Assassins Creed Unity
Nachdem ich die Woche flachliege, hab ich tatsächlich das Spiel, sowie den DLC "Dead Kings" durchgezockt.
Ich hab sogar extra nochmal parallel Black Fag gezockt um den direkten Vergleich zu haben, und auch der hat gezeigt: Die Steuerung von Unity ist, genauso wie das Kampfsystem, deutlich verschlimmbessert.
Ständig klettert man auf Absätze, hängt sich bei Verfolgungsjagden irgendwo ran oder kommt nicht durch Türen und Fenster. Das war früher schon ein Problem, aber in Unity wird das ganze potentiert.
Das Kampfsystem ist deutlich strenger als in den älteren Teilen, der Konter seiner Macht beraubt. Leider hat man allerdings auch keine Möglichkeit mehr sich gegen Gegnergruppen zu behaupten. Denn zusammen mit der besch.... Kamera sind Kämpfe in Unity einfach nur noch nervig. Flucht ist prinzipiell eine bessere Option und tatsächlich rennt in diesem Teil nicht jede Wache in voller Montur schneller als mein Assassine. Dafür schiessen sie erstaunlich gut und sind recht aufmerksam... Gerade auf der Flucht nervig, wenn man (wieder) im vollen Lauf niedergestreckt wird, wenn die KI wieder den Kunstschützen raushängen lässt.
Das Schleichen funktioniert dagegen deutlich besser, denn endlich gibt es eine Art "Schleichmodus". Die meisten Missionen sind auch nur durch Schleichen zu lösen und sind auch darauf ausgelegt, sowie deutlich offener als früher. Meist bieten sich mehrere Herangehensweisen, die ich im späteren Verlauf meist ignoriert habe. Nach Möglichkeit ein hoher Einstiegspunkt, Ziel finden, meucheln, Rauchbombe und ab durch die Mitte...
Insgesamt mag das Gameplay "realistischer" sein, soweit möglich, aber nicht spaßiger. Ich mußte mich wirklich durch den Titel quälen. Bei der Stange gehalten hat mich die Story, die, auch wenn sie AC typisch mit zig Charakteren um sich wirft, die profilos bleiben und bald wieder verschwinden, zu den verständlicheren der Reihe gehört. Zwar kein Highlight, aber immerhin ordentlich

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Die wirkliche Stärke des Titels ist die Präsentation. Paris schaut fantastisch aus, die Straßen sind belebt, die Stadt unglaublich detailreich. Leider sollte man nicht tiefer gehen, denn dann tun sich eine Menge Kratzer im Lack auf. Das Spiel strotzt nur so vor Clipping, Animationsbugs, Fehler in der Kollisionsabfrage usw.
Die echtzeitberechneten Zwischensequenzen sehen allerdings vorbehaltlos spitze aus und sind ein Highlight, auch dank der meist gelungenen Regie.
Abseits der Story ist mir der Titel zu überladen, die, nicht wirklich übersichtliche Karte ist vollgepfropft mit Nebenmissionen, Koop usw.
Nachdem das Gameplay eher ne Krücke ist, hab ich wenig Muse aufgebracht mich damit zu beschäftigen.
Die unsägliche Apppflicht wurde Donnerstag entfernt, leider für mich zu spät.
Dead Kings kann man sich übrigens schenken, außer man kann wirklich nicht genug kriegen.
Dünnes Gameplay, dass kaum über die Dauer der Story motiviert, eine grundsätzlich erstklassige Präsentation, die im Detail allerdings genau so fehlerhaft wie die unglaublich nervige Steuerung.
Unity ist im Kern deutlich spaßfreier als die Vorgänger und lebt fast nur von seiner Kulisse.