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The Raid 2

"Der beste Actionfilm aller Zeiten", eine Auszeichnung die überraschend viele Actionfilme auf dem Cover stehen haben, die jedoch nur bei den wenigsten zutrifft. Bei The Raid 2 ist es aber nichts als die Wahrheit. Wer handgemachte, kernige und spektakuläre Action sehen möchte, kommt an diesem Film nicht vorbei. Schon der erste Teil war ein überaus befriedigender Martial-Arts-Actioner, der rein auf die Kämpfe reduziert bereits einiges zu bieten hatte, ansonsten aber eher ein laues Lüftchen war. Story und Charaktere waren beispielsweise nicht vorhanden und die filmische Umsetzung wirkte noch etwas unerfahren.

Bei The Raid 2 haben wir nun den seltenen Ausnahmefall, dass nahezu alle Bestandteile fantastisch umgesetzt sind und gekonnt ineinandergreifen. Zum eine wäre da der vorhandene und zur meiner Überraschung sogar sinnvolle Plot. Eine klassische Gangstergeschichte inklusive Machtspiele, Intrigen und (Familien)Drama. Nicht unbedingt neu, aber seinen Zweck absolut erfüllend und für dieses Genre sogar ziemlich gut ausgearbeitet. So muss man diesmal also nicht die Dialoge bzw. Storysequenzen vorspulen, wie man es im ersten Teil, ohne nennenswerte Verständnisverluste, hätte machen können.

Der erzählerische Rahmen ist also schon mal gegeben und zudem gelungen. Was taugt nun das Füllmaterial, die Action? Überaus viel - wie hätte es, vor allem nach The Raid 1, auch anders sein können. The Raid 2 zeigt wie es geht und serviert harte, pfeilschnelle, erstaunlich blutige und fantastisch gefilmte (Nachkampf)Action. Action, die einen bei den Eiern packt und nicht so schnell loslässt. Teils minutenlange, schweigsame Martial-Arts Einlagen, in denen kraftvoll und fesselnd choreographiert geschlagen, gemessert und geschossen wird. Eingefangen in fließenden, angenehm schnitt-freien, wenn auch im Abgang etwas wackeligen, Kamerafahrten, treiben die Fights dem Actionfan die Freudentränen in die Augen.

Was soll man da noch groß zu sagen? Die regelmäßigen Auseinandersetzungen, welche eindeutig den Mittelpunkt des Films darstellen, sind perfektioniert, druckvoll, erfrischend und erschreckend ehrlich. Das tut schon beim Zusehen weh - ich sage nur Hammer-Time in der U-Bahn. :D Filmisch ist The Raid 2 ebenfalls ein ganzes Level über seinem Vorgänger einzuordnen. Ausgefeilte Kamerafahrten, einprägsame Motive, stimmige Sets und fantastische Effektarbeit - und mit "Effekte" meine ich nicht hollywood'sche CGI-Künsteleien, sondern die handgemachten und deswegen auch überaus glaubwürdigen "Gewalteffekte" (Blut, Wunden, Kampfchoreos, etc.). Dazu gibt es noch eine waschechte Handlung, die man auch als Thriller hätte verkaufen können. Hier dient sie hingegen "nur" als Rahmen für die beeindruckende Action, was deutlich mehr ist als von mir erwartet. The Raid 2 kommt seinen Cover-Werbezitaten damit so nahe wie schon lange kein Film mehr und ist zweifelsfrei einer der besten Actionfilme aller Zeiten. Da kannst du dir deine Millionen-Dollar-schweren CGI-Orgien in den Hintern stecken, Michael Bay, so wird Actionkino gemacht!

9/10 Baseballs
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe vor Kurzem auch The Raid 2 gesehen und bin wohl der Einzige (wie immer), der ihn schwach fand. Der ganze Aufbau des Films war einfach billig. Es wechselten sich wirre, unlogische Storyszenen mit ultrabrutalen, absurden Massenfights ab, die leider eher darauf setzten Körperteile und Hirnmasse fliegen zu lassen anstatt eindrucksvolle Martial-Arts-Choreographien zu inszenieren. Ein furchtbar konstruierter Film um primitive Barbarenarenakämpfe ohne Höhepunkte zu zeigen. Da fand ich sogar The Raid deutlich besser, weil er es zumindest geschafft hatte die Kämpfe nicht so stark zu anonymisieren, so dass man in einigen Szenen etwas mitfiebern konnte. Und weil es coole Fights und nicht nur Brute Force gab. Zumindest die Polizisten hätten sie nicht wie wilde Tiere auf die Meute losrennen lassen können... Habe ihn dann auch nach ca. 2h ausgemacht. 2/10 (für das Potenzial in der Rahmenhandlung)
 
The Amazing Spiderman 2. Andrew Garfield und Emma Stone tragen wieder den kompletten Film. Von der Inszenierung finde ich den Film gut und ich kann mir vorstellen, dass viele Szenen in 3D sicherlich nett sind.

Der Streifen hinkt nun mal am Drehbuch. Oh Wunder, welche Namen musste ich im Abspann lesen: Das Pfeifenduo Orci und Kurtzman. Der Film stinkt von vorne bis hinten nach deren Unfähigkeit eine vernünftige und sinnige Story aufzubauen. Stattdessen haben sie einfach mehrere Villains reingeworfen und durch den Mixer rattern lassen. Der Film hatte echt Potenzial, weil alleine Garfield und Stone stark miteinander harmonieren. Auch passend zur Orcis und Kurtmans Handschrift sind die etlichen Referenzen. Zum Teil natürlich wieder komplett falsch und einfach wild neu erfunden.

Electro wird nicht annähernd als vernünftiger Gegenspieler aufgebaut und Jamie Foxx war sowieso wieder ziemlich schlecht. Wahrscheinlich wurde die Electro Story nur reingeworfen, weil der Rest des Drehbuchs noch dünner geworden wäre. Schnell einen Foxx für viel Geld eingekauft und so etwas kommt dann dabei heraus.

Der Film hat absolut seine guten Momente, die zum Teil wie alles mit dem Brechhammer durchgedrückt werden. Aber das wirre Drehbuch mit seinen etlichen Schwächen verhindern dann einen größeren Wurf.
 
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Kill your Darlings

Anfang der Vierziger zu Beginn des Zweiten Weltkrieges. Der junge Poet Allen Ginsberg (Daniel Radcliffe) hat gerade die Zulassung für die Columbia University erhalten, wo er sich bereits am ersten Tag mit dem aufständischen Lucien Carr (Dane DeHaan) anfreundet. Lucien ist ein Freigeist und lebt nicht wie die meisten Studenten. Abends geht es in die Stadt. Es wird getrunken, mit Drogen experimentiert und viel geredet. Zusammen mit seinen neuen Freunden Jack Kerouac (Jack Huston) und William S. Burroughs (Ben Foster) driftet Ginsberg ab in die Welt von Lucien Carr. In ihren Gesprächen schimpfen sie über die Literatur und beschliessen kurzerhand, diese zu revolutionieren.
Der Puppenspieler Carr lässt Ginsberg für ihn schreiben, weil er selbst nicht über das Talent verfügt. Der naive Ginsberg, völlig angetan von der unbekümmerten Art seines überzeugungskräftigen Idols, lässt sich nicht zweimal bitten und tut alles in der Welt Mögliche, um ihn zufrieden zu stellen. Doch Carr treibt ein gemeines Spiel. Seine Vergangenheit, sein früherer Liebhaber David Kammerer (Michael C. Hall) und viele leere Versprechungen sorgten dafür, dass sich an der Columbia University 1944 ein brutaler Mord ereignete.


Ok, ich gebe es zu. Ich kannte zwar die Namen der Schriftsteller (jedenfalls Ginsberg und Burroughs), mehr aber auch nicht. Ich habe keine Ahnung über ihr Schaffen, ihre Geschichte und ihren Einfluss. Wohl deswegen verläuft die erste Hälfte des Films auch etwas harzig.
Auf der DVD-Hülle stand sowas wie „der neue Club der Dichter“. Was aber nicht wirklich zutrifft. Der Film handelt über die Entstehungsgeschichte über die literarische Bewegung Beat Generation. Deswegen denke ich auch, dass man eine gewisse Affinität zur Literatur, Poesie und Biographien der dargestellten Personen haben muss. Ansonsten findet man, so wie ich, lange keinen Zugang. Denn der eigentliche Krimiplot wird in einem dialoglastigen Wirrwarr nur sehr langsam (und spät) aufgegleist. Denn ein Thriller ist der Film, meiner Meinung nach, überhaupt nicht. Trotzdem kann man sich ihn mal anschauen, man sieht gute Schauspieler in etwas ungewohnten Rollen. Ich werde mir nun vielleicht ein oder zwei Bücher von Kerouac und Co. mal bestellen…

6/10
 
So nach ner Nacht drüber Schlafen bleibt der Eindruck vom Hobbit 3. Daher, um auch mal ne gute Meinung zu posten, hier nochmal meine Eindrücke von gestern.

Komme gerade aus dem Kino und muss erstmal durchatmen. Wahrscheinlich darf ich mich glücklich schätzen. Nach nicht wirklich packenden 2 Teilen die mir niemals HdR Feeling (Für mich mit die beste Filmtrilogie - die Bücher hab ich auch in den letzten 38 Jahren zigmal gelesen) aufbrachten, ging ich wegen der verhaltenen Reviews - zumindest was ich an Überschriften und Wertungen so mitbekommen habe, gelesen habe ich sie nicht - und den den ganzen, joahh ist in Ordnung Meinungen hier, ohne irgendwelche großartigen Erwartungen rein. Die Handlung des Buches Hobbit kannte ich und somit auch was mit Smaug geschieht und was die Schlacht der 5 Heere bedeutet.

Tja und dann sitze ich im Kino und bin schon die ersten 15 Minuten total gebannt wie in den letzten über 300 Minuten Hobbitverfilmung insgesamt nicht.
Wie Smaug Seestadt in Brand steckt war einfach sehr geil dargestellt und umgesetzt.
. Da hatte der Film mich schon. Auch die folgende Dreiviertelstunde hat mir sehr gut gefallen und ich hab mich dann langsam gefragt wann der Film schlecht wird. Oder anders gesagt, schon durch die erste Stunde war ich begeistert und ab da hätte der Film schlecht werden können und er hätte mir dennoch besser gefallen als die beiden Vorgänger.

Die Dol Guldur Sequenz fand ich total episch - wenn auch fast ein wenig überzogen.
Fand die relativ kurze Beschreibung davon wie der weiße Rat dort aufschlägt in den Anhängen immer schon spannend. Das war zwar ein wenig sehr Hollywood, aber ganz ehrlich - Elrond, Galadriel und Saruman in Action zu sehen hat mich vor Begeisterung fast aus meinem Kinosessel springen lassen. Klar ist die ganze Dol Guldur Handlung nicht im Hobbit, aber sie ist eben von Tolkien verfasst und passt im Kontext einfach perfekt herein. Verstehe da nicht, wie man sich darüber aufregen kann.

Extrem nerviger Weise kam bei uns im Kino dann ne Pause. Hätte echt mal wieder kotzen können deswegen. Zu dem Zeitpunkt war ich schon extrem versunken im Film. Dann kam der Teil mit der Schlacht. Auch den fand ich Klasse. Hatte erwartet dass mich die CGI Effekte sehr stören würden. Aber hier hat Jackson quasi einfach nochmal Grundzüge von der Belagerung von Minats Tirith übernommen. Wie überhaupt in dem Film viele HdR Übergeordnete Themen wieder auftauchen. Liebe, Gier, Freundschaft, Bereitschaft Opfer zu bringen etc. Für mich hat das auf jeden Fall sehr gut funktioniert und ich habe mich mehrmals ertappt mit HdR Feeling was die Gefühle angeht im Sessel zu sitzen. Hatte bei mindestens drei Szenen Pipi in den Augen.

Kurzum ist für mich Teil 3 das was ich eigentlich insgesamt vom Hobbit erwartet hatte. Er hat für mich wieder komplett die HdR Vibes die ich schon von Teil 1 erhofft hatte. Aber okay, dazu gibt das Buch einfach nicht viel her bzw. erst ab Teil 3 eben. Der Übergang zu der HdR Trilogie ist dann toll gemacht.

Was mir auch wieder gut gefallen hat - und auch damit stehe ich ja häufig alleine da - ist das HFR 3d. Finde die HFR Technik Klasse. Einfach toll wie knackscharf die Bilder sind. Nichts ruckelt oder hat bei Kameraschwenks Unschärfeeffekte.

Und wie immer musste ich selbst beim Hobbit 3 mal wieder ans Forum in Gestalt von @Dita666 denken als in einer Szene "Für den Könicccchhhh" gebrüllt wird. :lol:

Mit Teil 3 hat PJ für mich einen mehr als versöhnlichen Abschluss der Hobbit Trilogie geschaffen. Da war dann eben auch ziemlich viel Fanservice dabei. So wurde in mir auch immer wieder das staunende Elbenfan Kind im Manne durch überzogene Szenen bedient. Alleine die Kampfformation der Elben als sie angegriffen werden und die Bogenschützen sich zurück ziehen und Schildträger zum Schutz nach vorne treten. Eine Szene von 3 Sekunden die aber absolut geil choeographiert war und einfach nur Eyecandy war.

Von mir definitiv :dhoch::dhoch: Endlich bin ich mal wieder über 2 Stunden nach Mittelerde entführt worden und habe alles um mich herum vergessen.
 
@eape welche actionfilme magst du eigentlich? (ernst gemeinte frage)


Puh, also gute (zumindest halbwegs) reinrassige Actionfilme sind für mich Ong Bak, Ip Man, Machete, 300, Salt, 96 Hours, Wanted, Casino Royale, Bourne, Rambo, Expendables, Crank, Shoot 'Em Up. Ist aber sicherlich nicht mein Genre. Für mich muss Action relativ hart sein mit paar erbarmungslosen Headshots. Terminator 2 ist mir z.B. zu lasch. The Raid 2 dann aber wieder so absurd brutal, dass ich das Gefühl hatte einen schlechten Splatterfilm zu gucken. Das hat sich auch zu keiner Zeit wirklich "hard hitting" angefühlt, sondern ähnelte einem Barbarenmassaker. Auch die Motivation des Actionhelden kann imo viel zur Härte beitragen. Bei 96 Hours wurden gut die Emotionen vom Vater übertragen und man fühlte jeden Schlag und Schuss mit. Das war richtig gut inszeniert und so hatte z.B. die Endszene einen weitaus größeren merciless badass effect als die tausend abgetrennten Körperteile bei The Raid 2. Da kämpften meistens nonames vs nonames.

@hank scorpio
Finde die U-Bahn-Szene auch nicht schön choreographiert. Allein wie sie auf die Meute wieder "zurennt"... Da war die eine Gangszene im ersten Teil deutlich besser.
 
Zuletzt bearbeitet:
also ich hab noch nicht so viele filme gesehen, in denen ein hammer als waffe derart benutzt wird. und das fand ich sehr geil umgesetzt. genauso den schläger, den er fast wie ein schwert führt. die erste szene, wo er die typen am gehsteig langmacht, hab ich mir sicher schon 10mal angesehen. :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Baseballbat-Szene war auch sicher nicht die schlechteste, aber hier schlägt einfach wieder irgendein x-beliebiger Typ andere x-beliebige Typen zu Brei. Sie wehren sich nicht. Der ganze Hintergrund ist völlig absurd. Mich fängt sowas irgendwie gar nicht ein. Aber da war ich eh schon völlig enttäuscht. Die Gefängnishof-Szene fand ich schon so bescheuert, dass ich ziemlich schnell den Film aufgegeben habe.
 
Ong Bak hatte aber einfach wirklich geile, harte Kämpfe. Ich habe auch letztens (Feiertag auf der Arbeit...) diesen Keanu Reeves-Kampfsportfilm gesehen und mich konnten allein die Kämpfe unterhalten. Aber The Raid 2 hatte imo nicht ansatzweise so gute Choreographien und dazu war er völlig bescheuert gedreht. Manchmal kam es mir vor wie eine Parodie. Ich dachte, ich gucke hier Scary Movie als dann der schlechte Dialog in dem Club mit dem Penner kam und plötzlich wieder das Gebäude leer war und wieder eine wilde Meute auf einen einzelnen Typen zurannte. Ne, ey...
 
Kommt eben immer auf die Erwartungshaltung an. Gerade bei asiatischen Martial-Arts-Vertretern möchte ich hauptsächlich skrupellose, harte Nahkämpfe sehen. Glaubwürdig, aber nicht realistischen. Also mit ordentlich Wumms und ohne Drahtseile, aber bitte nicht mit nachvollziehbaren Handlungen der Beteiligten. Die sollen ruhig alle schön nacheinander und blind auf den Protagonisten zulaufen und sich verprügeln lassen. Das ist zwar unrealistisch, aber das will ich sehen. Alles andere wäre langweilig. Beispiel Gefängnisszene: Klar, die Cops hätten die Insassen natürlich auch von außen mit Tränengas und Gummigeschossen ausschalten können. Das wäre sicherlich effektiver gewesen, hätte beim Zusehen aber absolut keinen Spaß gemacht. So verhalten sie sich zwar alle ziemlich banane, machen die Szene damit aber erst sehenswert.

Und diesen Spagat, aus (relativ) glaubwürdiger Brutalität und filmischer, effekthascherischer Inszenierungs-Freiheit, finde ich bei The Raid sehr gelungen.
 
Für mich war da auch gar nichts glaubwürdig. Das war irgendwas zwischen albern und blöd. Und das kann mich nicht packen. Ein gutes Action-Film-Rezept ist eine einfache, schlüssige Story. Typ A muss Mafiaboss B umlegen um seine Tochter C zu retten und dazwischen gibt es einige Handlager, die Prügel wollen. Das reicht mir völlig. Dredd war für mich der beste Actionfilm (@Dr.Para ) der letzten Jahre. Das war ein rundes, hartes Erlebnis.
 
Ne, Raid 2 versucht deutlich mehr Story zu bieten, aber kriegt das imo gar nicht hin. Das ist völlig abstrus was da passiert. Da wäre weniger (Raid 1, Dredd) mehr gewesen. Bei den meisten Gefechten war der Protagonist noch nicht einmal (oder zumindest kaum) beteiligt.
 
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