spiel ist einfach viel zu einfach und die Encounter viel zu kurz. Gab nur sehr wenige anspruchsvolle Stellen. Selbst die Mufenheim (oder so)-Levels (Alfheim im Vorgänger) sind beim ersten oder zweiten Mal easy zu schaffen. Und hier sind die Herausforderungen auch deutlich einfallsloser. Ich habe die meisten von den Levels gefunden und so interessante Beschränkungen wie "in der Luft bleiben", etc. gab es gar nicht. Eigentlich liefen alle darauf hinaus die Gegner ohne Gegentreffer zu besiegen. Dann war man ziemlich sicher durch.
Anstatt mit neuen Ideen zu kommen hat man hier auch ein Fahrlevel und einen Shooter-Abschnitt, die sind aber beide (noch) schlechter als im Vorgänger und spielen sich imo nicht flüssig und intuitiv, sind aber eh auch viel kürzer und viel anspruchsloser. Ach, eine eigene Idee gab es doch. Mech-Abschnitte. Haben mir aber nicht gefallen. Wer will Bayonetta in 'nem Mech sehen? Niemand. Waren übrigens die einzigen Abschnitte, bei denen ich Heilitems genommen habe, zwei Stück, im Verlauf des Spiels bekommt man sicherlich so insgesamt 50 Items inkl. dem Crafting-Kram, brauchen tut man nichts davon. Bin auch kein Mal gestorben. Enttäuschend, aber liegt von mir aus am Schwierigkeitsgrad. Im ersten Teil hatte ich in fast jedem Level mehrere Tode und hatte nie genug Heillutscher.
Content wurde auch zurückgefahren. Die Level sind alle ziemlich kurz. Dafür gibt es aber noch einige Extras, wie den Coop-Modus und natürlich weiterhin Bonuslevel, eben die Mufenheimlevel, viele Accessories und Waffen (die allermeisten kennt man aus dem Vorgänger) und Kostüme und so.
Ist natürlich weiterhin ein tolles Action-Game, aber der Vorgänger toppt das Spiel in allen Belangen.
Ist jetzt aber echt nur ein Vergleich der beiden Titel. Global ist Bayonetta 2 ein wirklich ausgezeichnetes Game und hat den Titel GotY mehr als verdient. Bin trotzdem enttäuscht.
Die Story fand ich lahm. Bayonetta hatte auch keine gute Story, aber dafür sehr coole Charaktere und Dialoge. Beim zweiten Teil haben die guten Charaktere (Jeanne, Luka) sehr wenig Screentime und dafür muss man sich die ganze Zeit das Gelaber von diesem 9-jährigen MC Hammer anhören, der noch dazu eine schlechte Synchronstimme hat. Keine Ahnung, ob Bayonetta eine neue Stimme hat (ich glaube nicht), aber ihre Stimme ist viel höher und sie selbst ist viel braver, irgendwie fast schon langweilig. Die meisten Dialoge des ständigen Duis drehen sich gefühlt darum, dass sie ihn "little one" nennt und er das nicht mag. Baaaad. Ich habe beide Titel innerhalb einer Woche durchgezockt und alle coolen Szenen kommen aus dem ersten Teil. Bei Bayonetta 2 sind mir nur peinliche Szenen und schlechte Witze in Erinnerung geblieben. Der Tiefpunkt war Bayonettas Rumgeheule als, SPOILER, ihre Mutter in einem Flashback starb, Muuuuummy. Noch eine Ecke peinlicher wurde es als ihr Vater (noch einer der absolut dummen Charaktere) von ihr wollte, dass sie ihn Vater nennt. Sie tat es. Daaaaaaaaaddyy. Ach ja, SPOILER ENDE. Sie wird von Minute zu Minute uncooler und passt sich so dem restlichen Cast an.
Die Inszenierung an sich ist stellenweise ganz nett, wobei mir hier einfach die Ideen fehlten. Alles schon gesehen und das sogar in besser im ersten Teil. Paar Bosskämpfe sind wirklich sehr geil und over the top, besonders wenn im Hintergrund noch die riesigen Beschwörungen gegeneinander kämpfen. Andere Szenen waren dafür wirklich 1:1 übernommen und gerade bei den Torture Attacks und den Finishern hätte ich viel mehr vom zweiten Teil erwartet. Aber in erster Linie haben mich die Cutscenes enttäuscht, denn die waren zum Teil echt langweilig und witzlos. Gegen Ende habe ich nur noch Whatsapp-Nachrichten nebenbei gelesen. Während Bayonetta eine Overdose an Sex und Gore war, schaltet man beim Nachfolger zwei Gänge runter. Die sexieste Szene war eine Kopie der Enthüllung Bayonettas, die man jetzt aus beiden Intros kennt. Die Kampfchereographien waren natürlich echt geil, aber mir fehlten da einfach die besonderen Einfälle.
Und beim Gameplay gibt es ein ähnliches Problem. Eigentlich hätte ich kein Problem damit, wenn man Bayonetta nur konsequent weiterentwickelt hätte, aber für mich war das ein Rückschritt. Da ist man endlich in der Hölle und hätte hier so viel Spielraum für geile, neue Gegner, aber irgendwie trifft man da auch nur gesichtslose, undefinierbare Roboter. Verstehe ich nicht. Echt nicht. Wenn man da schon auf die Todsünden und so trifft, wieso keine sexy Lustdämoninnen oder fette, eklige Völlereiklopse? Ne, lieber Panzer und Rochen. Kack Rochen. Sehr böser Rochendämon. Haben die zu viel Arielle geguckt?
Und dann haben die alle noch so langweilige Movesets. Es wurde extrem viel Geschwindigkeit aus dem Spiel genommen. Vielleicht lag es am mittleren Schwierigkeitsgrad, aber die Gegner greifen normalerweise gar nicht an und wenn sie angreifen, kündigt sich der Angriff Stunden telegraphisch an. Die Angriffe sind so langsam, dass ich anfangs nachdem ich den ersten Teil beendet habe, meine Probleme hatte, weil ich viel zu früh auswich. Kurze Zeit später war ich dann aber nur noch in der Witch Time, die man für knappes Ausweichen bekommt. Spätestens mit Bat Within ist das Zeitfenster so riesig, dass man es eigentlich gar nicht mehr verfehlen kann und wenn man zu schnell war, drückt man halt noch einmal die Taste zum Ausweichen. So langsam sind die Gegner! Penalties gibt es keine mehr. Ich glaube, man kann jetzt unendlich oft ausweichen, bei Bayonetta waren es nur maximal drei Dashes. Wurde man getroffen, wurde die Magieleiste auf null gesetzt. Hier passiert gar nichts mehr oder man hat eine Kugel weniger oder so. So oder so man hat die ganze Zeit seine Magieleiste aufgefüllt und schnetzelt sich dann mit seinem Umbra Special auch durch Bosse in wenigen Sekunden. Das Spiel ist einfach viel zu einfach und die Encounter viel zu kurz. Gab nur sehr wenige anspruchsvolle Stellen. Selbst die Mufenheim (oder so)-Levels (Alfheim im Vorgänger) sind beim ersten oder zweiten Mal easy zu schaffen. Und hier sind die Herausforderungen auch deutlich einfallsloser. Ich habe die meisten von den Levels gefunden und so interessante Beschränkungen wie "in der Luft bleiben", etc. gab es gar nicht. Eigentlich liefen alle darauf hinaus die Gegner ohne Gegentreffer zu besiegen. Dann war man ziemlich sicher durch.
Anstatt mit neuen Ideen zu kommen hat man hier auch ein Fahrlevel und einen Shooter-Abschnitt, die sind aber beide (noch) schlechter als im Vorgänger und spielen sich imo nicht flüssig und intuitiv, sind aber eh auch viel kürzer und viel anspruchsloser. Ach, eine eigene Idee gab es doch. Mech-Abschnitte. Haben mir aber nicht gefallen. Wer will Bayonetta in 'nem Mech sehen? Niemand. Waren übrigens die einzigen Abschnitte, bei denen ich Heilitems genommen habe, zwei Stück, im Verlauf des Spiels bekommt man sicherlich so insgesamt 50 Items inkl. dem Crafting-Kram, brauchen tut man nichts davon. Bin auch kein Mal gestorben. Enttäuschend, aber liegt von mir aus am Schwierigkeitsgrad. Im ersten Teil hatte ich in fast jedem Level mehrere Tode und hatte nie genug Heillutscher.
Content wurde auch zurückgefahren. Die Level sind alle ziemlich kurz. Dafür gibt es aber noch einige Extras, wie den Coop-Modus und natürlich weiterhin Bonuslevel, eben die Mufenheimlevel, viele Accessories und Waffen (die allermeisten kennt man aus dem Vorgänger) und Kostüme und so.
Ist natürlich weiterhin ein tolles Action-Game, aber der Vorgänger toppt das Spiel in allen Belangen.
Ist jetzt aber echt nur ein Vergleich der beiden Titel. Global ist Bayonetta 2 ein wirklich ausgezeichnetes Game und hat den Titel GotY mehr als verdient. Bin trotzdem enttäuscht.


