Also ich hab ja nix dagegen, einen angestaubten Stoff ein wenig aufzupeppen, aber das hier war dann doch etwas zuviel des Guten. Und damit meine ich noch nicht mal die Luftschiffe (betrieben von welchem Gas?), die mit Dutzenden und Aberdutzenden gusseisernen Kanonen und anderem Zorres beladen sind...
Nein, das fängt schon bei der unglaublichen Nervpratze von d'Artagnan an - lebenslanges Berufsverbot für den Darsteller, gültig AB SOFORT!. Milla Jovovich ist auch wieder stoned unterwegs. Christoph Waltz einmal mehr in der Rolle des hinterlistigen Bösen. Und irgendwie scheint immer noch keiner kapiert zu haben, dass Hans Landa in erster Linie aufgrund der Dialoge und der Ausarbeitung der Figur funktioniert hat und nicht weil Waltz so ein toller Typ ist.
Die Actionsequenzen - entweder lahm oder so stark übertrieben, dass es lächerlich wurde. Der König...oh Gott. Orlando Bloom's Rolle ... OH GOTT!!
Einzig und allein die drei Musktiere haben Spaß gemacht, wobei ich bei dem einen immer am Rätseln war, ob das Jan Joseph Liefers ist. Apropos deutsche Darsteller - den geilsten Part hatte klar Til Schweiger.
Fazit: Lasst den Anderson keine Filme mehr machen. BITTE!. Danke.
So ziemlich der letzte Film, den ich mir ausgeliehen hätte. Aber meine Freundin war in der Videothek...wie schlimm kann es wirklich werden?
Antwort: Weitaus besser als erwartet. Das mag angesichts meiner Erwartungshaltung erstmal nicht viel bedeuten, aber ich fand den Film wirklich gut. Ich liebe Rowan Atkinson in Black Adder. Und hier - wir haben den Film auf englisch geschaut - gibt er wieder den herrlich arroganten Schnösel und nicht den spinnerten Bean mit seinen Gesichtsentgleisungen. Das ist schon mal ein großes Plus.
Aber auch auf der Gag-Seite können die Macher viele gelungene Sachen verbuchen. Größtes Highlight ist sicher die Parcours-Verfolgungsjagd, die eine herrliche Persiflage auf ähnlich gelagerte Szenen aus Bond & Co. ist. Aber auch etliche andere Gags sitzen. Klar, machen sind ziemlich infantil und wieder andere wirken zu bemüht. Aber insgesamt habe ich hier schon viele weit schlechtere Komödien gesehen (z.B. die ganzen Rohrkrepierer mit Seth Rogen oder Hangover). Kann ich wirklich empfehlen.
Ich halte The Descent für einen richtig tollen Horrorfilm. Aber was mich da grundsätzlich immer gestört hat, waren ausgerechnet die Monster. Sanctum ist jetzt das, was ich mir von The Descent (oder evtl. auch The Cave) erwartet hätte. Er beschränkt sich lediglich auf den Überlebenskampf der Menschen in einer 100% lebensfeindlichen Umgebung tief im Inneren der Erde. Und siehe da, es funktioniert. Natürlich bleibt die eine oder andere klischeehafte Wendung nicht aus, aber wenn ich jeden Film aufgrund der Verwendung von Klischees verurteilen würde, dann flögen 99% aller existierenden Filme auf die schwarze Liste.
Toll gemacht, toll gespielt und in 3D sicher ein ziemlicher Augenschmauß gewesen. Aber auch in 2D funktioniert der Streifen echt gut. Empfehlung.
Nach einer halben Stunde könnte man meinen, dass die Menschen im Conan-Universum nur mit Kämpfen, Auspeitschen und Sterben beschäftigt sind. Irgendwie fehlte da eine halbe Stunde Handlung. Die hätte den Film zwar nicht besser aber immerhin stimmiger gemacht. Nispel versäumt es vollkommen, dem Zuschauer die Welt Conans näher zu bringen. Gerade das erste Drittel wirkt gehetzt, als wäre die Film-Crew auf der Flucht gewesen.
Kudos gibt es für die ziemlich raue Darstellung der Kämpfe. Denkt man gar nicht, dass sowas in Hollywood noch erlaubt ist, zumal das Budget nicht ganz klein gewesen sein dürfte. An der Choreographie dürfte gern noch gefeilt werden und bitte nehmt Nispel das Schneidepult weg. So ein Stakkato ist doch scheiße.
Ein paar gute Ideen sind drin, die Landschaftsaufnahmen dank CGI sehr stimmig - jetzt muss mir nur noch wer erklären, warum am Ende wieder alles einstürzt und dann kann auch auch schon beruhigt mein "Muss man nicht gesehen haben"-Fazit zücken.
Nö...echt nicht...
Fängt gut an und bietet dank Craig, Brown und Ford auch klasse Darsteller, aber das Teil zieht sich echt wie Kaugummi und angesichts des Szenarios verspürte ich die ganze Zeit so ein leichtes Kratzen an der Innenseite meines Schädels. Nix gegen die Idee, aber in der Praxis funktioniert die nicht...nicht mal im Ansatz. Ja, es wird dann wieder ordentlich geschmoddert und natürlich zeigt man Olivia Wilde mit einer Wunde, bei der ihre Eingeweide rausquellen, nur um dann bei ihrem blanken Arsch mal wieder verschämt einen Rückzieher zu machen. Aber all das rettet den Film nicht vor der totalen Mittelmäßigkeit. Sorry.