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Die große Sexismus-Debatte

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Im Casualgames-Bereich ist es aber faktisch tatsächlich so, dass die Zielgruppe primär weiblich ist. Das hat dann auch nichts mit Sexismus zu tun und ist völlig unabhängig davon, wie der "Core"-Markt sich aufteilt.
 
Aber wenn man dort arbeitet muss man auch videospiele spielen und kennen, oder man behauptet einfach das eine Bahnstrecke von Berlin nach New York gebaut wird, darauf komme ich bis heute nicht klar. :ugly:
 
Im Casualgames-Bereich ist es aber faktisch tatsächlich so, dass die Zielgruppe primär weiblich ist. Das hat dann auch nichts mit Sexismus zu tun und ist völlig unabhängig davon, wie der "Core"-Markt sich aufteilt.

Is halt wieder die Frage, wie man "Casual" definiert. Wenn jemand 500 Stunden in Farmville investiert, ist der für mich in dem Segment "Hardcore". Wenn jemand sich ne Playstation kauft und dann gelegentlich nur Fifa drauf läuft und nach drei Jahren kauft er sich das neuste GTA, weil er dafür so viel Werbung gesehen hat, zockt es aber keine 10 Stunden, dann ist der für mich "Casual".
 
Ist halt auch wieder - angelehnt an das, was JWohl da beschrieben hat - das Ding, dass Frauen mittlerweile öfter begreifen, dass sie sich nicht vor Männern rechtfertigen müssen. Es geht doch sofort immer wieder das "Fake-Gamer/Geek Girl" Gequatsche los, sei es bei Comics, TableTop/P&P RPGs oder eben Games. Eine Frau im Spielesektor muss sich doch ständig neu beweisen und wird dann auch noch niedergemacht oder dumm angequatscht. Im kreativen Cosplay-Sektor, in dem ja auch viele Game-Cospalyerinnen unterwegs sind, dürfen sie sich ständig anhören: "Boah, die hat das Spiel doch sicher nichtmal gespielt und hat keine Ahnung, was für'n Charakter sie da darstellt!"

Ich glaube nichtmal, dass soviele Frauen wirklich als Männer inkognito unterwegs sind. Ich finde den Bericht leider nicht mehr auf die Schnelle, aber ich habe vor kurzem gelesen, dass Frauen aufgrund der Scheißerfahrungen eben vor allem GAR NICHT "rausgehen", sondern dann wirklich nur für sich spielen und sich da nicht groß vernetzen oder TS laufen haben oder in Foren posten.

Mag alles sein, aber man sollte da vielleicht auch die Relationen wahren. Die Cosplayszene ist ne subkulturelle Randerscheinung. Natürlich ist es traurig, wenn sogar innerhalb dieser Szene Vorurteile herrschen. Ehrlich gesagt, kann ich mir kaum vorstellen, dass es so gravierend ist. Immerhin sind doch da alle aus ähnlichem Interesse. Und wahrscheinlich ist der Anteil konsolenspielender Frauen dort ziemlich hoch. Aber letztlich geht es doch um eine weitaus größere Gruppe, auch alterstechnisch. Die meisten, in irgendeiner Weise spielenden Frauen in Deutschland haben wahrscheinlich überhaupt keine Ahnung davon, was Cosplay überhaupt ist.
 
Klar, die Problematik besteht ja seit Jahr und Tag. Auch die "Casual"-Spieler sehen sich ja idR nicht als solche, eben weil sie Stunden in die Games versenken. Tendenziell geht es aber bei der Abgrenzung eher um die Spieletypen und deren Komplexitätsgrad. Ob nun Aufbau-Browserspiele, Wimmelbild oder 3-Gewinnt. Guck dir diesbezüglich einfach das Portfolio von den entsprechenden Entwicklern und Websites an. Die Abgrenzung ist natürlich keine feste oder in Stein gemeißelt.
 
Zockende Mädchen/Frauen sind für mich nix besonderes. Mit meiner Schwester z.B. hab ich mich mal nen halben Abend über The last of Us unterhalten und als Gears Horde Buddy will ich sie auch nicht mehr missen. Bin bei Blops 2 mal in nem Mädchenclan gelandet (Viva irgendwas), die haben das gegnerische Team komplett auseinander genommen und sich sogar noch dafür gesorgt dass ich auch mal nen Kill abstauben kann. Die waren mir am Ende sogar angenehmere Spielpartner, einfach aus dem Grund das nicht die ganze Zeit wie bei Kleinkindern rumgeschrien wurde oder mit Dauerfäkalsprache um sich geschmissen wurde.
 
Zockende Mädchen/Frauen sind für mich nix besonderes. Mit meiner Schwester z.B. hab ich mich mal nen halben Abend über The last of Us unterhalten und als Gears Horde Buddy will ich sie auch nicht mehr missen. Bin bei Blops 2 mal in nem Mädchenclan gelandet (Viva irgendwas), ......

Bitte was?
Chris-Farley-Sunglasses-Flip-Shock.gif
 
Es ist schon manchmal schwierig und man wird auch mal schräg angeschaut aber das zum größten Teil auch von Frauen.
Ja, die Erfahrung hat meine Freundin auch schon öfter gemacht, wenn es um ihre Hobbys geht. Da herrscht wirklich extrem oft bei anderen Frauen Unverständnis, wie man seine Zeit mit "so nem Kram" verschwenden kann.
Männer sind oft überrascht, aber eher erfreut als skeptisch.

Aber ähnlich wie du tangiert sie es nicht wirklich und geht offen mit dem Thema um (wieso auch nicht?).
 
Ja, die Erfahrung hat meine Freundin auch schon öfter gemacht, wenn es um ihre Hobbys geht. Da herrscht wirklich extrem oft bei anderen Frauen Unverständnis, wie man seine Zeit mit "so nem Kram" verschwenden kann.
Männer sind oft überrascht, aber eher erfreut als skeptisch.

Aber ähnlich wie du tangiert sie es nicht wirklich und geht offen mit dem Thema um (wieso auch nicht?).

Ohja, was hab ich mir da schon Sätze anhören müssen, besonders von der älteren Generation die null Ahnung haben und die ganze Branche zu kennen glauben weil sie mal einen ZDF Film gesehen haben in dem der Mörder diese bösen Killerspiele gespielt hat :D
Hatte mal eine Kollegin die absolut gegen das Zocken war, und jedes Mal wenn ich von einem Gast genervt war kam sie mir mit dem Spruch das mich die Spiele aggressiv machen. :lol:
Aber so Leute wird es immer geben, ich denke mir dann meinen Teil und gut ist.
 
ich mag es wenn man sich im Freundeskreis spöttig über mein Hobby äußert und sich im gleichen Atemzug mit Inbrunst und totaler Begeisterung die Dinge wie Die Geißens, Bauer sucht Frau, GNTM etc. unterhält. Und von schlecht informierten Dummquatschern wende ich mich dann sowieso einfach ab und lass sie mit ihrem "Fachwissen" glücklich sein.
 
Anknüpfend an den Kotzen-Thread zum Fall Lohfink. SZ-Interview mit Richterin Ramona Pisal, Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes und Mitglied im Netzwerk "Nein heißt Nein".

"Es kann doch nicht sein, dass ein Mensch schlagen, kratzen, beißen muss"
"'Nein heißt Nein' gilt im deutschen Sexualstrafrecht nicht, zeigt der Fall Gina-Lisa Lohfink. Die Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes erklärt, warum erst jetzt ein Umdenken stattfindet.

Besonders passend dieser Vergleich, den sie im Interview zieht:
"Stellen Sie sich die jetzige Rechtslage doch einmal übertragen auf andere Straftatbestände vor: Wenn Sie in einen Laden gehen, einfach ein Buch aus dem Regal nehmen und damit verschwinden, dann ist das ein Diebstahl. Der Verkäufer muss sich nicht dazwischen werfen, Sie nicht mit Gewalt versuchen daran zu hindern, es ist und bleibt ein Diebstahl, auch wenn nichts und niemand das Buch gegen die Wegnahme schützt. Sie werden keinen einzigen anderen Straftatbestand finden, der vom Geschädigten fordert, ein geschütztes Rechtsgut noch einmal extra zu verteidigen und Widerstand zu leisten. Aber genau so ist es bislang bei der sexuellen Selbstbestimmung, und das muss sich dringend ändern."
 
Gestern dazu auch passend das Interview mit einem Juristen im ZDF. Ich gebe es mal sinngemäß wieder:

"Wir haben bei einer Vergewaltigung so oft Aussage gegen Aussage, und die Gerichte müssen wegen mangelnder Beweiskraft den Angeklagten freisprechen. Nun haben wir mal ein Video, das die ganze Tat zeigt, und der Angeklagte wird dennoch nicht verurteilt. Was muss das für ein Signal an alle Opfer derartiger Delikte sein?"
 
Es ist weder ein negatives noch ein positives Signal, weil "wir" kein Video haben, das die ganze Tat zeigt.

"Wir" haben nur Videoschnipsel, die von ein paar Hohlbirnen so geschnitten worden sind, dass sie sie als angebliche "Vergewaltigung von Gina-Lisa Lohfink" der üblichen Sensations-Journaille anbieten konnten. Das ungeschnittene Video haben nur die (ehemals) Beschuldigten und die damit befasste Justiz, und die hat nach Sichtung entschieden, dass es nicht nur keine Vergewaltigung war, sondern offenbar sogar dafür ausreicht, um Lohfink der falschen Verdächtigung bezichtigen zu können.
 
Zuletzt bearbeitet:
http://mobil.stern.de/lifestyle/leu...-einer-angekuendigten-schaendung-6888744.html

Der in den Videoclips deutlich zu hörende, drei Mal gesprochene Satz "Hör auf!" reicht dem Gericht nicht als Beweis für eine Vergewaltigung. Sie könnte ja damit auch die akute Handlung gemeint haben, die der betreffende Mann in diesem Moment setzte – etwa der Versuch, seinen Penis in ihren Mund zu stecken – nicht den Geschlechtsverkehr an sich, diese Möglichkeit sieht zumindest die Staatsanwältin.
 
Also was ist es jetzt? Ist das nach deutscher Rechtsprechung keine Vergewaltigung, weil sie sich (im benommenen Zustand gegen zwei Männer) hätte aktiver wehren müssen oder weil ihre wiederholten Worte "Hör auf!" zu viel Interpretationsspielraum ließen und sie genauer hätte formulieren müssen, dass sie nicht vergewaltigt werden will?
 
Also was ist es jetzt? Ist das nach deutscher Rechtsprechung keine Vergewaltigung, weil sie sich (im benommenen Zustand gegen zwei Männer) hätte aktiver wehren müssen oder weil ihre wiederholten Worte "Hör auf!" zu viel Interpretationsspielraum ließen und sie genauer hätte formulieren müssen, dass sie nicht vergewaltigt werden will?
das kann hier niemand beurteilen, weil
1. wohl niemand das ganze video kennt
2. kaum jemand den nötigen juristischen hintergrund hat, dies an hand unserer gesetze zu beruteilen.
 
Warum muss ich dafür das Video kennen? Die Frage ist universell.
Oder ich stelle die Frage anders.

Dürfen zwei Männer nach deutscher Rechtsprechung eine unter starkem Alkohol-/Drogeneinfluss stehende Frau ficken, die mehrfach mit den Worten "Hör auf!", die Männer zum Aufhören des Sexualakts bewegen will?
Und welche Umstände sind dafür noch relevant? Damit es sich um eine Vergewaltigung handelt, muss sie sich dafür noch mit Gewalt gegen zwei Männer wehren oder expliziter formulieren, worauf sich "Hör auf!" bezieht?
 
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