Conan - Der (neue) Barbar (von 2011)
4/10 Schwerter
Wir schreiben das Jahr 2007. Klein MiXeR hat sich gerade eine PS3 gekauft, um in das Blu-ray-Zeitalter einzusteigen und macht sich auf den Weg zum örtlichen Media Markt, wo er seine ersten blauen HD-Scheiben kaufen möchte. Dort angekommen erblickt er einen Film im Regal, der genau seinem Geschmack zu entsprechen scheint: Pathfinder. Voller Vorfreude legt er, die damals noch normalen, 35 Scheine für die Blu-ray auf den Tisch und begibt sich auf die Heimreise. Im Kinokeller der Glückseligkeit erwartet ihn jedoch die wohl größte Enttäuschung, seit der Erfindung des Kinos ...
Ganze viermal versuchte er sich in den folgenden Jahren Marcus Nispel's Machwerk anzusehen. Ohne Erfolg. Noch heute kommen ihm beim Anblick der verstaubten Blu-ray Hülle die Tränen. Schade, um das verschenkte Geld und die verlorene Lebenszeit.
Ja, wie ihr sicher bemerkt habt, bin ich nicht gerade gut auf Pathfinder zu sprechen. Etwas derart langweiliges und uninspiriertes habe ich selten gesehen. Nun ist er zurück. Nispel. Mein Nemesis. Mit entsprechend geringen Erwartungen bin ich heute an sein Conan-Remake rangegangen. Immerhin kann ich schonmal Entwarnung geben: Ganz so mies wie Pathfinder ist sein neuster Fantasy-Actioner nicht. Sonderlich gut ist er jedoch auch nicht.
Conan ist eine seelenlose Aneinanderreihung sinnfreier Dialoge und teils ultra-brutaler Actionszenen. Ok, es ist Conan. Der war damals schon doof. Trotzdem sollte ein Film in irgendeiner Weise unterhalten können, was dieses Werk meiner Meinung nach nicht tut. Das fängt schon bei der vorhersehbaren Handlung an. Conan (Jason Momoa), der Uber-Barbar, geboren auf dem Schlachtfeld, von seinem Vater (Ron Perlman) eigenhändig aus dem Unterleib der Mutter geschnitten und danach gen Himmel gerichtet, wie einst Disney's Löwen-Baby, will Rache an Khalar Zym (Stephen Lang), welcher sein Heimatdorf, samt Familie, in Stücke geschlagen hat. Zwischenzeitlich sucht Zym noch eine hässliche Facehugger-Maske und hübsche Jungfrau (Rachel Nichols), um mit diesen seine verstorbene Hexen-Frau wiederzubeleben.
Das ist weder neu, noch sonderlich spannend. Wäre ja nicht schlimm, wenn wenigstens das Drumherum überzeugen könnte. Aber auch hier tut sich Conan schwer. Bis auf einige heftige Auseinandersetzungen, einen Augen und Nasenlöcher aufreißenden Ron Perlman, sowie die Silhouette von Rachel Nichols' Nippel, sind mir jedenfalls keine Szenen im Gedächtnis geblieben. So beibt sogar Avatar-schwergewichts-Bösewicht Stephen Lang überaus eindimensional und austauschbar und versinkt im irgendwo im Antagonisten-Mittelmaß. Dafür macht immerhin Jason Momoa eine erstaunlich gute Figur und überzeugt als einsilbiger Schmalspur-Conan. Kein Protagonist, an den ich jetzt noch länger denken werde, aber ein durchaus brauchbarer Anti-Held, auch wenn er die meiste Zeit nur sinnfrei in die Kamera schnaufen, lahme Sprüche raushauen und Körperteile abtrennen darf. Besser als Arni's unbeweglicher Kühlschrank-Barbar ist er allemal (Kommt nur her Arni-Fanboys!
).
Akzeptabel sind auch die Kämpfe. Zwar sind diese stellenweise etwas zu flott geschnitten, beeindrucken aber durch solide Choreographien, reichlich Blut und einige originelle Einfälle. Beispielsweise darf Conan Nasen abtrennen, um später fröhlich in der neu entstandenen Körperöffnung herumzubohren oder verteilt Kopfnüsse mit zuvor abgetrennten Häuptern. Das ist erschreckend unterhaltsam, weswegen die Schwert- und Faustkämpfe auch ganz klar zu den Highlights des Films gehören.
Ansonsten bietet Conan 2011 leider nichts Erwähnenswertes. Beschämende Dialoge, langweilig-glattgebügelte Charaktere, eine vorhersehbare Geschichte und viel Leerlauf. Diesen Kritikpunkten stehen eine insgesamt ansehnliche Inszenierung, reichlich rohe Gewalt und eine Hand voll blanker Brüste gegenüber. Leider reicht das nicht aus, um die negativen Aspekte aufzuwiegen. So bleibt ein belangloser, strunzdummer Barbaren-Actioner, den man sich, am besten in Verbindung mit viel Alkohol (und das sage ich, als bekennender Nicht-Trinker), mal anschauen kann, danach aber am besten schnell wieder vergisst.
Ganze viermal versuchte er sich in den folgenden Jahren Marcus Nispel's Machwerk anzusehen. Ohne Erfolg. Noch heute kommen ihm beim Anblick der verstaubten Blu-ray Hülle die Tränen. Schade, um das verschenkte Geld und die verlorene Lebenszeit.

Ja, wie ihr sicher bemerkt habt, bin ich nicht gerade gut auf Pathfinder zu sprechen. Etwas derart langweiliges und uninspiriertes habe ich selten gesehen. Nun ist er zurück. Nispel. Mein Nemesis. Mit entsprechend geringen Erwartungen bin ich heute an sein Conan-Remake rangegangen. Immerhin kann ich schonmal Entwarnung geben: Ganz so mies wie Pathfinder ist sein neuster Fantasy-Actioner nicht. Sonderlich gut ist er jedoch auch nicht.
Conan ist eine seelenlose Aneinanderreihung sinnfreier Dialoge und teils ultra-brutaler Actionszenen. Ok, es ist Conan. Der war damals schon doof. Trotzdem sollte ein Film in irgendeiner Weise unterhalten können, was dieses Werk meiner Meinung nach nicht tut. Das fängt schon bei der vorhersehbaren Handlung an. Conan (Jason Momoa), der Uber-Barbar, geboren auf dem Schlachtfeld, von seinem Vater (Ron Perlman) eigenhändig aus dem Unterleib der Mutter geschnitten und danach gen Himmel gerichtet, wie einst Disney's Löwen-Baby, will Rache an Khalar Zym (Stephen Lang), welcher sein Heimatdorf, samt Familie, in Stücke geschlagen hat. Zwischenzeitlich sucht Zym noch eine hässliche Facehugger-Maske und hübsche Jungfrau (Rachel Nichols), um mit diesen seine verstorbene Hexen-Frau wiederzubeleben.
Das ist weder neu, noch sonderlich spannend. Wäre ja nicht schlimm, wenn wenigstens das Drumherum überzeugen könnte. Aber auch hier tut sich Conan schwer. Bis auf einige heftige Auseinandersetzungen, einen Augen und Nasenlöcher aufreißenden Ron Perlman, sowie die Silhouette von Rachel Nichols' Nippel, sind mir jedenfalls keine Szenen im Gedächtnis geblieben. So beibt sogar Avatar-schwergewichts-Bösewicht Stephen Lang überaus eindimensional und austauschbar und versinkt im irgendwo im Antagonisten-Mittelmaß. Dafür macht immerhin Jason Momoa eine erstaunlich gute Figur und überzeugt als einsilbiger Schmalspur-Conan. Kein Protagonist, an den ich jetzt noch länger denken werde, aber ein durchaus brauchbarer Anti-Held, auch wenn er die meiste Zeit nur sinnfrei in die Kamera schnaufen, lahme Sprüche raushauen und Körperteile abtrennen darf. Besser als Arni's unbeweglicher Kühlschrank-Barbar ist er allemal (Kommt nur her Arni-Fanboys!
Akzeptabel sind auch die Kämpfe. Zwar sind diese stellenweise etwas zu flott geschnitten, beeindrucken aber durch solide Choreographien, reichlich Blut und einige originelle Einfälle. Beispielsweise darf Conan Nasen abtrennen, um später fröhlich in der neu entstandenen Körperöffnung herumzubohren oder verteilt Kopfnüsse mit zuvor abgetrennten Häuptern. Das ist erschreckend unterhaltsam, weswegen die Schwert- und Faustkämpfe auch ganz klar zu den Highlights des Films gehören.
Ansonsten bietet Conan 2011 leider nichts Erwähnenswertes. Beschämende Dialoge, langweilig-glattgebügelte Charaktere, eine vorhersehbare Geschichte und viel Leerlauf. Diesen Kritikpunkten stehen eine insgesamt ansehnliche Inszenierung, reichlich rohe Gewalt und eine Hand voll blanker Brüste gegenüber. Leider reicht das nicht aus, um die negativen Aspekte aufzuwiegen. So bleibt ein belangloser, strunzdummer Barbaren-Actioner, den man sich, am besten in Verbindung mit viel Alkohol (und das sage ich, als bekennender Nicht-Trinker), mal anschauen kann, danach aber am besten schnell wieder vergisst.
4/10 Schwerter




