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Die Zukunft unserer Welt - Regenerative Energien

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Schade eigentlich.

Ich suche nämlich nach genaueren Informationen, was die Membranen von PEMs im Bezug auf Verunreinigungen im Wasserstoff tatsächlich aushalten. Die Angaben die man da so findet sind alle irgendwie sehr schwammig. Man könnte es ja selbst testen, aber da ständig irgendwelche Membranen zu schrotten muss ja nun nicht sein.
 
Ich hatte mich bisher mit dem Thema nur am Rande auseinander gesetzt. Deswegen kann es sicher sein, dass man bei den entsprechenden Leuten auch bessere Antworten bekommt.
Ich hatte nur wie schon gesagt den Eindruck, dass auch die Verkäufer zum Teil selbst nicht genau wussten, was die Teile unter bestimmten Bedingungen aushalten. Kann aber auch dran liegen, dass es eben Verkäufer waren und nicht die Ingenieure/Wissenschaftler selbst. Man findet halt oft nur den Verweis auf den zugehörigen Standard und das wars dann.

Will jetzt aber auch nicht zu sehr ins Details gehen, passt hier ja auch nur eingeschränkt hin. Wenn es denn wirklich mal so weit ist, muss ich mich eh noch mal intensiver mit der Materie auseinander setzten.
 
Der Sachverständigenrat der Bundesregierung für Umweltfragen hat ein Eckpunktepapier rausgebracht.

Sehr sehr sehr lesenswert und in den meisten Bereichen trifft es den Nagel auf den Kopf (alle kann ich nicht schreiben, weil ich nicht mit allen im Detail vertraut bin).

http://www.umweltrat.de/SharedDocs/Downloads/DE/06_Hintergrundinformationen/2012_2016/2013_10_Eckpunktepapier.pdf?__blob=publicationFile

Auszug von einem Teil, der den Nagel auf den Kopf trifft:

Zugleich ist es auch technisch möglich, den Strombedarf bis 2050 vollständig aus erneuerbaren Energiequellen zu decken. Dabei kann ein hohes Niveau an Versorgungssicherheit gewährleistet werden. Dies wird zu Kosten möglich sein, die langfristig unter denen einer konventionellen Stromversorgung liegen werden...

und mein Lieblingsabsatz:

Die Kostendebatte versachlichen

Die grundlegende Reformbedürftigkeit des EEG wird in der öffentlichen Diskussion oft damit begründet, dass das EEG hohe Stromkosten verursache, deren weiteres Anwachsen gestoppt werden müsse. Allerdings werden in dieser Diskussion verschiedene Argumentationsebenen vermengt Erstens wird der Strompreisanstieg der letzten Jahre einseitig mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien erklärt. Zweitens konzentriert sich die Auseinandersetzung auf einen Indikator, der zur Ermittlung der tatsächlichen Förderkosten der erneuerbaren Energien ungeeignet ist. Drittens werden die resultierenden sozialen Probleme und die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Entwicklungen überzeichnet.
Der SRU warnt ausdrücklich vor solchen Fehldeutungen. Die Verdoppelung des Haushaltsstrompreises im Laufe der letzten Dekade war vor allem durch den Kostenanstieg der fossilen Energieträger getrieben. Zudem ist die EEG-Umlage als Indikator für die Kosten der erneuerbaren Energien untauglich. Die Umlage – als Differenz zwischen Einspeisevergütung und Marktpreis – steigt unter anderem, weil die großzügigen Befreiungen für eine Reihe von Industriekunden auf alle anderen Stromkunden umgelegt werden. Zu einer Steigerung führt paradoxerweise auch, dass der Börsenstrompreis wegen sinkender CO2-Preise und der wachsenden Einspeisung erneuerbarer Energien fällt. Beide Effekte stellen aber keine Förderkosten für die erneuerbaren Energien dar. Fehlerhafte Indikatoren können zu fehlerhaften Reformen führen, die den Ausbau der erneuerbaren Energien bremsen und damit das Gesamtziel der Energiewende gefährden würden.
Der SRU empfiehlt daher zum einen, einen besseren Indikator dafür einzuführen, ob das Portfolio der erneuerbaren Energien kostengünstiger wird oder nicht. Hierfür eignet sich die durchschnittliche EEG-Vergütung für Neuanlagen. Zudem sollte ein umfassender volkswirtschaftlicher Kostenbegriff verwendet werden. Dieser muss die gesamten, den erneuerbaren Energien zuzuordnenden Kosten mit den – insbesondere auch externen – Kosten vergleichen, die beim Aus- und Umbau der fossilen Energieversorgung entstehen (Differenzkostenansatz).
 
EEG Umlage steigt und es kann nicht mehr lange dauern, bis die ersten populistischen Berichte eintrudeln.

Dachte auf tagesschau.de nach dem Lesen der Überschrift auch, dass die mal wieder in die Richtung gehen, aber nein.
Da hat sich ein super Kommentar "versteckt"

http://www.tagesschau.de/kommentar/eeg122.html

Lüge Nummer eins: Das EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) ist hauptsächlich Schuld am steigenden Strompreis.Die Zahlen belegen: dem ist nicht so. In den letzten zehn Jahren stieg der Strompreis für Haushaltskunden um 11,5 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Die EEG-Umlage stieg im gleichen Zeitraum um 4,9 Cent. Außerdem müsste die Umlage nicht so stark steigen, wenn die Politik nicht immer mehr Unternehmen davon befreit hätte.

Lüge Nummer zwei: Steigende Strompreise machen uns arm. Ja, Armut in Deutschland gibt es, aber es gab sie schon lange vor der Energiewende. Armut ist ein Problem der Sozialpolitik, nicht der Energiepolitik. Außerdem werden Privathaushalte von Heiz- und Spritkosten wesentlich stärker belastet - und deren Preise steigen noch schneller als die für Strom.

Lüge Nummer drei: Nur Ökostrom wird so stark subventioniert. Falsch! Die EEG-Umlage ist nicht die einzige Strom-Subvention, auch wenn sie die einzige ist, die auf unserer Stromrechnung auftaucht. Im Gegenteil: EU-weit wurden, wie ein EU-Papier jüngst belegte, Kohle, Gas und Atomstrom mit rund 100 Mrd. Euro jährlich gefördert, die erneuerbaren Energien dagegen nur mit 30 Mrd. Die Liste ließe sich fortsetzen.

Fakt ist: Das EEG ist ein Erfolgsmodell. Es hat Deutschland einen Ökostrom-Anteil von 25 Prozent und einen technologischen Spitzenplatz in der Welt verschafft. Es wird im Ausland dutzendfach kopiert. Fakt ist auch: Nach über zehn Jahren muss das EEG den heutigen Gegebenheiten angepasst werden. Aber das Rad der Energiegeschichte sollte nicht zurückgedreht werden, nur damit jene Konzerne, die die Energiewende verschlafen haben, wieder auf ihre Kosten kommen.


Hätte ich nicht besser schreiben können. :dhoch:
 
Top. Das sollte auch der Letzte verstehen.

Allein wenn man sich mal die Stromgestehungskosten und ihre Entwicklung der einzelnen Energieumwandlungen anschauen würde, sollte jeder Ökostrom mit Kusshand nehmen, aber man sieht steigende Preise und denkt gleich "Regenerative Energie" ist schuld... und als hätten wir überhaupt mittel- und langfristig eine Wahl. :ugly:
 
Habe es zuerst in den Amazon Thread geschrieben...

Ich würde mal eher beim Bevölkerungswachstum den Hebel ansetzen. Was bringt es, den CO2-Ausstoss zu vermindern, wenn die Erdbevölkerung immer wie weiter anwächst. Auch wenn der pro Kopf CO2-Verbrauch nur noch halb so hoch wie 1970 wäre, würden wir trotzdem mehr CO2 in die Luft jagen, da sich die Bevölkerung mehr als verdoppelt hat. Weniger Leute = Weniger Umweltschäden

Oder sehe ich da etwas falsch?
 
Na aber mach mal...alle heulen rum, wenn Krieg gemacht werden soll, Sterbehilfe ist verboten, beim Autofahren besteht Anschnallpflicht, jetzt wollen sie sogar noch eine Helmpflicht beim Radfahren einführen...wie willst du da groß was am Bevölkerungsproblem ändern?
 
Das sind ja zwei verschiedene Themen.
Der Beitrag von eMKay bezieht sich ja auf Deutschland. Wir haben es wie Halb-Europa, die USA und Japan relativ einfach und können und müssen unseren relativ konstanten Verbrauch einfach schnell auf regenerative Energien umschwenken. Das ist wichtig, weil wir, die hoch industrialisierten Staaten, sehr viel mehr Energie verbrauchen als andere Länder. Das liegt einfach daran, dass der Wohlstand des Landes über den Energieverbrauch bestimmt. Das ist eine Proportionalität, wo noch nicht einmal die USA aus dem Rahmen fällt.
Jetzt haben wir natürlich eine sehr schnell wachsende Erdbevölkerung und das ist, wie man sich jetzt denken kann, erst einmal kein großes Problem. Die sind ja noch arm und verbrauchen somit wenig Energie. Aber was ist mit Ländern, wie China, wo das GNP seit Jahren relativ schnell ansteigt, wo viele arme Menschen plötzlich Geld ausgeben können? Da brauchen wir mehr und mehr Energie und die erhalten wir am Einfachsten durch Kohle. Und so hatten und haben wir extrem hohe CO2-Belastungen in China, weil schnell Menschen mit Energie versorgt werden mussten. Mittlerweile (seit vielleicht fünf Jahren) bemerkt China selbst das Problem. Denn wir haben nicht unendlich viel Kohle und die wird immer teurer, ebenso wie andere herkömmliche Energien, also werden jetzt die Regenerativen extrem gepusht. Da sieht man schön, wie es gehen kann. Innerhalb weniger Jahre hat China Deutschland und die USA überholt, was regenerative kWh angeht.

Jedenfalls ja, mehr Menschen sind ein Problem, mehr Menschen mit mehr Geld sind ein noch größeres Problem und das größte Problem ist, dass wir noch nicht einmal die kleinen, einfachen Schritte tun, die nötig sind, wie eben der Umstieg auf 100% Ökostrom, obwohl da der Weg schon lange geebnet ist und es uns noch nicht einmal etwas kostet.
 
Hm, geht so. Der Energieverbrauch kann wie gesagt am besten mit dem GNP in Verbindung gebracht werden (sehr gutes proportionales Verhalten). Da hat Deutschland z.B. ca. 7,5GJ/1000$, die USA ca. 9J/1000$, Japan waren nur 4-5J/1000$. Das ist alles im Rahmen. China hatte z.B. ca. 40J/1000$. Das war übertrieben. Ich glaube sogar Kanada fiel stärker aus dem Rahmen als die USA.
Ähnlich sieht es beim CO2-Ausstoß aus, wobei die USA natürlich schon immer mehr verbraucht und größere CO2-Emissionen hatte als nötig. Deutschland ist da ein besseres Beispiel. Bei einem großen, wohlhabenden Land wie den USA ist der Umstieg auch etwas schwerer bzw. langwieriger als bei kleineren Ländern. Die USA hat aber afaik die am stärksten sinkenden CO2-Emissionen der Welt und einen schnelleren Ausbau an regenerativen Energien als Deutschland.
Wir haben also weit größere Probleme als die USA in Zukunft.
 
Glod schrieb:
Na aber mach mal...alle heulen rum, wenn Krieg gemacht werden soll, Sterbehilfe ist verboten, beim Autofahren besteht Anschnallpflicht, jetzt wollen sie sogar noch eine Helmpflicht beim Radfahren einführen...wie willst du da groß was am Bevölkerungsproblem ändern?

Man muss ja nicht unbedingt Leute bewusst umbringen, damit die Bevölkerung zumindest nicht mehr weiter wächst. Sterben tun Menschen ja von ganz allein. ;)

Man muss halt nur dafür sorgen, dass nicht allzuviele neue Menschen nachkommen.

Das Schöne: Mit steigendem Wohlstand geht das von ganz alleine. Sieht man schon an der EU oder den USA, oder auch Japan. Wenn genug Wohlstand und staatliche Sozialsysteme vorhanden sind, geht der Trend automatisch weg von der Großfamilie zur Kleinfamilie.

Oder du hast genug Macht dich durchzusetzen, dann geht es auch ohne Wohlstand auf dem Niveau von Industrienationen, wie China mit der Ein-Kind-Politik zeigt.

Obwohl ich ehrlich gesagt im Moment gar nicht weiß, ob dein Posting ernst gemeitn war. :ugly:
 
Wirklich verboten wird es in China ja auch nicht, aber wenn man hier z.B. das Kindergeld für das zweite Kind streichen würde, hätte man sehr schnell eine "Ein-Kind-Politik". Bei uns macht man ja das Gegenteil, indem man das Kindergeld ab dem dritten Kind erhöht, auch wenn hier die Maßnahmen deutlich gemäßigter ausfallen.
 
Wir brauchen hier doch mehr Kinder um den demografischen Wandel in Grenzen zu halten und du kommst jetzt mit Kindergeld streichen um die Kinder zu reduzieren :ugly:

Deutschland ist da sicher nicht das Problem ;)

Es ist ja auch völlig unsinnig zu diskutieren ob man eine weltweite Aktion zur Nichtvermehrung der Menschheit starten sollte um den Planeten zu retten :ugly:
 
mhkay hab ich anders verstanden :) dann lass den Rest des Textes einfach für die anderen übrig :D

Die Ökostromumlage steigt 2014 übrigens auf 6,240 cent
 
eape schrieb:
Hm, geht so. Der Energieverbrauch kann wie gesagt am besten mit dem GNP in Verbindung gebracht werden (sehr gutes proportionales Verhalten). Da hat Deutschland z.B. ca. 7,5GJ/1000$, die USA ca. 9J/1000$, Japan waren nur 4-5J/1000$. Das ist alles im Rahmen. China hatte z.B. ca. 40J/1000$. Das war übertrieben. Ich glaube sogar Kanada fiel stärker aus dem Rahmen als die USA.
Ähnlich sieht es beim CO2-Ausstoß aus, wobei die USA natürlich schon immer mehr verbraucht und größere CO2-Emissionen hatte als nötig. Deutschland ist da ein besseres Beispiel. Bei einem großen, wohlhabenden Land wie den USA ist der Umstieg auch etwas schwerer bzw. langwieriger als bei kleineren Ländern.


Du hast doch in deinem Beispiel eben schon enorme Unterschiede (9 vs. 4-5) genannt, wie kannst du da zum Fazit kommen, dass das alles schon passt? :ugly: Klar gibt es ne ziemlich gute Korrelation (mehr Wohlstand -> mehr Energieverbrauch), aber es gibt schon Ausreißer. Wenn man sich die Treibhausgasemissionen anschaut wird der Vergleich für die USA tendenziell auch noch nachteilhafter.


Die USA hat aber afaik die am stärksten sinkenden CO2-Emissionen der Welt und einen schnelleren Ausbau an regenerativen Energien als Deutschland.
Wir haben also weit größere Probleme als die USA in Zukunft.


Nein, das hast du beides falsch im Kopf. Zum Einen steigen die CO² Emissionen in den USA, während sie in Deutschland z.B. sinken, sieh bspw. hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kyoto-Protokoll#Die_15_gr.C3.B6.C3.9Ften_Emittenten_aus_Anhang_B

Das ganze sieht durch die unterschiedliche der Bevölkerung natürlich nochmal nen tick ungünstiger (für die USA) aus, als es die Bevölkerungsentwicklung eingerechnet wäre/ist, aber dennoch sind die USA in Sachen Treibhausgase und deren Entwicklung beschissen.

In Sachen Ausbau/Stand der Erneuerbaren.. falls das hier stimmt...

http://en.wikipedia.org/wiki/Renewable_energy_in_the_United_States#Current_trends
http://de.wikipedia.org/wiki/Erneuerbare_Energie#Anteil_der_erneuerbaren_Energien

... ist auch das Gegenteil der Fall: Größerer Anteil und schnellerer Ausbau in Deutschland ;)
 
Bei dem Verhältnis von GNP/Primärenergieverbrauch gibt es natürlich Ausreißer. Habe ich ja selbst genannt. Die USA liegt aber im selben Bereich wie Deutschland. Habe ja auch gesagt, dass es noch im Rahmen ist, auch wenn die USA natürlich trotzdem keine Werte von Deutschland erzielt.

Die CO2-Emissionen sinken sehr stark in den USA. Leider allerdings nicht nur aufgrund des Umstiegs auf regenerative Energien, sondern auch weil weniger Kohle und mehr Erdgas gefördert wird. (http://www.epa.gov/climatechange/ghgemissions/gases/co2.html hier siehst du z.B: den Trend, obwohl du dafür unzählige Quellen findest, wenn du aktuelle Statistiken suchst).

Und wo siehst du den schnelleren Ausbau in Deutschland? Prozentual bessert es sich in den USA doch in den USA mehr als in Deutschland. Auf deinem verlinkten Beitrag solltest du auch selbst sehen, dass die USA deutlich mehr Geld in den Ausbau investiert als Deutschland.

Wie auch immer. Ich wollte nur darauf hinaus, dass die USA nicht unser größtes Problem sein wird, weil trotz Milliarden-Investitionen China es schwer haben wird ausreichend Energie sauber zur Verfügung zu stellenö Ähnliche Probleme könnten bei anderen Ländern auftreten. Bei den USA und natürlich auch Deutschland als wahrscheinlich bestes Beispiel sieht man global zumindest einen Trend in die richtige Richtung. Wenn man diese Länder dann wieder isoliert betrachtet, sollte es trotzdem deutlich schneller und konsequenter gehen.
 
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