magforce schrieb:
Wieso ist das so ein Problem für dich?
Einfache Antwort und darüber solltest du auch sehr genau nachdenken:
Dein ungeimpftes Kind fängt sich genau wegen dieser fehlenden Impfung die Krankheit X ein. Du gehst mit dem Kind zum Arzt und dort steckt dein Kind ein anderes Kind an. Allerdings ist dieses Kind noch zu jung, um die entsprechende Impfung zu bekommen (selbst wenn es die Eltern impfen lassen wollen). Und dieses Kind stirbt dann an der Krankheit. Ergo bist du aufgrund deiner Haltung für den Tod des anderen Kindes verantwortlich.
Wo genau mein Problem liegt? Hmmm...das würde dir dann schon mitteilen, sollte ich der Vater des toten Kindes sein. Kleiner Tipp: Setz 'nen Helm auf.
Wir haben unsere entgültige Entscheidung übrigens getroffen, nachdem wir uns im echten persönlichen Gespräch mit anderen Eltern unterhalten haben, deren Kinden nicht geimpft sind.
Und tatsächlich ist es so, dass die Kinder dieser Eltern weniger Kranktage in der Grippe zu verzeichnen haben als die geimpften Kinder (Die Grippenleiterin hat uns dies sogar bestätigt).
Aber dies sollte bei Eltern, die sich informieren, nichts neues sein.
Das ist doch Unsinn. Als ob Impfungen (z.B. gegen Masern) per se Auswirkungen darauf haben, ob ein Kind öfter Grippe kriegt o.ä. Das ist genau der gleiche Schwachsinn wie mit der Muttermilch. Gestillte Kinder sollen gesünder sein. Komisch, dass unsere Tochter als Flaschenkind weit weniger krank ist, als gestillte Kinder...
Und wenn man dann im Nachhinein liest wie Impfstoffe hergestellt werden und wie Impfstoffe quasi "ungetestet" auf den Markt "gedrückt" werden, ärgern wir uns nur, dass wir uns nicht schon früher darüber informiert haben.
Oh ja...schrecklich. Und die unzähligen Toten, die diesen ganzen Impfstoffen zum Opfer gefallen sind - es ist einfach erschreckend. Man kann ja direkt von einem Wunder ausgehen, wenn das eigene Kind die Impfung überlebt. Wieviele Personen kennst du denn, wo Kinder nachweislich einen bleibenden Impfschaden erlitten haben? Ich nenn dir für jede, die du kennst, 1 Mio, wo das nicht passiert ist. Deal?
btw habe auch ich etwas zum lesen für dich -> http://www.efi-online.de/PDF/UngeimpfteGesuender.pdf
Aber bitte auch durchlesen, ist wirklich interessant.
Ist es nicht. Es ist ein typisches Wichtigtuer-Dokument der Imfgegner, das wieder einmal absolut keinerlei belegbare Fakten enthält. Natürlich ist es schön mit Diagrammen aufgearbeitet etc. aber es ist und bleibt totaler Bullshit. Nehmen wir mal folgende Passsage:
Sowohl bei Viruserkrankungen, wie z.B. den Windpocken, gegen - oder sollte man korrekter für sagen? – die erst seit Kurzem geimpft wird, aber auch bei bakteriellen Erkrankungen wie Schar- lach oder der Durchfallerkrankung Salmonellen ist beweisbar, dass unge- impfte Kinder wesentlich widerstands- fähiger sind.
So, so das ist also beweisbar. Wo denn? Sie schreibt einfach nur diesen Satz hin und dann kommt nichts. Keinerlei Quellenangaben zu den Beweisen, keine nachvollziehbaren Zahlen - nur Behauptungen und wieder ein Diagramm. Das würde in dieser Machart auf jeder wissenschaftlichen Veranstaltung (gleich welcher
Art) in der Luft zerfetzt werden, weil es nicht den geringsten wissenschaftlichen Ansprüchen genügt. Sieh dir doch das Dokument an. Da ist nicht eine einzige Quelle angegeben, anhand derer man das Geschriebene verifizieren könnte. NICHT EINE QUELLE! Keine Links, keine Literaturangaben - gar nix. Das allein sollte schon schwer zu denken geben.
Aber schauen wir uns doch einmal die Person hinter dieser Website an: Angelika Müller (vormals Kögel-Schauz). Hey, die Gute hat sogar ihren eigenen Wikipedia-Eintrag. Und was lesen wir dort? Aber bitte auch durchlesen, ist wirklich interessant.
In ihrem Blog www.gesundheitlicheaufklaerung.de/impfen-macht-krank meint Müller, dass ihr ein erfahrener homöopathischer Arzt auf der von ihr organisierten 1. Impfkritiker-Konferenz im Jahr 1997 berichtet habe, dass es überhaupt erst seit Einführung der Pockenimpfung Schilderungen von Heuschnupfen gebe.[2]
Dies ist nachweislich falsch. Erste Versuche, gegen Pocken zu impfen, gab es ab 1771.[3] Zu Heuschnupfen existieren allerdings viele historische Überlieferungen aus der Zeit vor der Pockenimpfung. Die erste plausible Überlieferung zum Heuschnupfen stammt bereits aus dem alten Persien mit der Bezeichnung "Rosenschnupfen".[4] In einem Buch von C. Elgood aus dem Jahr 1952 über die persischen Wissenschaften wird ein gewisser Rhazes (Abû Bakr Muhammed Ibn Zakarîya Al-Râzî) erwähnt, der wahrscheinlich um das Jahr 900 u.Z. gelebt hat. Er hatte eine Entzündung der Nasenschleimhaut beschrieben, die regelmäßig im Frühjahr zur Zeit der Rosenblüte aufgetreten sein soll. Ab dem 16. Jahrhundert wurde auch in Europa ein "Rosenfieber" beschrieben, das von der Jahreszeit abhängig war und die heute bekannte, typisch allergische Symptomatik zeigte.[5]
Weiter behauptet sie:
"Von den vehementen Impfbefürwortern und Gesundheitsbehörden ist in letzter Zeit immer öfter der Unfug zu lesen, dass Impfungen sogar vor Allergien schützen würden. In der DDR hätte es schließlich eine Impfpflicht gegeben und dort wären die Allergien wesentlich seltener gewesen. Aus zuverlässigen Quellen weiß ich, dass in der DDR Allergikerkinder gar nicht bzw. sehr zurückhaltend geimpft wurden, weil man um diese Zusammenhänge wusste!"
Bei dieser Aussage hätte Müller als mathematisch vorgebildeter Person der Zusammenhang auffallen müssen, dass epidemiologische Vergleiche zeigen, dass Allergien erst nach der "Wende" in der Bevölkerung der ehemaligen DDR signifikant zunahmen – zeitgleich mit einem Rückgang der durchgeführten Schutzimpfungen, bei zuvor annähernd 99% Durchimpfungsrate.[6] Wären Impfungen für die Entstehung von Allergien ursächlich, hätten bei sinkender Impfrate auch die Allergien auf dem Gebiet der ehemaligen DDR abnehmen müssen. Es ist jedoch das Gegenteil eingetreten, die Häufigkeit von Allergien nahm zu.
Müller versucht außerdem zu belegen, dass geimpfte Kinder häufiger an Allergien sowie "kleinen und großen Hirnerkrankungen" leiden, z.B. häufiger ADHS haben, einen Logopäden benötigen sowie Brillenträger sind. Dazu hat sie einfache Säulendiagramme aus den Rohdaten der KIGGS-Studie (Studie des Robert Koch-Instituts zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland)[7] erstellt, die jedoch keine Aussage über die Signifikanz der Unterschiede zulassen und auch nicht wiedergeben, welche anderen Einflussfaktoren bestehen, die Allergien bzw. ADHS bedingen. Außerdem ist die Feststellung "Logopäde" ohne jegliche Aussagekraft, weil Kinder aus ganz unterschiedlichen Gründen, die man nicht zusammenfassen kann, einen Logopäden in Anspruch nehmen (Sprachverzögerungen unterschiedlicher Genese, z.B. aus neurologischen oder sozialen Gründen, bzw. bei Hörschäden, Stottern, Zahnfehlstellungen, Rachenfehlbildungen). Ebenso sieht es bei der Feststellung "Brillenträger" aus, da hier vor allem angeborene Fehlsichtigkeiten einfließen, die nicht auf eine Impfung zurückgeführt werden können. Die Diagramme sind deshalb völlig nichtssagend. Es gibt auch keinen wissenschaftlichen Beleg für einen Zusammenhang zwischen Impfungen und der Entstehung von Allergien.
Und ganz besonders hervorzugeben ist hier:
Ein Teil der nachweislich falschen Aussagen von Müller mag damit zu erklären sein, dass sie keine Qualifikation auf den Gebieten Medizin und Biologie hat und daher als Laie anzusehen ist. Von der völligen Unkenntnis biologischer Grundlagen zeugt z.B. ihre Behauptung, dass Menschen (gehören zu den Eucaryoten, d.h. Lebewesen, deren Zellen einen Zellkern besitzen) mit den Viren (Partikel, die zwar Erbinformation enthalten, aber keine Zellen sind und auch keinen eigenen Stoffwechsel haben) und Bakterien (Prokaryoten haben keinen Zellkern; die Erbinformationen liegen frei im Zellinneren) eng verwandt seien.
Ein totaler Laie auf allen für diese Thematik relevanten Gebieten mit noch dazu abenteuerlichen Ansichten. UND DER PERSON VETRAUST DU DAS LEBEN DEINES KINDES AN, WÄHRNED DU STUDIERTE MEDIZINER ABLEHNST?
Und falls das immer noch nicht reicht:
Bei dem von mir verlinkten Artikel ging es um eine Folgeerkrankung der Masern. Diese nennt sich SSPE. Es handelt sich dabei um eine neurodegenrative Erkrankung, die nach einer Masernerkrankung selten auftritt, aber wenn sie es tut, dann verläuft sie IMMER TÖDLICH. IMMER! 100% ! KEINE AUSNAHME!
Denk mal drüber nach, was dir lieber ist: Ein totes Kind oder eins mit Heuschnupfen (wenn man der von dir so verehrten Laiendarstellering glauben darf).
Aber tu dir bitte einen Gefallen: Impfen oder nicht impfen - egal, was du machst, informiere dich bitte bei wissenschaftlich belastbaren Quellen, deren Verfasser auch ein entsprechendes Hintergrund wissen haben. Bitte, bitte, bitte - tu's deinem Kind zu liebe (wenn dir schon andere egal sind).