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KT Durchgespielt! - Der Thread!

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Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Divinity: Original Sin (irgendwas um die 60 Stunden runtergesuchtet)

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Boah was feiere ich dieses Spiel momentan ab. Das ist als hätten sich einige der alten Größen des West-RPG-Genres zusammengerottet und beschlossen ein aufgemotztes, genetisch Überlegenes Kind in die Zukunft zu schicken, welches den ganzen neuen, glatt polierten und massentauglichen RPGs mal so richtig derb aufs Maul gibt.

Es bietet nicht die großen Freiheiten und die Immersion eines Elders Scrolls, dennoch ist es ein Eldorado für Entdecker. Entgegnet mit keinem Kloppmist sondern verfügt über ein taktisches, anspruchsvolles Kampfsystem und Gamedesign, bei welchem sich so manche alten W-RPG-Hasen vor Freude in die Hosen machen dürften. Ausgestattet mit einer ähnlichen Belohnungs- und Motivations-Spirale wie ein Dark Souls, glaubt dieses Spiel an seinen Spieler, an seine Fähigkeit Schlüsse zu ziehen und die Umgebung, die märchenhafte Welt um sich zu entdeckten und genau in Augenschein zu nehmen, statt einen wie ein Kleinkind an die Hand zu nehmen und zu entmündigen.

Die cineastische Inszenierung und die tollen Charaktere eines Witcher 2 oder Mass Effects, ebenso wie das ausgeklügelte und philosophisch-tiefsinnige Script eines Planescape Torment bietet es zwar nicht, aber es ist in seiner Gesamtheit dennoch ein Behemoth seines Genres und der beste Vertreter der klassischen Schiene seit...Ewigkeiten. Ultima zu seinen besten Zeiten und Baldurs Gate würden Original Sin sicher mit Beifall applaudieren.

Will jetzt nicht noch mehr lobhudeln und Regenbogen erzeugen, denn das könnte ich als Warnung angemerkt seitenlang tun. Stattdessen möchte ich kurz auflisten was mir nicht so gefällt bzw. ausbaufähig ist, denn das ist leichter als die ganzen Stärken kurz und bündig zusammenzufassen, ohne das ungute Gefühl zu haben, man hätte da noch irgendetwas Wichtiges dabei vergessen oder nicht ausreichend gewürdigt, um das volle Ausmaß dieses Spiels aufzuzeigen - hab ja bisher noch nicht einmal den großartigen Soundtrack erwähnt...

  • Antiquiert wirkende Inszenierung.
  • Die Gesamt-Story ist keineswegs schlecht, konnte mich aber auch nicht vollständig mitreißen und braucht besonders am Anfang etwas, während die Quests an sich hervorragend sind und das Spiel allgemein ziemlich scharfsinnig geschrieben wurde, im Bezug auf Quests und Dialoge.
  • Allgemein benötigt es etwas an Einarbeitungszeit.
  • Die eigenen Begleiter bleiben leider blass, kein Vergleich mit zB einem Mass Effect.
  • Zwar insgesamt ein sehr stimmiges und malerisches Art Design, inklusive sehr abwechslungs- und ideenreicher Umgebungen, so wie Gegnerdesigns, allerdings technisch kein High End Produkt.
  • Nur sehr wenig vertont, ergo sehr viel zu lesen.
  • Sperriges Interface, besonders das Menu.

Stört mich das in Anbetracht des Gesamtpakets sehr? Nicht wirklich, außer dass es mit Ausmerzung dieser Probleme höchstwahrscheinlich den Titel Best West RPG Ever von mir bekommen würde.

Werde gleich hinterher noch einen Turn einlegen. Neue Klasse und habe mit Sicherheit noch sooo~ verdammt viel übersehen, nicht mitbekommen und das komplexe System erst oberflächlich berührt - zumindest gibt einem Original Sin dieses Gefühl mit auf den Weg, die gesamte Zeit über. Und verdammt Axt, dieses Meisterwerk verfügt auch noch dazu über einen mächtigen Editor, mit dem sich die Community bestimmt austoben und zukünftig für reichlich Content sorgen wird.

Game of the Year?
Wenn da nicht noch ein völlig unerwarteter Shooting Star vom Himmel kracht, dass es nur so poltert, dann tuckert Divinity gemütlich und frei von Konkurrenz auf der Überholspur vorbei.
Wäre es vor der Game of the Gen Abstimmung hier erschienen, es wäre für mich vor Dark Souls in der Pole-Position gewesen. Klingt jetzt wohl langsam nach zu viel Hype, zu vielen Drogen oder beides? Kann leider nicht anders, da dieses Spiel wie Amors Pfeil mitten in mein dieses Genre liebendes Herz ging.

Besonders an jeden Vollblut-Rollenspieler, der mit den RPGs alter Schule aufgewachsen ist und diese lieben gelernt hat: FUCK - kauft euch Original Sins und schiebt den Larian Studios eurer Geld in den Rachen! Sofort!

:liebe: / 10
 
wenn sie mal die performance was sauberer hinbekommen, werde ich es sicherlich gerne durchspielen.
 
hab jetzt nicht so den aktuellen rechner, trotzdem laufen sachen wie starcraft 2, diablo 3, sleeping dogs, skyrim usw. ohne probleme auf 1080p. divinity hingegen absolut gar nicht. selbst auf 720p + ohne schatten ist es nicht spielbar.
 
Dead Space 1
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Die Waffenauswahl ist mit 7 verschiedenen Waffen groß genug. Maximal kann man 4 verschiedene Waffen mit sich führen. So stehen u. a. der Plasmacutter, der Flammenwerfer, die Strahlenkanone (mehr oder weniger ein Maschinengewehr) zur Verfügung. Meine Lieblingswaffe ist definitiv der Plasmacutter, der aber erst im voll upgegradeten Zustand sein ganzes Können entfaltet.

Spaß gemacht hat auch die Strahlenkanone die im Endeffekt, wenn ich das so richtig sehe, einfach ein großer Plasmacutter ist. Aufgrund des bereiteren Plasmastrahls können die Körperteile noch besser abgetrennt werden. Störend ist jedoch die kleine Magazingröße und lange Nachladedauer. Wie die Körperteile nach dem abtrennen davon fliegen ist teilweise schon krass, sehr blutig werden auch die eigenen Sterbemomente inszeniert. Ziemlich blutig aber auch nett anzusehen!

Die Waffen, Ausrüstung und Gegenstände lassen sich in der Werkbank mit Energieknoten upgraden. So lässt sich bei Waffen z. B. der Schaden maximieren oder die Magazingröße erhöhen. Gespeichert wird an Terminals die ausreichend vorhanden sind. Die Kontrollpunkte sind gut verteilt, wodurch beim Sterben wirklich nur der Teil wiederholt werden musste der für den Tod gesorgt hat.

Mit der Kinese ist es möglich Gegenstände anzuheben und zu bewegen. Oft muss die Fähigkeit eingesetzt werden um damit Stromgeneratoren in dafür vorgesehene Halterungen einzusetzen. Im normalen Gefecht, um damit Gegenstände auf Gegner zu schleudern, ist das für mich aber zu schwerfällig und zu ungenau.

Eine weitere Spielmechanik ist die Stase, also das verlangsamen von Gegnern und Gegenständen. Eingesetzt wird die Stase oft bei defekten Türen die sich zu schnell öffnen und schließen, häufig müssen damit auch schnelle Gegner (wie der Brute) verlangsamt werden. Dank der Verlangsamung kann die Tür passiert werden ohne zerteilt zu werden. Die verfügbare Stase, sowie die Lebensenergie, werden auf der Rückseite des Anzugs angezeigt.

Es gibt Shops, die meist in der Nähe der Monorail-Systeme (mit denen die Level gewechselt werden) platziert sind. In den Shops kann man alles kaufen kann, u. a. Medipacks, Waffen und Munition. Im Shop können auch nicht benötigte Gegenstände in den Safe auslagert werden, da nur eine begrenzte Menge an Gegenständen getragen werden können.

Einige Male bin ich wegen plötzlich auftauchenden Nekromorphs zusammen gezuckt. Wenn zu der chronisch dunklen Umgebung plötzlich auch noch laute, undefinierbare Geräusche aus der Ecke kommen und man plötzlich einen Schlag von hinten abbekommt ist das aber auch nicht allzu verwunderlich.

Bei Kämpfen gegen eine größere Gruppe von Nekromorphs gerät man leicht in Bedrängnis. Im Kampf nachladen zu müssen, benötigt Zeit die über Tod und überleben entscheidet. Das heißt alle Waffen in ruhigen Situationen immer durchladen und lieber etwas länger Zielen, aber dafür genauer.

Muss man aufgrund von Munitionsmangel in den Zweikampf gehen dann ist das eigene Leben eigentlich schon verloren. Im Nahkampf hat man eine geringe Gewinnchance, das Schlagen wirkt sehr schwerfällig und ist ungenau. Bei einem Gegner ist das eventuell noch machbar, bei mehreren ist dann aber wirklich endgültig Schluss. Des Öfteren ging Isaac ungewollt in den Zweikampf, wenn sich die Feinde in Körpernähe befanden.

Die Nekromorphs sind unsere Feinde die sich von oben bis unten im Schiff eingenistet haben. Es gibt sehr viele Unterarten, darunter die typischen die einem Menschen ohne Haut ähneln, diejenigen die aussehen wie Skorpione und die Spinnenartigen. Im späteren Verlauf gibt es dann noch die schwarzen Nekromorphs von einigen Unterarten, die sich dadurch auszeichnen das sie mehr Schüsse einstecken können und schneller sind.

Das Prinzip bzw. die Grundgeschichte hinter Dead Space finde ich interessant aber leider wurde die Geschichte für mich nicht zufrieden stellend ausgearbeitet. Ich glaube das fällt in diesem Szenario aber auch nicht wirklich ins Gewicht. Denn was soll man aus „Ich bin auf einem Raumschiff gefangen das nicht funktioniert und passenderweise noch von Aliens befallen ist“ herausholen? Ich bin der Meinung, dass das aber kein Beinbruch für Dead Space da der Fokus auf einem anderen Bereich liegt, der Inszenierung des Horrors.

Nur noch diese Mission erledigen und es ist geschafft, oder nicht? Man erhält eine Aufgabe die man erfüllen muss, wie z. B. das Reparieren der Triebwerke, Schutzschild aktivieren etc. um das Raumschiff wieder Funktionsfähig zu bekommen. Ist die Mission erfüllt, dann tritt natürlich wieder ein anderes Problem auf das zuerst gelöst werden muss. Das kam dann für mich nach dem dritten Mal storytechnisch schon etwas lahm rüber. Langeweile ist dabei jedoch nie entstanden, da ab und zu einige nette kleine Rätsel untergemischt wurden.

Ausgerechnet die letzte Mission war der Tiefpunkt des Spiels. Man musste über den ganzen Level immer wieder die gleiche, langweilige, Aufgabe erledigen. Zudem wurde man mit allen möglichen Gegenständen zugeschüttet so dass ich nie in Bedrängnis geraten bin. Der Endgegner war keine Herausforderung, ich hatte schon beim ersten Versuch kein Problem ihn zu besiegen.

Ein nettes Spiel mit viel Horror und Gruselmomenten das mir viel Spaß (und Angst) gebracht hat. Für den Durchlauf, bei dem ich mir auch Zeit dafür genommen habe alle Nebenräume zu durchsuchen, habe ich etwa 10 Stunden benötigt. Dead Space ist für mich eine 7,5/10.
 
Zuletzt bearbeitet:
Battlefield 4
[...]
Ich bin gespannt wie viel Zeit ich noch in den Multiplayer stecken werde. Das Spiel hat sich keine großen Fehler erlaubt, jeden Falls habe ich davon nichts mehr mitbekommen, da nach dem Release schon einige große Updates nachgereicht worden sind. Da ich im Single- und Multiplayer meinen Spaß hatte bekommt Battlefield 4 von mir eine 7,5/10.
Nachdem ich jetzt einige Zeit den Multiplayer gespielt habe wollte ich mich daran machen im Singleplayer noch einige Achievements zu erspielen. Als ich dann zum Singleplayer gewechselt habe musste ich feststellen, dass es keinen Speicherstand mehr gab. Das hat mir dann natürlich nicht wirklich gefallen war aber zu verschmerzen, da wenn ich mir alle Achievements holen will eigentlich eh so gut wie alle Level noch einmal auf der höchsten Schwierigkeitsstufe spielen müsste.

Also leicht genervt, aber noch motiviert, die Kampagne von neuen begonnen. Dann fleißig die Sammelobjekt aufgehoben und andere Achievements verdient. Nach Level 2 habe ich dann eine Pause eingelegt und die Xbox ausgeschaltet.

Am nächsten Tag wollte ich dann fröhlich damit weiter machen und ich hatte echt richtig Laune und Lust darauf. Aber? Ja, aber! Natürlich waren die Speicherstände wieder gelöscht. Das ist jetzt echt richtig ärgerlich und mich regt dieses verbuggte Spiel ziemlich auf, das kann es ja echt nicht sein.

Ich glaube ich hätte sogar nochmal Lust wieder von vorne anzufangen. Da ich aber nicht weis was das Problem ist, wodurch die Speicherstände immer wieder verschwinden, es dadurch wahrscheinlich ist das es wieder passiert, werde ich es aber lassen. Gibt es da eine Lösung?

Der Singleplayer von Battlefield 4 gefällt mir prinzipiell nämlich echt gut. Jetzt möchte ich gerne meine Wertung von 7,5/10 revidieren und nur noch eine 5,5/10 vergeben das ist wirklich ein Witz was hier abgezogen wird.
 
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Als großer Fan der Ace Attorney Reihe war es natürlich selbstverständlich das auch der Crossover mit Layton her muss auch wenn ich mit Layton im Prinzip wenig anfangen kann. Bin immer noch stinkig auf Capcom das der großartige fünfte Teil hier nicht als Retail erschien und die Faulheit nicht ins Deutsche zu synchronisieren. Zum Glück war Nintendo hier Publisher, der Crossover gibt es als Retail, komplett in deutsch und mit teils deutscher Sprachausgabe.

Zum Crossover selber hab es gestern Abend nach knapp 22 Stunden beendet und bin nachdem großartigen Finale das eine Wendung nachdem nächsten raushaute einfach begeistert. Wie gewohnt bei der Ace Attorney Reihe: Geniales Storytelling, epische Verhandlungen, abgedrehte Nebencharaktere und der wieder einmal überragende Soundtrack runden das Gesamtpaket ab.
Dieses Game und Ace Attorney 5 ist echter Kaufgrund sich ein 3DS zu kaufen.

Fazit: Ein Meisterwerk und mit großer Wahrscheinlichkeit mein Game of the Year 2014!

Der Soundtrack ist einfach Gott:
[vid]https://www.youtube.com/watch?v=qtwczv_JACk[/vid]

[vid]https://www.youtube.com/watch?v=FYg0J2rE0Aw[/vid]

[vid]https://www.youtube.com/watch?v=N_Mtx_4nJj0&index=47&list=PLz5gUls4mkX_GyguKZnENYfhGjJSgqB9D[/vid]

:huldig::huldig::huldig:
 
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Aloha!
Vor kurzem habe ich das im "Was zockt ihr zurzeit"-Thread geschrieben:
Vor einigen Tagen mal wieder eingelegt, weil ich etwas Lust darauf hatte. Wollte eigentlich nicht lange spielen, aber nun komme ich doch nicht davon los. Man merkt dem Spiel das Alter aber an, objektiv gesehen ist das zugegebenermaßen doch eher mittelmäßig. Das Fahrverhalten wirkt recht undynamisch und man hat das Gefühl, die Dämpfer und Federn sind einfach viel zu hart. Leider sind die Krümmungen der Fahrbahn bei Hügeln und Senken recht eckig, sodass die Autos da ziemlich rüberhoppeln und dabei auch teilweise leicht abheben, was das präzise Fahren etwas erschwert. Zum Glück lassen sich die Autos recht einfach einfangen und geraten eigentlich kaum außer Kontrolle. Aber wie gesagt, komme davon momentan trotzdem nicht los, was natürlich auch am nach wie vor schönen drumherum liegt. Zu Autohäusern fahren, sich die vielen Autos ansehen, probefahren, kaufen; dann das mit den Häusern und die Insel allgemein; die vielen Einstellungsmöglichkeiten (Sitzposition im Cockpit!)... Und Spaß macht mir das Fahren ja trotz der Mängel dennoch.

Ich kam tatsächlich bis zum Schluss nicht mehr davon los und habe das Spiel soeben beendet. :D Trotz seines Alters und der damit verbundenen Schwächen hat es ungemein Spaß gemacht. Die Motivation ist sehr hoch und ich habe öfter gedacht, ein Rennen machste noch; ach, die eine Mission geht doch auch noch, dann haste auch gleich die Million für den McLaren beisammen. Aber Pustekuchen, dann fällt einem plötzlich auf, dass man ja gar keinen Garagenplatz mehr hat. Tja, dann muss der McLaren wohl vorerst warten und stattdessen wandern wohl oder übel erstmal mindestens 200.000$ beim Immobilienmakler. Und so kommt dann halt eins zum anderen bei diesem Spiel und eh man sich versieht, ist schon wieder eine Stunde mehr vergangen, als man eigentlich vor hatte zu spielen...
Nun ist es vorbei, es gibt nix mehr zu tun für mich auf Hawaii, nach über 30 Stunden Spielzeit. :)
 
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Boah. Nach den gelinde gesagt durchwachsenen Meinungen im KT war ich gespannt darauf zu sehen, wie ich Beyond: Two Souls finden würde. Und nach meinen eigenen 10 Stunden steht fest: das Ding ist der Hammer! Wie seine beiden indirekten Vorgänger lebt das Spiel von seiner Inszenierungsgewalt, der Atmosphäre und dem hier besonders ausgeprägtem Abwechslungsreichtum. Der linearere Storyverlauf störte mich im Kontext nicht, die weiterhin oberflächlichen Spielmechaniken sind auch kein Beinbruch, das geht alles in Ordnung. Die häufig angesprochene Zerpflücktheit und die Zeitsprünge der Kapitel finde ich sogar gut, so setzte sich im Hinterkopf das Puzzle erst nach und nach zusammen, und bei Bedarf konnte man jederzeit im Kapitelstrang die chronologische Reihenfolge nachschauen. Es fühlte sich einfach rund an, Beyond ist gediegen, ruhig, ich fühle mich bei diesem Pacing und Schwerpunkten einfach wohl.

Jodies Reise gefiel mir nach Eingewöhnungszeit immer mehr, angefangen als Kind bis hoch zur jungen Frau. Viele Kapitel (siehe unten) waren so dermaßen geil gemacht, dass ich mit der sprichwörtlichen Zunge schnnalzen musste. Da war das Verhältnis aus Interaktion und Ablauf perfekt gemacht. Die Story kam zu einem guten Abschluss, bei dem einige Entscheidungen aus dem Spielverlauf Einfluss hatten (auch hier siehe unten). Schauplätze, Dialoge und Animationen/Emotionen sind pures Gold. Ich bin schlichtweg hochgradig fasziniert über den Umstand, wie authentisch und grafisch unwerfend realistische Spiele heute schon sein können. Ich sehe es tendeziell über Heavy Rain, aber auch hier gebe ich die Wertung von 4.0. :)

Die Kapitel "Gejagt", "Der Kondensator", "Obdachlos", "Najavo", "Abendessen", "Die Mission", "Drachenhöhle" sowie "Beta-Sonne" waren umwerfend, die definierten Beyond für mich. Von episch inszenierten Verfolgungsjagden bis zum ruhigem Miteinander war da alles dabei, die Reitabschnitte in Najavo mit der abschließenden "Teufelsaustreibung" und der Enthüllung in der Höhle waren magic. Auch die Stealth-Mission war Klasse gemacht. Klar, es war spielerisch belanglos, aber umso geiler inszeniert, das Ende im Haus, umzingelt vom halben Dorf, war ziemlich intensiv. Und die kleine Jodie habe ich ins Herz geschlossen, auch wenn die Kapitel in diesem Alter weniger berauschend waren.

Man hat zwar das ganze Spiel über nur situative Entscheidungen zu treffen, aber dafür gibt es einige Auswirkungen am Ende. Ich fand das total cool, als ich zwischen Jenseits und Leben stand und einige Charaktere zu sehen waren, die man zuvor kennengelernt oder erlöst hat. Ich habe mich schließlich für das Leben entschieden, weil ich im Jenseits noch lange genug sein kann. Ich fing mit Zoey und den Bekannten von der Straße ein neues Leben an, mit Ryan oder dem Indianer wurde das nichts. Allgemein eine schöne Mystery-Story mit der Idee der Infrawelt und den Existenzen, dass Aiden Jodies Bruder ist, fand ich auch eine schöne Erklärung. :)

Noch was zu umstrittenden Situationen, die ich vorhin beim Überfliegen des Threads gesehen habe: die Party mit den Jugendlichen war am Ende sehr befriedigend, ich habe das gesamte Wohnzimmer in Schutt und Asche gelegt, wie ich solche Spaten hasse. :grins: Und in der Bar als Punk-Jodie bin ich direkt wieder rausgegangen, ohne einen Schluck zu nehmen. Ich traute ihnen nicht, vielleicht haben sie K.O.-Tropfen ins Trinken gemischt. Ich spiele die Szene aber nochmal, um den angeblichen Anonymus Vergewaltigus kennenzulernen, wenn man da bleibt. :D
 

Habe ich letztes Jahr sogar noch gespielt :D Hat zwar im Großen und Ganzen zwar auch Spaß gemacht, aber kommt mMn definitiv nicht an TDU1 heran. Der Aufbau der Karriere mit diesen Meisterschaften und daher weniger Freiheiten gefiel mir nicht so wirklich, noch dazu mit dieser langweiligen und sich wiederholenden Fahrschule. Oder die Missionen, die sofort auf der Karte auftauchten, während man bei TDU1 dafür noch die Insel erkunden musste um diese zu finden.
Aber es ist vor allem dieses ganz eigene Flair, welches TDU1 noch bietet und TDU2 eigentlich komplett abgeht, was ganz einfach an der Aufmachung liegt. Man hat da eine belanglose "Story" eingebaut mit absolut lächerlichen Charakteren und noch dazu einer unterirdischen Synchronisation. Purer Trash! Dadurch wirkt das ganze Spiel fast schon comichaft und bisweilen unfreiwillig komisch.
 
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