All Inclusive
Sympathische Beziehung-Komödie, deren grandioser Cast und wunderschöne Kulisse jedoch mehr verspricht, als der Film letztendlich halten kann. Gerne hätte ich ein wenig mehr gelacht und die Laufzeit von fast zwei Stunden ist Grenzwertig. Die eh schon dünne Handlung schwächelt im weiteren Verlauf nämlich merklich, kann sich aber immer gerade noch so über Wasser halten. Zu verdanken ist dies den gut aufgelegten Darstellern, welche beim Dreh sichtlich Spaß hatten. Wer kann es ihnen auch verübeln. Bora Bora ist schließlich eine unglaubliche Location, die "All Inslusive" einen hohen Schauwert verleiht.
Bei den Schauspielern hat mich vor allem Jon Favreau überrascht. Der "Iron Man" Regisseur beweist hier, dass er auch vor der Kamera eine hervorragende Figur macht. Dass das Drehbuch von ihm und Vince Vaughn stammt, merkt man dabei leider zu deutlich, denn die besten Szenen haben sie eindeutig sich selbst auf den Leib geschrieben. Die anderen Charaktere gehen im direkten Vergleich ein wenig unter, was bei diesem Cast (Malin Akerman, Kristen Bell, Kristin Davis, Jason Bateman, Faizon Love, Jean Reno) schon schade ist. Eine Ausnahme ist Carlos Ponce, der als herrlich überzeichneter Yoga-Lehrer für viele Lacher sorgt.
"All Inclusive" ist sicherlich kein Highlight, bietet aber trotzdem gelungene Unterhaltung, die für Urlaubsstimmung sorgt. Die Handlung ist simpel und der Humor etwas lasch. Dafür gibt es, neben den bezaubernden weiblichen Darstellerinnen und ihren gut gelaunten männlichen Kollegen, noch Bora Bora, den eigentlichen Star des Films, zu bestaunen. Und das lohnt sich - vor allem an regnerischen Tagen.
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