Oblivion und MGS5 ist ein super Vergleich. Von den einem Spiel wird man Dank des Inhalts erschlagen, von dem Anderen kann man den Inhalt suchen

Deine Argumentation kann man auf jedes Spiel beziehen. Mit jedem 50Cent Spiel kann ich Stunden verbringen. Jede individuelle Kritik sei dann nicht mehr berechtigt.
Oblivion und MGS:GZ ist tatsächlich ein super Vergleich. Bei beiden kann man die Hauptmission in ca. 10 Minuten durchspielen, wenn man weiß wie es geht und es unbedingt will. Wenn man möchte, kann man mit beiden Spielen aber ein Vielfaches an Spielzeit verbringen.
Und natürlich kannst du mit jedem 50 Cent Spiel Stunden verbringen. Ich rede aber davon, dass man zumindest 15 Stunden braucht um beim ersten Durchgang MGS: GZ überhautpt durch zu haben, also die gesamte Story mitzubekommen.
Abgesehen davon ist es mein Fehler. Mein Fehler dass ich meine jugendliche Unkenntnis wieder haben wollte und mich nicht mehr über jedes Spiel großartig informieren möchte (bzw. wollte), um wieder positiv überrascht zu werden. Bei einem MGS erwarte ich einiges. Da nehme ich sogar einiges hin, falls es nicht meine Erwartungen entspricht, aber eine Storyspielzeit von 1 Stunde ist mir definitv zu wenig.
Natürlich steht außer Frage, dass Metal Gear Solid: Ground Zeroes vom Spielumfang nicht im Geringsten mit Oblivion mithalten kann, aber für den Spieler der sich mit dem Spiel beschäftigen möchte, gibt es zumindest (!) einige Stunden Spielmotivation und zwar, wie schon erwähnt, auch ohne die Jagd nach allen Trophäen oder 100% Komplettierung. Die Spielmotivation, von der ich hier rede, ist jene, bloß die gesamte Story des Spiels zu erfahren. Dazu muss man bei Ground Zeroes aber auch die Nebenmissionen absolvieren.
Diejenigen, die das Spiel in einer Stunde ihrer Ansicht nach "durch" haben, sind genau die Fastfood-Gamer, für die Kojima seine Meisterwerke nicht kreiert. Diese Leute, die glauben, sie haben ein Spiel dann "durch", wenn sie einmal durch die sogenannte "Haupmission" gerusht sind, sind doch gar nicht in der Lage, ein derart komplexes Spiel wie GroundZeroes geistig holistisch zu erfassen. Denn gerade Kojima erzählt die Story des Spiels nicht nur in der Hauptmission, sondern eben gerade auch in verstreuten Informationsschnipseln die man im Rahmen der Nebensmissionen erfährt, sodass das Gesamtbild der Story sich wie ein Mosaik im Kopf des Spielers selbst zusammensetzt.
Und ich schreibe im Absatz oben explizit von "einer Stunde", die man allein für die Hauptmission aufwenden müsste, weil man so lange schon ca. braucht, wenn man die Hauptmission ernsthaft und vor allem das erste Mal spielt und sich noch nicht gut auskennt und sich nicht einfach den Weg auf der Schwierigkeit "Normal" freiballert.
Metal Gear Solid: Ground Zeroes ist ein wahres Meisterwerk, ein echtes Next-Gen Spiel, welches nicht nur grafisch und soundtechnisch absolut zu begeistern weiß, sonder auch ein geniales neues Spielkonzept in die fantastische Welt von Metal Gear einführt. Zusätzlich zu der großartigen Umsetzung der neuen Kombination aus Schleichspiel und Open-World Ansatz ist es Kojima auch gelungen, das gesamte Gameplay und vor allem die Steuerung auf eine Art und Weise generalzuüberholen, die bekannte und bewährte Elemente verbessert, ergänzt und ein flüssiges und dynamisches Gameplay zur Folge hat, das alle bisherigen Teile der Serie übertrifft.
Noch nie hat ein Metal Gear Solid, sich so gut angefühlt, noch nie hat ein Metal Gear Solid so viel Spaß gemacht.
Sicher darf man die Frage stellen, ob ein Spiel, das dem durchschnittlichen Fan (!) vielleicht bloß einige Stunden Spielmotivation bietet, einen Preis von 30 Euro wert ist, aber es gibt durchaus Spiele deren Verhältnis von "Preis pro Stunde Spielmotivation für den durchschnittlichen Fan" nicht wesentlich schlechter als bei Ground Zeroes ist und bei denen dies nicht als starker Negativpunkt in die Bewertung einfließt.
Kurz: Scharfe Kritik am genialen Ground Zeroes auf Grund des angeblich "extrem geringen" Spielumfangs ist nicht nur falsch, sondern vor allem entlarvend für den Kritiker selbst, der sich als unreflektierter Fastfood-Gamer zu erkennen gibt.
Aber in der heutigen Videospielindustie darf man sich nicht mehr wundern. Man muss auch sich komplett informieren, falls man kein Spiel haben möchte, welches nur zu Hälfte besteht und die Andere in irgendwelcher Form nachbezahlen muss. Aber gut, so tickt die heutige Videospielindustrie und ich bin der Hinsicht altbacken. Das einzige was ich aber nicht dulde, wenn man wegen einer persönlichen Meinung gleich persönlich attackiert wird. Man kann alles beredeen und diskutieren, nur halte ich solche Seitenhiebe für totalen Schwachsinn.
Es tut mir leid, wenn du meine Aussagen als "persönliche Attacke" auffasst.
Aber das Problem liegt ja offenbar auch bei dir persönlich, also kann man das Problem ja gar nicht bereden, ohne deine subjektive, persönliche Einstellung zu kritisieren.
So wie ich das verstanden habe, hast du das Spiel ja noch nicht einmal durch, beschwerst dich aber, dass es zu kurz sei. Darüber kann sich nun jeder seine eigene Meinung bilden...
Nochmal: Wenn du bloß die Hauptmission durch hast, ohne Nebenmissionen und ohne Kassetten, dann hast du überhaupt nicht die ganze Story mitbekommen. Denn die erzählt Kojima, wie schon erwähnt, nicht bloß in der Hauptmission.