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Nicht alle Pixars sind charmant witzig, Oben setzt beispielsweise später auf denselben Slapstick Humor wie manche Dreamworks. Das kleine Problem von Pixar ist meiner Meinung nach diese erzwungene Sentimentalität. Man baut eine unheimlich gute und sentimentale Atmosphäre auf, und sprengt sie dann quasi in die Luft in dem man dann plötzlich einen völlig anderen Weg einschlägt. Wall-E ist hier ein gutes Beispiel. Die erste halbe Stunde mit Wall-E in Einsamkeit genial, ab dem Zeitpunkt wo er dann auf dem komischen Frachter da landet ist der Glanz vorüber.
Dreamworks haben diesen Balanceakt zwischen Humor und sentimentaler Ernsthaftigkeit bei Drachenzähmen leicht gemacht wesentlich besser und glaubwürdiger hin bekommen. Und wenn sie dann mal nur Familienunterhaltung machen wollen ohne Tiefgang, gelingt ihnen das meistens auf sehr hohem Niveau.
Ich könnte mir die Animations Filmwelt aber ohne keines der beiden Studios mehr vorstellen. Denn beide haben klar ihre 8-9/10 Filme. Und zwar beide reichlich.
Was für ein langweiliger Scheiss! Nichts aber auch gar nichts an diesem Film war spannend, unheimlich oder gar schockierend! Stattdessen 80 min pure langeweile!
Hatte ich mir am Anfang noch ein wenig "TCM-Armosphäre" versprochen, so wurde ich am Ende bitter enttäuscht! Wirklich ein Film den die Welt nicht braucht!
Lisbeth wird im Dunklen lebendig begraben, und buddelt sich im Hellen dann wieder aus. Klar, schwer angeschossen und unter einem Berg von Erde lässt es sich ja auch solange überleben.
Hat seine Momente, aber im grossen und ganzen doch enttäuschend. An manchen Stellen zu "vorhersehbar", vorallem am Ende! Ein typischer Film für einen verregneten Fernsehabend.
Ups, das war mal ne Enttäuschung. Der Film hat irgendwie auf der ganzen Linie enttäuscht: es war kein guter Metzelfilm, es fehlten die coolen Tarantinogespräche, dei Musikuntermalung war nicht außergewöhnlich und es gab einfach keine Höhepunkte.
Hatte mir eigentlich nen netten Film im Stile von From Dusk till Dawn erwartet, bekommen habe ich aber nur einen B-Movie. Und zwar nicht die überzeichnete, parodierende Variante, sondern nen richtigen. War echt nicht die erhoffte Granate, sondern eher langweiliger Mist. Da es aber noch nen paar hübsche Damen und viele bekannte Schauspieler gab, kommt der Film mit ner
Die Neuverfilmung des Klassikers von George A Romero.
Hm nichts besonderes,Fans des Zombie Genres können mal reinschauen,aber ich fand ihn ein bischen 08/15 7,5 Punkte
Ein fantastischer Filmklassiker mit einem unwiderstehlichem Cary Grant, der den kompletten Film mit seinem Schauspiel, seiner Mimik und seinem komödiantischen Charme auf den Schultern trägt. Ein völlig verrücktes Haus voller Leichen im Keller, zwei liebenswürdigen Tanten mit einem seltsamen Hobby, einem psychopathischen Bruder samt falschem Doktor-Komplizen und einem Onkel der sich für Präsident Roosevelt hält. Und genau in dieses Chaos gerät Mortimer Brewster (Grant) hinein. Der Film sprudelt nur so vor makabrem Humor, die Dialoge sind zum kaputt lachen und eigentlich sitzt beinahe jede Pointe. Frank Capra hat hier ein zeitloses Komödien-Meisterwerk geschaffen!
Fängt spannend an und hält den Spannungsbogen auch eine Zeit lang aufrecht, doch gegen Ende hin wirds leider sehr konfus und lächerlich! Schade, da wäre storymäßig weit mehr drin gewesen!
Ahahahaha! Ich hab endlich am Wochenende "Ponyo" geschaut! Meine Güte, ist das schöööön! ^_______^
Sooo süß, lieb, zauberhaft und nett erzählt! <3 Hat mich mit seiner harmlosen, schrägen Art leicht an Klassiker wie "Kiki's Delivery Service" erinnert!
Jetzt muss ich mir den doch bald mal auf Blu ray besorgen! ^_^
"Ja, Hitler fliegt auch raus. Der hat auf der Witzseite Platz."
Temporeiche Screwball-Komödie mit Cary Grant und Rosalind Russell, die sich im Verlauf des Films ein wahrhaft-witziges Dialogduell liefern. Die Rahmenhandlung dreht sich um eine Kriminalgeschichte während der Bürgermeister-Neuwahlen, und einem Todeskandidaten den man vom Galgen befreien will. In all diesem Chaos will der charmante, aber auch zynische und mit allen Wassern gewaschene Chefredakteur Walter Burns (Grant) auch seine Ex-Frau (Russell) zurückerobern, die dem Journalismus eigentlich den Rücken zukehren wollte.
Die letzte halbe Stunde, die ausschließlich in einem Raum spielt bietet Sprachwitz am laufenden Band. Höhepunkt ist die Szene in der Grant per Telefon die Titelseite ändern lassen möchte, Russell ihren Artikel schreibt, und ihr derzeitiger Verlobter (Ralph Bellamy) verzweifelt versucht überhaupt Beachtung zu finden. Die geradezu sarkastischen Äußerungen von Cary Grant in jener Szene sind zum schießen.
Der folgende Text enthält Spoiler zur Handlung wobei ich die wirklichen, ausschlaggebenden Spoiler noch einmal separat in einen extra Spoiler gepackt habe.
Der Film beginnt mit seinem Ende, den Credits. Eine Wand von leuchtend roten Wörtern schiebt sich unter bedrohlichem Grollen von oben nach unten in's Bild. Plötzlich kippt diese Wand zur Seite, eine unangenehme Atmosphäre setzt sich frei, alles gerät aus den Fugen, das Chaos beginnt. Dann einzelne Wortfetzen. Mit jedem weiteren Paukenschlag blitzen neue Namen und Titel auf, man wirft sie uns regelrecht ins Gesicht, Namen aus verschobenen und verdrehten Buchstaben, kaum noch als Sprache wahrnehmbar.
Was folgt ist eine Zeitreise. Das Bild schwebt und dreht sich durch den Raum, was Oben war ist Unten, Decken, Böden, es fällt beinahe unmöglich den gezeigten Räumen eine Struktur zu geben. Die Kamera frisst sich geradezu durch Zeit und Raum, führt uns immer tiefer in die Vergangeheit, zeigt uns Etappen, Momente der zu erzählenden Geschichte, eine Geschichte die bereits zu Ende ist als wir sie betreten.
Wir begleiten Marcus und Pierre, zwei Männer, aufgelöst in ihrer Form als Mensch, der eine wie ein Tier, getrieben von unbändiger Wut und Rachegelüsten, der andere demontiert durch die Geschehnissen und damit beschäftigt seinen Freund davon abzuhalten alles und jeden mit in den Untergang zu reißen. Sie betreten einen Club, besser gesagt einen SM-Club für Schwule, ein finsterer und bedrohlich wirkender Ort. Die beiden Männer winden sich durch die dunklen und verschachtelten Gänge auf der Suche nach einem Mann. Überall Schemen von Leuten, undefinierbare sexuelle Akte, Stöhnen, Schreie, Musik, grelles Licht, die Kamera taumelt durch die Flure. Die Spannung ist am Siedepunkt, die Anspannung kaum zu ertragen, niemand kennt den Gesuchten. Dann plötzlich ein Hinweis, wild prügelnd treibt Marcus den Mann vor sich her der ihm den Weg zum Gesuchten zeigen soll. Als sie ihn zu finden geglaubt haben entbrennt ein Gewaltakt der seinesgleichen sucht.
Also ich hab ja schon viel gesehen was Gewalt in Filmen anbelangt, aber mit diesem realistischen Ton im Hintergrund und vor allem in Begleitung der bisherigen und völlig dekonstruierten Präsentation des Films hat mich diese Darstellung wirklich geschockt. Nichts was danach noch folgt ist von derartigem Kaliber.
Nach einer Rangelei und Schlägerei mit dem vermeintlichen Gesuchten bricht dieser Marcus kurzerhand den Arm. Rings herum steht eine Schar von Club-Besuchern und feuert die sich gegenseitig zerfleischenden Männer an. Plötzlich nimmt Pierre einen Feuerlöscher von der Wand und schlägt ihn dem Typen an den Schädel. Dieser geht zu Boden aber als wäre das nicht genug schlägt Pierre immer weiter auf ihn ein. Mit jedem weiteren wuchtigen Schlag verformt sich das Gesicht des Mannes immer weiter zu einem blutigen Matsch.
Dabei hält die Kamera voll drauf, der erste Moment in dem sie völlig ruhig auf einem Punkt verbleibt, der Moment der ultimativen Wut, der puren Gewalt.
Nach diesem vorgeschobenen Finale der Geschichte und Ende der Reise ist jede noch kommende Szene, jeder Augenblick der Entspannung, der Ruhe und der Erleichterung bis auf die Grundfeste demontiert. Der Zuschauer kennt die Folgen und Auswirkungen, was ihm nun geboten wird ist nur noch der Weg zu ihnen. Diesen Weg frisst sich die Kamera, der Betrachter zurück durch die Zeit bis zum Urknall des Films, der minutenlangen Vergewaltligung von Marcus Freundin und Ex-Freundin von Pierre.
Diese Szene weidet sich selbst aus bis sie beinahe unerträglich wird. Wieder ein Moment in dem die Kamera in völliger Stiller verweilt, sie liegt wie das Opfer hilf- und bewegungslos am Boden, muss mit ansehen wie die Frau nicht nur vergewaltigt sondern auch noch halb tot geschlagen wird, von einem Mann der...
überraschenderweise nicht das endgültige Rache-Opfer von Marcus und Pierre ist. Diese Erkenntnis macht die Tat der beiden Freunde plötzlich genau so sinnlos wie die Vergewaltigung an sich, wenn nicht sogar schlimmer.
Diese Szene ist Mittelpunkt der Geschichte und Fixpunkt der Zeitlinie durch die sich der Zuschauer bis jetzt gewühlt hat. Hier wechselt die Grundstimmugndes Films. was folgt sind Szenen der Normalität, eine Party auf der sich Pierre mit Marcus und seiner Freundin Alex treffen. Ein Durcheinander aus Leuten und Musik, wie zu Beginn im SM-Club, aber voller Lebensfreude und ausgelassener Stimmung, der komplette Kontrast. Immer noch schwebt die Kamera wie von allem losgelöst durch den Raum, wenn auch nicht mehr in einem kopflosen Taumel wie in der ersten Hälfte des Films. Das übernimmt der angetrunkene und zugekokste Marcus, der völlig unkontrolliert und zügellos durch die Räume geistert und am Ende seine Freundin vergrault, die daraufhin alleine den Weg nach Hause antritt und dadurch die Transformation des kompletten Filmes einleitet. Der komplett rot gestrichene Unterführungstunnel gleicht einem Dimensionstor, hinein in eine Welt voller Gewalt und Chaos.
Bis zum Ende des Films, bzw. Anfang der Geschichte, wird die Stimmung immer harmonischer, ruhig und sinnlich, alles hat seinen festen Platz, die Kamera gleitet in fester Form durch das Zimmer von Marcus und Alex, leichte Musik ertönt aus dem Plattenspieler, warmes Licht, nackte Körper, liebevolle Gesten. Was bleibt ist das bedrückende Wissen des Zuschauers wie alles Enden wird, der Nachgeschmack des bereits Erlebten, der Vorgeschmack auf die völlige Zerstörung.
Langsam blendet der Film in seiner letzten und harmonischsten Szene aus, der Bildschirm wird von weißem Licht erfüllt als plötzlich das bedrohliche Grollen vom Anfang ertönt und das Weiß zu flackern beginnt. Immer schneller, immer schneller, bis es für die Augen unerträglich wird, dann Schluss. Wir sind am Anfang und am Ziel, in völliger Leere und Dunkelheit.
Mich persönlich hat der Film schwer beeindruckt. Die erste Hälfte ist so dermaßen intensiv, dass die eigentliche Vergewaltigung in der Mitte fast wie eine Verschnaufpause wirkt. Jede Handlungs-Sequenz im Film ist ein einziger One-Shot, jedenfalls wirken sie so, auch wenn es natürlich Schnitte gab die man als Zuschauer allerdings nicht wahrnimmt. Dazwischen wirbelt und schraubt sich die Kamera von einer Szene zur anderen dass einem fast übel wird. Der Übergang scheint fließend, dass der Film sozusagen rückwärts läuft merkt man erst einige Szenen später. Die Figuren im Film sind völlig charakterlos, nichts weiter als Dekoration und Opfer der Inszenierung und je weiter sich die Geschichte zu ihrem Anfang begibt desto belangloser erscheinen sie. Dadurch das der Film die Zeitlinie und die Struktur völlig über den Haufen wirft hat auch ein normaler Aufbau der Handlung keine Bedeutung mehr, die Dramaturgie ist auf den Kopf gestellt.
Krasser Film, krasse Szenen, krasse Inszenierung...auf jeden Fall kein Film für einen gemütlichen Filmabend mit Freunden...
Spannender Thriller mit Heist-Thematik. Mindestens so cool wie Ocean' Eleven, aber um einiges turbulenter. Nur die Wackelkamera wurde etwas übertrieben eingesetzt.
Der folgende Text enthält Spoiler zur Handlung wobei ich die wirklichen, ausschlaggebenden Spoiler noch einmal separat in einen extra Spoiler gepackt habe.
Der Film beginnt mit seinem Ende, den Credits. Eine Wand von leuchtend roten Wörtern schiebt sich unter bedrohlichem Grollen von oben nach unten in's Bild. Plötzlich kippt diese Wand zur Seite, eine unangenehme Atmosphäre setzt sich frei, alles gerät aus den Fugen, das Chaos beginnt. Dann einzelne Wortfetzen. Mit jedem weiteren Paukenschlag blitzen neue Namen und Titel auf, man wirft sie uns regelrecht ins Gesicht, Namen aus verschobenen und verdrehten Buchstaben, kaum noch als Sprache wahrnehmbar.
Was folgt ist eine Zeitreise. Das Bild schwebt und dreht sich durch den Raum, was Oben war ist Unten, Decken, Böden, es fällt beinahe unmöglich den gezeigten Räumen eine Struktur zu geben. Die Kamera frisst sich geradezu durch Zeit und Raum, führt uns immer tiefer in die Vergangeheit, zeigt uns Etappen, Momente der zu erzählenden Geschichte, eine Geschichte die bereits zu Ende ist als wir sie betreten.
Wir begleiten Marcus und Pierre, zwei Männer, aufgelöst in ihrer Form als Mensch, der eine wie ein Tier, getrieben von unbändiger Wut und Rachegelüsten, der andere demontiert durch die Geschehnissen und damit beschäftigt seinen Freund davon abzuhalten alles und jeden mit in den Untergang zu reißen. Sie betreten einen Club, besser gesagt einen SM-Club für Schwule, ein finsterer und bedrohlich wirkender Ort. Die beiden Männer winden sich durch die dunklen und verschachtelten Gänge auf der Suche nach einem Mann. Überall Schemen von Leuten, undefinierbare sexuelle Akte, Stöhnen, Schreie, Musik, grelles Licht, die Kamera taumelt durch die Flure. Die Spannung ist am Siedepunkt, die Anspannung kaum zu ertragen, niemand kennt den Gesuchten. Dann plötzlich ein Hinweis, wild prügelnd treibt Marcus den Mann vor sich her der ihm den Weg zum Gesuchten zeigen soll. Als sie ihn zu finden geglaubt haben entbrennt ein Gewaltakt der seinesgleichen sucht.
Also ich hab ja schon viel gesehen was Gewalt in Filmen anbelangt, aber mit diesem realistischen Ton im Hintergrund und vor allem in Begleitung der bisherigen und völlig dekonstruierten Präsentation des Films hat mich diese Darstellung wirklich geschockt. Nichts was danach noch folgt ist von derartigem Kaliber.
Nach einer Rangelei und Schlägerei mit dem vermeintlichen Gesuchten bricht dieser Marcus kurzerhand den Arm. Rings herum steht eine Schar von Club-Besuchern und feuert die sich gegenseitig zerfleischenden Männer an. Plötzlich nimmt Pierre einen Feuerlöscher von der Wand und schlägt ihn dem Typen an den Schädel. Dieser geht zu Boden aber als wäre das nicht genug schlägt Pierre immer weiter auf ihn ein. Mit jedem weiteren wuchtigen Schlag verformt sich das Gesicht des Mannes immer weiter zu einem blutigen Matsch.
Dabei hält die Kamera voll drauf, der erste Moment in dem sie völlig ruhig auf einem Punkt verbleibt, der Moment der ultimativen Wut, der puren Gewalt.
Nach diesem vorgeschobenen Finale der Geschichte und Ende der Reise ist jede noch kommende Szene, jeder Augenblick der Entspannung, der Ruhe und der Erleichterung bis auf die Grundfeste demontiert. Der Zuschauer kennt die Folgen und Auswirkungen, was ihm nun geboten wird ist nur noch der Weg zu ihnen. Diesen Weg frisst sich die Kamera, der Betrachter zurück durch die Zeit bis zum Urknall des Films, der minutenlangen Vergewaltligung von Marcus Freundin und Ex-Freundin von Pierre.
Diese Szene weidet sich selbst aus bis sie beinahe unerträglich wird. Wieder ein Moment in dem die Kamera in völliger Stiller verweilt, sie liegt wie das Opfer hilf- und bewegungslos am Boden, muss mit ansehen wie die Frau nicht nur vergewaltigt sondern auch noch halb tot geschlagen wird, von einem Mann der...
überraschenderweise nicht das endgültige Rache-Opfer von Marcus und Pierre ist. Diese Erkenntnis macht die Tat der beiden Freunde plötzlich genau so sinnlos wie die Vergewaltigung an sich, wenn nicht sogar schlimmer.
Diese Szene ist Mittelpunkt der Geschichte und Fixpunkt der Zeitlinie durch die sich der Zuschauer bis jetzt gewühlt hat. Hier wechselt die Grundstimmugndes Films. was folgt sind Szenen der Normalität, eine Party auf der sich Pierre mit Marcus und seiner Freundin Alex treffen. Ein Durcheinander aus Leuten und Musik, wie zu Beginn im SM-Club, aber voller Lebensfreude und ausgelassener Stimmung, der komplette Kontrast. Immer noch schwebt die Kamera wie von allem losgelöst durch den Raum, wenn auch nicht mehr in einem kopflosen Taumel wie in der ersten Hälfte des Films. Das übernimmt der angetrunkene und zugekokste Marcus, der völlig unkontrolliert und zügellos durch die Räume geistert und am Ende seine Freundin vergrault, die daraufhin alleine den Weg nach Hause antritt und dadurch die Transformation des kompletten Filmes einleitet. Der komplett rot gestrichene Unterführungstunnel gleicht einem Dimensionstor, hinein in eine Welt voller Gewalt und Chaos.
Bis zum Ende des Films, bzw. Anfang der Geschichte, wird die Stimmung immer harmonischer, ruhig und sinnlich, alles hat seinen festen Platz, die Kamera gleitet in fester Form durch das Zimmer von Marcus und Alex, leichte Musik ertönt aus dem Plattenspieler, warmes Licht, nackte Körper, liebevolle Gesten. Was bleibt ist das bedrückende Wissen des Zuschauers wie alles Enden wird, der Nachgeschmack des bereits Erlebten, der Vorgeschmack auf die völlige Zerstörung.
Langsam blendet der Film in seiner letzten und harmonischsten Szene aus, der Bildschirm wird von weißem Licht erfüllt als plötzlich das bedrohliche Grollen vom Anfang ertönt und das Weiß zu flackern beginnt. Immer schneller, immer schneller, bis es für die Augen unerträglich wird, dann Schluss. Wir sind am Anfang und am Ziel, in völliger Leere und Dunkelheit.
Mich persönlich hat der Film schwer beeindruckt. Die erste Hälfte ist so dermaßen intensiv, dass die eigentliche Vergewaltigung in der Mitte fast wie eine Verschnaufpause wirkt. Jede Handlungs-Sequenz im Film ist ein einziger One-Shot, jedenfalls wirken sie so, auch wenn es natürlich Schnitte gab die man als Zuschauer allerdings nicht wahrnimmt. Dazwischen wirbelt und schraubt sich die Kamera von einer Szene zur anderen dass einem fast übel wird. Der Übergang scheint fließend, dass der Film sozusagen rückwärts läuft merkt man erst einige Szenen später. Die Figuren im Film sind völlig charakterlos, nichts weiter als Dekoration und Opfer der Inszenierung und je weiter sich die Geschichte zu ihrem Anfang begibt desto belangloser erscheinen sie. Dadurch das der Film die Zeitlinie und die Struktur völlig über den Haufen wirft hat auch ein normaler Aufbau der Handlung keine Bedeutung mehr, die Dramaturgie ist auf den Kopf gestellt.
Krasser Film, krasse Szenen, krasse Inszenierung...auf jeden Fall kein Film für einen gemütlichen Filmabend mit Freunden...
Ich bin ja ein echter Fan des Master of Suspense und zähle viele Filme von ihm zu den besten ihrer Art, aber Cocktail für eine Leiche kann bei mir nicht so glanzvoll punkten. Hitchcock hat hier natürlich auch eine Art Experimentellfilm gedreht, und die beinahe schnittlose Technik ist zwar interessant, aber der Film dümpelt etwas schwerfällig gen Finale. Ist auch so ein Film der an Spannung und Intensität einbüßt wenn man ihn schon kennt. Ganz anders dagegen Filme wie Birds, North by Northwest oder Vertigo.