Call of Duty: Black Ops II
Bevor ich die Story leicht anschneide muss ich sagen, dass ich den ersten Black Ops Teil bis jetzt noch nicht gespielt habe. Das ich nur aufgrund des fehlenden Vorwissens, das im Vorgänger vermittelt wurde keine Bindung zu den Protagonisten aufgebaut habe, sowie kein Interesse an der Story gefunden habe, Zweifel ich stark an. Die Charaktere sind extrem generisch, langweilig und austauschbar.
Mir hat die sprunghafte Erzählweise, also das ständige wechseln zwischen Missionen die in der Vergangenheit und in der Zukunft spielen, überhaupt nicht gefallen. Das hat am Ende dazu geführt, dass mir nicht immer klar war in welcher Zeit man sich aktuell befindet. Zwischen den Zeitsprüngen bekommt man dann oft noch eine Geschichte von einem alten Herrn im Rollstuhl erzählt. Uninspirierter und langweiliger kann man das meiner Meinung nach kaum noch den Spieler näher bringen.
Am liebsten hätte ich diese Parts übersprungen, da ich aber letztendlich doch nichts von der Story verpassen wollte, um doch alle interessante Situationen und ansprechenden Stellen zu sehen habe ich davon abgelassen. Abgeschlossen wurde Black Ops II mit einer offenbar selbst ironisch gemeinten Zwischensequenz die wohl die Charaktere auf dem Arm nehmen soll, das war zwar unerwartet aber eben auch nicht lustig. Wie das Ganze ins Spielgeschehen passen soll muss mir bei Gelegenheit auch noch erklärt werden.
Das Spiel gibt einem immer wieder kleinere Entscheidungen die keine großartigen Auswirkungen auf den späteren Spielverlauf haben. In den meisten Fällen sind das Entscheidungen ob man eine Person tötet oder sie am Leben lässt.
Zwischen den üblichen Missionen gibt es die sogenannten
Strike-Force Abschnitte, ein schlechter Echtzeit‑Strategie‑Verschnitt. Dort kann man aus verschiedenen Einheiten wählen (u. a. den
CLAW, eine Art Drohne mit mechanischen Beinen) die man dann wie gewohnt aus
First-Person Sicht spielt.
Mit den Einheiten die man dabei dynamisch und beliebig wechseln kann müssen bestimmte Punkte verteidigt werden. Es ist aber auch möglich in eine Art „Operator“‑Modus zu wechseln, bei diesem hat man dann eine Sicht von oben auf das Spielfeld und kann dabei allen Einheiten Anweisungen geben. Positiverweise können diese Abschnitte übersprungen werden, was ich nicht selten getan habe.
Die Steuerungen habe ich als unpräzise empfunden. An einigen Stellen muss man Fahrzeuge fahren oder ein Jet fliegen, wobei das Handling sehr arcadig ist. Das Auto-AIM hat teilweise zu stark eingegriffen, so ist es oft passiert, dass ich auf einen Feind gezielt habe und ein vorbeilaufender Gegner den Fokus auf sich gezogen hat, wodurch die Waffe verzogen hat.
Grafisch ist dieser CoD Teil wirklich enttäuschend überall fallen unscharfe Texturen auf. Die Waffen wirken billig, Reflektionen der Umgebung im Zielfernrohr eines Scharfschützengewehrs sind nur minimal vorhanden. Sieht man sich dazu im Vergleich Battlefield 3 an, dann sieht man was auf den alten Konsolen potenziell möglich ist.
Die Animationen wie niedergeschossene Feinde auf den Boden fallen ist extrem dürftig. Wer sich die Animation vorstellen möchte, der muss nur einen alten Filme anschauen. Hierbei muss dann nur beobachtet werden wie dort die Feinde umfallen oder auch der Gegner aufgrund des Rückstoßes unglaubwürdig umfällt wenn sie erschossen werden.
Obwohl die Waffen wie oben erwähnt nicht wertig ausschauen, existieren doch einige Waffen mit netten Features. Besonders haben mir die Waffen gefallen die es ermöglichen durch Wände zu schauen bzw. die einen den Gegner farblich von der Umgebung hervorheben.
Ich kann kaum Positives an diesem Spiel finden. Missionen an denen ich nichts auszusetzten habe gibt es nicht. Der Singleplayer hat mich rund 7 Stunden auf der zweithöchsten Schwierigkeitsstufe beschäftigt. Den Multiplayer habe ich nicht gespielt. Das Spiel bekommt von mir eine haarscharfe
6/10, Tendenz nach unten.