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MOVIE Der-zuletzt-gesehen-Thread!

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

naj, der eine fühlt sich gut unterhalten: 6/10. der andere findets affig 6/10.

natürlich kann man jetzt überlegen ob affig nur wegen des wortwitzes gewählt wurde, allerdings ist das ja eher negativ. damit wollte ich selber nur zum ausdruck bringen, wie unterschiedlich die ansichten sein können, obwohl die wertung identisch ist.

Liegt daran, dass man ein objektives Bewertungssystem für eine subjektive Meinung benutzt.

Bewertungssysteme sind affig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Thirst ist zusammen mit dem neuen Handmaiden mein Favorit von ihm.

Snowpiercer ist ebenso ein guter Film.

Auf den Softporno habe ich übrigens ja sowas von keine Lust, zumal mich der Plot völlig kalt lässt.

Wünschte, er würde mal wieder etwas zurück zum Stil seiner älteren Werke. Stoker war im Nachhinein auch ziemlicher Pumpitz und Thirst auch sehr belanglos.

Der Impact seiner Trilogie blieb da _völlig_ aus.
 
Da bin ich wie erwähnt komplett anderer Meinung (da ich Thirst und Handmaiden als genial bzw. noch besser als seine alten Werke empfand und auch ein Stoker seinen voran gegangenen Werken in nichts nach steht; anders ja, jedoch nicht schlechter) aber das ist bei uns auch nichts Neues und darüber jetzt zu diskutieren wohl auch etwas sinnfrei, bei derart gegensätzlichen Ansichten, die vermutlich nicht zusammenfinden werden. Mich spricht Park Chan-Wook seit jeher an und mir scheints als ob er sich von Werk zu Werk immer mehr (noch mehr zum Besseren) weiterentwickelt. Mittlerweile zähle ich ihn sogar zu Größen wie einen Kubrick.
 
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Kong: Skull Island


Monströs gut!

Während Godzilla in seiner letzten US-Verfilmung eher schüchtern war und sich erst nach einer gefühlten Ewigkeit zu erkennen gab, das dann auch nur bei Nacht und Nebel, tritt Kong hier gleich von Beginn an auf den Plan und erfüllt die Szenerie mit markerschütternden Schreien, gewaltigen Prankenhieben und sogar ein bisschen Herz. Aber nicht nur der Riesenaffe darf austeilen, auch allerlei fieses und meist ebenso großes Viehzeug. Gerade das hat mir ausgesprochen gut gefallen. Skull Island wirkt ein wenig wie die überirdische Reise zum Mittelpunkt der Erde. Bedrohlich, unwirklich und actionreich.

Klingt nun vielleicht etwas zu hoch gegriffen, aber zeitweise verspürte ich sogar Jurassic Park und Pacific Rim Schwingungen.

Audiovisuell gibt es nichts zu beanstanden. Der Sound ist bombastisch, der Soundtrack ein gute Laune machendes 70er Mixtape und die Kreaturen sind zufriedenstellend animiert. Die Insel an sich ist ein ebenso ansprechender Schauplatz.

Als Liebhaber des Marvel Cinematic Universes, glänzen beim Cast natürlich meine Augen. Captain Marvel, Loki, Nick Fury und Corpsman Dey vereint. Dazu noch John Goodman. Ausgezeichnet. Auch wenn sie schauspielerisch jetzt nicht gerade an ihre Leistungsgrenzen gebracht werden.

Logisch, inhaltlich ist der Film zum Vergessen flach. Eine Gruppe Klischee-Charaktere und ein wortkarger Riesenaffe auf 'ner Insel, die sich anfühlt wie eine Jahrmarktsattraktion. Aber es wird hier so gut verpackt. Allein wie der Film es schafft, in kürzester Zeit die Charaktere zu zeichnen. 30 Sekunden und einem ist sofort klar, wie wer tickt. Oder auch der fast schon selbstironische Unterton in den fragwürdigen Momenten. Skull Island schafft die perfekte Balance aus absurdem Kaiju-Vergnügen und halbwegs glaubwürdigem Rahmen. Er fährt ein hohes Tempo und nimmt sich nur so ernst wie er sich, in Anbetracht der Umstände, überhaupt ernst nehmen kann. Das macht ihn sehr gut verdaulich. Allen Stereotypen, Logiklöchern, dämlichen Handlungen und Genre-Plattitüden zum Trotz.

Deswegen mag ich auch die Produktionen von Legendary Pictures. Sie machen im Grunde teure, aufwändige und prominent besetzte B-Movies. Kong: Skull Island ist ebenso eines und damit genau nach meinem Gusto.

#TeamKong

Bin absolut bei Dir! :bier:

Sohnemann und ich haben Ihn uns am Freitag Abend gegeben und hatten durch gehend unseren Spaß! :headbang:
 
Ich lese hier immer wieder, dass die Charaktere bei Life selten dämlich handeln würden. Ich kann das aber irgendwie überhaupt nicht nachvollziehen, sondern halte dass sogar für eine Stärke des Films verglichen mit ähnlichen Filmen, dass die Charaktere eben eigentlich immer mit nachvollziehbaren Aktionen reagieren.
 
Ich lese hier immer wieder, dass die Charaktere bei Life selten dämlich handeln würden. Ich kann das aber irgendwie überhaupt nicht nachvollziehen, sondern halte dass sogar für eine Stärke des Films verglichen mit ähnlichen Filmen, dass die Charaktere eben eigentlich immer mit nachvollziehbaren Aktionen reagieren.

Ein Labor-Modul ohne ausreichende Sicherheitsmechanismen? Verpeilte Wissenschaftler, die jeglichen Sinn für Sicherheit ignorieren? Überstürzt-dumme Rettungsversuche, die von vorne herein zum Scheitern verurteilt sind? Ein Notfallplan, welcher nicht der komplettem Crew bekannt ist? Oder diese fucking Gummihandschuhe und das Dutzi-Dutzi mit einem unbekannten Organismus. Außerdem...

Ein Typ grillt unaufhörlich mit einem Hitzestrahl quer durch Raum und Equipment, um ein Vieh zu fangen, das vor ihm abhaut und sogar versteckt. Die willkürlichen Schäden dadurch mal ausgelassen, anstatt dann einfach aus dem Labor zu gehen (der Plan war eigentlich nur den Wissenschaftler zu retten) bleibt er stumpf drin und grillt wie ein Berserker weiter. Zu dem Zeitpunkt hätten sie das Vieh im Modul einschließen können. Stattdessen triggert er oder zumindest sein Cutter auch noch die absurde Notbelüftung.

Dann das Crewmitglied welches das Comm reparieren will. Wenn sie sowieso schon mit dem Alien im Gepäck am Schott steht und nicht mehr reinkommen will, warum stößt sie sich nicht ab und nimmt das Alien mit in den Weltraum? Stattdessen guckt sie einfach nur dumm durch das Fenster rein bis sie stribt und das Alien klettert zurück auf die Station.

Außerdem konnte der Film sich nicht entscheiden ob das Vieh nun Sauerstoff braucht oder nicht. Und erst kann es problemlos außerhalb der Raumstation rumlaufen als wäre nix, aber wenn am Ende die Temepratur IN der Station unter Null fällt, bekommt es plötzlich Schüttelfrost und braucht was Warmes zum aufheizen?

Und wenn jeder der Crew den Notfallplan gekannt hätte, wäre der Japaner nicht wie ein Bekloppter zur Schleuse gerannt und hätte auch noch diesen eigentlich sicheren Plan zunichte gemacht.

Das war in meinen Augen einfach nur unerträglich beim Zuschauen, vor allem wenn sich der Film schon mit einem realistischen Jetztzeit-Setting brüstet, in einer spezialisierten Umgebung, mit einer angeblich dafür ausgebildeten Crew, die es irgendwie schafft eine durch's All ballernde Sonde mit 'nem Kran zu fangen (WTF?), aber für alles andere zu blöd erscheint...

Und ja, Gravity finde ich großartig, aber dessen Katastrophe ist auch nicht selbstverschuldet und Bullock's Figur ist zumindest kompetent und hat was drauf...

Aber gut, wer's geil fand soll sich halt freuen, mir war der einfach zu blöd, nervig, undurchdacht und meh. Als das Schlimmste seines Genres würde ich ihn aber auch nicht bezeichnen, aus Mangel an Alternativen kommt man als Sci-Fi-Fan ja eigentlich kaum dran vorbei zumindest mal reinzuschauen. Am Ende ist der Film nur leider dümmer als er sein sollte.
 
Den Punkt mit dem
Alien im Gepäck und den "Freitod" wählen, finde ich schwierig. Gerade in so einer Situation ist rationale Denke nicht gerade die erste Anlaufstelle. Da regiert Panik und der verzweifelte Wunsch, doch noch das eigene Leben retten zu können.
 
Den Punkt mit dem
Alien im Gepäck und den "Freitod" wählen, finde ich schwierig. Gerade in so einer Situation ist rationale Denke nicht gerade die erste Anlaufstelle. Da regiert Panik und der verzweifelte Wunsch, doch noch das eigene Leben retten zu können.

Nicht wenn sie schon seit 'ner Ewigkeit in die entgegengesetzte Richtung dreht...

Und überhaupt, auf der anderen Seite...
Wenn vor der Tür jemand mit 'nem tödlichen Todbringer am Bein steht, so gut wie tot und weiß was das Vieh kann, wieso zum Henker sollte man dann noch auf machen wollen? In 'ner lausigen Soft-Suit? Was wollte er denn machen im Vakuum und mit genau nichts in der Hand? Dem Alien gut zureden, das es vielleicht los lässt?

Wie gesagt, das sollen alles Astronauten sein, spezialisiertere Spezialisten kann man gar nicht haben, du bist ein Mensch in der unmenschlichsten Umgebung die es gibt und auf jeden kleinsten Scheiß trainiert, informiert und abgeklärt, rationales Denken ist einer deiner Mainskills, und dann verhält sich da plötzlich jeder wie ein Idiot.
 
Hab die Szene jetzt nicht genau im Kopf. Sind dann halt verschiedene Meinung. Ich sehe es weiterhin so, dass auch knallhart trainierte Menschen ab einem gewissen Punkt nicht zwangsläufig rational denken. Ist ja nicht so, als wenn man sich gerade auf so ein Szenario im Training eingeschossen hätte.
 
naj, der eine fühlt sich gut unterhalten: 6/10. der andere findets affig 6/10.

natürlich kann man jetzt überlegen ob affig nur wegen des wortwitzes gewählt wurde, allerdings ist das ja eher negativ. damit wollte ich selber nur zum ausdruck bringen, wie unterschiedlich die ansichten sein können, obwohl die wertung identisch ist.

Sollte wirklich ein Wortspiel, mit leicht negativen Geschmäckle sein. Kein schlechter Film, aber diese Affengesellschaft finde ich schon tendenziell unfreiwillig komisch. Muss man sich halt drauf einlassen können. Ich oönnte es nicht zu jedem Zeitpunkt. Ansonsten solide Kost. Keine großen Überraschungen.
 
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