Another Earth
Junge, junge, junge. Ich will ja fast sagen, dass der Film eine Empfehlung wert ist. Das mag nach einem Aber klingen, aber es ist nur ein ganz kleines. Schließlich ist das einzige, was den Film hemmt, der Umstand, dass er sich nicht jedem Zuschauer offenbaren wird.
Die Thematik über den zweiten Planeten ist so ausgelutscht, wie es nicht ausgelutschter sein kann. Jeder, der "Mirror, Mirror" in "The Original Series" gesehen hat, hat sofort begriffen worum es dort geht - und doch auch wieder nicht. Das mag zudem auch das Problem sein, man bekommt nicht das, was der Titel verspricht. Um die zweite Erde geht es nur am Rande, im Zentrum steht die junge Frau Rhoda, die einen fatalen Fehler begangen hat und seitdem darunter leidet. Sie nimmt Kontakt mit dem Vater auf, dessen Familie sie in den ersten 3 Minuten des Film unfreiwillig, wenn auch fahrlässig, umgebracht hat, ohne sich ihm jedoch zu offenbaren.
Wer also Spaß an Dramen, schönen Bildern und einer dichten Atmosphäre hat, darf gerne mal reinschnuppern. Dennoch braucht der Film viel Zeit zur Entfaltung und das Ende mag auf den ersten Blick ein wenig schwach sein, gemessen an der Erwartung, die dort geschürt wird. Auf den zweiten Blick stellt sich das vielleicht anders dar, aber das mag ich jedem selbst überlassen.
Mich hat es begeistert, es ist jetzt 5:25Uhr und die Tatsache, dass ich noch nicht eingeschlafen bin, spricht für den Film.