Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Die große Sexismus-Debatte

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Jau, da hinkt mein Vergleich. Frauen sind keine Minderheit.

Du darfst auch gerne auf den Rest meines Posts eingehen.

Kennst du viele Frauen in deinem Umfeld, die sich ungerecht und sexistisch behandelt fühlen, die sich der feministischen Bewegung zugeneigt fühlen?

Wie gesagt, es gibt ganz sicher Themen, die unsere Gesellschaft noch angehen muss, wo Frauen nicht fair behandelt werden.
 
Ich glaube, viele Frauen fürchten sich vor dem Stempel "Emanze", wenn sie Dinge ansprechen würden, bei denen sie sich benachteiligt sehen.
Wir sehen das ja auch hier im Thread, wie schnell die Was-willst-du-denn-du-hast-doch-alles-Keule ausgepackt wird.

Und ich glaube, dass viele Frauen heute unter Doppel- und Dreifachbelastungen leiden, ohne dafür die nötige Anerkennung zu bekommen. Weder finanziell noch moralisch. Es wird von ihnen ganz selbstverständlich erwartet, dass sie arbeiten gehen, sich mehr um die Kinder kümmern als der Mann und den Haushalt stemmen. Der Mann kann sich meistens voll und ganz seiner Arbeit und seiner Freizeit widmen. Und das ist in sehr vielen Beziehungen einfach mal völlig indiskutabel, daran zu rütteln. Das habe ich schon sehr oft im Bekanntenkreis erlebt. Eher verweisen die Männer halt auf die Großeltern, als selbst Elternzeit zu nehmen etc etc.

Das sind Kämpfe, die jede Frau alleine auszutragen hat, oder eben auch nicht. Da gibt's keine Lobby, im familiären. Frauen sind ganz groß darin, nachzugeben. Aber auch das ist eben Sexismus pur, meistens sehr subtil und oft gar nicht thematisiert. Die Frauen sind sich durchaus über diese täglichen Ungerechtigkeiten bewusst, aber nur sehr wenige würden da die Hand heben und "Sexismus" rufen. Dann wäre man ja ne Emanze und eigentlich will man ja erstmal nur wie ein Mensch behandelt und ernstgenommen werden.
 
Sexismus ist sehr tief und subtil in der Gesellschaft verankert. Das zeigt imo die Arbeitswelt, wo selbst in meinem jungen Alter (29) in der Tendenz ganz klar die Männer Karriere machen.

Aktive Diskriminierung durch Männer-Seilschaften oder Vorurteile ('Die wird eh bald schwanger, die befördern wir nicht') sind da wohl nur die halbe Wahrheit. Viele Frauen, die ich kennen gelernt habe, haben eine ganz andere Einstellung zum Thema Karriere. Sie haben beruflich keine Ambitionen. Und damit sind wir bei Themen wie Erziehung und gesellschaftlicher Erwartungshaltung. Wenn die eine als Kind ein Prinzessinnenkostüm und der andere das Polizei-Spielzeug oder Lego Technik bekommt, dann nehmen beide Menschen nicht die gleiche Entwicklung.

Von privaten und familiären Aspekten, wie sie @Urgs angesprochen hat, fange ich gar nicht erst an.
 
@Urgs
fragt sich nur wer hier vorurteile hat...ich kenne keine family wo das so ist...
manchmal sind die aufgaben nur gesplittet, frau macht wäsche und haushalt, mann autos, feuerholz und reparaturen
und nichtmal das findet man noch oft

ist mmn ein sehr schwacher beitrag und ich hab keine ahnung wo du das her hast...in berlin blockwohnung nr.4F mag das vll standard sein

der öfteste fall wird mmn der sein, dass mann und frau getrennt leben und alles aufgeteilt ist bzw mutter/vater alleinerziehend

edit: vll bin ich zu gut aufgewachsen, aber ich kenne keine eurer darstellungen aus der praxis als häufig oder standard
 
Stimmt schon. Unabhängig von allem anderen kann man schon mal konstatieren, dass in Berlin die Gleichstellung der Frau sicherlich noch nicht soweit fortgeschritten ist wie in der Rheinland-Pfälzischen Provinz. :O_o:
 
Solange man immer Männer und Frauen gegeneinander ausspielt wird die Debatte imho nie konstruktiv. Es wird immer darüber geredet wie man von den Geschlechterrollen wegkommen müsse und das sowieso alles konstruiert sei, keine zwei Sätze später ist man aber wieder dabei zu sagen wie "Die Männer" bevorzugt werden und wie schwer es "Die Frauen" haben. In der Diskussion scheint es einfach keinen platz für etwas Abseits von Schwarz und Weiß zu geben.
 
interessant, dass sich noch keine frau geäußert hat und männer drüber philosophieren wie sie so denken und fühlen...

Abgesehen davon, dass @Darth Gregoth zumindest für den spezifischen Fall KT schon Gründe genannt hat, verwundert es nicht, dass auch der Diskurs über die Gleichstellung der Geschlechter männlich dominiert wird. Offensichtlich greifen hier Machtmechanismen, die den Einstieg von Frauen in den Diskurs mindestens erschweren, in vielen Fällen vermutlich sogar verhindern. Dafür nur ein exemplarisches Beispiel aus diesem Thread:

Feministinnen (die, die das Thema Sexismus ja am häufigsten aufgreifen) sind innerhalb des weiblichen Geschlechts eine Minderheit, die selbst von vielen Frauen nicht wirklich ernst genommen wird.

Ich will Zicke gar nicht für diese Aussage an den Pranger stellen, aber es zeigt doch sehr schön wie der Diskurs geordnet ist. Die feministische Ansicht wird von vornherein als nicht ernst zu nehmende Minderheitenmeinung diskreditiert, so dass sich jede Frau zunächst in irgendeiner Weise zu diesem im Raum stehenden "Vorwurf" positionieren muss um überhaupt im Diskurs stattfinden zu können und gehört zu werden.
 
interessant, dass sich noch keine frau geäußert hat und männer drüber philosophieren wie sie so denken und fühlen...

Zu mühsam. Ich habe weder Lust, vereinzelt eventuell zuzustimmen und somit denen Absolution zu schenken, die sich durch mich dann in ihrer sexistischen Kackscheiße(TM) bestätigt sehen und weiterhin daran festhalten, ohne zu begreifen, was Sexismus eigentlich bedeutet. Ich hab nicht vor, diejenige zu sein, die jemanden erleichtert aufatmen lässt "Alles Emanzenkack, die Alex findet das auch alles bescheuert!".

Noch habe ich Lust und Laune, den Blödsinn hier auseinander zu friemeln und Probleme aufzuzeigen, weil - was Mingo sagt. :)

Ich wurde bereits per PM gefragt, was ich denn dazu so zu sagen habe.
In diesem Forum so konkret zu dem Thema erstmal nix mehr, wir hatten das schon öfter.
 
@Urgs
fragt sich nur wer hier vorurteile hat...ich kenne keine family wo das so ist...
manchmal sind die aufgaben nur gesplittet, frau macht wäsche und haushalt, mann autos, feuerholz und reparaturen
und nichtmal das findet man noch oft

ist mmn ein sehr schwacher beitrag und ich hab keine ahnung wo du das her hast...in berlin blockwohnung nr.4F mag das vll standard sein

der öfteste fall wird mmn der sein, dass mann und frau getrennt leben und alles aufgeteilt ist bzw mutter/vater alleinerziehend

edit: vll bin ich zu gut aufgewachsen, aber ich kenne keine eurer darstellungen aus der praxis als häufig oder standard

Herzlichen Glückwunsch zu deinem voll emanzipierten Umfeld! :)

In meiner Welt ist das was ich beschrieben habe, der dominierende Standard. Der soziale Stand hat damit wenig zutun. Am besten ist es meist noch dort, wo beide in etwa das selbe Geld verdienen. Aber auch das ist kein Garant für eine gleichberechtigte Aufteilung der häuslichen Pflichten. Je mehr Geld der Mann verdient, desto eher schlägt es natürlich auch in die beschriebene Richtung aus.
 
Ich wollte mich in frühen Jahren mal für ne Ausbildung zum Arzthelfer bewerben. Da hatte mich ne Frau schon am Telefon abgeschmettert und im Hintergrund hörte ich ihre Kolleginnen kichern. Der geilste Spruch von ihr war dann:" Sind sie sich darüber im Klaren, dass sie da keinerlei Aufstiegsmöglichkeiten haben?" :ugly:

Ansonsten nein, eher nicht.
 
Ich bin übrigens sehr stolz, dass der thread nicht wie angekündigt zu einem billigen babesthread ausartet. So soll und muss das bleiben.
Schön, wenn man dann doch irgendwann mal ernst genommen wird.
 
Sobald wir aber auf das Thema 100% Reisebereitschaft eingehen, verfällt das Interesse in Sekunden.
Wobei ich hier nicht verstehe, wieso man das aufs Geschlecht zurückführen muss...
Mein Interesse wär bei 100% Reisebereitschaft schneller verflogen als man gucken kann. Mit nem Job, der mich ständig (mit Übernachtungen) durch die Gegend schickt, kannst mich jagen.
 
Herzlichen Glückwunsch zu deinem voll emanzipierten Umfeld! :)

In meiner Welt ist das was ich beschrieben habe, der dominierende Standard. Der soziale Stand hat damit wenig zutun. Am besten ist es meist noch dort, wo beide in etwa das selbe Geld verdienen. Aber auch das ist kein Garant für eine gleichberechtigte Aufteilung der häuslichen Pflichten. Je mehr Geld der Mann verdient, desto eher schlägt es natürlich auch in die beschriebene Richtung aus.
Ich hab kein voll emanzipiertes umfeld...die sind einfach ganz normal
Was sind denn häusliche pflichten?
Die teilen sich das nicht auf? Also mäht die frau auch den rasen und erledigt den garten...während sie sich um Kinder, essen und wäsche kümmert neben dem job? Während der mann tv schaut?
So läuft das?
 
Zurück
Oben