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PS4/PC Detroit: Become Human

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Wisst ihr, was mein großes Problem mit dem Spiel ist? Ich stehe nicht hinter der zentralen Message. Ich komme da nicht hinter. Alles ist darauf ausgelegt, dass man pro Android ist. Bin ich aber nicht. Ich bin 100% in der Fraktion: Das sind Maschinen. Die können nicht lieben, fühlen, denken, etc. Die sind designt, um für uns zu arbeiten. Ich gebe doch meinem Haushaltsgerät, für das ich 800 Eier gelappt habe, nicht plötzlich Bürgerrechte. Das ist das Gleiche, als wenn mein Smartphone morgen plötzlich Wahlrecht, ein eigenes Haus und eine Partnerin verlangt. Erst fliegt das Teil gegen die Wand, dann wird es resetet und dann kommt es wieder in die Tasche. Wir haben kaum die Ressourcen, alle Menschen zu versorgen und jetzt wollen unsere glorifizierten Haushaltshelfer plötzlich Bürgerrechte? Fuck that!, ausschalten und ab in Schrank damit. Als ob ich meinen roomba wählen lassen würde.

Ich kapier eh nicht, warum man die nicht per Fernbedienung ausmachen kann.
Muss ich dir in teilen Recht geben, aber das liegt leider an der Erzählweise des Spiels, da alle Protagonisten Androiden sind, ist man immer mehr oder weniger auf einer Seite. Da hätte es sich eventuell wirklich angeboten statt Connor Hank zu spielen der dann die Jagd auf die Androiden macht. Damit hätte man dann beide Sichtweisen (Androide & Menschen).

Aber für meinen Teil hat das Spiel auch so gezündet und ich hab zum Ende schon mitgefiebert

Mein Ende
Markus küsst am Ende North und stimmt dadurch die Menschen um, hier hatte ich auch kaum eine andere Wahl was anderes zu wählen
Connor befreit die Androiden im Cyberlife Tower und Armanda hat keinen Einfluss auf ihn
Tja und Kara und Alice... Beide tot, verloren auf Jericho, weil ich während des Schusswechsel versucht habe zu fliehen

Werde jetzt ein paar Wochen Abstand nehmen und dann nochmal einen Durchlauf starten. Sehr starkes Spiel und macht mir ne Menge Spaß gemacht und die Grafik.... tja was soll man dazu sagen :popcorn::waah::dhoch:
 
Wisst ihr, was mein großes Problem mit dem Spiel ist? Ich stehe nicht hinter der zentralen Message. Ich komme da nicht hinter. Alles ist darauf ausgelegt, dass man pro Android ist. Bin ich aber nicht. Ich bin 100% in der Fraktion: Das sind Maschinen. Die können nicht lieben, fühlen, denken, etc. Die sind designt, um für uns zu arbeiten. Ich gebe doch meinem Haushaltsgerät, für das ich 800 Eier gelappt habe, nicht plötzlich Bürgerrechte. Das ist das Gleiche, als wenn mein Smartphone morgen plötzlich Wahlrecht, ein eigenes Haus und eine Partnerin verlangt. Erst fliegt das Teil gegen die Wand, dann wird es resetet und dann kommt es wieder in die Tasche. Wir haben kaum die Ressourcen, alle Menschen zu versorgen und jetzt wollen unsere glorifizierten Haushaltshelfer plötzlich Bürgerrechte? Fuck that!, ausschalten und ab in Schrank damit. Als ob ich meinen roomba wählen lassen würde.

Ich kapier eh nicht, warum man die nicht per Fernbedienung ausmachen kann.
Das Problem habe ich auch. Aber letztendlich ist das ja nicht die erste SF Story in dem Roboter intelligent werden. Siehe I Robot, Blade Runner, Terminator etc. Anscheinend hat man sie intelligent gemacht damit sie ihre Aufgaben besser erledigen können und dann übers Ziel hinausgeschossen oder die KI haben sich selbst umprogrammiert.
 
Habe mit dem Spiel erst angefangen, aber ich denke es geht in die gleiche Richtung, der gerade voll im Trend ist. Blade Runner kennt ja jeder, jetzt aber die Westworld-Serie die ja (vermutlich) die gleiche Thematik auf sich hat. Mit KI gebaute als Vergnügungsobjekte (oder eben Haushaltshelfer), die dem Willen der Menschen ausgeliefert sind, fangen irgendwann an, selber zu denken und ihr Schöpfer in ganz anderem Licht zu sehen.
 
I Robot, Blade Runner, Terminator waren imo allesamt wesentlich besser erzählt. Beispielsweise kann ich mich nicht an eine Lesbenromance in I Robot erinnern. Auch Data aus Star Trek kann man nennen, aber so kalt gelassen hat mich ein Konflikt noch nie.
 
I Robot, Blade Runner, Terminator waren imo allesamt wesentlich besser erzählt. Beispielsweise kann ich mich nicht an eine Lesbenromance in I Robot erinnern. Auch Data aus Star Trek kann man nennen, aber so kalt gelassen hat mich ein Konflikt noch nie.
Besser erzählt ist vollkommen richtig. Aber es ist halt einfacher wenn das Medium einen einzigen Erzählstrang hat, als Dutzende.
 
Ob Lesben oder wie erzählt ist doch vollkommen Schnurz. Es geht darum, wann ein Leben ein Leben ist. Ist ein Android ewig verdammt ein Werkzeug zu sein oder doch ein unabhängiges Wesen wie der Mensch.
 
Natürlich ist es das eigentlich, aber das ist doch für eine SciFi-Geschichte irrelevant. Ich spiele hier ja keine Dokumentation über die Realität, die uns aus der Zukunft geschickt wurde. Im Spiel wird doch sogar erklärt, dass selbst der Hersteller sich nicht sicher ist, warum sie so handeln und lediglich davon ausgegangen wird, dass sich die Androiden menschliche Gefühle aneignen, bzw. fehlerhafte Befehle erhalten, die softwareseitig so interpretiert werden. Und da es nun man mal männlich und weiblich gestaltete Modelle gibt

und sogar Kinder-Androiden, die fälschlicherweise Mutter-"Gefühle" auslösen

wird halt auch sowas wie menschliche Liebe "fehlinterpretiert". Und zwar nur in dieser Geschichte. Nicht in einem Roboter, der heute Augen-OPs durchführt.

Diese ewigen Fragen (bei egal welchem Spiel oder Genre), warum man das gesamte Spiel nicht mit einem großen roten Knopf lösen kann (erinnert mich eher an "Warum ruft XY nicht einfach mal die Polizei statt selbst zu ermitteln?") etc. etc. kann ich gar nicht ernst nehmen. Ich will ja schließlich das Spiel spielen.

Futurama wäre auch nur halb so lustig gewesen, wenn Bender sagen würde "Ich Roboter, kann keine Laster haben."

"Hallo, hier die Präsidentin, ist da Cyberlife? Ihre Androiden rebellieren!"
- "Öh ja, kein Ding. Die sind Always-on, wir können sie von hier aus einfach deaktivieren."
"Nicenstein."

Ende. Brilliant, Cage. 10/10.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gut, wenn ich sage, dass mir die Story in einem rein Story-getrieben Spiel latte ist und ich sämtliche sich aufdrängenden Fragen und Probleme ignoriere, dann ist das Teil super, aber mir hat man es im ganzen Leben nie so leicht gemacht, warum soll QD da jetzt davon kommen?

Mit "Warum ruft er nicht die Polizei" konnte man übrigens jede Szene in Heavy Rain brechen. Das Spiel konnte man nur spielen, wenn man davon ausging, dass es keine Polizei gibt. Was schwer war, da man diese ua spielt.
 
Latte ist sie mir nicht, aber ich spiele sie und verfolge sie aufmerksam. Fragen beantwortet das Spiel ja meistens sogar. Da war ich sogar positiv überrascht, weil ich mit wenigen Fragezeichen zurückblieb.

Und zur Polizei: Mit der Frage kannste fast jedes Adventure zunichte machen (was ja genau mein Punkt war). Baphomets Fluch zum Beispiel. Im RL würde man in sein Hotel zurückkehren und sich für die Gendarmerie als Zeuge zur Verfügung halten. Das wäre aber megalangweilig. Dann hätte ich ja nie in Syrien einem Kebap-Verkäufer bei meinen Eigenermittlungen die Toilettenbürste geklaut.
 
Die Szene mit Connor
in der er die kniende Cloe erschiessen soll, war ein ziemliches Highlight für mich. Ich habe ihn die ganze Zeit als braven Cyberlife Soldaten gespielt und die Beziehung mit Hank war auf feindlich. Den Deviant im Bordell habe ich ohne mit der Wimper zu zucken erschossen, weil das meiner Meinung nach Notwehr war. Aber irgendwie konnte ich beim wehrlosen Androiden nicht abdrücken. Es fühlte sich einfach falsch an. Ich wollte mehr Zeit aber da tickt schon die Uhr.
Das ist das was das Spiel von einem Roman unterscheidet. Gefällt mir wirklich sehr gut wie es mit den Emotionen des Spielers herumpfuscht.
 
Ich weiß, es ist nicht mehr in, Stories zu kritisieren, aber ich muss noch einmal die Infiltration des Fernsehsenders ansprechen.

Wie kam das Paket mit der Uniform ins WC? Wo kam die Uniform überhaupt her? Wieso muss Markus überhaupt den Haupteingang nehmen, wenn die doch offenkundig bereits einmal bis ins WV vorgerdungen sind? Wo hat Markus den Anzug her? Bis dahin war der Plotpoint, das Jericho nichts, aber auch gar nichts hat. Wo hatten sich Josh und Simon versteckt? Wie kam North ins Gebäude? Wo kommt die gesamte Ausrüstung her, Glasschneider, Türsprenger, Waffen? In jedem Heistmovie macht die Vorbereitung 75 % der Laufzeit aus und mit gutem Grunde. Hier fehlen ca. 10 Kapitel, um die Szene zu erklären.
 
Ich weiß, es ist nicht mehr in, Stories zu kritisieren, aber ich muss noch einmal die Infiltration des Fernsehsenders ansprechen.

Wie kam das Paket mit der Uniform ins WC? Wo kam die Uniform überhaupt her? Wieso muss Markus überhaupt den Haupteingang nehmen, wenn die doch offenkundig bereits einmal bis ins WV vorgerdungen sind? Wo hat Markus den Anzug her? Bis dahin war der Plotpoint, das Jericho nichts, aber auch gar nichts hat. Wo hatten sich Josh und Simon versteckt? Wie kam North ins Gebäude? Wo kommt die gesamte Ausrüstung her, Glasschneider, Türsprenger, Waffen? In jedem Heistmovie macht die Vorbereitung 75 % der Laufzeit aus und mit gutem Grunde. Hier fehlen ca. 10 Kapitel, um die Szene zu erklären.
Da gibt es noch viel haarsträubendere Dinge wie zum Beispiel dass die Androiden in ihrem Aussehen nicht einzigartig sind. Anscheinend gibt es nur einige hundert verschiedene Gesichter. Jeder müsste sie von Menschen unterscheiden können. Aber in Bezug auf der Geschichte sind mir solche Dinge egal, ich fand das Spiel trotzdem gut.
Markus wurde bei mir erschossen, Connor brachte sich selbst um und Kara & Alice hatten ein happy End
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Story kritisieren kannst du gerne bis die Sonne untergeht, Bart. Mir ging es darum, dass du (wahrscheinlich) mit deiner Vorabfixierung auf David Cage und was er halt immer den lieben langen Tag alles so falsch macht den Fokus von Spielspaß auf "Ich muss Fehler finden" verschoben hast. Wenn ich mir deine Liste so anschaue, sag ich natürlich auch... "Oh, stimmt, das ist ziemlich unbeantwortet geblieben", merke aber auch, dass ich mir beim aktiven Spielen lediglich eine dieser Fragen gestellt habe und ansonsten Spaß hatte :)
 
Die Story kritisieren kannst du gerne bis die Sonne untergeht, Bart. Mir ging es darum, dass du (wahrscheinlich) mit deiner Vorabfixierung auf David Cage und was er halt immer den lieben langen Tag alles so falsch macht den Fokus von Spielspaß auf "Ich muss Fehler finden" verschoben hast. :)
Och Leute, hält sich dieses Scheiß-Voruteil, das noch nie richtig war, immer noch? Ich steh mit beiden Beinen im Leben, habe Famiile, Freunde, Partnerin und einen guten Beruf, hab mit fast 40 auch schon einiges an Lebenserfahrung... und da glauben Leute immer noch, ich würde mir für 70 Eier Spiele kaufen, nur um diese dann geiernd nach Fehlern zu durchforsten, um diese dann wiederum mit Erektion ins Internet zu stellen??? Ich suche nicht nach Fehlern. Ich schalte den Kopf beim Spielen meist so aus, dass mir offensichtliche Fehler nicht einmal auffallen. Aber bei der von mir zitierten Szene im Fernsehsender habe ich im Sekundentakt nur den Kopf geschüttelt. "Was... wie... wo... was... hähhh???" Die Fragen dort drängen sich so dermaßen auf, vor allem im Kontrast zu der Szene im Untergrund. Jericho geht von Pennern in der Kanalisation, die buchstäblich nichts haben, zu MI6 wortwörtlich innerhalb eines Cuts. Von halb tot zu Spezialagenten. Ohne jede Erklärung, wo auf einmal das KnowHow, die Ausrüstung und die Fähigkeiten herkommen, geschweige davon, warum ein Butler und ein Sexbot überhaupt MartialArts beherrschen und Schusswaffen bedienen können. Ich suche nicht nach diesen Fehlern. Aber ich könnte im Koma liegen und trotzdem würde hier auffallen, dass hier nichts auch nur im Ansatz den Hauch von Sinn ergibt. Und ab diesem Punkt kann ich dann eigentlich auch keinen Spaß mehr entwickeln.

P.S.
Das Cage der dümmste Writer auf dieser Erde ist, merkt man an folgendem Twist.

Alice ist ein Android.
Als ich am nächsten Tag weiter gespielt hatte, hatte ich das verdrängt. Mein Gehirn wollte mich schützen und hat mir vorgegaukelt, ich hätte das nur geträumt. Als das Spiel das dann wieder aufnahm, konnte ich es immer noch nicht glauben. Wie? Das war nicht geträumt? Das hat der ernsthaft geschrieben? Und wurde dafür bezahlt? Und hat noch einen Job???
 
Alice ist ein Android.
Als ich am nächsten Tag weiter gespielt hatte, hatte ich das verdrängt. Mein Gehirn wollte mich schützen und hat mir vorgegaukelt, ich hätte das nur geträumt. Als das Spiel das dann wieder aufnahm, konnte ich es immer noch nicht glauben. Wie? Das war nicht geträumt? Das hat der ernsthaft geschrieben? Und wurde dafür bezahlt? Und hat noch einen Job???
Darum geht es eben. Er liebt den Mindfuck wie es eben nur in diesem Medium geht. Aber Du hast vollkommen recht , vom Writing her ist das totaler Blödsinn.
Ich habe überlegt. Alice zu verstossen weil ich mich als Kara betrogen fühlte aber dann habe ich es doch nicht gemacht, weil es mir falsch vorkam . War dann auch mein einziges Happy End. :ugly:
 
Zuletzt bearbeitet:
Genau die Sache fand ich eigentlich wahnsinnig vorhersehbar, allein schon weil

Alice in der Fahndung nie mit auch nur einem Wort erwähnt wird.
 
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