In den letzten Wochen beendet:
Gears of War Judgment
Liebe und Hass zugleich. Da ich die Kampagne der Vorgänger immer nur im Coop gespielt habe fand ich das neue Missionsprinzip mit Varianten und Nebenzielen (Classified) gar nicht mal schlecht. Hat überwiegend durchaus viele Spaß gemacht (insbesondere auf Insane), war im Multi wirklich sehr spaßig und die Steuerung ist sehr angenehm optimiert / verändert worden. Die Zusatzkampagne wirkt da schon ein wenig wie ein Relikt aus alten Zeiten. Nett, aber nicht mehr wirklich frisch.
Was dagegen leider überhaupt nicht gezündet hat war der Rest vom Multiplayermodus. Horde war immer mein Ding und die neue Horde-Beats-Kombination kommt da nicht im Ansatz ran. Die Charakterklassen sind zwar eine feine Idee, der Rest… Es macht einfach keinen Spaß, ist sehr schnell sehr langweilig / eintönig, es gibt lausige 4 Maps und davon fand ich nur eine halbwegs gelungen. Bei Gears 2 & 3 noch gut 40-50+K Kill in Horde gemacht. Hier schon nach 1-2K in Overrun aufgehört. Ne, damit werde ich nicht warum und dabei bietet quasi nahezu jeder Kampagnenabschnitt eine nette Vorlage für klassisches Horden-Gameplay.
Insgesamt 3 von 5 virtuellen Sternen
Max Payne 3
Das soll Max Payne sein? Ne, nicht wirklich. Aber zum Großteil macht es trotzdem Spaß. Stupide Balleraction, die jedoch eindrucksvoll verpackt ist und zugleich recht umfangreich ausfällt. 1 x Durchballern ist unterhaltsam, wenngleich die Gegnermenge doch überwiegend zu hoch ausgefallen ist und auch die Steuerung nicht ganz optimal ausfällt. Spielt sich teilweise ein wenig hakelig und für meinen Geschmack an einigen Stellen etwas zu starke Glückmomente. Insbesondere auf höheren Schwierigkeitsgraden und auch einige Checkpoints finde ich etwas unglücklich gesetzt. ( Das Spiel 1 x ohne Pause durchspielen auf Hardware ohne zu sterben?

)
Richtig gestört haben allerdings die elendigen Zwischensequenzen. Dabei fand ich die Geschichte gar nicht mal schlecht. Wäre eine – zumindest für einen Shooter – nette Sache gewesen, allerdings haben mir die gewollten Bildstörungen den Spaß daran völlig genommen, so dass ich bald gar keine Lust mehr hatte dem überhaupt zu folgen. Und dann kann man die nicht abbrechen? Bei einem Spiel, was mit Speedrun-Modus daherkommt? Mag technische Gründe haben (Laden im Hintergrund), aber damit war der Spaß genommen sich mit den Modi zu beschäftigen und das kann ja nicht Sinn der Sache sein.
Insgesamt 3 von 5 virtuellen Sternen
Sleeping Dogs
Definitiv nicht mein Spiel. Die Stadt ist nett anzusehen, die Steuerung geht durchweg gut von der Hand, die Kämpfe machen anfangs Spaß, aber der Rest fällt doch sehr belanglos und spaßbefreit aus. Die Kampagne ist überwiegend langweilig, die Nebenmissionen ein schlechter Witz, Kämpfe lassen sich mit 1-2 immer gleichen Angriffen super easy gewinnen und viele Sachen wirken einfach nur in der Welt platziert, damit irgendwie die Spielzeit durch Belanglosigkeiten gestreckt wird. Einzig die Schreine machen ein wenig Sinn, da man die maximale Lebensenergie vergrößern kann. Abgerundet wird das alles durch extrem schlechte DLC-Erweiterungen.
Insgesamt 2 von 5 virtuellen Sternen
Asura's Wrath
Ein „komisches Spiel“ trifft es vermutlich am Besten. Ein wenig Action, etliche QTEs und dazwischen doch zahlreiche Zwischensequenzen zu einer Handlung, die irgendwie nicht ganz rüberkommt, wenn man sich nicht einarbeitet. Geht allerdings überwiegend gut / rund von der Hand und es ist einfach mal etwas anders, als die sonstigen Games, die man spielt und auch für den „Spiele müssen kurz sein, da ich keine Zeit habe“-Zocker ist AW was: Nach 2-3 Stunden ist man auch schon durch. Für den Vollpreis eine Frechheit, für einen Titel aus der Wühlkiste für 5€ jedoch verschmerzbar. Steuerung ist überwiegend OK, allerdings schlägt man auch recht viele Luftlöcher, da gerade die Anvisierung / Angriff auf den gewünschten Gegner nicht wirklich ausgereift ist. Japanisch eben.
Das Spiel lebt zudem von Rängen / Bewertungen für die einzelnen Level und unterschiedlichen Gameplaymodifizierungen, die man freischalten kann. Eigentlich ganz nett, damit es etwas mehr Langzeitspaß gibt. Aber, fast analog zu MP 3, will das Spiel zum Erneuten Durchspielen / Punktejagd ermuntern, allerdings ist die Umsetzung wieder so demotivierend. Weder aus dem aktuellen Level heraus noch vom Schirm der Levelendabrechnung kann man direkt einen Neustart machen. Immer muss erst den Weg (+Ladezeiten) über das Hauptmenü gemacht werden. Dazu elendige Zwischensequenzen, die man nach und nach häppchenweise abbrechen muss. Da kommt dock kein Spaß auf möglichst viele Punkte / gute Bewertungen zu erspielen.
Insgesamt 3 von 5 virtuellen Sternen
The Cave
Was für ein schönes Spiel. Von der ersten bis letzten Minute unglaublich stimmig und schön gemacht. Die „Welten“ sind abwechslungsreich, die Rätsel nahezu durchgehend nachvollziehbar & spaßig umgesetzt und auch der Humor ist klasse.
Ja, der Titel ist etwas kurz, aber zumindest der 2. Durchgang mit einer anderen Gruppe ebenfalls eine Freude, da man gut zu 1/3 neue Sachen sieht. Leider keine DE-Sprachausgabe, aber immerhin wurden sogar die Ingame-Bilder (Schilder, Monitorschirme, etc.) übersetzt.
Unschön waren lediglich die ab und zu auftretenden Microruckler, wenn man sich (zu?) schnell durch neue Levelareale bewegt und die Steuerung könnte im Bereich „loslassen von Objekten“ ein wenig flotter reagieren. Aber das sind Kleinigkeiten, an die man sich wirklich schnell gewöhnt und ansonsten spielt es sich ausgesprochen rund.
Nur: Warum heißt das Game in der XBL-Bibliothek „der Cavenhousen“?
Insgesamt 5 von 5 virtuellen Sternen