Freezi
Masterchief
Jessica Jones 8/10
Richtig schicke Serie. Eine klassische Superheldengeschichte wird allerdings nicht erzählt, viel mehr bekommt man hier anfangs eine jazzige und noir-angehauchte Detektivserie vorgesetzt, inkl. Off-Kommentaren der Hauptdarstellerin. Nach und nach entwickelt sich dann ein roter Faden, der im letzten Drittel dann die Oberhand gewinnt. Dann wird es auch etwas comiclastiger und es gibt mehr Action. Meiner Meinung nach hätte man das mit dem Detektiv-Konzept aber sogar noch weiter ausbauen können. Die Atmosphäre der Serie ist großartig, überhaupt hat man hier verdammt vieles richtig gemacht. Krysten Ritter ist die geborene Jessica Jones, in der Rolle geht sie wirklich voll auf. Was die restlichen Charaktere der Serie betrifft, wirkte auf mich nur Simpson wie ein leichter Fremdkörper, irgendwie fand ich den immer störend. Eine Actionorgie ala Daredevil bekommt man hier nicht, überhaupt sollte man sich eher auf eine düstere und manchmal leicht deprimierende Thrillerserie einstellen, die eine traumatisierte und übellaunige Protagonistin zeigt.
Ich hoffe es wird eine zweite Staffel geben. Noch gibt es ja keine Zusage, zumal nun erst mal andere Serien Vorrang haben, darunter ja auch eine Serie über Luke. Da Jessica Jones aber recht gut angekommen ist, bin ich mal guter Hoffnung.

