Die Heiler des Mittelalters scheren sich meist wenig um die anatomischen Gegebenheiten des Menschen. Ohnehin haben sie von Anatomie nur sehr begrenzte Kenntnisse. Dass es etwa einen Blutkreislauf gibt, davon hat bis dahin kein Medicus des Abendlandes gehört. Noch immer halten viele Ärzte die autoritative Ansicht des großen Doktors aus der Antike, Galen, für plausibel: Demnach wütet in der linken Herzkammer ein Feuer, das zur Blutreinigung brennt.