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Die große Sexismus-Debatte

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

uff.. nochma: norm =/= mehrheit. nicht die mehrheit bestimmt die norm. nur weil die meisten leute hetero sind, sidn sie deswegen nicht die norm, es ist eine norm von vielen.

und man ändert sicher nicht die komplette weltanschauung einiger durch veränderte sprache. aber es ist ein teil, der dazu beiträgt. sprache bestimmt das bewusstsein. in der art udn weise, wie ich sprachlich mit einer thematik umgehe transportiere ich mehr als simple worte. das sollte ja nun nix überraschendes sein udn genau das machen sich doch viele zu nutze.. bild-zeitung? da werden worte ganz bewusst gewählt um damit eine aussage zu verknüpfen. warum woll man da nicht im alltag gegensteuern um einen prozess mitzugestalten? weil manchen das zu nervig is und lieber in ihrer alten, vertrauten lebensweise bleiben wollen anstatt mal zu gucken, was man selbst tun kann?
 
@Urgs Aber Sprache kann auch vieles bewirken und zum umdenken anregen. Merke das selber bei der Thematik im Umgang mit dem Wort behindert, aber dass führt jetzt am Thema vorbei. Der Kern der Aussage ist, dass auch oder auch gerade Sprache viel Aussagekraft über die innere Haltung besitzen kann.

Sehe ich anders. Leute die das Wort "behindert" im negativen Kontext benutzen sind meist zwischen 13 und 16 und wissen noch nicht, was für ein Glück sie haben, dass sie gesund sind.
 
Bei 13-16 jährigen ist es auch was anderes, aber ich habe auch genügend Erfahrungen mit Leuten gemacht die durchaus älter sind und es dennoch benutzen. Aber wie gesagt, dass führt jetzt zu weit.
 
Selbstverständlich bestimmt die Mehrheit der Gesellschaft auch automatisch die sozialen Normen, auch nach der von Mingo geposteten Definititon. Wie soll das denn sonst funktionieren? Klar können sie sich verändern, haben sie sich auch. Indem Schwule immer mehr in das Licht der öffentlichen Wahrnehmung drangen, stärkte das auch die soziale Akzeptanz von Homosexualität.

Bei der Sprache würde ich aber sagen, dass die Sprache sich eher den sozialen Normen anpasst, als das sie sie direkt verändern könnte, indem man bestimmte Anreden vorschreibt.
 
Sehe ich anders. Leute die das Wort "behindert" im negativen Kontext benutzen sind meist zwischen 13 und 16 und wissen noch nicht, was für ein Glück sie haben, dass sie gesund sind.


Ach ist das bei euch so behindert, dass jeder der eh schon irgendwelche Zuschüsse bekommt auch von der GIS bzw der Abgabe befreit ist? Ich seh dahinter einfach die Logike nicht.



Sie schießt scharf aka She shoots straight aka Lethal Lady

Was für ein behinderter deutscher Titel! :fp:



Jo. Leider nie einer zur Stelle. Voll behindert. -.-

ja aber ich spiele doch nicht auf meinem handy oder tablet mit gamepad.. wie behindert wär das denn

Kündigen kann man am bequemsten über die xbox.com website..da muss man sich nicht mit diesem behinderten Xbox-UI rumschlagen.
 
Selbstverständlich bestimmt die Mehrheit der Gesellschaft auch automatisch die sozialen Normen, auch nach der von Mingo geposteten Definititon.
Natürlich hat eine Mehrheit in der Gesellschaft einen größeren Einfluss darauf, was in eben dieser Gesellschaft als Norm gilt und was nicht. Aber auch die Mehrheit bildet nicht automatisch die Norm, an der sich die übrigen zu orientieren haben.
Nochmal aus der Definition von Wikipedia zitiert:
Wikipedia schrieb:
Normen sind (äußerliche) Erwartungen der Gesellschaft an das Verhalten von Individuen.
Aufgrund dessen kann es in einer aufgeklärten und modernen Gesellschaft wie der unsrigen nicht die_eine_sexuelle Norm geben. Eben weil es weitläufig akzeptiert wird, dass es verschiedene sexuelle Ausrichtungen gibt und sich jede*r sexuell so orientieren können soll, wie er*sie das will.
Von daher würde ich sagen: Es ist gesellschaftlicher Konsens, dass es keine sexuelle Norm gibt (/geben sollte), an der sich jedes Individuum orientieren muss.
 
Die Sache ist einfach...wenn man aus ner Sache ein Problem macht, dann naja, macht man sich meist mehr Mühe als nötig ist. Die meisten schwulen werden kein Problem haben, wenn man mal gerade schwul als Synonym für "scheiße" o.Ä. verwendet. Und genauso läuft es mit dem "behindert". Im Endeffekt sind alles nur Worte, und Worte sind Schall und Rauch, deswegen sollte man sich vielleicht genau überlegen, ob man wegen so was empört sein sollte. Ich wohne in einem Dorf mit einer Psychatrie, wo auch Leute mit körperlichen Behinderungen untergebracht sind und benutze trotzdem "behindert" als eben solches Wort...und ich würde mal sagen, dass sich von denen die meisten nicht dran stören würden. Genauso wenig würde es mich stören, wenn man mich Weißbrot oder Rotschopf o.Ä. nennt. Es ist im Endeffekt Meinungsfreiheit. Man kann Leuten nur Takt beibringen, ob sie das dann auch so verwenden ist ihre Sache. Ist imo auch gut, dass man sagen kann was man will. Selbst wenn Leute deswegen vllt verärgert sind. Alles andere wäre doch Zensur..oder nicht?
 
Selbstverständlich bestimmt die Mehrheit der Gesellschaft auch automatisch die sozialen Normen, auch nach der von Mingo geposteten Definititon. Wie soll das denn sonst funktionieren? Klar können sie sich verändern, haben sie sich auch. Indem Schwule immer mehr in das Licht der öffentlichen Wahrnehmung drangen, stärkte das auch die soziale Akzeptanz von Homosexualität.

Bei der Sprache würde ich aber sagen, dass die Sprache sich eher den sozialen Normen anpasst, als das sie sie direkt verändern könnte, indem man bestimmte Anreden vorschreibt.

jo, aber wie du sagst DIE normen. plural. hetero ist eine, homosexualität eine andere. auch wenn es noch viel zu tun gibt, ist homosexualität gesellschaftlich grösstenteils akzeptiert. damit sind sie eine norm.
 
@Mingo: Naja, das ist jetzt deine Auslegung. Ich würde vermuten: ja, es ist allgemein akzeptiert, dass es verschiedene sexuelle Ausrichtungen gibt und jeder sich sexuell so orientieren sollte, wie er es halt nach seiner Anlage her muss.
Daraus leitet sich aber nicht zwangsläufig der gesellschaftliche Konsens ab, dass es keine sexuellen Normen geben sollte. Eher würde ich vermuten, dass die meisten damit sexuellen Minderheiten ein Recht auf freie Entfaltung einräumen, ohne deswegen die heterosexuelle Norm, auf die sich letztlich auch das klassische Familienbild bezieht, in Frage zu stellen.
Ein Freibrief für ein genderkorrektes Schriftbild lässt sich daraus erst Recht nicht ablesen. :D
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Die Sache ist einfach...wenn man aus ner Sache ein Problem macht, dann naja, macht man sich meist mehr Mühe als nötig ist. Die meisten schwulen werden kein Problem haben, wenn man mal gerade schwul als Synonym für "scheiße" o.Ä. verwendet. Und genauso läuft es mit dem "behindert". Im Endeffekt sind alles nur Worte, und Worte sind Schall und Rauch, deswegen sollte man sich vielleicht genau überlegen, ob man wegen so was empört sein sollte. Ich wohne in einem Dorf mit einer Psychatrie, wo auch Leute mit körperlichen Behinderungen untergebracht sind und benutze trotzdem "behindert" als eben solches Wort...und ich würde mal sagen, dass sich von denen die meisten nicht dran stören würden. Genauso wenig würde es mich stören, wenn man mich Weißbrot oder Rotschopf o.Ä. nennt. Es ist im Endeffekt Meinungsfreiheit. Man kann Leuten nur Takt beibringen, ob sie das dann auch so verwenden ist ihre Sache. Ist imo auch gut, dass man sagen kann was man will. Selbst wenn Leute deswegen vllt verärgert sind. Alles andere wäre doch Zensur..oder nicht?

Nee "schwul" und "behindert" als synonym für "scheiße" zu verwenden ist einfach unreif.

Beides ist nichts negatives. Schwul ist "anders". Behindert ist diskriminierend. Ich wünsche dir wirklich mal eine Nacht im Kreisssaal in der du betest, dass dein Kind gesund ist.
 
Nee "schwul" und "behindert" als synonym für "scheiße" zu verwenden ist einfach unreif.

Beides ist nichts negatives. Schwul ist "anders". Behindert ist diskriminierend. Ich wünsche dir wirklich mal eine Nacht im Kreisssaal in der du betest, dass dein Kind gesund ist.
Natürlich ist beides nix negatives. Ich habe selber einen geistig sowie körperlich eingeschränkt Halbbruder und naja, nur weil es diskriminirend ist, soll es gleich jedem verboten werden? Dann ist imo der Schritt zu anderen Sachen nicht mehr weit, weil sich die meisten doch gar nicht davon angesprochen fühlen. Eben weil man nicht zu einer Person sagt, dass sie behindert ist, sondern geistig und/oder körperlich eingeschränkt/behindert. Und nicht einfach "guck mal, der ist behindert". Denn das ist taktlos. Aber wenn ich mal gerade zu nem Kumpel sage "junge, du bist so behindert" dann wird das wohl kaum jemanden verletzen.
 
Aber niemand der diese Worte benutzt meint sie negativ gegenüber der Minderheit sondern aus allgemeiner Umgangssprache.
Wenn ich im Internet schreibe oder beruflich mit Leuten kommuniziere achte ich auf sowas auch weil es sich einfach nicht gehört und kein guter Stil ist, wenn ich jetzt mit Kumpels spreche oder während des Spielens oder Autofahrens schimpfe bezeichne ich auch mal was als behindert oder schwul.
 
Die Sache ist einfach...wenn man aus ner Sache ein Problem macht, dann naja, macht man sich meist mehr Mühe als nötig ist. Die meisten schwulen werden kein Problem haben, wenn man mal gerade schwul als Synonym für "scheiße" o.Ä. verwendet. Und genauso läuft es mit dem "behindert". Im Endeffekt sind alles nur Worte, und Worte sind Schall und Rauch, deswegen sollte man sich vielleicht genau überlegen, ob man wegen so was empört sein sollte. Ich wohne in einem Dorf mit einer Psychatrie, wo auch Leute mit körperlichen Behinderungen untergebracht sind und benutze trotzdem "behindert" als eben solches Wort...und ich würde mal sagen, dass sich von denen die meisten nicht dran stören würden. Genauso wenig würde es mich stören, wenn man mich Weißbrot oder Rotschopf o.Ä. nennt. Es ist im Endeffekt Meinungsfreiheit. Man kann Leuten nur Takt beibringen, ob sie das dann auch so verwenden ist ihre Sache. Ist imo auch gut, dass man sagen kann was man will. Selbst wenn Leute deswegen vllt verärgert sind. Alles andere wäre doch Zensur..oder nicht?

Genau das sind sie nicht. Worte sind eine ziemlich starke Waffe. Wenn Worte nur Schall und Rauch wären, dann müssten wir uns ja auch keine Gedanken mehr über psychische Grausamkeiten etc. machen. Ja ich weiß, ich gehe jetzt gerade wieder vom schlimmsten aus, aber so sollte doch am anschaulichsten werden, dass Worte eben viel viel mehr sind als Schall und Rauch.

Und ich werde jetzt auf diese Wortverwendung von Behinderung nicht weiter eingehen, da ich nicht beabsichtigt hatte eine weitere Diskussion hier anzuzetteln. Nur noch soviel: Ich bin der festen Überzeugung, dass jemand der "behindert" als abwertende Wortkonstruktion benutzt, nicht überblickt, was er mit dieser Wortwahl vielleicht bei einer Person mit Behinderung auslösen kann. Und was ist daran so schwer, dieses Wort mit dieser Eigenschaftszuschreibung einfach zu überdenken und vielleicht aus seinem Wortschatz zu streichen?
 
Es kommt ja alles auf die Person selber an, deswegen kann man da ja keine pauschalen Aussagen schließen, ob man dieses Wort nun sagen darf oder nicht. Letztlich bleibt es jedem selber überlassen.
 
Natürlich bleibt es dir selbst überlassen. Es wäre nur schön, wenn sich jeder einfach mal Gedanken darüber macht.

Ich glaube nach wie vor, dass die Wortwahl viel über einen Menschen selber sagt.

Du kannst auch noch Mongo sagen, wenn Dir danach ist....

Jetzt wird man sagen: Ja aber Mongo, dass ist ja abwertend und beleidigend. Ist es auch und zwar über alle Maßen hinweg, aber vor 10 15 Jahren wurde das noch nicht so gesehen. Aber dadurch, dass sich mehr und mehr Gedanken darüber gemacht haben, kam es glücklicherweise zu einem Umdenken. So könnte es ja jetzt auch bei anderen Begrifflichkeiten passieren.
 
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