Dragon Age: Origins
Joa, hier mal mein Review zu Dragon Age: Origins.
Ja…wo komm ich denn her?
Dragon Age: Origins ist ein düsteres Fantasy-Rollenspiel, in dem ihr kämpft, Quests erfüllt und Level aufsteigt, stärker werdet, Fertigkeiten ausbaut (wie etwa: Schild- und Schwertkampf) und bessere Ausrüstungem findet. Dragon Age bietet eine Menge Quests, also wirklich sehr viele, womit man eine Menge Zeit hat, seinen Charakter aufzuleveln. Was Dragon Age auch bietet ist Blut, und zwar eine Menge. Gegner verwandeln sich mal in eine wahre Blutfontäne oder Köpfe werden abgeschlagen. Es gibt zwar brutalere Spiele aber nichts desto Trotz hat Dragon Age eine berechtigte „USK Ab 18“-Wertung erhalten.
Dragon Age: Origins spielt in dem Land Ferelden. Und Ferelden wird von der so genannten „Dunklen Brut“ angegriffen. Ihr wollt eine Armee aufbauen und sie fertig machen. Aber vorher müsst ihr einen Charakter erstellen, das Aussehen lässt sich sehr detailliert einstellen und bietet viele Möglichkeiten. In Dragon Age: Origins müsst ihr die Herkunft, die Rasse und die Hintergrundgeschichte eures Charakters festlegen. Was in diesem recht blutigen Spiel auch gut überlegt sein will. Je nach dem welche Rasse (Mensch, Elf, Zwerg), welche Klasse (Magier, Krieger, Dieb), und welche Hintergrundgeschichte ihr auswählt, treten euch die andere Charaktere anders gegenüber. Zum Beispiel gibt es eine ausgeraubte Elfen-Familie und wenn ihr sie als Mensch ansprecht sagen sie „Dass man so was mit Elfen tut“ aber wenn ihr sie als Elf ansprecht sagen sie „Wir wurden ausgeraubt aber keiner hilft einer Elfen-Familie. Das wisst ihr sicher auch“. Das sind dann aber nur die kleinen Unterschiede, wie die NPC’s mit euch umgehen, je nach Rasse usw.
Fight for your life and for your rights!
In Dragon Age müsst ihr natürlich auch kämpfen, wenn ihr den Krieg gewinnen wollt. Dies geschieht in Dragon Age, anders als in manch anderen Fantasy-RPGs. Ihr kämpft nicht alleine, sondern in einer Gruppe von bis zu 4 Charakteren. Und im Kampf könnt ihr jederzeit das Spiel pausieren und jedem eurer Charaktere Befehle erteilen, zum Beispiel, Charakter 1 greift Gegner 4 an, Charakter 2 nimmt seinen Bogen und geht auf eine Anhöhe und beschießt Gegner 2, Charakter 3 geht nach hinten und heilt aus sicherer Distanz die anderen Charaktere, und Charakter 4 schleicht sich an Gegner 3 an und eliminiert ihn lautlos. Je nach dem, wen ihr in eure Gruppe einfügt, könnt ihr euch jederzeit neue Strategien ausdenken.
Da es ab und zu sehr hektisch in Dragon Age zu geht, könnt ihr auch einstellen wie sich ein Charakter im Kampf verhält, wenn etwas Bestimmtes passiert, zum Beispiel: Wenn Charakter 1 weniger als 30% Energie hat, nimmt er automatisch einen Wundumschlag. Oder wenn Charakter 3 aus der Nähe angegriffen wird, benutzt sie die Fähigkeit XYZ und wenn das passiert, benutzt sie danach die Fertigkeit ZYX. So bietet euch das spiel sehr viele strategische Aspekte, aber die Charaktere können sich auch selbst versorgen, ohne dass ihr ihnen immer und immer wieder neue Befehle erteilen müsst.
Yay! Umfangreiche Dialoge!
Bioware-typisch bietet euch das Game sehr viele und sehr detaillierte Dialoge. Ihr könnt aus einer Vielzahl von Antwortmöglichkeiten auswählen, und je nach dem was ihr sagt, verändert sich die Stimmung eures Gegenüber und die Anzahl an Informationen, die er euch zu geben gewillt ist. Im extremsten Fall entwickelt sich ein ruhiges Gespräch in einen beleidigenden Streit bis hin zu einem blutigen Kampf. Jedoch könnt ihr mit den richtigen Dialogen auch eine feste Beziehung führen und euch mit dem Partner des öfteren in euer Zelt zurück ziehen. (ja, Auch homosexuelle Beziehungen sind in Dragon Age möglich).
Die einfachste Methode die Dialoge von Dragon Age zu beschreiben ist: Ihr habt einen Anfangspunkt und das Ende des Spiels, was eine gerade Linie ergibt. Und je nach dem wie ihr einen Dialog führt, passieren böse Ereignisse (wie zum Beispiel: ein kleines Kind ist vor der dunklen Brut geflohen und sucht seine „Mami“ und ihr sagt „Hau ab!“) oder gute (wieder das Kleine Kind, nur diesmal sagt ihr „Ohh du armes Ding! Wo ist denn deine Mami?“)
Und immer wieder passiert, es dass euch eure Gefährten ins Gewissen reden und sagen, wie sie über die derzeitige Situation denken. Und je nach dem wir ihr entscheidet, passiert es immer mal wieder, dass einige eurer Gefährten mit der Entscheidung nicht zufrieden sind und euch gegebenenfalls auch im Lager darauf ansprechen und Kritik ausüben. Im schlimmsten Fall kann es passieren, dass euch einer eurer Gefährten so sehr hasst, dass er euch einfach mal so verrät. Was genau dann passiert, weiß ich nicht; mir ist das Gott sei Dank noch nie passiert. Alles in allem macht es saumäßig Spaß, schöne, lange Dialoge zu führen und zu gucken wie die anderen Charaktere darauf reagieren, und die Konsequenzen hautnah mit zu erleben.
Das Wunderschöne Ferelden. Nur wo ist es?
Die Umgebungsgrafik von Dragon Age lässt noch einiges zu wünschen übrig. Viele Kanten, matschige Texturen, einige Ruckler und immer mal wieder bleibt man mal an Wänden hängen, was aber nach einiger Zeit wieder nachlässt. Dafür sehen die Charaktere umso besser aus, die Animationen in den Gesprächen sind erste Klasse, die Charaktere sind vielschichtig und äusserst interessant, mit viel Wiedererkennungswert. In der deutschen Synchronisation passiert es immer wieder, dass die Figur zu Ende geredet hat, aber ihre Bewegungen (zum Beispiel: auf einen bestimmten Ort zeigen) noch ausgeführt werden. Das wirkt dann etwas merkwürdig, da man sich sich oft noch 4-10 Sekunden lang einen stillen Charakter ansieht, wie er mit seinen Händen rum fuchtelt. Das nervt zwar nicht sonderlich, aber es ist unnötig.
Was mich ein bisschen geärgert hat war, das Dragon Age kein Open World-Game ist, was ja an sich nicht schlimm ist, aber dann so eine Grafik? Sie ist zwar nicht unter aller Sau aber, wenn man sich Dragon Age und Mass Effect 2 ansieht, frage ich mich, warum Dragon Age so aussieht? Es ähnelt Mass Effect eigentlich sehr, beide Spiele sind keine Open World, beide Spiele haben aber sehr viele grosse Gebiete zum erkunden, beide Spiele haben ungefähr das gleiche Dialogsystem, aber dennoch sieht Mass Effect wesentlich besser aus als Dragon Age. Es stört zwar nicht, aber es macht mich stutzig, warum die Unterschiede so groß sind.
Fazit:
93
Dragon Age macht einfach Spaß, nicht zuletzt wegen den super Dialogen. Je nach dem wie man spielt, verhalten sich NPC’s anders gegenüber dem eigenen Charakter. Die Charaktere sehen sehr gut aus, haben gute Animationen (auch wenn sie ab und zu bei der deutschen Synchronisation zu spät anfangen) und haben einen hohen Wiedererkennungswert. Und bis man die hunderten Quests von Dragon Age beendet hat, vergehen locker 50 Stunden voller Spielspaß. Zwar ist die allgemeine Grafik von Dragon Age veraltet, aber nichts desto Trotz sollten Fantasy-Fans hier dringend zugreifen!
Vielen Dank, euer Sawbones