Horton hört ein Hu [Blu-ray]:
Mit "Horton hört ein Hu" beweisen die Blu Sky Studios, welche auch schon für "Ice Age" und "Ice Age 2" verantwortlich waren, ein weiteres Mal, dass gute Animationsfilme nicht nur aus dem Hause Pixar oder Dreamworks kommen. "Horton" kann es nämlich locker mit den diesjährigen Genrekonkurrenten "Kung Fu Panda" und "Wall-E" aufnehmen.
"Am 15. Mai, im Dschungel von Nümpels, in der Hitze des Tages, in der Kühle des Tümpels, plantschte und blies sich das Nass auf die Haut, der Elefant Horton - da ertönte ein Laut…"
Mit diesen Worten beginnt die Geschichte vom Elefanten Horton, der einen Hilfeschrei von einem winzigen Staubkorn vernimmt. Auf diesem leben die Hus, welche von der großen Welt um sie herum bis jetzt noch nichts wussten. Horton möchte die kleinen Menschen auf den höchsten Berg, den sichersten Ort des Dschungels, bringen, damit sie dort in Ruhe ihr Leben leben können. Die anderen Bewohner des Urwaldes, allen voran eine Kängurumutter, glauben dem Dickhäuter jedoch kein Wort und halten ihn für verrückt. Um ihre Kinder vor den angeblichen Lügen des Elefanten zu schützen, wollen sie das Staubkorn beseitigen...
Die Handlung von "Horton hört ein Hu" basiert auf einer der Geschichte von Theodor „Dr. Seuss“ Geisel, dessen, in Amerika sehr bekannten, Kinderbücher auch schon Vorlage für "Den Grinch" oder "Ein Kater macht Theater" waren.
Die Story, sowie Charaktere und die phantastischen Welten, in denen diese leben, haben daher einen ganz besondern Charme. Dr. Seuss weiß wie man Geschichten liebe- und phantasievoll erzählt und die Blue Sky Studios haben daraus einen hervorragenden Animationsfilm, für Jung und Alt, gemacht.
Die Figuren sind drollig, ein wenig verrückt und kunterbunt. Ebenso der Dschungel und die kleine Stadt auf dem Staubkorn - alles strotzt nur so vor skurrilen Einfällen und witzigen Details. Dabei muss sich die Optik des Films nicht vor Pixar- und Dreamworks-Arbeiten verstecken. Zwar bietet "Horton" nicht ganz so viele "realistische" Details, dafür aber eine klare, bunte und geradlinige Welt, die in sich unglaublich stimmig ist. Es macht einfach Spaß diese wunderbar animierten Lebewesen bei ihren Abenteuern über die Schulter zu schauen.
Oberflächlich betrachtet ist dieser Film ein "Kinderfilm", jedoch muss ich sagen, dass es, neben den üblichen Slapstick-Einlagen, auch genügend dialoglastige Gags gibt, die auch dem älteren Semester gefallen werden. Ich musste jedenfalls häufig laut lachen, da die Situationen in die der Elefant gerät, die Dialoge und allein schon die Charaktere an sich (beispielsweise dieses kleine, flauschige, gelbe Etwas, das irgendwie immer High ist

) so dermaßen verrückt und phantasievoll sind, wie in kaum einem anderen Animationsfilm, den ich in der letzten Zeit gesehen habe.
Die deutschen Synchronstimmen sind, bis auf wenige Ausnahmen, gut gelungen. Der O-Ton, mit Jim Carrey als Horton oder Steve Carell als der Bürgermeister von Hu-Heim, ist natürlich noch ein ganzes Stück besser, aber ich muss zugeben, dass es auch im Deutschen passende Sprecher, wie zum Beispiel Christoph Maria Herbst, gibt. Anke Engelke, die ihre Stimme dem Känguru leiht, halte ich aber für eine Fehlbesetzung und auch einige Nebencharaktere hätten besser sein können. Insgesamt kann man sich aber auch die deutsche Fassung geben, ohne gleich Schmerzen zu bekommen.
"Horton hört ein Hu" ist ein herzlicher Film, mit einer, für Animationfilmverhältnisse, sogar überraschend frischen Story, lustigen Charakteren, vielen gelungenen Witzen, die der ganzen Familie gefallen werden, und einer stimmigen Welt, die von den Blue Sky Studios perfekt umgesetzt wurde. Zu bemängeln habe ich eigentlich nur das Ende, welches mir ein wenig zu "Happy Endig" war, und manch einen deutschen Sprecher. Ansonsten bietet dieser Film Spaß und Spannung, ohne Durchhänger, und braucht sich, meiner Meinung nach, nicht vor den Animationsfilmblockbustern des Jahres zu verstecken.
8/10 Punkte
Edit:
Das ist dieses komische, gelbe Vieh, das ich meine:
http://de.youtube.com/watch?v=xJkaKAIl_Fc
